Meiner Meinung nach sind die mit Druckluft erzeugten Unterdrücke eher für überschaubare kleine Anwendungsfälle geeignet. Oder sie kommen quasi im Rudel wie beispielsweise bei Sauggreifern. Da verbrauchen die aber auch viel Luft, können aber wohl ihren Vorteil gut ausspielen, sehr schnell einen Unterdruck aufbauen zu können.
Dass das jetzt ein Youtuber entdeckt hat und als Allheilmittel preist... tja, gibt dort ja so manches.
Eine Minipumpe aus einem umgewidmeten Kühlschrankkompressor hatte ich mal. Das Ding habe ich ein paar Male benutzt, um beim Stabilisieren kleiner Holzabschnitte im ebenfalls umgewidmeten Schnellkochkopf für Unterdruck zu sorgen. Das war für den Zweck imho halbwegs ausreichend. Hab' das Setup dennoch schnell verschenkt, allerdings aus anderem Grund. Ich hatte keinen Bock auf Harzdrechseln.
Den Kühlschrankkompressor würde ich heute auch nicht mehr empfehlen, weil in manchen Wertstoffhöfen mittlerweile ziemlich penibel darauf geachtet wird, dass der Kühlschrank mit vollständigem Kreislauf eingeliefert wird. Wäre das damals schon so gewesen, hätte ich im worst case den geschenkten kompressorlosen Gewerbekühlschrank am Hals gehabt.
Bei verwendbaren Dichtungen und geeigneten Werkstücken braucht man aber - natürlich je nach Werkstückgröße - auch beim Halten keinen so sehr großen Unterdruck. Vor ein paar wochen haben wir einmal verschiedene Vakuumpumpen an Vakuumspannfuttern an Drechselbänken verglichen. Ich war eher verwundert, wie wenig da reicht.
Hier gibt's eine schöne Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, aus Druckluft Unterdruck zu erzeugen. Die eingangs erwähnten Grenzen haben die, glaube ich, alle.