Dübellöcher für schmalen Rahmen

mealt

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Hallo zusammen,

ich möchte einen Rahmen in großer Stückzahl bauen. Hierfür wollte ich mir gerne Schablonen bauen welche mir das optimale Bohren der Dübellöcher ermöglichen würde. Der Rahmen würde einfach Stumpf zusammengeleimt werden.

Die Leisten des Rahmens sind recht schmal (max bis zu 4,5cm) weswegen eine Lamellofräse eigentlich rausfällt.

Habt ihr eine Idee wie ich mir hierfür Bohrschablonen bzw. Frässchablonen bauen könnte und wie diese am besten aufzubauen wären.

Problem ist, dass die dicke des Holzes manchmal variiert. Ich hatte es schon mit Schablonen und eingesetzten Bohrhülsen versucht. Leider waren die Löcher nicht wirklich an der gleichen Stelle, da die Bohrhülsen etwas Spiel haben. Der Rahmen lässt sich dann nicht optimal zusammenstecken und verleimen.

Könntet ihr mir Tipps geben wie man so etwas am besten löst.

Anbei noch eine Zeichnung wie der Rahmen auszusehen hat.

Viele Grüße
 

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Clemens J.

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Was heißt große Stückzahl?
Ich düble Rahmen eigentlich immer mit der Oberfräse.
Entweder sauber anreißen zum Bohren oder am Winkelanschlag Anschläge befestigen.
Optimal wäre eine Langlochbohreinrichtung (sofern man hat).

Gruß Clemens
 

mealt

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Größere Stückzahl heißt in etwa 600 Rahmen pro Jahr.
Also jeden Tag in etwa 2 Rahmen. Oben allein habe ich ja schon 2 bzw. 4 Löcher pro Brett deswegen brauche ich da etwas sinnvolles.

Wie machst du das mit der Oberfräse? Das hatte ich mir nämlich auch schon gedacht eine Art Schablone für den Kopierring zu bauen jedoch habe ich keine Vorstellung wie ich die Löcher exakt vor allem bei den Beinen vor Kopf sozusagen bewerkstelligen soll.
 

Mater1984

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Wenn die Dicken der Leisten variieren soll es dann vorne Bündig sein und steht hinten um 0,x mm weiter raus? Oder variieren sie in der Breite?
Wenn dann würde ich eine Schablone machen die immer am äußeren Rand angesetzt wird. Dann sollte der Abstand von außen immer gleich sein.
Lamellos H9 sollten doch gehen mit 38 mm breite.
 

benben

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DuoDübler von Mafell oder Domino von Festool. Langlochbohrmaschine funktioniert nur effizient, wenn das immer gleiche Maße sind.
Sobald das immer unterschiedlich ist, sind die beiden Maschinen unschlagbar.

Gruss
Ben
 

Clemens J.

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Hallo,

Wie machst du das mit der Oberfräse? Das hatte ich mir nämlich auch schon gedacht eine Art Schablone für den Kopierring zu bauen jedoch habe ich keine Vorstellung wie ich die Löcher exakt vor allem bei den Beinen vor Kopf sozusagen bewerkstelligen soll.
ist etwas kompliziert zu erklären. Ganz grob, du brauchst einen speziellen Dübelbohrer für die Oberfräse wegen der hohen Drehzahl. Dann habe ich mir aus Sperrholz einen Winkelanschlag gebaut, der am Parallelanschlag der OF befestigt wird, durch eine Aussparung in dem Winkelschenkel der auf der Grundplatte aufliegt wird gebohrt. Die Aussparung ist nicht zu groß aber auch nicht zu klein, so dass die Teile wo in das Stirnholz gebohrt werden muss, nicht in die Aussparung reinkippeln können. Am anderen Schenkel könnte man man jetzt anschläge festschrauben, so dass eine Seitenbegrenzung vorhanden ist um in das Stirnholz zu bohren. Parallelanschlag und Tiefeneinstellung sorgen auf jeden Fall für zwei definierte Maße für die Dübellöcher. Ich habe keine Anschläge sondern reiße die Bohrlinien an.
Ich düble Rahmen schon über 30 Jahre mit der OF (Rahmen für Möbeltüren usw.)

Oberfräse vertikal einbauen wie in einer Ausgabe von Holzwerken wäre eine Option, ist dann ähnlich einer Langlochbohrmaschine zu bedienen. Duodübler oder Dominofräse wären sicher auch eine Option und bei den Stückzahlen die du anfertigst sicher auch wirtschaftlich vertretbar.

Gruß Clemens
 

Caterman

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Hallo Carsten,

habe den Duodübler noch nicht selbst verwendet. Bezweifle allerdings, dass er für den genannten Zweck das Mittel der Wahl ist.
Aber, ich glaube, da liegst du nicht richtig. Siehe ca. Minute 14

 
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Macchia

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du kannst auch von hinten Bzw. von oben einen halben Flachdübel einsetzen.

