Druckverlust Druckluftsystem

Gurmi

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Hallo Forum, ich habe mir für meine Werkstatt eine kleines Druckluftsystem (ca 10 lfm mit 15mm kunststoffrohren, mehrere Steckdosen, Kompressor mit 8 bar) gebaut. Die Rohre sind mit schellen an wand und Decke montiert. Funktioniert soweit alles gut, allerdings hab ich einen druckverlust von ca 1 bar pro Tag im system ohne dass ich druckluft entnehme. Mir ist klar dass der Druck mit der Zeit abnehmen kann, aber ist 1 bar pro Tag normal nach euren Erfahrungen? Ich schalte täglich nach der Arbeit den Strom ab und am nächsten Tag beim Wiedereinschalten läuft IMMER der Kompressor an. Ich hab schon versucht alle Kupplungen und Verbindungen mit einem Räucherstäbchen ( wegen der Brandgefahr) auf Undichtigkeiten zu prüfen hab aber nix gefunden. Nachher roch die Werkstatt wie ein indischer Massagesalon aber die Aktion hat mich leider nicht weitergebracht…. Hat einer von euch ähnliche Erfahrungen und gibt es Abhilfe? Danke schon mal im voraus! Peter
 

Kerstenk

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ich habe eine deutlich größere Anlage hier, die verliert mir auch zu viel. Habe ein Absperrventil direkt am Kompressor, wird nur geöffnet, wenn ich auch Luft brauche. Ist heute elektrisch und per Fernbedienung bzw. Kabelverbindung öffnbar, früher ein einfacher Kugelhahn.
Bei einer Anlage die einen so kleinen Verlust aufweist, die Fehler zu finden ist aufwendig. Man kann es mit Spüliwasser machen, oder einen Geräuschsensor besorgen, denn jeder Luftaustritt verursacht ein Geräusch, ist aber extrem leise mitunter.
 

Gurmi

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Danke für euren input! Mein Kompressor steht auf einem gestell auf ca 2 m Höhe auch mit kugelhahn angeschossen, dh jedesmal raufkraxeln möchte ich nicht. @Kerstenk was ist das für ein absperrventil mit kabelverbindung? Kannst du mir bitt fotos bzw produktinfos posten?
spüliwasser hab ich schon vor den räucherstäbchen probiert, auch erfolglos….
 

magmog

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....... Magnetventil für Druckluft. Davon wird im www massenhaft angeboten.
Magnetventil direkt an Ausgang Kompressorkessel, einfach Ventilkabel in Steckdose, Werkstattstrom aus- Druckluftleitungen zu.
Werkstattstrom an- sofort Druckluft aus dem Kessel da.
 

Kerstenk

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Klingt geil, ich werd mich mal auf die suche machen, danke vielmals!
must halt nicht das kleinste nehmen, sollte die geforderte Leitung auch durchlassen können.
Ich habe das Ganze dann noch mit einer SPS Siemens Logo versehen, die den Kompressor steuert, da sitzt kein üblicher Druckschalter mehr, sondern ein Drucksensor der zwischen 8 und 10 Bar ein Signal an die SPS gibt. Die hat dann gleich noch eine Zeitschaltuhr drinnen, die ihn abends abstellt, drei Uhrzeiten im Abstand von einer Stunde. Zudem eine Schadenserkennung in Form einer maximalen Laufzeit je Durchgang, damit werden abplatzende Schläuche erkannt, um einen Dauerlauf zu verhindern. In einem temporären Modus ist aber Dauerlauf möglich. Warum das alles, nun das kann Schäden verhindern, wie zB am Wochenende vergessen abzustellen und ein Schlauch abplatzt und er in den Dauerlauf geht, ist bei Bekannten passiert, noch mal Glück gehabt, war nur alles ölverraucht wegen Überhitzung.
 

