Bettbau mit Beschlägen

LarsAC

ww-birke
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Hallo,

möchte mir ein Bett (1,6mx2m) bauen und suche noch Tipps dazu. Ich dachte an eine Konstruktion mit 4 soliden Eckpfosten (so 80mmx80mm) und Seitenteilen (ca. 150mm Höhe) aus Buchenleimholz (oder sollte ich lieber versuchen Vollholz zu bekommen?). Welche Dicke ist empfehlenswert?

Meine Hauptfrage aber wäre:

Wenn ich die Bretter an den Außenseiten bündig mit den Pfosten abschliessen lasse ist das Bett ja am Kopf- und Fußende um die Pfostenbreite (minus je einer Brettdicke) länger als der Lattenrost.

Füllt die Matratze das aus oder entsteht da ein unschöner Spalt?

Lars
 

Mister G

ww-robinie
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> aus Buchenleimholz (oder sollte ich lieber versuchen Vollholz zu bekommen?).

Buchenleimholz ist Vollholz. Ob Dir das Arbeiten mit Vollholz oder Plattenwerkstoffen leichter von der Hand geht kann man so nicht beurteilen - das hängt von Deinen Vorkenntnissen und Deinem Werkzeugbestand ab. Beides funktioniert. Ich würde so um die 30 mm Materialstärke empfehlen.

> Wenn ich die Bretter an den Außenseiten bündig mit den Pfosten abschliessen lasse ist das Bett ja am Kopf- und Fußende um die Pfostenbreite (minus je einer Brettdicke) länger als der Lattenrost.

Ich empfehle, die Außenseiten nicht bündig zu setzen. Das gelingt kaum hundertprozentig, jeder halbe Millimeter Versatz fällt sofort ins Auge. Und spätestens wenn das Holz etwas arbeitet ist der Versatz da. Lieber die Pfosten ein paar Millimeter verspringen lassen. Oder gleich innen bündig setzen. Dann ist Dein Problem gelöst und evtl. Ungenauigkeiten werden von der Matratze verdeckt.

> mit 4 soliden Eckpfosten (so 80mmx80mm)

Die 80er Pfosten halte ich für sehr reichlich dimensioniert, so um die 50 Millimeter wirken etwas weniger plump und reichen statisch völlig aus.

Solange die Pfosten innen nicht mehr als rund 15 Millimeter einspringen dürfte die Matratze das ausfüllen. Mehr halte ich für unpraktikabel.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Holzwerken ist übrigens ein Entwurf für ein ganz ansprechendes Bett abgedruckt.
 

LarsAC

ww-birke
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Okay, schonmal Danke für die Tipps. Die Zeitung versuche ich morgen mal zu bekommen.

Meinte mit Vollholz halt Bretter aus einem Stück, eben nicht aus Stäben verleimt. Muss wohl noch an der Begriffswelt üben :emoji_slight_smile: Ansonsten käme ich mit der Verarbeitung von Buchenleimholz in 30mm wohl zurecht.

Die Kopf- und Fußseiten muss man ja nicht von den Pfosten demontieren können. Da wollte ich die Pfosten mit Holzdübeln mit den Kopf-/Fußteilen verbinden, wenn nichts dagegenspricht!?

Lars
 

Mister G

ww-robinie
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> Okay, schonmal Danke für die Tipps. Die Zeitung versuche ich morgen mal zu bekommen.

Obs die am Kiosk gibt halte ich für eher unwahrscheinlich. Ein Foto von dem Bett ist auf der Homepage zu sehen (holzwerken.net). Vielleicht schicken sie Dir ja auch das Einzelheft zu.

> Meinte mit Vollholz halt Bretter aus einem Stück, eben nicht aus Stäben verleimt.

Bei 150 mm Breite wird das je nach Holzart schon sehr kritisch. Da musst Du auf jeden Fall sicherstellen, dass sich die Teile nicht werfen (Pfosten federn, graten o.ä.). Oder Du müsstest die Bretter selbst auftrennen und wieder verleimen.

Es gibt im Holzhandel auch qualitativ hochwertiges Leimholz, bei dem keine kurzen Reste verleimt werden, sondern die Lamellen in ganzer Länge durchgehen. Dann sieht das Bett auch nicht wie ein Flickenteppich aus.

> Die Kopf- und Fußseiten muss man ja nicht von den Pfosten demontieren können. Da wollte ich die Pfosten mit Holzdübeln mit den Kopf-/Fußteilen verbinden, wenn nichts dagegenspricht!?

Nein, da spricht nichts dagegen.
 

Mister G

ww-robinie
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Ich hab gerade gesehen: Du kannst bei Holzwerken eine Leseprobe herunterladen. Da ist zumindest der Anfang des Artikels drin enthalten.
 

500/1

ww-esche
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Hallo,
was gegen das feste verdübeln der Rahmenteile spricht wäre die enstehende Unhandlichkeit des Bettes. Ich weiß jetzt nicht wie groß es ist und wo es steht, aber zerlegbar hat auch Vorteile. Es gibt sogenannte Bettbeschläge, vielleicht vorher mal ansehen ob das in Frage kommt.
Dübel haben auch für diesen Einsatzzweck eine etwas unvorteilhafte Belastungsrichtung, hier werden sie ja auch Auszug belastet. Da wirst du nicht glücklich werden damit.
Warum also das Rad neu erfinden?
 

500/1

ww-esche
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Hallo,
wer lesen kann ist klar im Vorteil, es geht ja nur um die Kopf und Fußteile.
Da spricht natürlich nichts gegen eine feste Verbindung.
Die Belastung der Dübel auf Auszugsrichtung wird vermutlich nicht dauerhaft sein.
Aber hier weniger problematisch als bei den Seitenteilen.
 

LarsAC

ww-birke
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Die Bettbeschläge kenne ich, darum ja der Titel meines Beitrages. Dübeln wollte ich nur jeweils zwei Pfosten an das Brett für Kopf- bzw. Fußende. Die Seitenteile sollen natürlich mit den Beschlägen eingehängt werden.

Lars
 

LarsAC

ww-birke
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Sind ca. 90 EUR / m2 Leimholz Buche mit durchgehenden Lamellen in 26mm ein angemessener Preis ?

Lars
 

Mister G

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Bei Holzland-Stoellger.de kann man die komplette Preisliste herunterladen. Ist immer ein ganz netter Fundus um Materialpreise ab- oder einzuschätzen.

Die nehmen für den Quadratmeter incl. Märchensteuer 68,38 Euro. Gibts aber nur in ganzen Platten (2,40 x 1,22 oder 1,80 x 1,22).
 

LarsAC

ww-birke
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Holla, mein Preis hier war noch ohne Mehrwertsteuer... Dann muss ich nochmal weiter suchen.

Lars
 

Mister G

ww-robinie
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Du must noch darauf achten, ob der Preis bei Abnahme ganzer Platten gilt oder im Zuschnitt. Im letzteren Fall wäre der Preis trotzdem O.K.
 

LarsAC

ww-birke
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Ne, ganze Platte, wird extra für mich bestellt.

Flächenmäßig könnte ich aus dem Rest noch einen Tisch bauen, aber das kommt mit der Aufteilung nicht hin (außer ich baue die Seitenteile aus 2 Stücken a 1m zusammen, aber das klingt kriminell).

€dit: Doch, 90x90 würde noch gehen, oder 90x110 wenn man das Bett nur 140cm breit macht. Bei 160cm fängt man schon wieder mit zwei Lattenrosten an.

Lars
 
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