Bringholz

nervenzentrum

ww-pappel
Registriert
11. August 2010
Beiträge
9
Hallo und Guten Tag,

einen herzlichen Gruss aus dem hohen Norden (Norwegen).
Aus meinem Hobby - Hundesport - resultiert eine Holzfrage :emoji_grin:

Ich würde mir gerne ein Bringholz aus Hartholz (Bongossi o.Ä.) zusammenbasteln.

Das Dingen sieht folgendermassen aus:

Bringholz-Skizze


Dann gibt es noch verschiedene Gewichtsklassen - 650g sind aber erstmal der Ausgangspunkt und am Wichtigsten.

Nun zu meinen Überlegungen: Wie bekomme ich so ein Stückchen Eisenholz bearbeitet? Es soll wohl sehr schnell splittern, sich aber trotzdem ungern in die vorgesehene Form verarbeiten lassen.
Gewicht: Anscheinend ist die Holzart auch richtig schwer. Habe ich eventuell zu wenig Material für das Bringholz? Muss ich dann die Seiten mit etwas anderem bestücken?
Welche Holzarten eignen sich? Bongossi habe ich mal herausgefiltert, aber vielleicht gibt es ein anderes Holz, welches sehr hart aber nicht schweineschwer ist, damit ich die Form gut hinbekomme...

Tja...das war mein Brainstorming.

Vielen Dank im Vorraus
Daniela :emoji_stuck_out_tongue:
 

nervenzentrum

ww-pappel
Registriert
11. August 2010
Beiträge
9
Ich antworte mir mal selbst mit Holzarten:

Holzarten

Allerdings bleibt die Frage: Welches würde der Profi empfehlen?
Es soll hochmotivierten Hundezähnen standhalten und mit allen gängigen Bringhölzern - aus welchem Material auch immer - hatte ich immer Frust. Nicht nur, weil mein Hund schlecht erzogen ist, sondern weil das Zeug anfängt zu splittern und mein Tier das in den Rachen/Hals bekommt.

Und die zweite Frage bleibt: Wie bearbeiten? Also konkret: Welches Werkzeug?

Mir fällt noch etwas ein: Ist das Holz geschmacksneutral? :emoji_grin: Ist eigentlich ernst gemeint, weiss nur nicht, ob der geneigte Holzprofi alle seine Hölzer probeleckt...
 

glenwood25

ww-robinie
Registriert
14. September 2008
Beiträge
1.002
Ort
25 km südlich Ulm
Es soll wohl sehr schnell splittern
Daniela :emoji_stuck_out_tongue:

Hallo Daniela,
wenn dem so ist, würde ich das Querholz aus einem anderen Material machen. Oder willst du deinem Hund ständig Splitter aus den Lefzen ziehen?
Normales Hartholz (Eiche, Buche etc.) sollte genügen. Warum immer so ausgefallene Exoten? Mit den Seitenteilen kannst du ja experimentieren. Schmal = leicht. Breit = schwer. Wiegen, verleimen und fertig.
Kommt natürlich auch auf dein Werkzeug an das du zur Verfügung hast.

Gruß
Gerhard
 

glenwood25

ww-robinie
Registriert
14. September 2008
Beiträge
1.002
Ort
25 km südlich Ulm
Hallo Daniela,

da warst du 1 Minute schneller als ich.
Nun, ich habe seit ca. 40 Jahren Hunde. Aktuell einen Dobermann (Dame). Mit "Hundesport" habe ICH nichts am Hut. Somit hatte ich auch noch nicht das Vergnügen mit jedweden Bringhölzern.
Welches Werkzeug? Minimallösung wäre Hobel, Säge und Bohrer. Mit entsprechenden Maschinen wirds halt komfortabler.

Gruß
Gerhard

PS. Hund "apportiert" übrigens Steine. :emoji_slight_smile:
 

nervenzentrum

ww-pappel
Registriert
11. August 2010
Beiträge
9
Vielen Dank für die Antwort!

