Cumaru Terrassendielen splittern direkt nach Kauf extrem.

Cumaru-Holz

ww-pappel
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Hallo,

da ich absoluter Neuling bin, frage ich mal hier direkt nach.

Zum Hintergrund... Unsere aktuelle Terrasse (sibirische Lärche) ist ca. 10 Jahre alt und muss unbedingt erneuert werden. Das Holz splittert ohne Ende und ist einfach durch. Barfuß die Dielen zu betreten macht keinen Spaß.

Daher haben wir uns für Cumaru Dielen (glatt/glatt) entscheiden. Die Eigenschaft des Hartholzes und die doch eher splitterarme Beschaffenheit haben uns zu Cumaru geführt.

Bei der heutigen Anlieferung mussten wir leider feststellen, dass die Dielen extrem splittern. Beim Umlagern unter einen schutzbietenden Carport (Verbau der Dielen sollte nächste Woche sein) habe ich jede einzelne Diele begutachten können. Sehen wirklich schick aus.
Doch beim einfachen rüberfahren mit der Hand habe ich mir sofort etliche Splitter eingefahren.

Nun zu den Fragen:

1. Ist das eher normal, dass die Dielen zunächst splittern?
2. Muss man davon ausgehen, dass die Dielen zum Start behandelt / abgeschliffen werden müssen?
3. Ist nach ordentlichem Schleifen / Ölen davon auszugehen, dass die Splitter weg sind und sich das Holz nicht sofort erneut aufstellt / splittert?

Auf eine jährliche aufwändige Behandlung haben wir eher keine Lust. Daher ist es ja Cumaru geworden.

Wir sind jetzt doch echt enttäuscht. Gerade, da Cumaru nicht ganz günstig ist.

Wir danken für Eure Unterstützung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dietrich

ww-robinie
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Hallo,

Tropenholz wird doch vielfach genommen weil es "tolle" Eigenschaften zum günstigen Preis bietet.
Würde das aus nachhaltigem Forst stammen und von Leuten verarbeitet die davon anständig und abgesichert leben könnten, wäre es wegen dem enormen Transport um die halbe Welt teurer als heimische Eiche.
Die wird wegen des hohen Preises abgelehnt.
Bei der Eiche splittern auch ein paar Dielen, wens stört kauuft 10 % mehr und sortiert sie aus.

Gruß Dietrich
 

Dat Ei

ww-robinie
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Moin, moin,

naja, ganz so schwarz-weiß sehe ich das nicht. Auch in den Tropen gibt es nachhaltige Forstwirtschaft (z.B. für Teak auf Java oder in Myanmar oder Thailand) - nicht jedes Tropenholz wird / wurde wild geschlagen. Wenn allerdings gesunde, gewachsene Mischwälder Plantagen und Forsten weichen müssen, dann ist das weniger gut und sollte uns selber im übrigen auch sehr bekannt vorkommen.
Dass sich der weltweite Handel rechnet, liegt zum einen an den hohen Preisen, die man mit den Tropenhölzern erzielen kann, aber auch an den niedrigen Transportkosten, die wir im globalen Welthandel haben. Die Transportkosten für eine Flasche Wein von Australien / Neuseeland nach Hamburg liegen z.B. unter 10 Cent.

Dat Ei
 

PurplePony

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Das Zeug ist schon gekauft und für mich der Frevel damit begangen.
Das will ich dann auch nicht mit einem "Ach wie Schade hättest du mal..." kommentieren.

Dass, egal welches, Tropenholz schlecht ist, dass weiß inzwischen jeder.
Das braucht keine Erklärung mehr.
Wer behauptet er hätte von dem Thema nichts mitbekommen, dem glaube ich nicht. Mit dem Wissen wird es ignorant der Umwelt, den in den Abbaugebieten lebenden Menschen und der Zukunft Anderer gegenüber.
Das bedarf keiner konstuktiven Kritik.
Das bedarf einem Fingerzeig.
 

falco

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Auch in den Tropen gibt es nachhaltige Forstwirtschaft (z.B. für Teak auf Java oder in Myanmar oder Thailand
Teak aus nachhaltiger Forstwirtschaft hat nicht im Ansatz die Eigenschaften, die in der westlichen Welt so unglaublich beliebt sind. Das "richtige" Teak ist keinesfalls nachhaltig, das gilt im Übrigen für im Grunde jedes Tropenholz, weshalb es imho grundsätzlich abzulehnen ist.
 

falco

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Moin, moin,



schon mal in einem Anbaugebiet gewesen? Ich durfte schon einige besuchen.


Dat Ei
Nicht persönlich, aber besten Kontakt zu einer Forstwirtin die zu einem artverwandten Thema promoviert hat. Die Mehrzahl an Plantagen ist der ökologische Horror und das Holz im Vergleich zum Bestandsholz bestenfalls als minderwertig zu bezeichnen. Kann man drehen und wenden, es wird nicht besser, egal welches Siegel darauf prangt.
 