Dackeldil

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Hallo Forum, ich habe mir für meine Werkstatt eine kleines Druckluftsystem (ca 10 lfm mit 15mm kunststoffrohren, mehrere Steckdosen, Kompressor mit 8 bar) gebaut. Die Rohre sind mit schellen an wand und Decke montiert. Funktioniert soweit alles gut, allerdings hab ich einen druckverlust von ca 1 bar pro Tag im system ohne dass ich druckluft entnehme. Mir ist klar dass der Druck mit der Zeit abnehmen kann, aber ist 1 bar pro Tag normal nach euren Erfahrungen? Ich schalte täglich nach der Arbeit den Strom ab und am nächsten Tag beim Wiedereinschalten läuft IMMER der Kompressor an. Ich hab schon versucht alle Kupplungen und Verbindungen mit einem Räucherstäbchen ( wegen der Brandgefahr) auf Undichtigkeiten zu prüfen hab aber nix gefunden. Nachher roch die Werkstatt wie ein indischer Massagesalon aber die Aktion hat mich leider nicht weitergebracht…. Hat einer von euch ähnliche Erfahrungen und gibt es Abhilfe? Danke schon mal im voraus! Peter

Hast du auch mal den Druckverlust ohne Rohrleitungssystem beobachtet?

Im Kompressor hast zB. Rückschlagventil, Druckminderer, Wasserablass, usw - auch hier kann was undicht sein.

Ansonsten aus beruflicher Erfahrung: Bei vielen meiner Kunden ist am nächsten Tag alles leer (problematisch, da die meisten Kompressorkessel für sowas nicht ausgelegt sind und spröde/rissig werden können).
 

Gurmi

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Hast du auch mal den Druckverlust ohne Rohrleitungssystem beobachtet?

Im Kompressor hast zB. Rückschlagventil, Druckminderer, Wasserablass, usw - auch hier kann was undicht sein.

Ansonsten aus beruflicher Erfahrung: Bei vielen meiner Kunden ist am nächsten Tag alles leer (problematisch, da die meisten Kompressorkessel für sowas nicht ausgelegt sind und spröde/rissig werden können).
Guter Hinweis, das werde ich vorab prüfen, danke!
 

wirdelprumpft

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1 Bar verlust über 24Std. ist ein Traumwert.
Bin froh wenn ich das in der Stunde schaffe, sobald Maschinen etc. mit dran hängen wird das mit zunehmendem Maschinenalter unmöglich.
Genaugenommen ist das Sysem morgens immer leer, Kompressor lass ich über Nacht nie an, ist mir zu heikel.
Spontaner Luftverlust kann vielfältig entstehen und dann läuft der Kompressor durch.
Seifenwasser oder Lecksuchspray - zumindest bei hörbaren Lecks funktioniert Seifenwasser gut.
 

Gurmi

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1 Bar verlust über 24Std. ist ein Traumwert.
Bin froh wenn ich das in der Stunde schaffe, sobald Maschinen etc. mit dran hängen wird das mit zunehmendem Maschinenalter unmöglich.
Genaugenommen ist das Sysem morgens immer leer, Kompressor lass ich über Nacht nie an, ist mir zu heikel.
Spontaner Luftverlust kann vielfältig entstehen und dann läuft der Kompressor durch.
Seifenwasser oder Lecksuchspray - zumindest bei hörbaren Lecks funktioniert Seifenwasser gut.
 

Testlabor

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@Gurmi
Ein Bar Druckverlust in 24 Stunden ist perfekt. Besser geht es mit vertretbarem Aufwand eigentlich nicht. Der häufigste Grund für Druckverluste in Kompressor-Anlagen sind die Schnellkupplungen die teilweise schon im Neuzustand (besonders ungekuppelt) eine minimale Leckage haben.
Oft steigen die Undichtigkeiten der Schnellkupplungen mit sinkendem Systemdruck weil der Systemdruck die Dichtfunktion in der Kupplung unterstützt.

Bei vielen meiner Kunden ist am nächsten Tag alles leer (problematisch, da die meisten Kompressorkessel für sowas nicht ausgelegt sind und spröde/rissig werden können).
Kannst du bitte erklären was da an einem Kompressorkessel (Druckbehälter) spröde / rissig wird wenn er täglich entleert wird? Und warum?
Wenn das so wäre, dann wäre das ja äußerst gefährlich.
Kompressorkessel unterliegen der Druckbehälterverordnung und die kennt (und erlaubt) dieses kritische Verhalten nach meinem Wissen nicht.

Bestes Beispiel dafür sind die Luftkessel von Nutzfahrzeugen. Die sind in der Regel jeden Morgen (fast) leer. Und da darf auch nichts passieren...
 

KalterBach

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Kugelhähne in unbequemer Höhe lassen sich gut mittels zweier Seile und einer um 45° versetzten Leiste öffnen. Der Hebel des Kugelhahn seitlich und die Seile zweifarbig oder beschriftet.

