Dielenboden bürsten

Jungemehnar

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ca. 100m² Fichte Dielenboden sollen gebürstet werden, diese sind im Moment nur gehobelt. Ist das mit der (Hand- ) Bürstmaschine, z.B. von Makita, umsetzbar? Oder sollte ich mir lieber einen Profi suchen, der die Dielen durch eine stationäre Maschine durch lässt? Derzeit ist alles noch in Plastik verpackt, daher sollte vermutlich zeitnah nach dem Bürsten verlegt werden...
 

IngoS

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Hallo,

das sind je nach Dielenbreite so rund 850 laufende Meter. Wenn du pro Meter nur zwei Minuten ansetzt, bist du bei 30 Stunden reine Schleifzeit.
Ich halte das mit Handmaschine für nicht sinnvoll, zumal auch die Gleichmäßigkeit der Bearbeitung sicher nicht besonders gut wird.
Soll das denn ein Fußboden werden? Da ist ja so eine gebürstete rauhe Oberfläche nicht sehr reinigungsfreundlich.

Gruß Ingo
 

Jungemehnar

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Ja, genau- soll einen Fußboden geben. Ich wollte die ersten Dellen in der weichen Fichte vermeiden- daher das Bürsten, danach weißöl oder Seife.
Also auch nur "leicht" bürsten, damit der Boden nicht so spiegelnd aussieht...
Demnach ist Handbürsten eher raus.

Danke für die Einschätzung! :emoji_slight_smile:
 

methylase

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Ich würde verlegen und dann bürsten. Ich glaube das ist viel einfacher als die Dielen einzeln zu bearbeiten. Ich halte es für machbar.

Grüße
Matthias
 

bast_ig

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Ich würde das auf jeden Fall vorher bei ein paar Stücken üben. Ich habe das letztens bei gefladerter mit breiteren Jahresringen Fichte ein nicht so schönes Ergebnis mit Drahtbürste bekommen. Das war irgendwie auch flaumig, was sich mit drüberschleifen nicht lösen lies. Ggf. hätte man nochmal mit Nylonbürste drüber gemusst. Das war allerdings sowieso eine Unterseite und ich habe es dann gelassen.

Grüße
 

MarcBerlin

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Noch mal hierzu…
ca. 100m² Fichte Dielenboden sollen gebürstet werden
Ich bin auch eindeutig Fraktion "vorher bürsten"! Und ich bin nicht ganz frei von Erfahrungen mit der Aufgabe. Die Vorteile sind:
  • deutlich angenehmeres Arbeiten im Stehen, einen gut eingerichteten Arbeitplatz mit soliden Böcken und genügend Raum zum Hantieren vorausgesetzt
  • aufgrund des viel systematischeren Ablaufs auch deutliche Zeitersparnis, obwohl man etwas Verschnitt mitbürstet
  • gleichmäßige Behandlung bis an die Ränder. Verlegt kommt man nicht bis ganz an die Ränder, und da das Bürsten zwangsläufig in Faserrichtung erfolgen muss, wird es am Boden immer Bereiche geben, die man nicht oder schlecht erreicht.
  • man kann beim Bürsten der Dielen ein wenig auf die Kanten achten und diese dur Kippen der Maschine mitbürsten. Das ist ratsam, um dort zum einen Splitter zu vermeiden und auch um Höhenunterschiede zu "vermauscheln"
  • auch die Kontrolle der Intensität und der Gleichmäßigkeit der Bürstung, die wirklich wichtig ist, geht viel besser, wenn man das Werkstück im Stehen und bei guter Beleuchtung vor sich hat.
Unterm Strich würde ich sogar sagen, dass die Idee, das am Boden zu machen, recht abwegig ist.
Bedenke auch, dass Du es bei Fichtedielen (Nenn uns doch mal den Preis pro qm) mit sog. "Hobeldielen" und zu tun hast, die in der Regel noch nach der DIN 4072 gefertigt werden und damit nicht unerhebliche geometrische Toleranzen aufweisen dürfen (Stärke, Breite, Lage der Nut), welche normalerweise durch einen abschließenden Schliff egalisiert werden. Da dieser bei Deinem Vorhaben wegfällt, müssen die Kanten recht rund sein (gefast sind sie in der Regel ab Werk), was was sich auch mit der Bürste bewerkstelligen lässt.
danach Weißöl oder Seife.
Das ist eine gute Idee! Und zwar die Seife eher als das Öl. Beim Öl ist der Einsatz einer Bohnermaschine unerlässlich (zumindest wen man es richtig machen möchte). Deren rotierende Arbeitsweise ist aber am gebürsteten Boden ungünstig. Mit der Seife machst Du es zu einem einfachen und stimmigen "Low-Tech" Projekt. Und die Ersparnis durch das Wegfallen des Schliffs und der auch etwas aufwändigeren Ölung kompensiert den Mehraufwand des Bürstens. Und wie Du richtig sagst: Du nimmst die ersten Macken vorweg und hast einen Boden, der deutlich unempfindlicher ist, als ein glatt geschliffener. (Wobei ich dennoch Kiefer statt Fichte gewählt hätte)
Also auch nur "leicht" bürsten, damit der Boden nicht so spiegelnd aussieht...
Genau. Daher will auch die Wahl der Bürste gut überlegt sein. Auf der Fichte kannst Du jede Drahtbürste vergessen, selbst Messing, wie ich finde (zumal die auch schnell alles schwärzt, wenn man nicht aufpasst). Nylon ist das Material der Wahl. "Walzenbürste Nylon K80" wäre der Suchbegriff für die passenden Produkte. Rechne mit >100€, aber die Standzeit ist enorm: Die 100qm Fichte macht die locker mehrmals.

