Bodenaufbau Werkstatt

Schweizer80

ww-pappel
Registriert
6. Januar 2015
Beiträge
11
Ort
Brilon
Hi an Alle

Ich wollte mich diesen Herbst/Winter mal darum kümmern das meine Werkstatt ein wenig schöner, gemütlicher und besser nutzbar wird.
Bis jetzt hab ich vor lauter Projekten am Haus im nur darin rumgerödelt aber wirklich genossen hab ich das nicht.
Meine Werkstatt habe ich im Keller und besteht aus der Garage und einem Kellerraum die durch einen Durchbruch zusammen gelegt sind.
Starten wollte ich mit dem Boden. Der Jetzige ist recht krumm und wellig und bröselt hier und da auseinander.
Hin zu kommt das es von dem einen Raum zur Garage einen Höhenunterschied von gut sechs Zentimeter gibt.
Damit kann ich aber noch leben wenn wenigstens beide Räume nen ordentlichen Boden hätten. Da bau ich dann halt ne Rampe hin.

Die Königslösung wäre natürlich den kompletten Boden raus kloppen und von Grund auf neu machen.
Vorteile wäre das ich einen durchgehenden ebenen Boden hätt. Die Einfahrtshöhe von ca. 2,06 m am Garagentor würde bleiben falls es doch irgend wann mal wieder als Garage genutzt werden soll.
Da ich das mit meinen zwei kaputten Bandscheiben aber nicht selber machen kann oder will müsste ich das beauftragen und da laufen mir die Kosten weg, vor allem für eine Werkstatt die ich zum Hobby und zum Sachen am Haus machen nutze.

Der Kellerboden ist laut dem Trotec bm31 Messgerät halbtrocken - feucht.
Bei dem alten Kellerboden zeigt das Gerät 70-80 Digits an. Da weiß ich aber nicht aus welchem Material der genau ist.
Bei dem Wanddurchbruch von Garage zu Kellerraum wo ich den Boden mit Betonestrich bei geflickt habe sinds um die 60.
Ich habe aber definitiv nirgendwo feuchte Flecken wenn ich mal für ein paar Tage irgend wo was hinstelle und dann wieder weg nehme.

Option A
Folie auf den Boden
grobe Unebenheiten mit Schüttung ausgleichen
20 oder 30 mm Styrodur
25 mm OSB Verlegeplatten schwimmend

Die OSB-Platten werden bestimmt an der ein oder anderen Stelle etwas hohl liegen/federn. Das würde mich aber nicht stören.
Bei dem Aufbau hätte ich aber Angst wenn dann doch mal Feuchtigkeit zwischen Folie und OSB kommt das die da nie wieder raus kommt.

Option B
Folie auf den Boden
40x60 Latten flach hingelegt im passenden Abstand und an den schlimmsten Stellen unterlegt.
Zwischen den Latten Styrodur
Nut/Feder Bretter mit mindestens 25 mm dicke in die Latten geschraubt

Ich weiß das beide Optionen keine perfekte/professionelle Lösung sind aber der Aufwand und die Kosten müssen auch im Rahmen bleiben.
Mir geht’s darum ob jemand schon was ähnliches gemacht hat und Langzeiterfahrungen hat.
Vielleicht gibt es ja auch noch andere Ideen die ich noch nicht auf dem Schirm habe.

Ich hab mal ein paar Fotos angehangen damit man weiß worum es geht.

Grüße
Stephan
 

Anhänge

  • IMG_1396.jpeg
    IMG_1396.jpeg
    205,3 KB · Aufrufe: 119
  • IMG_1398.jpeg
    IMG_1398.jpeg
    228,9 KB · Aufrufe: 117
  • IMG_1399.jpeg
    IMG_1399.jpeg
    234,8 KB · Aufrufe: 117

Kunstbohrer

ww-robinie
Registriert
14. März 2013
Beiträge
1.717
Ort
Niederbayern
Eine nette Werkstatt hast du da.
Ich hab bei mir eine gebundene Schüttung genommen die auch gleich etwas Isoliert. Darauf dann OSB-Platten weil die auch schon im Rest der Werkstatt waren. Das hält auch problemlos. Alle Maschinen wurden da drüber gefahren. Meine OSB ist nur 13mm und hält trotzdem (war nicht anders möglich). Wo soll sie auch hin, die muss ja nur die Last auf die Schüttung verteilen.
Schöner ist natürlich eine 27er Fichten Dreischichtplatte.

Noch praktischer ist natürlich rausstemmen mit einem kleinen Bagger und einen Flügelgeglätteten Beton rein. Aber das kommt wohl nicht in frage.
Alternativ könntest du natürlich einmal drüber spachteln/eine Ausgleichsmasse nutzen wenn die 6cm nicht weiter stören.
 

brubu

ww-robinie
Registriert
5. April 2014
Beiträge
7.590
Ort
CH
Schöner ist natürlich eine 27er Fichten Dreischichtplatte.
Die kann ich für Böden nicht mehr empfehlen. Oft sind bei den Decklagen die Mark/Herz rechten Seiten der Lamellen aussen und neigen hinterher besonders bei Beanspruchung durch Rollen zum Abschiefern, Spriessen etc.. Massivholz mit linker Seite, Aussenseite oben ist viel besser.
 

