Ausrisse beim Falzen mit Falzfräser

Mater1984

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Hallo zusammen,

Ich habe vor einigen Wochen mir einen Falzfräser von ENT zugelegt.
ENT 16690 Falzfräser Set HW (HM), Schaft (C) 8 mm, Durchmesser (A) 34,9 mm, B 12,7 mm, D 32 https://www.amazon.de/dp/B0084D3VYC/ref=cm_sw_r_cp_api_i_k79OFbF5EDGJ0

Kugellager ist das kleinste um auf 15 mm Falz zu kommen.

OF ist eine Triton MOF001 im Tisch
Damit habe ich versucht Ahorn Leimholz zu Falzen.

Vor 2 Wochen klappte das auch super.

Heute wollte ich wieder dasselbe Holz in denselben Maßen falzen.

Und jetzt knallt er mir einen Ausriss nach dem anderen rein.
Es werden richtig große Stücke herausgerissen.
Erste Zustellung war 2 mm zweite Zustellung wieder ca. 2mm.
In beiden Fällen sieht es schrecklich aus.

Geschwindigkeit habe ich bei 21.000 gelassen weil der Falz ja nur die halbe Fräserbreite nutzt.
Was mache ich falsch?
 

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Little John

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Hallo,
versuch mal den Spalt zwischen Fräser und Anschlag kleiner zu machen. Also auf deinem ersten Foto der Spalt rechts vom Fräser.

Es grüßt Johannes
 

IngoS

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Hallo

Du fräst die volle Falztiefe auf einmal. Da laufen die Schneiden recht ungünstig aus dem Werkstück. Wenn dann das Holz auch noch einen ungünstigen Faserverlauf hat, passiert das leicht. Fräse doch mal im ersten Durchgang mit dem größten Lager und dann stufenweise mit den kleineren, dafür aber mit der vollen Falzbreite.

Gruß Ingo
 

teluke

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Liegt am Faserverlauf von dem Holz.
Gleichlauffräsen würde vermutlich gehen.
Aber Achtung! Gefährlich beim Vorschub mit der Hand, also nicht probieren.

Auf der Tischfräse würde ich einfach den Vorschub von links nach rechts laufen lassen und aus der Schussrichtung bleiben.

Da Du aber eh ein neues Holz nehmen musst achte beim nächsten Versuch auf den Faserverlauf.
 

Mater1984

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In Gleichlauf ging es auch. Aber Hände waren da weit weg und es flog ordentlich. Ich stand aber in entgegengesetzter Richtung weil ich weiß wie gefährlich das werden kann.
 

Mater1984

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Hallo

Du fräst die volle Falztiefe auf einmal. Da laufen die Schneiden recht ungünstig aus dem Werkstück. Wenn dann das Holz auch noch einen ungünstigen Faserverlauf hat, passiert das leicht. Fräse doch mal im ersten Durchgang mit dem größten Lager und dann stufenweise mit den kleineren, dafür aber mit der vollen Falzbreite.

Gruß Ingo
Was meinst du jetzt mit Falzbreite und was mit Falztiefe?
Ich hätte jetzt gesagt Falzbreite = Abstand Kugellager zu Fräseraußenkante hier 15 mm
Falztiefe = Zustellung

Aber du meinst es vermutlich andersherum oder?
 

Little John

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Hallo,
also wenn ich mir den Fräser ansehe, dann ist dein Falz max 13,5mm breit ( 34,9-7,9) :2 = 13,5mm
Wenn du mit einem Fräser mit knapp 35mm Durchmesser 13,5mm tief fräst, tritt die Schneide in einem sehr steilen Winkel aus dem Holz aus. Da ist es kein Wunder wenn das ausreißt. Also ein Brett (ca. 10mm dick) vorsetzen damit erstens die Öffnung vor dem Messer kleiner ist, und gleichzeitig die Falzbreite verringert wird und dadurch der Messeraustrittswinkel flacher wird. Dann kannst du im zweiten Fräsgang ohne Brett die voll Breite fräsen.

Es grüßt Johannes
 

IngoS

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Was meinst du jetzt mit Falzbreite und was mit Falztiefe?
Ich hätte jetzt gesagt Falzbreite = Abstand Kugellager zu Fräseraußenkante hier 15 mm
Falztiefe = Zustellung

Aber du meinst es vermutlich andersherum oder?
Hallo

ja, anders rum. Wenn du meinen Text vollständig liest, ergibt sich das doch auch durch die Montage der unterschiedlichen Kugellager.

