Alternative zu Lochreihenbohrungen

Uranus

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@magmog: sollst du auch, ist doch gut so.
Deswegen wird der Wert des Handwerks nicht geschmälert. Derjenige, der auf das traditionelle Handwerk abfährt, den wirst du überzeugen auf Lochreihen verzichten zu müssen.
 

Testlabor

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Als erstes herzlichen Dank für die vielen Beiträge :emoji_thumbsup::emoji_thumbsup::emoji_thumbsup:

Wenn ich alles zusammenfasse, dann gibt es scheinbar nur eine halbwegs "handwerkliche" Alternative - die Zahnleiste. Bei Bauernmöbeln oder antiken Möbeln kann ich mir eine Zahnleiste durchaus vorstellen, allerdings dort auch nur in Schränken mit Tür. Bei Regalen und offenen Schränken eher nicht. "Etwas grobe Optik" und Staubfalle - das war das Urteil meiner Frau

In den Seitenwänden eingelassene Metallleisten könnten bei sehr modern gestalteten Möbeln eine Variante sein - wenn es denn gefällt. Allerdings scheinen die Teile im Alltag auch hin- und wieder Probleme zu bereiten.

Damit gibt es offensichtlich doch nicht "mehrere Möglichkeiten" wie an anderer Stelle kolportiert wurde - und was ja Auslöser dieses Threads war.

Lochreihen scheinen somit in Möbeln bei denen auch Wert auf Alltagstauglichkeit und Flexibilität gelegt wird alternativlos zu sein und die meisten von euch sehen die Lösung ja auch ganz entspannt und nicht als die Ausgeburt von "Industriemöbeln an.
Form follows function...
Warum sollte man also etwas mit Gewalt kompliziert machen wenn es auch einfach geht - besonders weil es scheinbar ja doch es keine besseren Alternativen gibt und der Siemens Lufthaken immer noch in der Entwicklung und nicht serienreif ist :emoji_wink:

Was ich jetzt ausprobieren werde ist, ob 3mm Fachbodenträger in der relativ weichen Zirbe halten und ob / um wieviel die 5mm Variante stabiler ist.

Ich werde berichten. Danke für eure Mithilfe.
 

Time_to_wonder

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Warum sollte man also etwas mit Gewalt kompliziert machen wenn es auch einfach geht...
Du sollst garnichts, mach es doch einfach so wie Du magst.

Auch wenn Du es nicht sehen willst, es wurden mehrere Möglichkeiten und Alternativen genannt und im Detail beschrieben. Wenn diese alle für Dich aus den genannten Gründen nicht in Frage kommen, dann eben Lochreihen.
 

magmog

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Guuden,

ich habe auch schon 4 -5 mm Platten an den Seiten auf die Böden gestellt,
auf den die jeweils nächsten Böden aufliegen. Die dünnen Platten mit einem
kleinen Stück 2-seitigem reversiblen Teppichklebeband gegen Umfallen fixiert.
Jederzeit veränderbar und unauffällig.
Bei offenen und wertigen Regalen eine Möglichkeit, besonders wenn große
Felder für TV oder große Bilder erstmal frei bleiben sollen.
 

Testlabor

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Auch wenn Du es nicht sehen willst, es wurden mehrere Möglichkeiten und Alternativen genannt und im Detail beschrieben.
Ja - es wurden zwei Alternativen genannt die ich in #27 genannt und kommentiert habe. Mehr nicht.
Was ich jetzt aus deiner Sicht angeblich "nicht sehen will" erschließt sich mir nicht... :emoji_thinking:
 

Testlabor

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@Time_to_wonder
Danke für deinen fachlich qualifizierten Beitrag zum Thema "Alternative zu Lochreihenbohrungen"
Welche Lösungen hast du denn schon eingesetzt und wie sind deine Erfahrungen?
 

