Ältere Schraubzwingen: Rost, Schutzkappen

MTrp

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Ich plane ev. ein Sammlung an gebrauchten Schraubzwingen in meiner Nähe zu kaufen. Auf den Fotos der Announce sieht man, dass ein Teil der Zwingen recht rostige Stangen hat:

Seht Ihr das hinsichtlich Beweglichkeit als auch Verschmutzung von Werkstücken als problematisch?
Womit würdet Ihr solche Zwingen aufarbeiten?
Bildschirmfoto 2026-04-23 um 12.48.11.jpg

Die Zwingen haben keine Schutzauflagen:

Was hat sich für Euch als Schutz besonders bewährt und wie beugt Ihr Leimanhaftungen auf diesen vor? Ich habe mal bei ein paar sehr großen Zwingen mit PUR-Kleber Kork aufgeklebt und mit Hartwachsöl behandelt, habe sie aber noch viel zu wenig verwendet um sagen zu können, ob sich das bewährt.

Bei meinem aktuellen Bestand neuwertiger Bessey-Zwingen sind die Kunststoff-Schutzkappen vom Hersteller vorhanden, fallen aber häufig ab, was ich recht nervig finde. Was hat sich für Euch als Kleber zum Fixieren bewährt, so dass die Kappen ggf. aber auch mal ohne großem Aufwand ersetzt werden können?
 

civil engineer

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Seht Ihr das hinsichtlich Beweglichkeit als auch Verschmutzung von Werkstücken als problematisch?
Womit würdet Ihr solche Zwingen aufarbeiten?
Ich habe bereits viele angerostete und verdreckte (teils Betonreste) Zwingen mit Topfbürste in der Bohrmaschine aufgearbeitet. An schwer zugänglichen Stellen ab und an mal mit der Stahlbürste von Hand nachgearbeitet.
 

Manuel_

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Als ich mir mal so ein Konvolut gekauft habe, habe ich den Rost mit der Stahlbürste abgebürstet und die Spindeln geölt, an den Schienen nichts weiter gemacht.

Die Kappen habe ich mir aus TPU gedruckt, die meisten halten so, wenn ich zu faul war sie genau anzupassen mit Heißkleber befestigt.


Bisher hat sich beides bewährt.
 

fried.chycken

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Ich hab einen Haufen geerbte, teils rostige Zwingen. Ich bürste und schmiere nur die Spindeln leicht und verwende sie mit Zulagen aus Holz, ohne Schutzkappe. Der Rest der zwinge wird nur gebürstet... Einreiben mit einem Lappen mit etwas Leinölfirnis geht auch gut und schützt, ohne abzufärben (nicht auf die Spindel!)
Kommt auf den Preis an ob sich das Konvolut lohnt...
 

Heener

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Mir fehlen meist Zwingen zwischen 30 und 80cm, da muss ich auch mal nachkaufen.
Zulagen habe ich aus Sperrholz, die ich bei Bedarf aufschiebe und mit einem Gummi sichere
 

Micha83

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Habe auch diverse ältere Zwingen. An den Schienen hab ich noch nie was gemacht.
Nur Spindel und Teller mit Öl schmieren.
Sonst nix.
Du kannst davon ausgehen, das die Zwingen mit den fast unbeschädigten roten Griffen, eher der unteren Preiskategorie angehören.
Man kann damit arbeiten, Freude kommt keine auf.
Also knapp 50 Prozent Billigramsch, 25 Prozent sind alt, deformiert und verbraucht,
25 Prozent ist wahrscheinlich in Ordnung und problemlos verwendbar..
Für so ein Konvolut würde ich kein Geld ausgeben.
Grüße Micha
 
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Mathis

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Was hat sich für Euch als Kleber zum Fixieren bewährt, so dass die Kappen ggf. aber auch mal ohne großem Aufwand ersetzt werden können?
Bei mir gings gut mit doppelseitigem Klebeband, vulgo Teppichklebeband. Sicher gibt inzwischen besseres auf Schaumbandbasis, dürfte noch besser halten als das sehr dünne TKLb.
 

