Kleine Fragen, schnelle Antworten

MarcBerlin

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Bekommt man ohne Schleifen mit einer Dünnschichtlasur einen Farbwechsel hin? Will mir die Schleiferei durch alle Fugen etc. lieber sparen.
Mein Tipp: Lass es lieber. Lasierend hell auf dunklem Grund sieht fast immer Kacke aus. Hab auch schon so Versuche hinter mir. Beim lasierend Arbeiten auch immer den Untergrund genau prüfen: So wie das aussieht kann ich mir vorstellen, dass es durchaus recht unterschiedlich saugende Bereiche gibt. Das führt dann zwangsläufig zu einem etwas scheckigen Ergebnis. Ich sehe 4 mögliche Ausgänge der Geschichte:
  1. Du überzeugst die Regierung, dass das okay so ist. Versuch mal an einer Stelle mit einem öligen Lappen drüber zu wischen. Wird vermutlich etwas farbauffrischend wirken. Wird dadurch zwar null heller, aber vllt. einfach bissl hübscher. Die Regierung merkt, dass Du auf sie eingegangen bist und eine Verbesserung herbeiführen möchtest und es fällt ihr leichter, Verständnis dafür aufzubringen, dass der Aufwand im Rahmen bleiben muss.
  2. Du schlägst alle Warnungen in den Wind, gibst dem Druck der Regierung unwidersprochen nach und versuchst eine helle Lasur. Ihr merkt dass es K**ke aussieht, aber die Zeit für das Projekt ist rum und ihr lebt mit dem mäßigen Ergebnis. "Das guckt sich weg"
  3. Ihr nehmt Euch die Zeit und Du lackierst es deckend mit dem entsprechenden Aufwand für die Vorarbeiten.
    1. Bei dem Profilholz gar nicht mal so trivial, dass das an den Verbindungen auch über die Jahre gut aussieht: Entweder schrumpfen die im Anschluss noch und es kommt überall ein feiner, dunkler Streifen zum Vorschein. Oder sie quellen und stauchen den Lack etwas, der sich him Bereich der Fugen dann wirft (eine Kombi aus beidem ist auch möglich)
    2. Obendrein gibt es das Problem der Seitenverleimung: Es kann sein, dass immer so 3 oder mehr Bretter durch den Lack in Nut und Feder miteinander verklebt werden. Der Schrumpf erfolgt dann in weniger Fugen, dafür umso größer (addiert sich). Sieht besonders hübsch aus.
    3. Die beschriebenen Gefahren lassen sich allerdings durch einen eher schwach bindenden, elastischen Öllack minimieren wenn nicht sogar ganz verhindern. Ein modernen PU-Wasserlack dagegen ist der Garant für diese Probleme. Gilt im Übrigen natürlich auch für Lasuren auf der selben Basis!
  4. Wie 2., jedoch Ihr beschließt, nicht mit dem mäßigen Ergebnis leben zu können und springt zu Punkt 3.
Die Reihenfolge ist mit aufsteigendem Aufwand: Ich schätze von ein Tag für 1. (ein halber fürs ölen und eine halber für die Überzeugungsarbeit) bis eine Woche für 4. Lass uns gerne wissen, welche Variante es geworden ist!
 

