Dreiteilige modulare Werkbank aus Aluprofilen – Erfahrungen & Tipps gesucht

huzurpolat

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Hallo zusammen,
ich plane eine modulare Werkbank aus Aluprofilen (40×40 oder 40×80).
Der Tisch soll aus drei Segmenten bestehen:

  • Links: 50 cm
  • Mitte: 100 cm (höhenverstellbar, z. B. für Maschinen)
  • Rechts: 50 cm
Ziele: stabil, erweiterbar, mobil und für verschiedene Holzarbeiten geeignet. Arbeitsplatten wahrscheinlich Multiplex 30 mm.

Fragen an euch:

  • Welche Profilgröße würdet ihr für maximale Stabilität empfehlen?
  • Tipps für die Höhenverstellung des mittleren Segments?
  • Erfahrungen mit der Kombination von Aluprofilen und schweren Holzplatten?
  • Ideen zur Integration von Maschinen (z. B. Kappsäge, Frästisch)?
Freue mich über eure Erfahrungen, Baupläne oder Bilder!

modulare_werkbank_skizze_90cm.png
 
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Roterbischof

ww-robinie
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Hallo @huzurpolat huz, die erste Frage wäre, was du damit machen möchtest? Nur irgend etwas balaten/zusammen bauen von modellautos oder möchtest du dort auch von Hand hobel im größeren Stil, dann ist höhenverstellbar immer schlecht. Stabile Höhenverstellungen, die man nicht aus atahlprofilen schweißt brauchen irrsinnig Platz, aber vielleicht möchtest du unter der Werkbank noch schubladen ? Das alles und noch viel mehr ohne genügend Hintergrund Infos zu beantworten wird nicht gehen. Mfg
 

huzurpolat

ww-kastanie
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danke für deine Rückfrage – hier ein paar genauere Infos:

Die Werkbank soll für Holzbearbeitung im Hobbybereich eingesetzt werden, aber nicht nur zum Basteln, sondern auch für:

  • Planfräsen größerer Platten
  • Tischfräse
  • Tischkreissäge (integriert/migriert)
  • Gelegentlich Handhobelarbeiten
Aufbau:

  • Dreiteilig: Links 50 cm, Mitte 100 cm (höhenverstellbar), Rechts 50 cm
  • Rahmen aus Aluprofilen (40×40 oder 45×45)
  • Viele Schubladen und Stauraum unter allen Segmenten
  • Arbeitsplatte: Multiplex oder Siebdruck (ca. 30 mm)
Höhenverstellung:

  • Nur der mittlere Teil
  • Mechanisch (z. B. Kurbel, Spindeln oder Zahnstangen)
  • Ziel: Maschinen ergonomisch anpassen, ohne elektrische Antriebe
  • Muss trotzdem sehr stabil und spielfrei sein
Mir ist bewusst, dass mechanische Höhenverstellungen stabil ausgelegt werden müssen. Ideen, wie man das mit Profiltechnik (ohne Schweißen) platzsparend umsetzen kann, würden mich besonders interessieren.
 

Alceste

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Schweißen ist hier gar nicht das Ding, aber sowas wie hochwertige Spindeln und Führungen kosten geld. Die Tischkreissäge da reinzubasteln halte ich auch für Käse. Andersherum wird ein Schuh draus: wenn du den Platz brauchst kannst du die säge zur Werkbank umfunktionieren, wenn sie stabil genug ist. Ich würde mir für das Geld lieber eine gescheite Säge kaufen und die Werkbank aus Holz bauen bzw. Wenn es die maße zulassen auch eine gebrauchte Werkbank (auch gerne aus der Metallverarbeitung). Da würde ich dann mit stellfüßen dafür sorgen dass alles mehr oder weniger auf gleicher Höhe sitzt.
 

huzurpolat

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danke dir für die ehrliche Einschätzung – du hast recht, hochwertige Spindeln, Führungen und eine stabile Höhenverstellung sind nicht billig.

Mir geht’s bei der Konstruktion mit Aluprofilen vor allem um Modularität und Flexibilität. Ich möchte die Werkbank so bauen, dass ich Maschinen wie die Tischfräse oder eine Planfräsvorrichtung bei Bedarf ein- und ausbauen kann. Die Idee ist nicht, die Kreissäge dauerhaft zu integrieren, sondern den mittleren Teil so vorzubereiten, dass er verschiedene Einsätze aufnehmen kann.

Eine gebrauchte Metall-Werkbank wäre sicher eine solide Basis – allerdings möchte ich gezielt den Stauraum mit vielen Schubladen planen und die Höhe des mittleren Segments mechanisch verstellen können. Mit Aluprofilen kann ich das recht präzise und modular umsetzen, ohne aufwendige Metallbearbeitung.

Das mit den Stellfüßen für gleiche Höhe klingt interessant – könnte man evtl. auch als grobe Höheneinstellung für die beiden festen Seitenteile nutzen.
 