Ich habe das dumm ausgedrückt mit dem Splittern, bei meinen laienhaften Nachforschungen habe ich irgendwo gelesen, dass das Holz bei der Bearbeitung gerne splittern.
Da meine Hunde zwar bisher jedes Bringholz geschreddert haben, glaube ich trotzdem nicht, dass sie echtes Hartholz in die Knie zwingen.

Der Vorgang des Holzschredderns ist eigentlich total seltsam, die Hunde haben das Dingen im Maul und während das Ablieferns rollen sie es zwischen Ober- und Unterkiefer hin und her und "tackern" mit allen Beisserchen darauf rum. Kann man sich gar nicht vorstellen... Falls es hier Hundesportler gibt: Ja, wir arbeiten daran, dass sie es nicht machen, aber es ist ein weiter Weg bisher... :emoji_wink:

ich habe nun schon einige Hölzer und Preisklassen durch, werde mal ein Bild von dem aktuellen Holz machen und einstellen, vielleicht kann jemand sagen was das ist.

Vielleicht tuts ja wirklich eine deutsche Eiche auch... :confused:

Die Grundausstattung (Hobel, Säge, Bohrer, Feile...) ist vorhanden und mit dem Umgang bin ich vertraut (oder sagen wir mal so: Ich bringe mich nicht um damit), allerdings fehlt mit etwas, wo ich das Holz einspannen kann :emoji_grin:

Ich mache mal ein Bild vom Bringholz... das taugt jedenfalls nicht viel.

P.S.: Steine-Apport ist schon etwas härter als wir mit unserem popeligen Holz - ihr Hardliner :emoji_stuck_out_tongue:
 

der_jens

ww-ahorn
Registriert
4. August 2010
Beiträge
122
Ort
Bergisches Land
Grüße in den Norden,

ganz ehrlich, des Holz sieht doch noch recht gut aus. :emoji_slight_smile: Da gibt's weitaus andere Exemplare.

Ich versuche grade für mich das Pro und Contra eines Holzes Marke Eigenbau abzuwiegen:
Pro:
Selbst Gebaut - Individuell
ggf. Härter als die üblichen

Contra:
Die Kosten für ein Bringholz aus dem Handel liege in der gewünschten Gewichtsklasse zwischen 5,00 und 7,00 Euro.
Die Hölzer aus dem Handel sind ungiftig - so sollte es sein
Eine Splittergefahr besteht nicht, bzw. die Splitter sind weich.

*hm* ganz ehrlich, ich würd noch eines kaufen. :emoji_slight_smile:

Willst du es für den Turniersport nutzen oder nur zum üben?
Denn dann wäre eine Alternative, z.b. Holzscheiben mittels einer, durch ein Rundholz verlaufender, Gewindestange zumontieren... *huch kompliziert* :emoji_wink:

LG
der Jens
 

Neumayr Robert

ww-eiche
Registriert
30. Dezember 2008
Beiträge
347
Ort
Aiglsbach
Ich kenn mich mit Hundespielzeug zwar nicht aus, aber bei Eiche wär ich vorsichtig.
Als ich letztens Eiche bearbeitet hatte bekam ich schwarze Hände.
Thema Gerbsäure bei Eiche.
Ich weiß nicht wie es sich bei Hunden mit deren Speichel verhält.:confused:
 

nervenzentrum

ww-pappel
Registriert
11. August 2010
Beiträge
9
Danke für die Antwort :emoji_slight_smile:

Aus welchem Holz wäre das Rundholz dann am Besten?