magmog

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Mein Tipp: Lass es lieber. Lasierend hell auf dunklem Grund sieht fast immer Kacke aus. Hab auch schon so Versuche hinter mir. Beim lasierend Arbeiten auch immer den Untergrund genau prüfen: So wie das aussieht kann ich mir vorstellen, dass es durchaus recht unterschiedlich saugende Bereiche gibt. Das führt dann zwangsläufig zu einem etwas scheckigen Ergebnis. Ich sehe 4 mögliche Ausgänge der Geschichte:
  1. Du überzeugst die Regierung, dass das okay so ist. Versuch mal an einer Stelle mit einem öligen Lappen drüber zu wischen. Wird vermutlich etwas farbauffrischend wirken. Wird dadurch zwar null heller, aber vllt. einfach bissl hübscher. Die Regierung merkt, dass Du auf sie eingegangen bist und eine Verbesserung herbeiführen möchtest und es fällt ihr leichter, Verständnis dafür aufzubringen, dass der Aufwand im Rahmen bleiben muss.
  2. Du schlägst alle Warnungen in den Wind, gibst dem Druck der Regierung unwidersprochen nach und versuchst eine helle Lasur. Ihr merkt dass es K**ke aussieht, aber die Zeit für das Projekt ist rum und ihr lebt mit dem mäßigen Ergebnis. "Das guckt sich weg"
  3. Ihr nehmt Euch die Zeit und Du lackierst es deckend mit dem entsprechenden Aufwand für die Vorarbeiten.
    1. Bei dem Profilholz gar nicht mal so trivial, dass das an den Verbindungen auch über die Jahre gut aussieht: Entweder schrumpfen die im Anschluss noch und es kommt überall ein feiner, dunkler Streifen zum Vorschein. Oder sie quellen und stauchen den Lack etwas, der sich him Bereich der Fugen dann wirft (eine Kombi aus beidem ist auch möglich)
    2. Obendrein gibt es das Problem der Seitenverleimung: Es kann sein, dass immer so 3 oder mehr Bretter durch den Lack in Nut und Feder miteinander verklebt werden. Der Schrumpf erfolgt dann in weniger Fugen, dafür umso größer (addiert sich). Sieht besonders hübsch aus.
    3. Die beschriebenen Gefahren lassen sich allerdings durch einen eher schwach bindenden, elastischen Öllack minimieren wenn nicht sogar ganz verhindern. Ein modernen PU-Wasserlack dagegen ist der Garant für diese Probleme. Gilt im Übrigen natürlich auch für Lasuren auf der selben Basis!
  4. Wie 2., jedoch Ihr beschließt, nicht mit dem mäßigen Ergebnis leben zu können und springt zu Punkt 3.
Die Reihenfolge ist mit aufsteigendem Aufwand: Ich schätze von ein Tag für 1. (ein halber fürs ölen und eine halber für die Überzeugungsarbeit) bis eine Woche für 4. Lass uns gerne wissen, welche Variante es geworden ist!


…….so Leid es mir tut, Marc B hat zu 100% recht!
Wenn’s dann doch passieren muss, folge @happyc
 

Fastdarkness

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Hallo an alle Drechsler.
Ich habe die Möglichkeit an eine Güde GDM1000 für knapp 120€ zu kommen.
Ist das ein allgemein passendes Angebot?
Genutzt soll sie zu gelegentlichen Drechselarbeiten. Keine Serienfertigung oder riesige Werkstücke.
Es soll Zubehör dabei sein, was und in welchem Umfang kann ich derzeit nicht sagen.

Für Antworten wäre ich dankbar.
 

Guido_CH

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Hallo an alle Drechsler.
Ich habe die Möglichkeit an eine Güde GDM1000 für knapp 120€ zu kommen.
Ist das ein allgemein passendes Angebot?
Genutzt soll sie zu gelegentlichen Drechselarbeiten. Keine Serienfertigung oder riesige Werkstücke.
Es soll Zubehör dabei sein, was und in welchem Umfang kann ich derzeit nicht sagen.

Für Antworten wäre ich dankbar.
Hallo,

vorweg: ich kenne die Drechselbank nicht, kann mich nur auf Bilder und technische Angaben beziehen. Wenn sich jemand meldet, der die Maschine zumindest kennt oder sogar hat, dann hör auf ihn!

Ich habe eine kleine Tischdrechselbank mit 750 W, 3 Riemenstufen und FU (die Kombination gibt Drehmoment, wo nötig), Spitzenweite irgendwas um die 350 mm (zzgl. Bankverlängerung) und einem Gesamtgewicht von 45 kg. Damit kann ich erstaunlich viel machen.
Der Preis des Zubehörs hat inzwichen den Preis der Maschine deutlich überschritten.

Meine Meinung:
Für gelegentliche Sachen sollte die Maschine eigentlich locker reichen.
Zu ein paar wichtigen Aspekten:
- die stufenlose Drehzahlregelung (Drehzahlwechsel nur durch Riemen umlegen ist ätzend).
- Schade finde ich, dass es keine Mehrstufigkeit gibt, wo man den Riemen umlegt: die Maschine wird bei größeren Durchmessern vermutlich arg wenig Drehmoment haben. Größere Schalen damit zu drechseln, braucht wahrscheinlich Geduld (aber möglich ist es)
- Die MK2-Aufnahme ist wichtig für Zubehör
- Das Gewicht finde ich für die Größe arg wenig: größere Unwucht lässt das Teil wandern.
- Die Spannweite ist schön, falls Du z.B. Stuhlbeine oder Geländerstäbe drechseln willst.
- Die Spitzenhöhe geht in Ordnung, mehr ist bei 550 W eh nicht sinnvoll.