JuYou

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Auf jeden Fall nicht so machen wie ich neulich: fein säuberlich mit der Stahlbürstenrolle auf der Ständerbohrmaschine die Stangen zum glänzen bringen und dann mit Silbergleit satt einreiben. Jetzt halten manche nicht mehr :emoji_nerd:
 

hainwerker

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Habe auch diverse ältere Zwingen. An den Schienen hab ich noch nie was gemacht.
Nur Spindel und Teller mit Öl schmieren.
Sonst nix.
Du kannst davon ausgehen, das die Zwingen mit den fast unbeschädigten roten Griffen, eher der unteren Preiskategorie angehören.
Man kann damit arbeiten, Freude kommt keine auf.
Also knapp 50 Prozent Billigramsch, 25 Prozent sind alt, deformiert und verbraucht,
25 Prozent ist wahrscheinlich in Ordnung und problemlos verwendbar..
Für so ein Konvolut würde ich kein Geld ausgeben.
Grüße Micha
Ich finde schon, dass man da ein bisschen Geld für ausgeben kann. Die älteren werden mit etwas Liebe ihren Dienst sicher ordentlich tun, die günstigen braucht man nur, wenn man noch keine anderen hat. Um schnell mal etwas zu fixieren und für kleine Teile finde ich die billigen manchmal ganz nett, weil sie quasi nix wiegen. Die sind halt eher zum fixieren und nicht zum pressen, das ist klar.
Aber knapp 25 Zwingen sind knapp 25 Zwingen...
 

Micha83

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Wenn ich mir das Bild ansehe, sind bei einigen älteren Zwingen die Griffe nicht parallel zur Schiene, das heißt, die sind krumm und man bekommt den Druck nicht mehr gerade auf die Fläche.
Da gibt's nichts schon zu reden.
 

uwe_

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Auf jeden Fall nicht so machen wie ich neulich: fein säuberlich mit der Stahlbürstenrolle auf der Ständerbohrmaschine die Stangen zum glänzen bringen und dann mit Silbergleit satt einreiben. Jetzt halten manche nicht mehr :emoji_nerd:
genau, den Fehler hab ich auch schon mal gemacht. Bei guten Zwingen sind ja extra Rillen drin, damit die halten.
Also auf keinen Fall die Stangen glätten/ölen!
 

willyy

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habe gerade eben gebrauchte Zwingen aus KA gewaschen, die schon gut "verbazt" waren.
Die Spindeln und Kugelköpfe hatte ich vor 2 Wochen schon mit Fett geschmiert und paar mal hin und her gedreht, so dass das Fett innen gut verteilt ist.

Heute in der Babybadewanne ca. 1 h in handwarmem Wasser eingelegt mit 3 Stropfen Spüli.

vorher.jpg
Auf den Fotos omemn die Leimreste nicht gut raus.

Babybadewanne.jpg

Nach dem Einweichen mit Schraubendreher / Daumennagel und grünem Schleifvlies alles abgeschrubbt, auch die Griffe.
Das ging wesentlich besser als erwartet. Hatte gedacht das rostet gleich bzw. die Griffe leiden. War aber gar nicht schlimm.

fertig.jpg

fertig Detail.jpg
Der Zink der Schienen ist noch gut, da mache ich gar nichts dran.
Sie liegen jetzt in der Sonne un trocknen. Alle Stunde schraube ich die Spindeln einmal rein bzw raus, dass das Wasser innen rauskommt.
Werden dann nochmal nachgefettet.
 

kberg10

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Auf jeden Fall nicht so machen wie ich neulich: fein säuberlich mit der Stahlbürstenrolle auf der Ständerbohrmaschine die Stangen zum glänzen bringen und dann mit Silbergleit satt einreiben. Jetzt halten manche nicht mehr :emoji_nerd:
Bloß kein Öl oder anderwertiges Geschmiere an die Schienen bringen.
Die verzinkten Schienen neigen auch schon mal zum Rutschen, da hilft nur alle 30 mm ein Loch in die Schiene bohren und den einen Nagel durchstecken. Ein alkalisches Reinigungsmittel könnte das Zink griffiger machen, aber dann glänzt die Schiene nicht mehr sonder ist nur grau.
Zu den verbogenen und verdreht Griffen, den Temperguss kann man am Schraubstock wieder gerade richten. Temperguss ist eher gutmütig.
Hab auch schon Schienen umgedreht wenn sie verbogen waren.
 

