alte Anrichte und Renuwell Behandlung

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Bateman, 24. Februar 2009.

  1. Bateman

    Bateman ww-pappel

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    Guten Abend,

    bevor ich mich entschlossen habe, einen Thread zu eröffnen, habe ich mich hier schon mal schlau gemacht über das Arbeiten mit Renuwell. Aber eine Frage habe ich doch noch, also erstmal auf Anfang!

    Ich habe mir eine Anrichte zugelegt und wollte mal sehen, was man daraus machen kann (siehe Bild im Anhang). Laut Auskunft des Vorbesitzes soll es sich um eine "engl." Anrichte um die Jahrhundertwende handeln. Ich wäre echt dankbar, wenn ich eine Einschätzung bekommen könnte, ob das hinkommt.

    Aber weiter mit Renuwell. Ich habe die Anrichte zweimal mit Renuwell abgerieben und die Küchentücher verfärben sich immer noch dunkel.

    Meine Frage:

    Kann bzw. sollte ich diese Prozedur so oft wiederholen, bis sich keine Rückstände mehr in den Tüchern befinden oder sollte man einfach nach drei oder vier "Behandlungen" zufrieden sein?

    Vielen Dank für Eure Hilfe! Klasse Forum!:emoji_slight_smile:

    P.S.: Auf dem Bild ist die Anrichte vor der Behandlung zu sehen. Aktuelle Fotos folgen!
     

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  2. Bateman

    Bateman ww-pappel

    Beiträge:
    3
    Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt:

    Renuwell: Gilt hier "viel hilft viel?"

    Es wäre klasse, wenn ich eine Einschätzung bezüglich des Alters der Anrichte bekäme ... Danke :emoji_slight_smile:
     
  3. welaloba

    welaloba ww-robinie

    Beiträge:
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    Ort:
    Hofheim
    Hallo Bateman, wäre es dir möglich zu formulieren, was du anstrebst bei dem Möbel? Ist es schmutzig, stumpf, zu glänzich, was ist deine Beschwerde? Hast du dich vor der Anwendung von Renuwell mal schlau gemacht, ob es das richtige Mittel für dein Möbel ist und dafür, was du erreichen willst?
    Alter des Stückes: Es stammt schätzungsweise aus den 30er oder 40 er Jahres des vergangenen Jahrhunderts. Die Türen sind wahrscheinlich mit Klavierbändern angeschlagen, das dunkle Holz ist in der Regel Eiche dunkel gestrichen, das hellere in den Türen ist üblicherweise Nussfurnier. Alles auf Tischlerplatte, zerlegbar, (Hamburger Schrankschrauben mit gelöcherten Köpfen, welche mit einem kräftigen Nagel gedreht werden können); Rückwand aus Sperrholz, von hinten angeschraubt; oder täusche ich mich in versch. Punkten ??
    Gruß Werner
     
  4. edelres

    edelres ww-robinie

    Moebelreinigung

    Hallo Batemann,

    ich wuerde die Anrichte als gute deutsche Arbeit der dreissiger Jahre einschaetzen.

    Bei der Reinigung mit Renuwell, entferne ich nur oberflaechliche Verunreinigungen, eine mehrmalige Anwendung ist nur bei angetrockneten Verunreinigungen noetig.

    In deinem Fall wurde ich mal ein zwei Tage Pause machen und sehen wie gut die Anrichte aussieht.

    Bezueglich viel hilft viel, die aufgetragene Menge soll die Oberflaeche gut anfeuchten, so dass die Verunreinigungen sich anloesen, ich warte nach dem ersten Auftrag uebernacht bis ich abreibe. Nur wenn die Oberflaeche nicht gleichmaessig aussieht wiederhole ich eine neue Reinigung. Nicht mehr als noetig reinigen, sieht die Oberflaeche gut aus ist es unwichtig ob sich noch Verfaebungen auf dem Papier zeigen.

    Die Anwendung ist einfacher als die Beschreibung.

    Als Gedankenanstoss

    mfg

    Ottmar
     
  5. Bateman

    Bateman ww-pappel

    Beiträge:
    3


    Vielen Dank für Eure Antworten und sorry, das ich mich jetzt erst wieder melde!

    @Werner

    Mit Deiner Einschätzung hast Du wohl genau ins Schwarze getroffen. Kommt alles hin, was Du schreibst. Also kein englisches, sondern ein deutsches Fabrikat. Jedenfalls gut zu wissen, was man da eigentlich vor sich hat.

    Mein Wunsch ist, vor allem den Türen wieder zu Glanz zu verhelfen. Die mittlere Tür sieht noch am besten aus, denn die hat noch so was wie Glanz. Das kann man bei den beiden anderen Türen nicht behaupten. Die wirkten schon 2 Stunden nach der Behandlung mit Renuwell wieder stumpf. Wobei innerhalb z.B. der rechten Tür es auch wieder Unterschiede gibt. Vor allem in der Mitte wirkt es stumpfer als in dem anderen Bereich des Furniers. Ich hoffe, ich drücke mich einigermaßen verständlich aus. Welches Mittel empfiehlt sich sich denn, um die Anrichte wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen?

    @Ottmar

    Kurz nach der Behandlung sieht die Anrichte schön aus, also so wie es gerne als fertiges Endprodukt hatte. Das Holz wirkt "frisch", leicht glänzend und das Furnier zeigt schöne "Muster". Die Anrichte sieht inzwischen natürlich besser als vor der Behandlung aus, ist ja auch schon einiges an "Dreck" runter. Nur ist es noch nicht zufriedenstellend.

    Über Vorschläge würde ich mich sehr freuen :emoji_slight_smile:
     

    Anhänge:

  6. edelres

    edelres ww-robinie

    Ballenmattierung

    Hallo Bateman,

    das Finsh dieser Moebel, bestand meist aus Ballenmattierung, ich arbeite solche Moebel meist dann in Ballenmattierung wieder auf. Dies ist immer eine fallbezogene Entscheidung die ich treffe, je nach Erhaltungsgrad des Originalfinishes. Bei sehr gut erhaltenem Finish genuegt ein hauchduenner Wachsauftrag.

    Es liegt jetzt an dir eine Entscheidung zu treffen, du kannst dich ja mal sachkundig machen, indem du Ballenmattierung googelst.

    Ballenmattierung ist nach meiner Ansicht eine der einfachsten Finishmethoden.

    Als Gedankenanstoss

    mfg

    Ottmar

    PS: Meine Eltern liessen sich 1928 eine Wohnzimmereinrichtung, von einem oertlichen Schreiner anfertigen,der gleiche Stil wie deine Anrichte nur in Eiche. In der damaligen Zeit, war es ueblich, dass z. B. Moebelfabriken die Moebel von einem oertlichen Schreiner fertigzustellen lassen. Oder Schreiner bezogen solche bis auf das Finish fertig gestellte Moebel von Fabriken. Die Moebel dieser Fabriken waren von guter Qualitaet.

    Auf dem einen Bild kann man die Konstruktionsform deutlich sehen. Ein aus einem streifenverleimten Massivholzkern, mit beidseitigem starken Absperrfurnier und beiseitigem Deckfurnier bestehend. Die Schreiner der dreissiger Jahre fertigten solche"Tischlerplatten" selbst an.
     
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