IngoS

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Hallo,

gerade, weil ich persönlich hier mehrfach angegriffen wurde, hier noch mal meine Sicht der Dinge.
Habe hier selbst eine Regal- Schrankkombination aus massiver Kiefer stehen, die mit Lochreihen versehen ist. Da sind in zwei Seitenteilen zusammen 204 Bohrungen. Davon genutzt einschließlich Türbeschläge sind 32 Bohrungen. 172 Bohrungen, oder84% sind ungenutzt. Selbst wenn man da noch mal Böden umstecken würde, blieben die allermeisten Löcher auf ewig leer. Wer sowas für sinnvoll erachtet, seid drum.
Gerade wenn man, wie der TE ein hochwertiges, zeitloses Möbelstück aus hochwertigem Holz bauen möchte, wäre es doch schön, die Seiten nicht zu perforierten, wie Toilettenpapier.
Es wurden ja als Alternative eine Zahnleiste genannt.die finde ich allerdings auch nur hinter Türen sinnvoll. Da können sie aber z.B. zusätzlich bei stumpf einschlagenden Türen einen Falz und so eine bessere Abdichtung bieten. Außerdem müssen Zahnleisten nicht wie ein Sägeblatt mit etlichen Zähnen ausgestattet sein. Es reichen auch Halbkreisbohrungen in vorher festgelegten, sinnvollen Abständen, wie hier z.B. an meinem Werkzeugschrank.

IMG_20261017_111921.jpg

Eine andere Möglichkeit ist es, bei ursprünglich Re cht weit gesetzten festen Regalböden, Aufsatzböden einzufügen. Diese haben den großen Vorteil, dass sie auch in Breite und Tiefe variieren können. So lässt sich ein offenes Regal deutlich interessanter gestalten und natürlich individuell leicht anpassen, wie z.B. hier, wo es geschickter ist den Einsatzboden weniger tief zu machen

IMG_20261017_112204.jpg

Eine weitere Möglichkeit, die Perforation zu verdecken ist es, gerade bei Massivholz, die Bohrungen in 5mm tiefe Nuten zu machen und die Nuten dann durch passende Leisten zu verdecken.

Es gibt also Möglichkeiten die ganze Sache gefälliger und einem hochwertigen Möbel entsprechend angemessener zu gestalten.

Der Charme eines Billy Regals geht dabei natürlich verloren.

Gruß Ingo
 

wirdelprumpft

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Man ist ja nicht gezwungen die Bohrungen in Reihe zu setzen es gingen ja auch Zickzack oder Wellenförmig
bzw. Lochbild (Bild was KI unter wellenförmiger Lochreihe versteht) wenn man dann noch 3d gedruckte Abdeckkappen in verschieden Farben macht oder Holzdübel hätte man weitere Gestaltungsmöglichkeiten.

In 25 Jahren hat sich nicht ein Kunde über die Lochreihen oder Minifix beschwert. (System 32 kann man kaum umgehen danach richtet sich vieles)
Im sichtbaren Bereicht kann man Schwedenträger nehmen oder den Fachboden direkt auf die Fachbodenträger schieben dann sieh man die nicht mehr.

1792241057238.png
 
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IngoS

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Die Lösung gefällt mir ja sehr gut. Wie hast du die angefertigt? Erst die Bohrungen und dann die Leiste der Hälfte nach aufgesägt?
Hallo,

Da gibt es je nach vorhandenem Holz und Maschinenpark ganz unterschiedliche Herangehensweisen.
Ergebnis ist immer das Gleiche.
Wie im Film gezeigt einen Block bohren und dann auftrennen und die Einzelleisten runterschneiden.
Doppelleisten bohren und dann auftrennen.
Rundum gehobelte Leisten paarweise zusammenspannen und dann bohren. Spart das nachträgliche schleifen der gesägten Flächen.