MTrp

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Aus gegebenem Anlass grabe ich diesen Thread nochmal aus:

Ich habe vor ein paar Monaten auf Tiefspann-Schraubzwingen 3mm dicke Korkplättchen mittels PUR-Kleber als Schutzauflagen aufgeklebt. Damit Leim möglichst wenig haften bleibt, habe ich auf den Kork noch ein flüssiges Bienenwachs-Produkt von Bondex aufgetragen. So weit, so gut. Gestern habe ich diese Zwingen erstmals wieder verwendet bei einem Werkstück aus Dekorspanplatten, und dabei ist ein seltsames Problem aufgetreten: Der Kork blieb auf der (eigentlich ja sehr glatten) Dekorplatte regelrecht kleben. Beim Ablösen ist auch einiges vom Kork haften geblieben, der sich auch nicht so leicht entfernen hat lassen. Mittels Einweichen mit Isopropanol ging es dann aber.

Hat jemand eine Idee, was hier das Problem ist? Für das aktuelle Projekt ist es nicht tragisch, weil es eh nur etwas für die Werkstatt ist und Dekorspan einiges aushält und darauf eine rückstandloses Entfernen möglich war. Aber bei einem schönen Möbelstück aus Massivholz …

IMG_7910.jpeg
 

Johannes

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Hallo,
ich halte Kork in diesem Fall für eher ungeeignet. Ich klebe dünne Pappel Sperrholz Stückchen mit doppelseitigem Klebeband auf, das ist homogener. Die kann ich dann bei Bedarf wechseln.

Es grüßt Johannes
 

predatorklein

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Wenn ich mir das Bild ansehe, sind bei einigen älteren Zwingen die Griffe nicht parallel zur Schiene, das heißt, die sind krumm und man bekommt den Druck nicht mehr gerade auf die Fläche.
Da gibt's nichts schon zu reden.
Moin

Auch wenn der Beitrag älter ist , trifft er es auf den Punkt .

Wir kaufen nur noch gebrauchte Bessey Zwingen .
Fast immer nur größere Mengen , die gehen im Bekanntenkreis weg wie warme Semmeln .

Und die kriegt man momentan echt günstig , oft für 1/3 des Neupreises .
Oder sogar noch günstiger .

Bei den langen Zwingen sind oft die Schienen verzogen , merkt man sofort , wenn man die Zwingen zusammenschiebt .
Bei Bessey kucken wir auch , dass wir nur Zwingen vom Modell " TGK " kaufen , egal ob mit Holzgriff oder 2 K Griff .
Wir fahren auch max. 50 km weit , bei Schreinerauflösungen oder bei Zimmermännern sind oft zu viele Zwingen verhunzt .

Weiter weg fahren wir nicht mehr , zu oft stimmen die Angaben der Verkäufer zum Modell nicht oder die Schienen sind extrem verhunzt .
Macht keinen Spaß :emoji_frowning2:

Bei Fräsern oft das gleiche Spiel , man fährt wo hin und dann fehlen bei einem Konvolut von 25 Fräsern schon 5 Stück .

Und immer sind es die Schwenkmesserköpfe , die Profilmesserköpfe mit 30 Messern , die Verstellnuter mit Gewindebuchse .
Also immer Fräser , die man gut hätte selbst gebrauchen können oder die man einem Kollegen gegeben hätte .
Nervt echt :emoji_rage:

Gruß
 

MTrp

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Ich denke mittlerweile auch, dass das Bienenwachs-Produkt die Problemursache sein wird. Seltsam, weil der sich der Kork eigentlich völlig trocken und unauffällig anfühlt.
 
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