Eiche rustikal >> weiß lackieren

Pareto

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Ich frage jetzt hier mal als Amateur, obwohl ich (vor vielen Jahren) in einer Schreinerei den Spritzraum unter mir hatte...
In der Wohnung meiner Tochter steht diese Einbau-Vitrine: Schreinerarbeit, Maßanfertigung, Korpus furniert, Fronten massiv. Eiche rustikal.
Aufgrund der Historie vermute ich stark, dass das 2K (DD) lackiert wurde - möglicherweise auch Nitro, glaube ich aber nicht.
IMG_20260201_162532861.jpg .

Nun möchte sie das Möbel weiß lackieren - natürlich von Hand und mit Wasserlack oder Kalkfarbe. Da hört meine Kompetenz auf.

Meiner Meinung nach sollte der Lack zwar deckend sein, aber so "dünn", dass die Holzstruktur noch sichtbar ist; kein Lackpanzer.
Fällt euch dazu was ein?
Produkte?
 

TischlerTheo

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Hallo,
ich habe das für einen Kunden gemacht. Die Rustikal Beize ist hartnäckig! Erste Schicht Weißlack würde ich mit 40% Verdünnung spritzen (oder streichen) damit die dunklen Poren weiß werden. Ich würde Lösemittel-Lack nehmen.
Grüße Theo
 

bello

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Ich bin da bei einem lösemittelhaltigem Lack, wie CWS Duo top oder CWS Satilux, beide in matt. Die ergaben bisher immer eine erkennbare Holzstruktur. Der Duo Top ist dünner eingestellt. Walzen nehme ich von Friess , MagicCrator.
 

brubu

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Hallo
Früher wurde meist mit Nitro lackiert, DD wurde eher für Küchen etc. verwendet. Säurehärter gab es auch noch.
Einfach mit Lösemittel versuchen ob sich etwas löst.
Was Farblack angeht würde ich den technischen Dienst der Hersteller fragen. Ev. ist ein Isoliergrund nötig weil vielleicht auch Rückstände von
Möbelpolituren und Putzmittel zu erwarten sind.
 

magmog

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Guuden,

mit Messing- oder VA Drahtbürste Poren frei machen, mit ca. 15 bis 20% verdünntem weißem
Lösemittellack plus Verzögerer, am besten spritzen. Testen ob der Untergrund mitmacht.
Von DD oder Nitro ist nicht auszugehen, dürfte ein moderner Lack sein.
Falls keine haushälterisches Pflegemittel drauf ist, und kein Kerzenwachs, Handschweiß o.Ä.
im Spiel ist sollte es keine Probleme geben.
Handauftrag möglichst vermeiden, die Poren saufen zu leicht ab. Wasserlack dito.
Meine bevorzugte technische Beratung in schwierigen Fällen ist die von Adler.

https://www.adler-lacke.com/de
 

brubu

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Alles alte Zeug was wir mit Klarlack PU, auch nach Abschleifen des alten Lacks, neu lackieren machen wir sicherheitshalber mit Antisilikonzusatz.
Ich wäre sehr vorsichtig wegen "Überraschungen".
Es gibt wohl viele Beispiele wo es auf einfache Art super funktioniert aber auch viele andere.
 

magmog

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Alles alte Zeug was wir mit Klarlack PU, auch nach Abschleifen des alten Lacks, neu lackieren machen wir sicherheitshalber mit Antisilikonzusatz.
Ich wäre sehr vorsichtig wegen "Überraschungen".
Es gibt wohl viele Beispiele wo es auf einfache Art super funktioniert aber auch viele andere.