Gruß Ingo
 

Testlabor

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Man ist ja nicht gezwungen die Bohrungen in Reihe zu setzen es gingen ja auch Zickzack oder Wellenförmig
bzw. Lochbild (Bild was KI unter wellenförmiger Lochreihe versteht) wenn man dann noch 3d gedruckte Abdeckkappen in verschieden Farben macht oder Holzdübel hätte man weitere Gestaltungsmöglichkeiten.
Ich finde die Lösung der KI durchaus interessant. Danke fürs zeigen. Getreu dem Motto: wenn etwas nicht gefällt, dann sollte man es betonen. Ist ja heute mit CNC alles kein Problem mehr.
Und statt 5mm aus dem 32-er System evtl. richtig schön große Bohrungen in die man dann Bodenträger einsetzen kann. Spannend was man da alles aus diesem ersten Ansatz generieren könnte. Optik ähnlich den Akustikpanelen. Wobei das geschwungene wie im KI-Bild schon auch seinen Charme hat. Ist wirklich ausbaufähig...

Ich habe heute kurz ausprobiert, wie sich 3mm Bodenträger in der doch weichen Zirbe schlagen.
Fazit: @derdad hat Recht - nicht zu empfehlen. Bereits bei relativ geringer Belastung werden der Lochleibungsdruck und die Kantenpressung für das weiche Holz zu groß, die Bodenträger kippen und die Bohrung wird oval.
5mm brachte eine deutliche Verbesserung, ist aber immer noch nicht ideal für extreme Belastung (Bücher bei 1m Fachbreite).

Was ich jetzt machen werde: 5mm Bohrungen im 32-er System, aber Bodenträger aus 5mm Rundmaterial die doppelt so tief in die Seitenwände gehen wie die normalen Bodenträger. Das halbiert die Kantenpressung und scheint nach ersten Versuchen auch hohen Lasten klaglos zu widerstehen.

Für die Zukunft werde ich den Rat von @weissbuche befolgen:
Als die Topfscharniere aufkamen, waren die für die älteren Gesellen und Meister ein Zeichen für Industriemöbel, heute findet man die an Gesellenstücken. Dann waren es die Lochreihen die als Zeichen für die billige Industriewark herhalten mussten, weil viele das System nicht verstanden haben. Kümmer Dich nicht um solches Gelaber, probiere aus, ob das bei Zirbe funktioniert und dann einfach machen.

Nochmals Danke an alle die konstruktiv mitgeholfen haben.
 

wirdelprumpft

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das System gibt es auch noch, wurde wird gerne mal bei Gesellen/Meisterstück verwendet
https://shop-diy.hettich.com/de/de/...laghülse,-ø-7,5-mm,-Stahl,-vernickelt/p/89272
gibts auch in teuer https://www.hm-point.de/gruppe,herzig,de/300000,310500,Fachtraeger-fuer-Holz
1200Wx1200H-89272-9115189-Bodentraeger-P33-p-2023-08.jpg
 

Lorenzo

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Schade, dass das Thema von mancher Seite mit so nem scharfen, teils herablassenden Ton angegangen wird.
So hat es allerdings schon begonnen, vielleicht liegt's daran?

Peter, meine Sicht: Dir hat Ingos Kritik an der Lochreihe in nem anderen Thema nicht gefallen und darauf hast du über mehrere Beiträge anklagend reagiert. Ein Anklagepunkt: dass es offtopic war.... Nun ja.
Nachdem Ingo da nicht mitspielen wollte hast du dieses Thema aufgemacht und wieder mit stichelnden Worten in seine Richtung begonnen, wenn auch ohne namentliche Nennung.

Wenn es dir tatsächlich darum geht ganz objektiv und sachlich von Möglichkeiten zu erfahren Fachböden variabel in nen Schrank zu packen dann solltest du anders formulieren, sonst könnte der Eindruck entstehen du suchst die Auseinandersetzung.

Überall um uns herum herrscht scharfer Ton und schlechte Stimmung, vielleicht kriegen wir es hier hin da nicht mitzumachen.
 