Und schließlich zur Maschine. Das Thema hatten wir hier im Dezember '24 schon mal kurz am Wickel. Der Klassiker, der Makita 9741 könnte für das Projekt mit seinen 850W tatsächlich etwas überfordert bzw. zu langsam sein. Ideal wäre der Festool Rustofix, den man ja leider nur noch gebraucht findet. Ich habe mir daher den Eibenstock ESM 1311 angeschafft. Das Ding ist nicht ganz so ein Monster wie der Rustofix aber mit 1.300W deutlich kräftiger, als der Makita, bei etwa gleichem Gewicht. Wichtig ist, eine Maschine mit justierbarer Rollenführung vor und hinter der Walze zu nehmen. Auf Holz und erst recht auf der weichen Fichte erzielt man nur so ein gleichmäßiges Ergebnis. Als "Satinierer" (zum Satinieren von Stahloberflächen) gibt es noch allerlei billige Geräte, die solch eine Führung nicht aufweisen und fürs Satinieren auch nicht benötigen. Wenn der Sparfuchs also meint, mit so einem Parkside- oder Scheppach-Teil für gut 50€, könne er ganz pfiffig sein Holz strukturieren, dann hat ihm mal wieder sein Geiz ein Projekt versaut (woran er ja gewöhnt sein dürfte :emoji_wink:

Unten noch meine mittelgroße Aufgabe für den Eibenstock Schleifer: Deck Eiche, sägerau per Bürste "homogenisiert und entfranst"
Bürstung erfolgte wegen optimaler Zugänglichkeit tatsächlich nach der Verlegung. Die 25qm waren in ca. 2 Stunden sehr gründlich gebürstet

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Jungemehnar

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Danke für die weiteren Antworten! :emoji_thumbsup:
Die habe ich wohl überlesen....

Unterm Strich würde ich sogar sagen, dass die Idee, das am Boden zu machen, recht abwegig ist.
Am Boden zu Bürsten / bzw. nach Verlegung steht nicht zur Diskussion.
Nur die Frage, ob per Handmaschine (wie Makita, Eibenstock,...) oder per stationärer Maschine (Sowas, und per Miete / Lohnarbeit in einer Schreinerei) das Bürstergebnis dafür steht. Der Boden war meiner Meinung nach recht günstig, mit ca. 20 €/ m². Habe auch nach längerer Recherche nichts vergleichbares finden können- die Qualität sieht nach erstem Eindruck auch ordentlich aus. Es sind, wie du sagst " Hobeldielen".

Der Tipp mit der Bürste ist gut, für meine Fassade (B-D- Schalung, mit unbesäumten Überschlagern) hatte ich schon den Makita mit Drahtbürste im Einsatz und war recht zufrieden mit dem Ergebnis. Für den Boden aber wahrscheinlich zu grob und das evtl. ungleichmäßige Ergebnis, in Verbindung mit dem höheren Arbeitsaufwand schrecken mich noch etwas ab.