Scapal

ww-pappel
Registriert
9. Januar 2024
Beiträge
4
Ort
Freistadt
Hallo,

ich habe eine sehr ähnliche Situation gehabt. Ebenfalls Altbau Garage mit Garagenraum+ehemaliger Heizkeller+Öllagerraum.
Feuchtigkeit am Boden sind bei mir immer um die 15%.
Ich habe das so gemacht:
  1. Gesamten Boden mit einem Sanierungsschleifer abgeschliffen damit lose Steine und alte Beschichtungen weg sind
  2. Danach ordentlich absaugen und eine GUTE Haftgrundierung aufgetragen.
  3. Danach eine Zementgebundene Ausgleichsmasse für 3-30mm aufgetragen die auch für Außenbereiche geeignet ist. (habe "MAPEI Die Dicke" verwendet, ist super einfach zu verarbeiten)
    Bei Stellen mit großen Rissen habe ich ein sehr starkes Glasgittergewebe mit eingelassen
  4. Abschließend 2K-Epoxidabdichtung aufgerollt
  5. Vinylboden verlegt (Alternativ kann man hier dann auch Echtholz oder OSB machen, wie es einem gefällt
Bisher bin ich damit sehr zufrieden, die gröbsten Unebenheiten habe ich rausbekommen, alles rollt perfekt auf dem Vinyl und man steht nicht auf kaltem Beton.
Notfalls kann ich den Vinyl einfach tauschen.

42qm kamen so auf ca. 1200€ Materialkosten bei mir für den Bodenaufbau
Vinyl war teuer (Easyfloor), ca. 2000€

Frohes Schaffen!
 

Kunstbohrer

ww-robinie
Registriert
14. März 2013
Beiträge
1.717
Ort
Niederbayern
Die kann ich für Böden nicht mehr empfehlen. Oft sind bei den Decklagen die Mark/Herz rechten Seiten der Lamellen aussen und neigen hinterher besonders bei Beanspruchung durch Rollen zum Abschiefern, Spriessen etc.. Massivholz mit linker Seite, Aussenseite oben ist viel besser.
Hm ja, grundsätzlich kann da immer mal was abschiefern. In einer 15 Personenschreinerei haben wir damit gute Erfahrungen gemacht. Auch CNC und Kam standen da direkt drauf. Dielenböden sind aber deutlich besser das ist natürlich klar.

Die variante von Scapal finde ich auch gut. Nur das ich da wohl einfach die Epoxibeschichtung so dick machen würde das sie gleich als Belag taugt.
 

Scapal

ww-pappel
Registriert
9. Januar 2024
Beiträge
4
Ort
Freistadt
Hallo Kunstbohrer,

die 2k-Beschichtung ist rein als Wassersperre vorsichtshalber aufgetragen worden.
Ist in meinem Fall also sehr dünn und nur dem guten Gewissen geschuldet. :emoji_slight_smile:

Der Vinylboden hat viele Komfortvorteile: Weicheres Stehen, Absolut unempfindlich gegen Kälte, Hitze, Chemikalienbeständig und er ist "Wärmer" als Beton oder Fliesen, zusätzlich, wenn mir jetzt ein Hammer, Meißel, Werkstück auf den Boden fällt ist sowohl Boden als auch Werkzeug noch ganz. Das ist schon top.

Letzteres hat mich damals überzeugt als ich es bei einem Freund in der (Schrauber) Garage gesehen habe.

Der größte Vorteil ist aber die absolut unkomplizierte Verlegung, die Vinylfliesen sind ca. 45 x 45cm groß und gleichen sich Unebenheiten im Boden bis 3-4mm locker an.
Optional kann man sie verkleben, dann sind die auch Wasserundurchlässig.
 

Schweizer80

ww-pappel
Registriert
6. Januar 2015
Beiträge
11
Ort
Brilon
Hi

Danke schon mal für die Antworten.
Der Bodenaufbau von Scapal klingt auf jeden Fall interessant.
Wobei ich als Deckschicht am Ende definitiv Holz haben möchte. OSB-Platte fällt für mich auch da drunter .

@Kunstbohrer das mit der gebundenen Schüttung schau ich mir mal genauer an, ob das eine Option für mich ist.
 

Schweizer80

ww-pappel
Registriert
6. Januar 2015
Beiträge
11
Ort
Brilon
Ich hab zu dem ganzen Thema noch mal eine bauphysikalische Frage.
In meinem Anfangspost hab ich ja schon geschrieben das ich Bedenken habe mit, unten Folie und oben OSB (kann man ja auch als Dampfbremse/sperre nutzen).

Nach unten hin muss ich aber auf jeden Fall was gegen Feuchtigkeit tun weil der alte Boden nicht komplett trocken ist.
Wenn ich jetzt aber eine Dämmung (Schüttung oder Styrodur) unter dem neuen Boden habe müsste ich die ja eigentlich gegen die warme feuchte Raumluft schützen. Was ja eh schon nich hundertprozentig geht da ich ja rundum am Rand des Bodens Luft lasse.
Dann hab ich das Kondenswasser zwischen Dämmung und Folie hängen und da kommt es nicht mehr weg.

Temperatur bewegt sich zwischen 13-18 Grad und Luftfeuchte zwischen 60-70 Prozent.

Oder mach ich mir zu viel Gedanken?
 

Scapal

ww-pappel
Registriert
9. Januar 2024
Beiträge
4
Ort
Freistadt
Hallo,
üblicherweise schirmt man gegen die Feuchte Seite ab.
Da müsstest du vorher herausfinden ob du vom Boden drückendes Wasser hast oder ob die Feuchtigkeit nur durch die Umluft kommt.
Bei einer zementgebundenen Dämmschüttung würde ich mir keine Gedanken über Bodenfeuchte machen. Die kann das bestimmt ab.
Wenn du aber direkt Dämmwolle auf den Boden legst schon.
Du kannst den Betonboden mit einer 2k-Versiegelung verschließen. Danach Dämmung legen und dann vor dem OSB nochmal eine Dampfsperre. dann bist von beiden Seiten Dicht.
Einen Baumeister befragen der die Gegebenheiten kennt ist im Zweifel sicher nicht verkehrt.
 
Oben Unten