Klar ist das gekaufte billiger...und fertig...und überhaupt. Es geht mir nur darum, dass der Hund sich am Holz nicht abreagieren kann durch das Gekaue und den Erfolg des "Abraspelns". Metall war auch eine Idee....hmm....na gut, ich grübele :emoji_wink:
 

elgarlopin

ww-robinie
Registriert
28. Dezember 2008
Beiträge
2.078
Ort
Hamburg
@nervenzentrum:
Nachdem ich mir das Bild angesehen habe, frage ich mich:
Was ist denn an dem gezeigten Bringholz nicht in Ordnung?
Man sieht deutlich, dass der Hund daran gearbeitet hat. Na und? Oder liege ich mit meiner Vermutung richtig, dass es dafür u.U. Punkteabzug gibt, weil der Hund das eben nicht "darf"? Dann wärest du also auf der Suche nach einem Material, dem auch der kräftigste Hundebiss oder das sog. "Rollen" nichts anhaben kann. Z.B. die schon vorgeschlagene Eisenstange. Ob die nun wiederum dem Gebiß so zuträglich wäre, wage ich zu bezweifeln. Wie auch die "Hardliner-Variante" mit Steinen. Da ist für mich die Grenze zur Tierquälei überschritten!
Eine weitere Variante wäre, das Querholz mit ekel- oder durchfallerregenden Stoffen zu imprägnieren... Ob dies nun wiederum hundepädagogisch sinnvoll ist? Es sei denn, das höchste zu erreichende Ziel besteht darin, den Hund zu etwas zu zwingen, was ihm zutiefst zuwider ist und seinen Instinkten widerspricht...
Wo bleibt da die Freude am Spiel mit dem Holz und seinem Frauchen/Herrchen (sorry: Hunde"führer/in)?
Mir ist bewusst, dass meine Gedanken evt. den Rahmen dieses Forums sprengen. Nicht so klar ist mir, ob evt. schon die Fragestellung in einen anderen Expertenkreis gehört...
:emoji_open_mouth: Franz
 

nervenzentrum

ww-pappel
Registriert
11. August 2010
Beiträge
9
Also bevor ich mich hier der Tierquälerei bezichtigen lasse oder sonstige Spekulationen/Interpretationen wieder forentypisch auftauchen:

Danke für die vorherigen Antworten!

Die peinliche Pseudo-Provokation von Franz lasse ich unkommentiert.
 

der_jens

ww-ahorn
Registriert
4. August 2010
Beiträge
122
Ort
Bergisches Land
Salü Franz. :emoji_slight_smile:

@Eisenstange: Ich meinte, um die Konstruktion zu vereinfachen, ein Rundholz längs durchbohren, Gewindestange durch und die Gewichte von der Seite auf Schrauben. Der Hund würde also nach wie vor auf Holz beißen. :emoji_slight_smile:

@Eisen im Allgemeinen, es gibt zwar solche Bringsel, ich halte nichts davon, da es nicht gut sein kann auf dem Eisen herum zubeißen.

@ekelerregende Stoffe: :emoji_wink: Na, er soll es dir ja schon im Maul bringen, also Contraproduktiv... :emoji_grin:

Der Hund soll nach dem Apport des Gegenstandes vor dem Hundeführer absitzen, und das Bringesl bis zum entsprechenden Kommando ruhig und ohne knautschen im Maul halten.
 

nervenzentrum

ww-pappel
Registriert
11. August 2010
Beiträge
9
@Jens und Metallapport: Ja, gibt es und sind im Obedience-Sport Pflichtveranstaltung (zumindest hier in Norwegen).

Zur allgemeinen Erklärung:
Einen Hund zwangsapportieren zu lassen (welches Material auch immer) ist absolut unüblich, wie die Idee einen Hund zum Fährtengehenzu zwingen. Man erreicht damit gar nichts. Hunde beissen auch nicht auf einem Metallapport herum, sie nehmen es äusserst vorsichtig ins Maul und tragen es meist wie ein rohes Ei durch die Gegend.

Da hat irgendwer zuviel oberflächliche Boulevardzeitungen auf dem Tisch, wenn man bei meiner Fragestellung (und Erklärungen) von Tierquälerei ausgeht....aber wer selbst auf so fruchtvolle Ideen kommt, das Holz mit irgendetwas Abartigem einzuschmieren, der hat wahrlich Ahnung von der Materie.

