Bretter oder Leisten vor dem Verbau markieren

FridlT

ww-birke
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Hallo zusammen,

ich plane meine Kleinmöbel (Sitzbank o.ä.) vor dem Bau immer per CAD. Daraus erstelle ich dann einen Schnittplan. Sind die Bretter und Leisten dann geschnitten, lege ich fest in welcher Richtung/Orientierung die Teile verbaut werden sollen. Hierzu nummeriere ich diese mit Bleistift durch und male einen Pfeil, der nach oben zeigt. Soweit prima, bis zum Schleifen.
Natürlich soll die Markierung auf dem fertigen Holzstück nicht mehr zu sehen sein. Aber genauso natürlich muss ich die Markierung bis zum finalen Zusammenbau (also nach dem Schleifen) ja noch sehen können. Das schließt sich also gegenseitig aus.
Die Nummer auf Krepppapier aufkleben hält nur ungefähr einmal und fällt dann ab. Wenn ich 4 Schleifdurchgänge habe, dann muss ich 4 neue Kreppzettel schreiben und nach jedem Schleifdurchgang neu aufkleben. Das nervt und muss besser gehen.

Jetzt bin ich ja nicht der erste Mensch, der mehrere Holzteile in einem Rutsch verarbeitet. Wie behält man da den Überblick?


Habe jetzt kleine Zettelchen laminiert, die leicht abgenommen werden können und nach dem Schleifen wieder aufklebt werden können. Aber auch das erfordert das Abschalten und Ablegen der Schleifmaschine nach jedem noch so kleinen Teil. Letztendlich dauert damit das Zettelhandling länger als das Schleifen selber... :emoji_frowning2:

Sorry, viel Text für ein so kleines Trivial"problem".
 

WoodyAlan

ww-robinie
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Ich nehm dazu Panzertape und Edding. Geht gut ab und kann häufig nochmals aufgeklebt werden. Ab und an mitm Handy ein Bild machen, wenn wichtige Teile ausgelegt sind, hat mir auch schon diverse Male gut geholfen.
 

Mitglied 59145

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Ist ja für jedes Stück irgendwie anders. Eigentlich komme ich immer mit Flächendreiecken und Nummern an den nicht sichtbaren Seiten aus.
Natürlich gleiche Werkstücke zusammen lassen, hat man zum Beispiel 10 gleiche Leisten, dann bleiben diese zusammen. Viel geht auch durch geordnetes Stapeln. Manchmal liegen dann auch Zettel auf den Stapeln. Jedesmal anders, jedesmal drüber nachdenken.......

Gruss
Ben
 

carsten

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Hallo

Teile die häufig in die Hand genommen werden und/ oder geschliffen werden kann man auch gut mit Schlagzahlen oder Einschlagmarkierungen ( römische Ziffern mit dem Stechbeitel oder Punkte mit Bohrungen oder Vorstecher) markiert werden.
 

sebastian_dhom

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Falls das jetzt noch akut ist: Ich verwende möglichst hochwertiges Washi Tape oder Goldband und schreibe darauf mit einem sehr dünnen Edding oder weichen Bleistift. Das Washi Tape geht gut runter (anders als Panzertape) und hält aber auch sehr gut.
Wenn es zum Schleifen kommt kann man es mehrmals temporär entfernen und nachher wieder anbringen. Das geht 2-3 Mal. Bei der Oberflächenbehandlung mit Öl, Lack o. ä. gehts dann nicht mehr und meistens habe ich dann die Möglichkeit, in Nuten oder auf Leimflächen (die ja eh abgeklebt werden) kleinere Markierungen anzubringen. Die werden nachher auch verdeckt und sind max. ein Erbe für den, der den Schrank / Tisch / Stuhl / ... wieder auseinanderhaut.
Das alles gilt für mich im Möbelbau. Für den größeren Holzbau (Gefache oder Dachstuhl) sind römische Kerben, die man nachher auch noch sieht aus meiner Sicht sexy und können auch sichtbar bleiben...
 

magmog

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Guuden,

an Stellen die nach dem Zusammenbau nicht mehr sichtbar sind,
an den unteren Enden von z.B. Möbelbeinen, rückseitig oder unterseitig.

Besonders schön finde ich es immer, wenn bei intensiver Beschäftigung mit einem Werk
der Handwerker schriftlich noch einiges hinterlassen hat.
 

kberg10

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Vor dem Zusammenbau sortieren und ordnen, hat fast immer geholfen. Ein gewisses Ordnungsgefühl sollte das meiste verhindern, zB das Winkelzeichen erspar ich mir, indem dass Teile nach dem Abrichten nicht verdreht und immer gleich abgelegt werden.
 

MTrp

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Ich verwende bevorzugt Malerkrepp, das ich beschrifte. Das ist einfach zu entfernen, bei direkter Beschriftung ist mir oft ein bisschen flau, dass ich beim Schleifen vielleicht etwas übersehe und ich es erst bemerke, wenn die Oberflächenbehandlung drauf ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich die Beschriftung schneller finde. In der Mitte schreibe ich groß ein Kürzel zur Anordnung des Teils: V, H, R, L, O, U - bei komplexeren Werkstücken durchaus auch eine Kombination aus zwei Buchstaben, z. B. HL = hinten links. Zusätzlich schreibe ich kreuzförmig diese Buchstaben zur Definition der Ausrichtung.

Wenn es sehr komplex ist und die Gefahr von Vertauschen und/oder Verdrehen besteht, hebe ich die beschrifteten Malerkrepp-Stücke für nach dem Schleifen auf oder mache neue oder beschrifte die Teile direkt an einer Stelle, die am Ende nicht mehr zu sehen ist.

Beim Schleifen gehe ich immer nach dem gleichen Schema vor - in welcher Ausrichtung liegt das Teil vor mir, wenn ich zu schleifen beginne, in welche Richtung drehe ich es. Am Ende liegt es wieder genauso vor mir wie zu Beginn. Man muss natürlich mit dem Kopf bei der Sache sein, Radio o. dgl. läuft da eher nicht. Weiters schaffe ich vorher ausreichend Ablage- und Abstellflächen und lege/stelle die Teile so bzw. in der gleichen Anordnung ab, wie sie nachher zusammengebaut werden.
 
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