Mit Expressleim in die Spannvorrichtung den ganzen Rahmen und dann von oben
mit der FD-Fräse ansetzen, halben Dübel einsetzen, fertig.
 

benben

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Muss man halt 2 mal dübeln, Domino nur einmal. Dafür kosten die Dübel für Domino recht ordentlich.
bezog sich auf #9

Gruss
Ben
 
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Holzrad09

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mealt

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Hallo,

die Dübelfräse finde ich leider doch etwas teuer für meine Menge. Das Ding kostet ja locker an die 1000€. Natürlich über die Jahre könnte sich das rentieren aber wenn das Projekt dann doch nichts wird habe ich eine super Dübelfräse rumliegen.

Ich wusste nicht, dass es Lamellos so schmal gibt. Wäre sicherlich eine Idee wert wobei wie Ihr schon geschrieben habt sind die leider doch nicht günstig.

@ Clemens. Sollte ich mir deine Lösung in etwa so vorstellen?

Da könnte man ja auch einen weiteren Winkel montieren und hätte feste Maße.

VG
 

mealt

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@ Holzrad09. Ja so eine Langlochbohrmaschine wie du sie zeigst wäre natürlich extrem schön. Ich lese mir deinen verlinkten Beitrag auf alle Fälle durch. Die Bilder sind schon mal sehr vielversprechend.

Wie kann man das verstehen ? Ist es so gewollt oder gibt es noch keinen Dickenhobel ? Müssen die Rahmenteile nur sägerauh sein ?
Natürlich ist es nicht gewollt. Hole ich 23mm starke Bretter z.B. von Klenk sind diese mal 21mm mal 22mm. 23mm habe ich noch nie gemessen. Wahrscheinlich messen die die dicke wenn die Bretter noch feucht sind. Dann trocknen die nach und sind dünner. :emoji_frowning2:
 

Holzrad09

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Clemens J.

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Hallo,

@ Clemens. Sollte ich mir deine Lösung in etwa so vorstellen?

Da könnte man ja auch einen weiteren Winkel montieren und hätte feste Maße.

VG
Fast, die doch recht große Öffnung der Grundplatte der OF stört beim Bohren von schmalen Rahmenteilen, die waagrechte Sperrholzplatte sollte über den Parallelanschlag überstehen (ruhig mehrere cm) und im Bohrbereich ein "Fenster" für den Bohrer bekommen. Auch muss man durch dieses "Fenster" die Bohrspitzenposition sehen können, oder man muss mit Anschlägen arbeiten. Es geht zwar etwas an Bohrtiefe verloren, aber somit hast du dort einen sauberen Anschlag für die Tiefe, den zweiten Parallelanschlag brauchst du dafür auch nicht. Bei den Teilen, wo ich ins Längsholz bohren muss, werden einfach hochkant (zu bohrende Schmalfläche nach oben) nebeneinander auf den Werktisch gelegt. So hat man eine gute Auflagefläche da ja alle Teile gleich hoch sind.
Dann Bohrposition anfahren, Abstand zum Winkelanschlag ist ja eingestellt und somit fix und passt immer wenn man von der gleichen Seite (mit Schreinderdreieck angezeichnet) anlegt. Dann Oberfräse absenken bis zum eingestellten Tiefenstopp, Oberfräse hoch, nächste Bohrposition. Ein Absaugstuzen an der OF stört natürlich bei der Arbeit, weil die Sicht doch eingeschränkt ist.
Wenn du dir so einen Anschlag baust, kannst du auch die Linie die dein Bohrer anpeilt im "Fenster" anzeichnen, wenn die Bohrpunkte sauber angerissen sind, kannst du mit dieser Markierung auf den Riss fahren und bohren.
Zum anreissen der Bohrpunkte, vor allem im Hirnholz nehme ich kein Streichmaß sondern richte mir eine Leiste mit dem Maß "Holzkante - Bohrpunkt", die Rahmenfriese zusammen auf die Werkbank gelegt und sauber an die Leiste gestoßen und mit einem "Rutsch" mit dem Bleistift alle anreißen (Anzeichnen), das geht meiner Meinung nach besser und schneller, wie jedes Teil in die Hand zu nehmen (habe ich bei den Zimmerleuten beim Abbund abgeschaut :emoji_wink:.)
Bei den Friesen wo in das Längsholz gebohrt wird, geht das auch, wenn man eine höhere Anschlagfläche für die Friese hat. Damit hat man die notwendigen Bohrmarkierungen sehr zügig angerissen.

Gruß Clemens
 

Martin Graf

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