Gruß Ingo
 

Mater1984

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Hallo,
also wenn ich mir den Fräser ansehe, dann ist dein Falz max 13,5mm breit ( 34,9-7,9) :2 = 13,5mm
Wenn du mit einem Fräser mit knapp 35mm Durchmesser 13,5mm tief fräst, tritt die Schneide in einem sehr steilen Winkel aus dem Holz aus. Da ist es kein Wunder wenn das ausreißt. Also ein Brett (ca. 10mm dick) vorsetzen damit erstens die Öffnung vor dem Messer kleiner ist, und gleichzeitig die Falzbreite verringert wird und dadurch der Messeraustrittswinkel flacher wird. Dann kannst du im zweiten Fräsgang ohne Brett die voll Breite fräsen.

Es grüßt Johannes
Einfach effektiv und passt so. Grage an einem Reststück getestet.
Du hast recht es sind 12,7mm reicht aber auch. Oben drauf kommt ein Stück Sperrholz für die Ablage. Und das säge ich dann passend der Falztiefe zu.
 

magmog

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Guuden,

solche Fräser haben keine Vorschneider, bei entsprechendem Faserverlauf fetzt es..
Du kannst im ersten Durchgang ganz wenig Tiefe fräsen, 1 bis max. 2 mm.
Dann in der Höhe 2-3 zehntel mm wenige einstellen und als fertig fräsen.
 

teluke

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Guuden,

mit Verlaub, dann schreib doch nicht solchen Scheiß!!
Okey, dachte danach auch ich hätte das für einen Anfänger nicht schreiben dürfen.

Ändert aber nichts daran dass es richtig ist.

Ich fräse auch mit der kleinen Oberfräse (Kanten runden/anfasen) bei entsprechendem Faserverlauf im Gleichlauf.
Ist für das vermeiden von Ausrissen klar besser als Gegenlauf.
 

magmog

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Okey, dachte danach auch ich hätte das für einen Anfänger nicht schreiben dürfen.

Ändert aber nichts daran dass es richtig ist.

Ich fräse auch mit der kleinen Oberfräse (Kanten runden/anfasen) bei entsprechendem Faserverlauf im Gleichlauf.
Ist für das vermeiden von Ausrissen klar besser als Gegenlauf.
Guuden,

...aber doch nicht im Gleichlauf bei einem Zerspanungsvolumen
wie es der TE beschrieben hat!
 

Hondo6566

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Sehe das leidlich genauso, so was schreibt man einfach nicht, der nächste Post kommt dann aus der Notaufnahme?!
Gleichlauf bedeutet im schlechtesten Falle Hände/Finger zermatscht
Kann euch ältere Fotos zeigen warum das eine ganz schlechte Idee ist.
Nach Jahren immer noch Funken an der Narbe an der linken Hand.
 

teluke

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Guuden,

...aber doch nicht im Gleichlauf bei einem Zerspanungsvolumen
wie es der TE beschrieben hat!
Sorry, ich hatte geschrieben mit der Tischfräse und mit Vorschub.
Ich denke das relativiert das.
Habe auch geschrieben dass das händisch zu gefährlich ist.

Aber ihr habt ja recht, ich hätte das besser gar nicht geschrieben.
Diejenigen die wissen wie man das gefahrlos macht wissen eh dass und wie das geht.
Die anderen brauchen das wirklich nicht zu wissen.
Mea Culpa, soll nicht wieder vorkommen.
 

Mater1984

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Sorry, ich hatte geschrieben mit der Tischfräse und mit Vorschub.
Ich denke das relativiert das.
Habe auch geschrieben dass das händisch zu gefährlich ist.