Verstehe ich es richtig, dass nach dem Verlegen ggfs. auch noch nachgearbeitet werden müsste?

Der Tipp mit Walzenschleifmaschine + Bürste ist gut!

Budgetmäßig hätte ich schon mal den Makita eingeplant, der Eibenstock ist ja noch ne gute Ecke teurer :emoji_fearful:
 
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MarcBerlin

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Verstehe ich es richtig, dass nach dem Verlegen ggfs. auch noch nachgearbeitet werden müsste?

Normalerweise werden Hobeldielen nach dem Verlegen plan- und feingeschliffen, aber das fällt bei der Methode weg. Die Seifenbehandlung erfolgt aber besser nach der Verlegung, schon allein wegen der Bearbeitungsspuren. War das die Frage?
Budgetmäßig hätte ich schon mal den Makita eingeplant, der Eibenstock ist ja noch ne gute Ecke teurer :emoji_fearful:
Stimmt - der Preis vom Eibenstock ist schon etwas schmerzhaft. Ich hatte das irre Glück diese echt seltene Maschine im Top Zustand gebraucht zu finden. Die geringere Leistung wird bei manchen Aufgaben schon zu spüren sein, aber der Makita wird das auch packen. Auf der sägerauhen Eiche habe ich schon ganz ordentlich Druck ausgeübt, aber bei der Fichte wird man eher zart streifen - da sind die 850W höchstwahrscheinlich völlig ausreichend. Im Übrigen kommt mir die Ausformung des Makita recht ergonomisch vor - arbeitet sich bestimmt ganz gut damit. Die Gewichtsverteilung sieht günstiger aus, als beim Eibenstock und dem Rustofix, die ja eher Winkelschleifer mit Aufsatz sind.
 

sonicbiker

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Könnten die Moderatoren (@yoghurt ) die Beiträge zum Bürsten von Bodendielen ab #3003 in ein eigenes Thema verschieben, damit man das über die Suche besser wieder findet? Danke!
 

MarcBerlin

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Ich schließe mich der Bitte von @sonicbiker an!
Auch wenn ich weiß, dass @yoghurt das schon Zeit kostet. Hier unser großes Danke: :emoji_pray:

Habe als TE immer bissl schlechtes Gewissen, wenn hier ein Thema größer wird, als es der Thread eigentlich vorsieht. Das kann man als Fragesteller natürlich nicht ganz absehen und Regeln gibt (und braucht) es auch nicht. Man kann nur den Apell wiederholen, sich hier auf die Fragen zu beschränken, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie mit einer Handvoll Antworten abgehakt werden können.
damit man das über die Suche besser wieder findet?
Ich verstehe nach wie vor die Kritik an diesem "Chaos-Faden", kann aber nur erneut darauf hinweisen, dass gerade wenn man die Suche bemüht, die Themen natürlich auch im KFsA-Thread gefunden werden. Hab es kurz mit den Stichworten "Holz bürsten" probiert: Es kommen ganz oben die Ergebnisse von hier und etwas weiter unten, der Thread aus Ende '24 zum Thema. Die lexikalisch Qualität unseres tollen Forums ist also nicht in Gefahr! :emoji_wink:
 

carsten

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Hallo

bin zwar nicht yoghurt aber sooooooooo kurz vor Mittag hatte ich nix besseres zu tun :emoji_wink:

Zum suchen gerade wenn man weiß das das Thema bzw Beitrag schon deutlich älter ist

Nicht die Forensuche, sondern google nehmen: Suchbegriff(e) site: woodworker.de

Die findet dann auch Beiträge vom Anbeginn der Forenzeitrechnung

Ach ja und ich hab die Beiträge ab #3303 genommen schien mir passender.
 

andama

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Ich habe zwar noch keinen Fußboden gebürstet, dafür die alten Dachsparrenmeines Nebengebäude.
Hatte auch eine Nylonbürste im Einsatz. Bin mit dem Ergebnis zufrieden, dann soll auch mit weiß pigmentiertem Öl behandelt werden.
Ergebnis gut, jedoch ist es kein Fußboden. Ich rate unbedingt eine Probe zu machen inkl. Ölen und Barfuß Test durchzuführen.
Beitrag im Thema 'Was wir jetzt so machen.....'
https://www.woodworker.de/forum/threads/was-wir-jetzt-so-machen.110868/post-1284778
 
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