Und zu guter Letzt: Meine Hunde lernen apportieren ohne knautschen, aber trotzdem raspeln sie darauf herum...weil sie mich ärgern wollen :emoji_grin: Spass :emoji_wink:

Es sollte hier auch nicht darum gehen, das Apportieren zu Erläutern. Ich habe oben eigentlich konkrete Fragen gestellt... *seufz*

Also, Danke ersteinmal.
 

elgarlopin

ww-robinie
Registriert
28. Dezember 2008
Beiträge
2.078
Ort
Hamburg
Zitat.
"Da hat irgendwer zuviel oberflächliche Boulevardzeitungen auf dem Tisch, wenn man bei meiner Fragestellung (und Erklärungen) von Tierquälerei ausgeht....aber wer selbst auf so fruchtvolle Ideen kommt, das Holz mit irgendetwas Abartigem einzuschmieren, der hat wahrlich Ahnung von der Materie".
Boulevardzeitungen auf dem Tisch? Kann ich nicht mit dienen. Dafür jedoch mit über zehn Jahren Erfahrungen im Hundesport mit (sorry!) punktgeilen "Hundeführern".

Zitat
"wer selbst auf so fruchtvolle Ideen kommt, das Holz mit irgendetwas Abartigem einzuschmieren, der hat wahrlich Ahnung von der Materie".

Es soll Leute geben, für die Ironie ein Fremdwort ist
Für mich: Nix für ungut (siehe meine Bemerkung in meinem vorherigen Beitrag!) und: für mich: Ende der Debatte!
Franz
 

glenwood25

ww-robinie
Registriert
14. September 2008
Beiträge
1.002
Ort
25 km südlich Ulm
elgarlopin;159455. Wie auch die "Hardliner-Variante" mit Steinen. Da ist für mich die Grenze zur Tierquälerei überschritten! :o Franz[/QUOTE schrieb:
Jetzt mal langsam mit den jungen Pferden. Die Steine nimmt sie, wie Daniela auch schreibt, wie ein rohes Ei ins Maul. Das ist ihr Hobby. Gezwungen werden/wurden meine Hunde noch nie zu irgendwas.
Und wie du richtig schreibst, gibt es so "punktegeile Hundeführer". Wir haben hier im Dorf so einen Herrn. Seitdem stellen sich mir die Nackenhaare, wenn ich nur das Wort "Hundesportler" höre. Ohne jetzt verallgemeinern zu wollen.

@nervenzentrum: Ist das Holz lackiert? Oder sieht es auf dem Foto nur so aus?

Gruß
Gerhard
 

nervenzentrum

ww-pappel
Registriert
11. August 2010
Beiträge
9
@Gerhard: Ist wahrscheinlich durch Hundespeichel gebeizt - zumindest am Steg :emoji_wink:

Ich habe es als Bringholz gekauft also gehe ich als Holzlaie mal davon aus, dass es unbehandelt ist.
P.S.: Ich vermute (!), dass es vor dem Verkauf mit irgend nem Öl eingesalbt wurde, deshalb die gelbliche Farbe. Definitiv nicht lackiert.


Und um die "Debatte" von Franz, die ich als allgemeine Dummschwätzerei und Provokation deute mal in Richtung Toleranz zu lenken: Es gibt überall schwarze Schafe, das heisst aber nicht, dass man global allen ans Bein pinkeln sollte. Macht das Leben gleich viel einfacher, wenn man mal unvoreingenommen an Dinge herangeht.
 

Mitglied 30872

Gäste
Hallo Daniela,
im Handel gibt es Apportierböcke, die man je nach Hund und Trainingszustand mit Gewichtsscheiben im Gewicht ändern kann. Das geht dann bis zum Schwerapportieren von mehreren Kilogramm Gewicht. Das heißt, auch das Beissholz, auf denen die Scheiben aufgeschraubt werden, kann ausgetauscht werden, falls es sehr zerbissen ist. Ob man nun so etwas selbst baut? Kaufen wäre vielleicht unproblematischer. Auf jeden Fall könntest Du im Fachhandel mal fragen, um welches Holz es sich handelt. Du wirst nicht umhin kommen, das Beissholz dann und wann auszutauschen.
Grüße
Stefan
 
Oben Unten