Bandsägeblatt hat Risse

hainwerker

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Hallo,

mir ist gerade eine Bandsägeblatt gerissen. Ich habe es zuletzt auch sehr unpfleglich behandelt und mit eher ungeduldigem Vorschub ein bisschen Holz von draußen aufgesägt. Soweit so ärgerlich, aber mir ist bei der Inspektion aufgefallen, dass das Band an super vielen Stellen kleine Ermüdungsrisse hat! Und ich glaube nicht, dass die erst bei der allerletzten Nutzung aufgetreten sind...
Ich habe meine Bandsäge noch nicht sooo super lang und erst das erste Band drauf. Daher kann nicht einschätzen, ob das normal ist, mir erscheint es aber erstmal sehr falsch. Falls das eigentlich nicht sein sollte - was läuft verkehrt? Meine erste Überlegung wäre vielleicht ein zu dickes Band? Es ist ein Uddeholm 20x0,5x8 auf einer Bäuerle BS 40. Gesägt hat es eigentlich immer super.
Oder vielleicht zu hohe Bandspannung? Die Bäuerle kann das ja schon ordentlich an knallen...
Ich freue mich über Tipps und Erklärungsversuche!

Hier zwei Bilder, einmal.der größte Riss, einmal ein kleiner l:


Ich hänge
 

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Tom Trees

ww-kastanie
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Ich vermute, dass entweder die horizontale Schwungradausrichtung..
oder die Schwungradabdeckungen haben ihre Wölbung verloren, (was den Eindruck einer stark unterspannten Klinge erweckt)

Man könnte ein Gerät bauen oder kaufen, um das herauszufinden, oder andere einfache Tests durchführen.

Dieses Video demonstriert die erreichbare Leistung mit einer viel zu lockeren Klinge, Und doch schneidet es.
Wenn die Krümmung der Schwungradabdeckung beschädigt oder unzureichend ist,
Die Position der Klinge würde sich sofort in Richtung der Rückseite des Rades verlagern, und würden von den Schwungrädern abfliegen, wenn die hinteren Führungen nicht vorhanden wären.

Das Video beweist die Bedeutung der Krümmung der Schwungradabdeckung,
da die Schaufel an der falschen Stelle auf den Rädern geführt wird.
https://youtu.be/4k-r5utmU2Q?si=8FRVpO7_bVxj20t7&t=297
 

hainwerker

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Die Bandagen (ich vermute, das meinst du?) sind ballig, die habe ich nach dem Kauf der Säge neu abgerichtet. Laufen entsprechend auch sehr rund, ausgewuchtet sind die Räder auch...
 

Tom Trees

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Angenommen, die Schwungradabdeckungen sind nicht die Ursache,
beispielsweise verformen sie sich nicht und werden flach…
Als Nächstes würde ich die Radausrichtung überprüfen.
https://www.woodworker.de/forum/threads/hilfe-meine-bs350s-record-power-spinnt.139347/page-2

Ich kann nicht sagen, ob solche Einstellungen an Ihrer Maschine möglich sind, aber Sie werden die Antwort finden.

Die Lebensdauer des Sägeblatts ist ein wichtiger Hinweis auf Informationen, die in den gängigen Artikeln fehlen,
und wird besonders deutlich bei einigen der günstigeren Maschinen auf dem Markt,
die aufgrund des nicht verstellbaren unteren Schwungrads nicht richtig eingestellt werden können.

Tom
 

brubu

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Das mit dem 1/1000stel Rollendurchmesser als Bandstärke ist vorbei. 50% dicker geht auch. Bei den kleinen Blockbandsägen sind die Blätter auch stärker. Bei uns sind es 0,9mm auf 600er Rollen. Bei etwas Murks oder wenn sonst etwas nicht stimmt gibt es immer wieder Risse, wenn es 1 Riss ist schweissen lassen, wenn es mehr sind ist es Alteisen.
 

tomkaes

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wenn ich es richtig sehe, ist der Rollendurchmesser der Maschine 400mm und da ist die Bandstärke von 0,5mm zu dick, das kann eine Möglichkeit der Risse sein. Maximal 0,4mm wären hier der richtige Wert.
https://shop.wpsinger.de/Informatives-fuer-Holzbandsaegeblaetter
Das kommt auf die Bandqualität an,
ich benutze auf meiner EB BAS 450 seit > 10 Jahren Hema Peak 8-25 x 0,5 mm Bänder,
die auch regelmäßig bei Bedarf geschärft werden ohne Microrisse.
 

hainwerker

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Also die Radausrichtung hatte ich damals grob kontrolliert, aber keine Wissenschaft draus gemacht. Wenn sonst nichts hilft werde ich mir das auf jeden Fall nochmal anschauen, danke für den Tipp!

