Abrichten mit der Tischkreissäge - auch so ?

raziausdud

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Hallo zusammen,

während des Schreibens im Thema "2-m Dielen "abrichten"... " ist mir eine Idee gekommen, die ich noch nie gehört, gesehen oder gelesen habe. Ich möchte die Idee hier mal näher vorstellen und möchte natürlich wissen, ob es denkbar , besser machbar und am besten schon von jemandem so gemacht wurde.

Vorweg: ich weiß, Abrichten am besten mit einer Maschine gleichen Namens, gut auch mit Handkreissäge und Schiene sowie Tischkreissäge mit großem Schiebetisch, einem Schiebebrett in der Tischnut oder einem Besäumbrett am Parallelanschlag sowie mit Frästisch und entsprechend zueinander versetzt eingestellten Anschlägen. Oder mit dem Handhobel.

Die Idee ist das Abrichten wie bei der Hobelmaschine, also mit der Aufnahme der abgerichteten Kante dort auf dem Aufnahmetisch. Oder wie am Frästisch mit den zueinander verstellten Anschlägen, wobei der zweite im Arbeitsablauf die gefräste Kante aufnimmt.

Ich hab dazu ein kleine Skizze gemacht, wie ich mir das vorstelle, links jeweils der Parallelanschlag (vielleicht für viele/manche verwirrend, aber bei meiner Tischkreissäge ist der zumeist link)s.
1. ein Brett mit der Stärke B wird genau um die Sägezahnbreite etwa halb zugeschnitten, Ergebnis Stärke A. A ist genau B plus Schnittbreite.
2. Das Brett umgekehrt anlegen und fixieren, Stärke A passt genau zwischen PA und Sägeblatt.
3. zeigt eine abzurichtende Leiste, sie wird um Sägeblattstärke reduziert und läuft nach dem Schnitt mit der entstandenen Schnittfläche genau am hinteren Teil der zugeschnittenen Führung entlang. Das "Brett" ist in der Skizze recht kurz geworden, je länger vorn und hinten desto besser natürlich die Führung für ein Werkstück.
100_2570.JPG
Das Ganze ist also im Grunde eine auf die Seite gelegte Abricht-Hobelmaschine, der Sägetisch entspricht dem Führungsanschlag des Hobels, das Sägeblatt übernimmt die Aufgabe der Messerwelle.

Mehr vorerst nicht. Kann ja sein, dass zig Leute hier aufstöhnen: Aaach, ein uralter Hut ... :emoji_wink: . Alles Weitere denke ich ergibt sich von selbst, so - oder so ...

Rainer
 
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michaelhild

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Ich denke das wird funktionieren.
Vorausgesetzt, das Brett ist gerade und bleibt es während das "Abrichtens auch. Ebenso besitzt es eine ausreichende Länge (Ähnlich Aufgabe + Abnahmetisch).
Die Druckverteilung auf das Werkstück müsste, ähnlich wie auf der Abrichthobelmaschine erfolgen.
 

JannikOS

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Hat man am Ende dann ein abgerichtetes Brett oder nur ein exakt paralleles? Vermute eher letzteres...
 

michaelhild

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Er sägt an einem Brett genau die Sägeblattstärke ab. Bis etwa zur Hälfte vom Brett.
Dann packt er dieses Brett bei NICHT verändertem Längsanschlag hinter das Sägeblatt und fixiert es.
Dieses dient dient nun als Anschlag fürs Werkstück. Im Grunde genau wie die Tische an ner Abrichte
 

JannikOS

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Er sägt an einem Brett genau die Sägeblattstärke ab. Bis etwa zur Hälfte vom Brett.
Dann packt er dieses Brett bei NICHT verändertem Längsanschlag hinter das Sägeblatt und fixiert es.
Dieses dient dient nun als Anschlag fürs Werkstück. Im Grunde genau wie die Tische an ner Abrichte
Ah, verstanden, danke. Das könnte klappen. Man müsste dann rechts irgendwie einen Federkamm oder ähnliches anbringen.

Gute Idee
 

Lorenzo

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Ich hätte da zwei Einwände: Erstens, nur weils ein bisschen verwirrend ist. @raziausdud in deinem Text steht unter Nummer eins: a = b + Schnittbreite, ich würd aber sagen b = a plus schnittbreite.
Was aber probematischer ist, und deswegen funktioniert die Methode nur bei relativ kurzen Sachen, oder dein Brett AB Brett muss sehr lang sein: Das Brett das du Abrichten willst, bzw. eine sauber gefügte Kante bekommen soll ist ja vermutlich nicht schon schnurgerade. Die wie auch immer geartete Ungeradheit bekommst du nur raus wenn das Brett zu einem sehr großen Teil am AB Brett anliegen kann. Wie halt auch beim Abrichten oder fügen an der Hobelmaschine auch. Bei der Abrichte hast du aber den Vorteil dass die Schwerkraft in Richtung schneidendes Werkzeug zeigt, bei der Kreissäge wirst du bei längeren Teilen das Problem haben dass du keinen Tisch mehr hast an dem das Werkstück aufliegt, und gleichzeitig aber noch seitlich gegen den Anschlag drücken musst. Das stell ich mir ziemlich fummelig vor.
Und bei recht kleinen Teilen hast du das Problem dass die Lücke zwischen "Aufgabeanschlag" und "Abnahmeanschlag" groß ist, weil ein Sägeblatt halt doch mehr Platz brauch als ne Hobelwelle.
Also ich denk es is theoretisch möglich, praktisch is aber dann ein Besäum
brett am PA entlang führen die deutlich einfachere Variante, und auch die die ich vor dem lesen dieses Themas im anderen vorgeschlagen hab.
P.S.: mit diesem AB Brett kriegt man auch nur kleine Buckel raus, bei der Abrichte kann man ja die Spanabnahme einstellen, und bei recht buckeligen Brettern sollte man auch mit viel Spanabnahme arbeiten, damit man schnell ne neu geschaffene Auflagefläche oder wenigstens -punkte hat die am Abnahmetisch aufliegen können. Sonst verliert man durch das Gewackel mehr Holz als nötig.
 
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