Bettrahmen aus Leimholz - kann es so funktionieren?

idasenpop

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Hallo zusammen,

ich hab da wieder mal ne Frage.....
Ich möchte ein Bett aus Kiefernleimholz bauen und hatte mir vorgestellt, die seitlichen Rahmen durch
schräg laufende Beine aus gleichem Material zu unterbrechen -> Hirnholz mit Längsholz verleimt.

Ich kann mir ne Dominomaschine leihen und würde je Verbindung 4 10x50mm Dominos einsetzen.
Wie ich die Verbindung zusammenzwinge weiß ich noch nicht, wahrscheinlich mit aufgeschraubten Klötzen
auf der Bettinnenseite. Über alle Teile hinweg schraube ich dann au eben jene Innenseite noch eine Auflageholz fürs Lattenrost.
Aber kann man das überhaupt so machen?

Viele Grüße
Victor

Edit: Jetzt fällts mir gerade ein, Überblattung….
 

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idasenpop

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Weiß da jemand, ob ich mir da ein Ei lege, wenn ich die Rahmenteile und die schrägen Füße mit einer Kreuzüberblattung verbinde?
Sollte ich Luft lassen, damit die schrägen Teile platz zum quellen haben, oder kann ich die Überblattung passend machen?
Das Material ist 28mm stark.
 

Manohara

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Hirnholz mit Längsholz verleimt.
Du meinst vermutlich Querholz mit Längsholz verleimt. (das "Hirnholz "sitzt immer an Kopf und Fuß-Ende eines Brettes)

Sollte ich Luft lassen
nee, auf so einer kurzen Strecke braucht das keine "Luft".
Eine Überblattung halte ich an dieser Stelle für okay und Dominos braucht es da auch nicht. Durch die Überblattung wird das eingeleimte Holz seitlich gut gehalten. (ein schwieriges Detail könnte die Leimfläche sein, weil die um gut zu halten, möglichst ohne Fugen aufeinander passen sollte)
Wie lang wird denn die längste Strecke von gesperrtem Querholz in diesem Plan?
 
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heiko-rech

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Hallo,
ich würde das mit einer Überblattung machen, wobei die Füße/ Kopfteil aber nicht flächenbündig mit den Seiten sind, sondern etwas überstehen. Das sieht besser aus und kleine Ungenauigkeiten werden kaschiert. Außerdem werden die Bauteile weniger geschwächt. Je nach gewünschter Optik und gewählter Materialstärke würde es sogar ausreichen, nur die Seiten ca. 2/5tel auszufräsen und die Füße/ Kopfteil dann einfach in die Aussparung zu leimen. Das ist wesentlich einfacher zu bauen als eine echte Überblattung. Von innen her kann man auch noch ein paar Schrauben eindrehen.

Wegen längs auf quer hätte ich da absolut keine Bedenken.

Gruß
Heiko
 

raziausdud

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Hallo Du willst also die Beine etwas• in die Seitenteile „einsenken“ (=Überblattung). Durch die Überblattung bekommt die Verbindung mE guten Halt. Und auch die Leimfläche ist doch recht groß …

*Ich habe bewusst ETWAS geschrieben, denn ich schlage vor die Ausklinkung nicht auf halbe Materialstärke zu machen, sondern nur ca 10mm, eventuell sogar nur am Seitenteil oder nur am Bein. Wenn Dir das optisch gefällt …

Grüße. Rainer
 

idasenpop

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Dann marschiere ich mal in den Laden. Herzlichen Dank für eure fachkundige Unterstützung!
Ich wollte die Beine zuerst flächenbündig mit dem Rahmen machen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es besser aussieht, wenn die Beine ein paar mm vorstehen.
 
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Martin Graf

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Das Design gefällt mir ziemlich gut.
Ich habe neulich in den Projektvorstellungen bei Resteverwertung im Beitrag 130 (kann ich leider gerade nicht verlinken) eine Gratverbindung gezeigt. Das würde mMn hier gut passen. Dazu müssten aber alle Füße unten breiter als oben sein. Im Unterschied zu der von mir gezeigten Verbindung könnte man die aufrechten Kanten der Füße einfach schräg abschneiden, damit der „Falz“ der Gratfeder vermieden wird.

Diese Verbindung ist sehr stabil und lässt sich werkzeuglos lösen. Auch das Kopfbrett könnte so mit den Füßen verbunden werden, wenn es seitlich etwas überstehen darf.
Gruß Martin
 

idasenpop

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Ich habe neulich in den Projektvorstellungen bei Resteverwertung im Beitrag 130 (kann ich leider gerade nicht verlinken) eine Gratverbindung gezeigt. Das würde mMn hier gut passen.
Wow, das ist ein anderes Level, da bin ich mir nicht sicher ob ich das wagen sollte. :emoji_slight_smile:
Sehr schöne Details! Ich könnte mir dahingehend wirklich noch was überlegen bzw. abgucken.
Ich bin erstmal an der mobilen Hobelbank hängen geblieben, aber zuerst soll es ein Bett sein.
 

Martin Graf

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Die Verbindung ist nicht so kompliziert. Im Gegenteil, du kannst die Passung sehr gut einstellen.
Zuerst die Gratnut in das Seitenteil fräsen oder Sägen. Dann die Winkel auf die Füße übertragen und mit etwas Zugabe sägen. Dann mit Handhobel oder auch der Säge in kleinen Schritten anpassen.
Das kannst du an einem Probestück auch mal gut testen, ob es klappt und gefällt.
 

bast_ig

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Mit Grat wäre es richtig cool.

Hier ist es sogar so, dass die Nut ja durchgehen würde. Das heißt, Du musst da gar nicht viel einpassen, sondern kannst einfach mit leicht Übermaß die Füße herstellen. Oder andersrum erst die Füße und dann mit Untermaß die Nut. Dann steckst Du es soweit durch, bis es gut klemmt und kannst den Überstand bündig absägen. Wichtig ist dann nur, dass der Winkel von Nut und Feder gut passt.

Wegen der Scherbelastung auf die Gratschulter würde ich die Materialstärken großzügig wählen und/oder von hinten mit Schrauben sichern. Habe auch mal in einen einen Tisch aus Weichholz so die Beine in eine "Zarge" gegratet. Die war allerdings nur 8 cm hoch.

Grüße
 

idasenpop

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Gestaltungstechnisch gefallen mir die Beine am Fußteil besser wenn sie, wie in der Skizze, nach unten hin ein wenig schmaler werden.
Aber die Idee die Teile zu graten ist schon echt gut. Jetzt muss ich natürlich auch die Flachkopfschrauben für die Rahmenecken in Frage stellen.
 
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