Alternativ den Kugelhahn nach unten versetzen. Er muss nur möglichst weit vorne im System sein.
 

Dackeldil

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Kannst du bitte erklären was da an einem Kompressorkessel (Druckbehälter) spröde / rissig wird wenn er täglich entleert wird? Und warum?
Wenn das so wäre, dann wäre das ja äußerst gefährlich.
Kompressorkessel unterliegen der Druckbehälterverordnung und die kennt (und erlaubt) dieses kritische Verhalten nach meinem Wissen nicht.

Bestes Beispiel dafür sind die Luftkessel von Nutzfahrzeugen. Die sind in der Regel jeden Morgen (fast) leer. Und da darf auch nichts passieren...

Vorsicht:

Es gibt Kessel, die dürfen beliebig viele Vollastzyklen haben. Und dann gibt es welche, die sind nur für statische Belastung ausgelegt (typischerweise am Kompressor).

Was du meinst ist die Druckgeräterichtlinie (ein europaweit gültiges Regelwerk für Druckgeräte), die Durckbehälterverordnung ist seit über 20 Jahren nicht mehr gültig.

Die Druckgeräterichtlinie sagt aber nichts über Lastzyklen, nur über Sicherheit, was zum Thema Lastzyklen steht in den Herstellerregelwerken, zB. AD2000. Danach gilt als Mindestmaß was ein Kessel aushalten muss: 1000 Vollastzyklen (also komplett voll bis leer) sowie dauerhaft 10% Druckschwankungsbreite bzw. bei Druckluft (da ein paar Kriterien erfüllt sind 20%. Und über 90% aller Druckluftkessel sind danach gebaut. Klar ist eine höhere Lastwechselzahl möglich, auch unendliche viele Zyklen gibt es, aber die findet man eher bei Spezialanwendungen oder im Ölabscheider von Schraubenkompressoren.

Kannst zB. hier nachlesen: https://standards.globalspec.com/std/1677533/ad-2000-merkblatt-s-1

Oder schau mal hier, OKS ist ein gängiger Hersteller für Druckluftbehälter: https://www.otto-klein.de/zeichnungen/535C4S1V.pdf

Kessel für Fahrzeuge unterliegen ganz anderen Herstellregelwerken.


Der technische Hintergrund davon: Kaltverfestigung. Nimm einen Nagel, den kannst biegen. Aber biege den mehrmals - er wird spröde und bricht. Ein Druckluftbehälter dehnt sich beim Füllen aus (nicht viel, aber er tut es). Macht er das zu oft, wird das Material genau so spröde.
 

RHilde

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Hallo Forum, ich habe mir für meine Werkstatt eine kleines Druckluftsystem (ca 10 lfm mit 15mm kunststoffrohren, mehrere Steckdosen, Kompressor mit 8 bar) gebaut.
Deine Ausführung klingt für mich sehr nach Eigenbau, was ich ebenfalls in Zukunft vor habe. Darf ich fragen, wo du dein Material bestellt hast, welches Werkzeug du dafür benötigt hast und wieso du ausgerechnet 15mm Kunststoffrohr genommen hast? Hattest du eine Art "Berechnungsgrundlage" von Leitungslänge und Leitungsquerschnitt?
 

predatorklein

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Hast du auch mal den Druckverlust ohne Rohrleitungssystem beobachtet?
Moin

Würd ich auch erst mal checken :emoji_wink:

Bei Rohrleitungssystemen aus Kunststoff kann man auch beim Zusammenbau leicht Fehler machen .

Oft werden die Rohre nicht richtig " entgratet " .
Und nicht richtig zusammengesteckt .

Bei einem Monteur von Schneider hab ich mal gesehen , dass der an jedem Stück Rohr markiert , wie tief es eingesteckt werden muss .
Machen wir inzwischen auch so .

Gruß
 

Dackeldil

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@Dackeldil Interessant. Da macht man sich keine Gedanken.

Leider ja, meistens erst dann, wenn was passiert. Und auch dann erst oft, wenn es einen Personenschaden gibt (was glücklicherweise sehr selten vorkommt).

Darum muss ein Kompressorkessel auch, sobald er gewerblich genutzt wird, spätestens alle 10 Jahre geprüft werden, größere spätestens alle 5 Jahre, und das sogar durch TÜV und Co.
 
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