Öl & Schneiden für Bubinga

v8yunkie

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Hallo,
ich habe während unseres Holland-Urlaubs ein paar Stücke Bubinga ergattert. Damit möchte ich ein Grabkreuz herstellen. Habt Ihr eine Empfehlung, welche Oberflächenbehandlung hierfür geeignet ist? Und zwar so, dass das Holz möglichst nicht vergraut, bzw. das man es durch regelmäßige Nachbehandlung davor schützen kann. Darf gerne anfeuern.

Dann noch eine Frage: In Zusammenhang mit Bubinga werden immer stellit-bestückte Sägeblätter genannt... ist das nur ein Markennamen oder tatsächlich was Anderes als hartmetall-bestückte Sägeblätter?

Danke und Gruss,
Thomas
 

carsten

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Hallo

Bubinga gehört leider auch zu den sehr ausdruckstarken Hölzern die unter Lichteinfluss sehr schnell ihre Farbe verlieren.
Zudem reagiert es wie Eiche dank Gerbsäure mit Eisen und Feuchtigkeit.
Stellite und HM ist weitgehend gleich ( zumindest für mich als Holzwurm) die Metaller machen da sehr deutliche Unterschiede, schon vom Produktionsprozess gesehen.
 

ChrisOL

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Für die überschaubaren Schnitte würde ich mir kein neues Sägeblatt holen. Mit HM kann man das schon schneiden.
 

Sebl

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Ich hab hier einen e-bass-hals aus bubinga. So gleichmäßig braun wie der ist, ist er sicher gebeizt und transparent überlackiert.
Das hilft dir zwar nicht für ein direktes Produkt aber untermauert die These mit dem ausbleichen von vielen solchen hölzern.
 

v8yunkie

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Also, noch ein Versuch... hoffentlich sind die Oberflächenbehandlungs-Profi's jetzt aus dem Urlaub zurück :emoji_wink:

Ich suche immer noch einen Tip für eine Oberflächenbehandlung für ein Holzkreuz aus Bubinga, das möglichst lange vor Vergrauen schützt, sodaß meine Mutter das Kreuz nicht allzu oft übers Jahr nachölen muss. Nehm ich handelsübliches Teak-Öl oder gibt es das was besonders gutes oder besseres?

Vielen Dank für Eure Tips!

Gruss,
Thomas
 

magmog

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Hallo

Bubinga gehört leider auch zu den sehr ausdruckstarken Hölzern die unter Lichteinfluss sehr schnell ihre Farbe verlieren.
Zudem reagiert es wie Eiche dank Gerbsäure mit Eisen und Feuchtigkeit.
Stellite und HM ist weitgehend gleich ( zumindest für mich als Holzwurm) die Metaller machen da sehr deutliche Unterschiede, schon vom Produktionsprozess gesehen.

Guuden,

da ist doch schon Deine Antwort.
Es kann evtl. noch mit eingefärbtem Öl gepflegt werden, ein paar wenige mal/Jahr,
ohne viel Aufwand. Mit einem Schwamm einmal drüber und wieder gut für ein paar Monate.
Öle für draußen wissen andere zu empfehlen.
 

v8yunkie

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Hallo Justus... ich verstehe vielleicht die Antwort nicht ganz. Aber ich suche eine konkrete Produktempfehlung.
 

hobbybohrer

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Hallo,
Hartholzöl plus Pigmente als UV-Schutz. Man kann ja den gewünschten Farbton als Pigment nehmen. Ich verwende seit Jahren Produkte von Kreidezeit, im örtlichen Öko-Bau-Handel oder diversen online-shops preisgleich zu beziehen. Holz nur mit Öl behandeln vergraut unter Garantie. Dagegen kann die Mutter gar nicht nachpflegen. Meine Empfehlung,
Grüße Richard
 

seschmi

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Es gibt von praktisch jedem Hersteller von Holzölen ein Produkt für außen, üblicherweise als Gartenmöbelöl oder Terrassenöl bezeichnet. Natural nennt die Öle für außen aus irgendwelchen Gründen „Lasur“.

Als Hersteller würden mir spontan Osmo, Natural, Biopin, Auro einfallen, es gibt aber sicher noch mehr. Es gibt von WinfriedM umfangreiche Tests, ich habe selbst va Erfahrungen mit Biopin Gartenmöbelöl Teak, das funktioniert gut (auf Fichte). Die Rezepturen sind auch alle ähnlich.

Die Farbtöne sind meist nach Holzarten benannt, was aber nicht bedeutet, dass sie nur für dieses Holz sind. Wenn Du den Bubinga-Farbton erhalten willst, brauchst du vermutlich irgendwas in Richtung Teak oder Palisander. Du solltest es halt auf einem Reststück ausprobieren, manchmal kommen die Farben komisch raus.

Dann einmal richtig ölen (nach Anleitung) und später ab und zu mit einem Marmeladenglas und Lappen zum Grab, etwas Öl auf den Lappen und einmal drüberwischen. Da reichen dann jeweils ein paar Tropfen auf dem Lappen, das dauert keine Minute.
 

Dusi

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Ich glaube, was man dir sagen will ist, dass das Vergrauen nicht wirklich zu verhindern ist. Nach einiger Zeit, wir das Kreuz also die Farbe der Pigmente annehmen, die in dem Öl sind. Nun gibt es kein Öl meines Wissens, dass Bubinga Holz versucht nachzuempfinden. Ich würde also ein Holzöl im Farbton, Teak (wahrscheinlich zu rötlich, geht gerne ins Orange), Palisander (vieleicht tendeziell zu dunkel) oder Bankirai (wahrscheinlich zu wenig rötlich sondern mehr braun) aussuchen. Und dann muss deine Mutter in den ersten Jahren 2 mal, später dann einmal im Jahr das Kreuz nachbearbeiten. Das geht aber wie schon gesagt schnell.. .einfach mit einem Schwamm das Kreuz einmal mit dem Öl "abwischen".

Welches Öl man da nimmt ist wohl eher zweitrangig, wenn es für Außen geeignet ist.
 
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