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Mr.Ditschy

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In den Seitenwänden eingelassene Metallleisten könnten bei sehr modern gestalteten Möbeln eine Variante sein - wenn es denn gefällt. Allerdings scheinen die Teile im Alltag auch hin- und wieder Probleme zu bereiten.
Kenne die Metallschiene aus einem alten Vitrinen Schrank mit Glasböden (hatten eher Messing-Farbton) und fand das aber schon recht schick, wenn auch sichtbar ...
 

ClintNorthwood

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Kann es sein, dass ich vor so 13 Jahren in einer Küche von Siemens etwas gesehen habe was hier niemand kennt?
In den Küchenschränken waren statt der Lochreihen nur farblich passende Kunststoffstreifen. Habe das nur kurz gesehen und nicht weiter drüber nachgedacht. Die Einlageböden konnte man so gut wie stufenlos verstellen.
Vielleicht trügt mich auch meine Erinnerung. Doch am Montag frage ich einfach mal die Kundin, wie sie die Böden verstellt in der Höhe.
 

Testlabor

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Kenne die Metallschiene aus einem alten Vitrinen Schrank mit Glasböden (hatten eher Messing-Farbton) und fand das aber schon recht schick, wenn auch sichtbar ...
Da gebe ich dir recht - die sehen (je nach Möbelart) gar nicht so verkehrt aus und ermöglichen offensichtlich hohe Flexibilität ohne Rumgemurkse. Aber die Kindsmutter hat bei dem Projekt die Direktive herausgegeben: möglichst wenig Metall im Schlafbereich / Kinderzimmer.
Das Bett z.B. soll komplett Metallfrei werden... Wird also nicht langweilig. Ich befolge die Wünsche gerne wenn ich das kann und breche auch keine Diskussion vom Zaun ob / was das bringt. Aber das wäre ein anderes Thema... :emoji_wink:

Kann es sein, dass ich vor so 13 Jahren in einer Küche von Siemens etwas gesehen habe was hier niemand kennt?
In den Küchenschränken waren statt der Lochreihen nur farblich passende Kunststoffstreifen. Habe das nur kurz gesehen und nicht weiter drüber nachgedacht. Die Einlageböden konnte man so gut wie stufenlos verstellen.
Vielleicht trügt mich auch meine Erinnerung. Doch am Montag frage ich einfach mal die Kundin, wie sie die Böden verstellt in der Höhe.
Das wäre toll, wenn du nähere Infos zu der Siemens-Lösung bekommen könntest. Klingt interessant. Danke
 

carsten

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Hallo

nee @ClintNorthwood das kann gut sein. Hab ich gefühlt km in einer Villa verbaut zuerst Kleiderschränke, dann Küche, Arbeitszimmer, Kinderzimmer. Sogar halter "entwickelt" und aus Alu Fräsen lassen damit man die Kleiderstangen über die Lochreihen verstellen konnte.
Hersteller der Schiene müsste die Fa Nehl gewesen sein.
 

Kerstenk

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Bereits als Azubi habe ich den Spruch: „die Industrie macht es ja schließlich auch so" gehasst!
So geht das Handwerk vor die Hunde.
die machen das so, weil es einfacher herzustellen ist, die nutzen ja auch noch den Runddübel, weil er für sie einfacher zu verarbeiten ist. Da kann man sogar das Einbringen automatisieren. Heute nutzt jeder Handwerker die Topfbänder, dabei sehen schöne eingelassene Bänder viel schöner aus, nur lassen sich Topfbänder schneller verarbeiten und einstellen.

Wie Ingo zeigt, sind die Leisten für Fachböden in aufgeschraubter Variante schön, also designvariantenmäßig nutzbar. Ich wüsste da auch durchaus noch andere Varianten, eingelassen in die Seitenwand. Aber eben alles recht auffällig und schwerer herzustellen als ein paar Löcher.
 
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