Alter Boden - Neuer Boden

Homer

ww-esche
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Hallo

Habe mal wieder ein kleineres Problem.

Bin von einem Freund gefragt worden ob ich Ihm nicht mal eben nen neuen Boden reinlegen kann,klar dachte ich...
zur Sicherheit aber vorher nochmal vorbeigefahren und die ganze Sache begutachtet.

Nun zu dem Problem.

Als Boden soll Fertig Korkparkett rein kommen,soweit ok.

Aber das Haus ist ein Altbau ca.1950 mit Dielenboden Nut-Feder ca.23mm(Fichte) und genau dieser ist so krumm das das verlegen des neuen Bodens unmöglich ist.
Mit krumm will ich sagen 10mm in der Tiefe auf 1Meter Flurbreite.(Wie eine Rinne)
Erschwerend kommt noch das typische Altbaugeräusch des Bodens dazu.(bewegende und knarrende Dielen)

Der Boden liegt im Obergeschoss mit angrenzendem Treppenhaus.

Was kann ich tun und was besser lassen.
 

Eurippon

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Wo ist das Problem?
Dielen raus, Unterkonstruktion ausrichten, Verlegeplatten rein (19 oder 22mm) Parkett drauf.

Auf Experimente würde ich mich da nicht einlassen da es bereits in der Grundsubstanz hakt.
 

Mitgliede25046

Gäste
Hallo,

Also wenn der Boden so unförmig ist und genügend Deckenhöhe vorhanden ist. Kann man, sich vom höchsten Punkt ausgehend in Waage mit Dachlatten eine Unterkonstruktion bauen. Wichtig dabei immer über den Balken unterlegen und verschrauben (sonst federt`s). Die Unterkonstruktion sollte so gestaltet sein das eine 22er OSB (oder stärker) nicht durchbiegt und immer bei einem Stoß (quer wie längs) eine Dachlatte darunter ist.

Andere Variante Trockenschüttung plus Platten (geht aber auch nicht überall und sollte man schon mal gemacht haben).

Wenn Du zu hoch kommst wegen einer Tür oder sogar Decke, dann hilft bloß das einzig sinnvolle überhaupt: alte Dielen raus > Balken ausgleichen > neue Dielung drauf (und eventuell den Korkboden vergessen weils so schon schick genug ist)
 

uli2003

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Gleiches Problem hatte ich bei mir auf dem Dachboden, aber auch schon bei Kunden.

Bewährt hat sich bei mir ein Verschrauben der alten Dielen, um das Knarren zu unterbinden, dann hab ich Trockenschüttung aufgebracht.
Auf die abgezogene Schüttung hab ich eine Lage Papier (gibt's z.B. im Dachbereich) ausgerollt, und hierauf schwimmend 16 mm FPY gelegt.

Das Papier macht ein Laufen auf der Schüttung mit Zuhilfenahme von ein paar kleinen Platten recht gut möglich, und es krümelt nicht in die Leimfuge.

Nach mittlerweile 10 Jahren nicht das geringste Knarren, und ich habe die Schüttung stellenweise wegen immenser Höhenunterschiede bis auf 0 abgezogen.

Grüße
Uli
 

Homer

ww-esche
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Hallo,

Das hab ich mir schon fast gedacht,das es mit mal eben nichts wird...:emoji_frowning2:

Den Gedanke mit Verlegeplatten den Boden auszugleichen kam mir auch schon in den Sinn.
Welche Verlegeplatten sind gemeint Nut und Feder aus OSB oder V100 Span?

Deckenhöhe ist kein Problem.
Da der Boden (Flur) aber im OG ist und eine Treppe ins EG angrenzt scheidet jede zusätzliche Aufbauhöhe aus.

Dann bin ich mal gespannt was unter den Dielen so alles zum Vorschein kommt.


MfG Homer
 

M.S.69

ww-eiche
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OSB vs. V100

Moin Homer.

OSB-Platte vs. V100

Die Biegefestigkeit einer OSB soll höher als bei V100 Platten sein (gleiche Güte).
Von bis zu 4mm Unterschied in der Plattenstärke, zugunsten der OSB-Platte, im direkten Vergleich.

Eine 22mm starke V100- Platte, wäre dem nach einer 18mm starke OSB-Platte praktisch gleichzustellen. (Biegefestigkeit)

Augenmerk: Auch bei OSB gibt es unterschiedliche Bezeichnungen je nach
Anwendungsbereich.

Allerdings soll die V100 gegenüber der OSB-Platte (gleicher Güte) besser, mit dem Thema "Feuchtigkeit" zurechtkommen!?

Nun bin ich weder OSB noch V100, und habe mich deshalb bis dato auf die Herstellervorgaben verlassen, ohne Beanstandungen- und bin mit der OSB Platte immer sehr gut zurecht gekommen, trotz geringer Materialstärke.



Liebe Grüße aus Hamburg, m.s.
 
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