Das Sägeband ist aus Uddeholm-Stahl, vertrieben von Orta-Tools. Es ist auf jeden Fall nicht an der Schweißnaht gerissen.

Ein dünneres Blatt könnte ich einfach mal probieren, ich hatte damals nur keins gefunden, was nicht zu viele Zähne hat (nutze die Bandsäge hauptsächlich zum auftrennen)

Ein höherwertiges Blatt wäre natürlich einen Versuch wert, aber eigentlich würde ich gerne erst das Problem beheben (wenn es nicht das Band ist) bevor ich dann das teure Band auch kaputt machen :/
 

Kerstenk

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Das kommt auf die Bandqualität an,
ich benutze auf meiner EB BAS 450 seit > 10 Jahren Hema Peak 8-25 x 0,5 mm Bänder,
die auch regelmäßig bei Bedarf geschärft werden ohne Microrisse.
nun ich habe auch extra geschrieben, kann eine Möglichkeit der Risse sein, am Ende wird es eh eine Kombination aus verschiedenen Faktoren sein.
 

IngoS

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Hallo,

Fachausdruck ist die Biegewechselfestigkeit.
Irgendwann ist da halt das Ende erreicht.
Die Haltbarkeit kann auch durch das Schleifen beeinflusst werden. Bei grobem Schleifstein gibt es Kerbwirkung im Zahngrund, wodurch die Rissbildung begünstigt wird.
Ich benutze auch hauptsächlich Uddeholm Blätter, mit denen Christiane überwiegend Paletten zerkleinert.
Da ist immer wieder mal ein Nagel im Weg, der die Standzeit drastisch verkürzt. So werden die Bänder immer wieder mal zum Schärfdienst geschickt. Im Laufe der Zeit sind auch schon einige Blätter durch Dauerbrüche gerissen. Das ist kein Weltuntergang, sondern einfach Verschleiß. Wir haben immer 5 bis 6 gleiche Bänder im Einsatz.
Falsche Einstellung der Säge hat eher geringen Einfluss.


Gruß Ingo
 

Martin45

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Die Zähne sehen auch schon gut dreckig aus.
Mehr Dreck=mehr Reibung=mehr Wärme. Sicherlich auch nicht förderlich.
 

hainwerker

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nun ich habe auch extra geschrieben, kann eine Möglichkeit der Risse sein, am Ende wird es eh eine Kombination aus verschiedenen Faktoren sein.

Da hast du bestimmt Recht!
Hallo,

Fachausdruck ist die Biegewechselfestigkeit.
Irgendwann ist da halt das Ende erreicht.
Die Haltbarkeit kann auch durch das Schleifen beeinflusst werden. Bei grobem Schleifstein gibt es Kerbwirkung im Zahngrund, wodurch die Rissbildung begünstigt wird.
Ich benutze auch hauptsächlich Uddeholm Blätter, mit denen Christiane überwiegend Paletten zerkleinert.
Da ist immer wieder mal ein Nagel im Weg, der die Standzeit drastisch verkürzt. So werden die Bänder immer wieder mal zum Schärfdienst geschickt. Im Laufe der Zeit sind auch schon einige Blätter durch Dauerbrüche gerissen. Das ist kein Weltuntergang, sondern einfach Verschleiß. Wir haben immer 5 bis 6 gleiche Bänder im Einsatz.
Falsche Einstellung der Säge hat eher geringen Einfluss.


Gruß Ingo

Das mit dem schärfen ist noch ein guter Hinweis. Ich habe das Blatt einmal selber nachgeschärft. War erstaunt wie gut das funktioniert hat, aber ist natürlich möglich, dass ich da quasi zu viel Kraft von der Seite auf das Band ausgeübt habe.

Die Zähne sehen auch schon gut dreckig aus.
Mehr Dreck=mehr Reibung=mehr Wärme. Sicherlich auch nicht förderlich.
Das ist mir auch aufgefallen. Ich nehme an der größte Teil des Drecks kommt von der letzten Nutzung, das war wie gesagt Altholz, aber über Hitze als Grund habe ich auch schon nachgedacht.



Ich vermute um der Sache näher zu kommen fange ich mit einem "einfachen" Sägeband nochmal neu an und beobachte einfach sehr regelmäßig, wann und wie die Risse auftreten...
 
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