Dat Ei

ww-robinie
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Moin, moin,

Nicht persönlich, aber besten Kontakt zu einer Forstwirtin die zu einem artverwandten Thema promoviert hat.
bevor man den Finger auf andere richtet, sollte man sich mal die europäischen Monokulturen anschauen und die Frage stellen, wo die Mischwälder hin sind.


Dat Ei
 

Dat Ei

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Das Argument verstehe ich nicht.
Das habe ich befürchtet... Es ist so leicht, (auf Basis von Hörensagen) die Finger in Richtung "Dritte Welt" zu richten, ohne mal vor Ort gewesen zu sein, und sich gleichzeitig die eigene Welt schön zu reden. Fahr mal hin, dann siehst Du, dass die Welt dort - wie hier auch - nicht schwarz-weiß ist.

Dat Ei
 

Friederich

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....sollte man sich mal die europäischen Monokulturen anschauen
Wobei auch Monokulturen nicht grundsätzlich schlecht sind.
Sowas kommt auch in der Natur vor.
Und in Europa, speziell Deutschland, kann man durchaus eher von nachhaltiger Forstwirtschaft ausgehen. Auch wenn es in den Tropen grundsätzlich auch möglich ist.
Alles nicht so einfach.
 

magmog

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Das Zeug ist schon gekauft und für mich der Frevel damit begangen.
Das will ich dann auch nicht mit einem "Ach wie Schade hättest du mal..." kommentieren.

Dass, egal welches, Tropenholz schlecht ist, dass weiß inzwischen jeder.
Das braucht keine Erklärung mehr.
Wer behauptet er hätte von dem Thema nichts mitbekommen, dem glaube ich nicht. Mit dem Wissen wird es ignorant der Umwelt, den in den Abbaugebieten lebenden Menschen und der Zukunft Anderer gegenüber.
Das bedarf keiner konstuktiven Kritik.
Das bedarf einem Fingerzeig.

Guuden,

ich frage nochmals, wie sehen Deine Alternativen aus?
Holz aus Karelien, Rumänien, Bulgarien, Spessart, Pyrenäen?
 

PurplePony

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Guuden,

ich frage nochmals, wie sehen Deine Alternativen aus?
Holz aus Karelien, Rumänien, Bulgarien, Spessart, Pyrenäen?
Bei mir liegt ein Pflasterstein 12x24 auf der Terrasse. Das Werk ist in der Nachbarstadt.

Beim Sonnesegel habe ich geschlampt. Das kommt aus China.
Trotzdem versuche ich meinen Beitrag zu leisten. Klappt nicht immer, immer ist meine Entscheidungen aber bewusst und überlegt. Und wäge dabei auch ab ob ich jemandem oder etwas schade.
 

Lorenzo

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Oder aus dem wunderbaren hessischen Mischwald. Zumindest der hier direkt vor der Haustür ist natürlich auch wirtschaftlichen Zwängen unterworfen, das wird aber vorbildlich gehandhabt. Wenn ich 100 Meter in den Wald lauf bin ich schon an 10 Baumarten vorbei gekommen.

Lokale Sägewerke nutzen oder aufsägen lassen vom Mobilsäger wenn man den Platz zum trocknen hat.
Ich find alte Dorf- und Stadtkerne oft genau deshalb besonders schön, weil die Lokalen Ressourcen genutzt wurden, und sich mit diesen und den Eigenarten in deren Verarbeitung oft ein für die jeweilige Gegend eigener Stil entwickelt hat.

Ich kaufe keine Tropenhölzer! Wenn mir eins in die Hände fallen würde (zum Beispiel weil jemand ne Terrasse abbaut oder so) dann würd ichs aber verschreinern bevors thermisch verwertet wird. Und zwar aus Respekt vor dem Rohstoff, der Arbeit und der Energie die dafür schon aufgewendet wurde.
 

PurplePony

ww-robinie
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Teak aus nachhaltiger Forstwirtschaft hat nicht im Ansatz die Eigenschaften, die in der westlichen Welt so unglaublich beliebt sind. Das "richtige" Teak ist keinesfalls nachhaltig, das gilt im Übrigen für im Grunde jedes Tropenholz, weshalb es imho grundsätzlich abzulehnen ist.
Aus dem Grund explodiert der Preis.
Das Material kommt nicht nach, höchstens Schrott aus Plantagen für Baumarktmöbel.
Die im maritimen Ausbau benötigen Qualitäten und Mengen sind in EU nur noch zu Höchstpreisen jenseits der 10.000 Euro aus Bestandslagern zu bekomme. Entsprechend der Preislage entwickeln sich dunkle Umwege die sich dann für alle möglichen Tropenhölzer weiter öffnen und den illegalen Handel fördern.

Mit Teak oder Bankirai hat es angefangen, warum mit Cumaru weiter machen?
Das ist schlecht für uns alle. Daran ist gar nichts Gutes. Warum sollte man dann nicht den Finger heben und es anprangern?

Mit welcher Motivation versucht man dagegen zu argumentieren?
 
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