....... wußte bisher ganicht dass es einen Silikonzusatz gibt.
Neutralisieren von Silikon kannte ich bis heute nur als extra Arbeisgang
 

WoodyAlan

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Ich hab da schon einige Dinge probiert an genau solchen Möbeln. Jedesmal hats ma was in den weißen Lack gezogen. Entweder braune schlieren oder das ergebnis war nicht weiß sondern urinstein farbig. Egal ob mit oder ohne Sperrgrund. Ich hab’s dann aufgegeben. Wenn du das erfolgreich machst, bitte um Infos zu den verwendeten Mitteln!
 

brubu

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Pareto

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So, da bin ich wieder. :emoji_slight_smile:

Ja, Lösungsmittellack und Spritzpistole... so habe ich das damals™ gemacht.
Leicht anschleifen und mit Verdünnung abwaschen, hat immer gut funktioniert.

Jetzt sollte das aber von Hand (Rolle oder Pinsel) passieren - im Idealfall mit Wasserlack.
Da stelle ich mir einen Haftvermittler vor und einen unkomplizierten Decklack.
:emoji_thinking:
 

Pareto

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Ich danke euch für eure Tipps bis hierher.

Aber ich schätze, das ist nicht der Weg...
Es geht hier nicht um eine professionell ausgeführte Möbellackierung im Sinne einer Schreinerei.
Es geht um das händische Lackieren durch Laien, bevorzugt mit emissionsarmem Lack - vorzugsweise Wasserlack.

Wahrscheinlich sollte ich einen Maler fragen. :emoji_handshake:
 

wasmachen

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Ehrlich: händisch, Wasserlack, Laie...
Kannst für ne offenporige Lackierung genauso vergessen wie den Maler.

Wird dann Lackpanzer.

Sorry.
 

Holzsinn

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Ich werfe mal Osmo Dekorwachs Farbton Schnee in die Runde. Das ist ein stark pigmentiertes Hartwachsöl, dass man, je nachdem, ob man mehr oder weniger aufträgt, bzw. wieder abwischt, eine weiße Oberfläche von durchscheinend bis deckend hinbekommen kann.
Ich würde schon allein wegen der elenden Abdeckerei der Glasflächen dieses Möbel nicht spritzen.
Bei dem Dekorwachs reicht es, die Glasleisten mit Tesakrepp abzukleben. Das Dekorwachs haftet auf fast allem, lässt sich mit der Walze und Pinsel gleichermaßen auftragen und ist sehr ergiebig. Ich habe damit schon sehr viele Möbel "geweisselt" uznd das Ergebnis war fast immer perfekt. Schwierig wird es nur, wenn man es auf eine glänzend lackierte Oberfläche aufträgt, dann sieht Dekorwachs eher speckig aus.
Melanie
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wirdelprumpft

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Das Wasserlackzeug muss man halt sehr dünn auftragen, was es auch nicht einfacher macht.
Die weiter oben genannte Walze von Friess hilft extrem.
Wenn man Pinsel nimmt hab ich mit Lasurpinsel gute Erfahrung.
Ist aber so oder so ne Strafaufgabe.
 

joh.t.

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Ich würde irgendwo , vielleicht gibt's in dem Möbel Einlegeböden, darauf mit den letztgenannten Lacken und oder dem Osmo Hwö Probeflächen anlegen.
Ich würde noch meinen Remmers Vertreter fragen, was der machen würde.

Und gute Lackierrollen.
Wenn man Übung hat ist man Nah an der gespritzt en Oberfläche in matt.
 

magmog

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Guuden,

der TE wünscht eine
„Meiner Meinung nach sollte der Lack zwar deckend sein, aber so "dünn", dass die Holzstruktur noch sichtbar ist; kein Lackpanzer."

Dem steht eine Verfüllung der Poren durch den notwendigerweise starken Auftrag,
um mit Öl eine Deckung zu erreichen, entgegen.
Deckend mit Öl zu arbeiten zu wollen halte ich deshalb für verfehlt.
Mit Wasserlack sehe ich ein Fluten der Poren als Gefahr, diese auch bei händischem Applizieren allgemein.
Professionell kann ich mir nur ein scharfes Bürsten der Oberflächen und einen dünnen Spritzauftag in mehreren
Durchgängen vorstellen.
 
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