Aber ihr habt ja recht, ich hätte das besser gar nicht geschrieben.
Diejenigen die wissen wie man das gefahrlos macht wissen eh dass und wie das geht.
Die anderen brauchen das wirklich nicht zu wissen.
Mea Culpa, soll nicht wieder vorkommen.
Ich hab ja als TE schon selbst im Gleichlauf gefräst. Aber nur mit Andruckfeder, auf der richtigen Seite stehend von der Fräse (in meinem Fall links vorne von der Fräse) das Teil wird von links nach rechts im Gleichlauf dann durchgeschoben.
Und nicht bei der Breite, Zustellung usw. sondern bei 0,5mm Breite die ich eine Nut verbreitern musste oder einen Falz.
Habe vor der OF und TKS einen Heidenrespekt das ich da immer extremst vorsichtig bin. Finger wachsen nicht mehr nach.
 

benben

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Ich kenne das mit Gleich Lauf fräsen bei kleinen Profilen auch noch, war in einem Betrieb "normal".
In meinem Betrieb schärfen wir einfach Werkzeuge.
Ich arbeite jetzt seit Jahren ohne und habe alles so hinbekommen.
Einzige Ausnahme sin 2mm Fasen, es gibt halt Stellen wo man anders nicht hinkommt. Das ist aber wirklich höchst selten.
Auch bei kleinen Profilen bin ich da pedantisch. Achtet man bei sowas nicht auf die Vorschubrichtung, versäumt man das auch bei größeren Sachen mal. Ist einfach Gewöhnung, daher keine Ausnahme und Nachlässigkeit!
Es gibt, für mich jedenfalls, hier nur ein "richtig".

Gruss
Ben
 

DZaech

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Gleichlauffräsen ist je nach Anwendung schon das einzig Richtige, aber definitiv nicht hier in diesem Thread für den TE mit seinen gefälzten Leisten!

Rückwandnuten in Span beschichtet, sind gerade bei heiklen Platten wie den ganz dünn beschichteten Egger oder Kronos definitiv nur im Gleichlauf zu machen, egal welcher Fräser. Natürlich mit Vorschubapparat. Wenn das jemand im Gegenlauf hinkriegt soll er das bitte zeigen. Und gemeint ist das im grösseren Umfang, nicht eine einzelne Platte mit dem ganz frischen Fräser. Gleiches gilt für später sichtbare Nut- oder Falzarbeiten im Kantenbereich (ABS oder Furnierkante). Das hat nichts mit wahnsinnig oder lebensmüde zu tun. Anders als im Gleichlauf ist das einfach nicht zu machen. Sowas läuft auch auf jeder KAM mit Fräsaggregat oder der CNC im Gleichlauf. Und wenn man sowas nicht hat muss es eben auf der Tischfräse im Gleichlauf sein. Selbstverständlich nur mit Vorschubapparat!

Schönen Abend
David
 

magmog

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Rückwandnuten in Span beschichtet, sind gerade bei heiklen Platten wie den ganz dünn beschichteten Egger oder Kronos definitiv nur im Gleichlauf zu machen, egal welcher Fräser.
Gleichlauffräsen ist je nach Anwendung schon das einzig Richtige, aber definitiv nicht hier in diesem Thread für den TE mit seinen gefälzten Leisten!

Rückwandnuten in Span beschichtet, sind gerade bei heiklen Platten wie den ganz dünn beschichteten Egger oder Kronos definitiv nur im Gleichlauf zu machen, egal welcher Fräser. Natürlich mit Vorschubapparat. Wenn das jemand im Gegenlauf hinkriegt soll er das bitte zeigen. Und gemeint ist das im grösseren Umfang, nicht eine einzelne Platte mit dem ganz frischen Fräser. Gleiches gilt für später sichtbare Nut- oder Falzarbeiten im Kantenbereich (ABS oder Furnierkante). Das hat nichts mit wahnsinnig oder lebensmüde zu tun. Anders als im Gleichlauf ist das einfach nicht zu machen. Sowas läuft auch auf jeder KAM mit Fräsaggregat oder der CNC im Gleichlauf. Und wenn man sowas nicht hat muss es eben auf der Tischfräse im Gleichlauf sein. Selbstverständlich nur mit Vorschubapparat!

Schönen Abend
David
Guuden,

"Anders als im Gleichlauf ist das einfach nicht zu machen."
Was ein Unsinn!
Rückwandnuten in Platten fertigt man 1A ganz einfach auf der TKS/FKS im Gegenlauf.

KAM und CNC sind Maschinen mit Zwangsvorschub. Da sind Gleichlauf und auch Werkzeuge mit "mec" Kennzeichnung zulässig.

Hier geht es um eine Handoberfräse im Tisch, wahrscheinlich mit Handvorschub!
 
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