H3ndr1x

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Dann nimm ein Alu Vierkant, ein großes für die Werkplatte in welcher ein kleineres Vierkant vom Gestell sitzt. Die Höhe kannst du dann über Rasterlöcher in selbst gewählten Abständen einstellen. Dann noch die Werkplatte in den verschiedenen Ausführungen anfertigen (Ausfräsungen / Material etc.)
So können die Werkplatten einfach getauscht und in der Höhe angepasst werden.
 

husky 928

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Ich möchte die Werkbank so bauen, dass ich Maschinen wie die Tischfräse oder eine Planfräsvorrichtung bei Bedarf ein- und ausbauen kann. Die Idee ist nicht, die Kreissäge dauerhaft zu integrieren, sondern den mittleren Teil so vorzubereiten, dass er verschiedene Einsätze aufnehmen kann.
Du musst dann ja den Platz haben, um diese diversen Einsätze irgenwo zu lagern, wenn sie nicht eingebaut sind.
Also kannst du es auch gleich von Anfang an trennen.
 

Ikeabana

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Die eierlegende Wollmilchsau. Ich bin da zunehmend skeptisch und neige mittlerweile dazu die Dinge simpel zu halten.

Soll das mobil sein? Passen dazu Schubladen?
Einbau von Maschinen? Bleiben die darin oder willst Du immer ein- und ausbauen?
Ist die Höhenverstellung Pflicht? Ich sehe darin einen großen Aufwand, der zu Lasten der Stabilität geht und den ich mir sparen würde.
 

huzurpolat

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Hallo zusammen, danke für eure konstruktiven Antworten — ich schätze eure Einschätzungen sehr!


  • Profilwahl: Ich überlege tatsächlich auf 40×80 mm oder stärkere Profile zu wechseln, um Stabilität zu erhöhen — besonders wenn ich schwere Maschinen integriere.
  • Höhenverstellung ohne Schweißen: H3ndr1xs Idee mit dem inneren Vierkant ist genial – das könnte ich mit Rasterlöchern umsetzen und wäre deutlich günstiger als mechanische Spindeln oder Zahnstangen.
  • Schubladen & Lagerung: Klar, Platz für Module und Werkzeuge brauche ich – da werde ich das Layout so planen, dass nicht benötigte Einsätze untergebracht oder stehend gelagert werden können.
  • Maschinenintegration: Die Säge wird nicht dauerhaft eingebaut, sondern als Modul gedacht — umfunktionierbar, aber fest, wenn nötig. Die Workbench bleibt flexibel und modular. Holz statt Metall käme für mich nicht in Frage, da ich möglichst viele Schubladen und präzise höhenverstellbare Einsätze möchte.
  • Multi-Werkbank-Ideen: Danke, mars85 — ich schaue mir das Video gleich mal an; Inspiration ist immer willkommen!

Kurz gefragt: Kennt jemand konkrete Bezugsquellen für günstige Raster-Vierkant-Aluprofile, die man so kombinieren kann? Und hat jemand bereits Ratgeber oder selbst gebaute Beispiele zu mechanisch höhenverstellbaren Profilgestellen?

@Ikeabana ja, es soll mobil sein.
LG
huzurpolat
 

Alceste

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Holz statt Metall käme für mich nicht in Frage, da ich möglichst viele Schubladen und präzise höhenverstellbare Einsätze möchte.

Die Tatsache, dass du diese Module per Hand bewegen können willst impliziert schon, dass die Säge nicht präzise sein wird. Im Powerlifting und im Maschinenbau gilt nämlich: Masse ist Macht. Was du da an Säge zu verwenden gedenkst ist nur Spielzeug. Klar gibts hier im Forum zu Hauf Leute, die damit auch schöne Sachen bauen, aber im Leben würde ich mir nicht so eine Krücke ans Bein binden und Geld für so Alu Zeug ausgeben. Lieber würde ich da einen halben Tag im Auto verbringen, um für 500 Euro eine robuste Säge à la Ulmia oder so abzustauben und dann jedes Mal mit einem Grinsen an die Arbeit gehen.
 

FredT

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Nix einbauen, um es zu entfernen. Stattdessen bestenfalls im Mittelteil oberflächenneutral integrieren. Und Höhenwechsel ist aufwändig in Mechanik und wird überschätzt. Gleichmäßige Tischhöhe ist vorteilhafter, gerade auch für die von dir angedachten Arbeiten. Ausserdem bringt Holz auch Masse und Standhaftigkeit, neben finanziellen Vorteilen. Und Fächer kannst du da fast ohne Ende einbauen, ggf mit Lochreihen 32er System.

Anm. Gleitführungen benötigen immer mindestens eine sauber mechanisch bearbeitete Komponente. Kannst du 1/10 genau fräsen auf Verschublänge? Und das bitte in zwei Dimensionen, sonst klappern deine Säulen oder müssen anderweitig justiert werden. Es gab hier hervorragende Beispiele für aus Holzwerkstoffen gebaute Maschinen...
 
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