Für die Besichtigung:
- schau, ob das Bett stabil und verwindungssteif ist. Das ist alles entscheidend. Wenn sich das beim Drechslen verwindet, macht es keinen Spaß und ist potentiell gefährlich (weil die Gefahr des Einhakens steigt)
- wichtig ist, was für Zubehör dabei ist, und ob es was taugt. Was Du auf jeden Fall brauchst: Mitnehmer (war bei der Drechselbank dabei), Vierbackenfutter mit mind. 1 Satz Backen (besser mehrere mit verschiedenenm Durchmesser zum Wechseln), mind 1 Drechselröhre, besser mehrere. Planscheibe ist gut (war eh bei der Drechselbank dabei)

Wenn die Bank in gutem Zustand ist und das nötigste Zubehör dabei ist, dass Du loslegen kannst, ist das ein ziemlich konkurrenzloser Einstieg in das Hobby. Alleine ein brauchbares Vierbackenbohrfutter kostet ca. 150 EUR, eine Röhre oder ein Meißel ab 40 / 45 EUR.

Aber ACHTUNG: "Einstieg" ist ernst gemeint - Drechseln macht süchtig, und für Zubehör kann man viel Geld ausgeben :emoji_slight_smile:
 

Blacy

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Mein Tipp: Lass es lieber. Lasierend hell auf dunklem Grund sieht fast immer Kacke aus. Hab auch schon so Versuche hinter mir. Beim lasierend Arbeiten auch immer den Untergrund genau prüfen: So wie das aussieht kann ich mir vorstellen, dass es durchaus recht unterschiedlich saugende Bereiche gibt. Das führt dann zwangsläufig zu einem etwas scheckigen Ergebnis. Ich sehe 4 mögliche Ausgänge der Geschichte:
  1. Du überzeugst die Regierung, dass das okay so ist. Versuch mal an einer Stelle mit einem öligen Lappen drüber zu wischen. Wird vermutlich etwas farbauffrischend wirken. Wird dadurch zwar null heller, aber vllt. einfach bissl hübscher. Die Regierung merkt, dass Du auf sie eingegangen bist und eine Verbesserung herbeiführen möchtest und es fällt ihr leichter, Verständnis dafür aufzubringen, dass der Aufwand im Rahmen bleiben muss.
  2. Du schlägst alle Warnungen in den Wind, gibst dem Druck der Regierung unwidersprochen nach und versuchst eine helle Lasur. Ihr merkt dass es K**ke aussieht, aber die Zeit für das Projekt ist rum und ihr lebt mit dem mäßigen Ergebnis. "Das guckt sich weg"
  3. Ihr nehmt Euch die Zeit und Du lackierst es deckend mit dem entsprechenden Aufwand für die Vorarbeiten.
    1. Bei dem Profilholz gar nicht mal so trivial, dass das an den Verbindungen auch über die Jahre gut aussieht: Entweder schrumpfen die im Anschluss noch und es kommt überall ein feiner, dunkler Streifen zum Vorschein. Oder sie quellen und stauchen den Lack etwas, der sich him Bereich der Fugen dann wirft (eine Kombi aus beidem ist auch möglich)
    2. Obendrein gibt es das Problem der Seitenverleimung: Es kann sein, dass immer so 3 oder mehr Bretter durch den Lack in Nut und Feder miteinander verklebt werden. Der Schrumpf erfolgt dann in weniger Fugen, dafür umso größer (addiert sich). Sieht besonders hübsch aus.
    3. Die beschriebenen Gefahren lassen sich allerdings durch einen eher schwach bindenden, elastischen Öllack minimieren wenn nicht sogar ganz verhindern. Ein modernen PU-Wasserlack dagegen ist der Garant für diese Probleme. Gilt im Übrigen natürlich auch für Lasuren auf der selben Basis!
  4. Wie 2., jedoch Ihr beschließt, nicht mit dem mäßigen Ergebnis leben zu können und springt zu Punkt 3.
Die Reihenfolge ist mit aufsteigendem Aufwand: Ich schätze von ein Tag für 1. (ein halber fürs ölen und eine halber für die Überzeugungsarbeit) bis eine Woche für 4. Lass uns gerne wissen, welche Variante es geworden ist!

Danke euch für die ehrliche Rückmeldung, hatte das so auch schon vermutet. Muss die Regierung in Schutz nehmen, außer Beratung habe ich mit der Geschichte nichts zu tun :emoji_slight_smile:

Wir könnten das natürlich auch direkt jetzt tauschen lassen. Aber nur wegen der Farbe finde ich das übertrieben und auch recht teuer.

Es wird wohl auf säubern und mit dem selben Farbton nochmal streichen rauslaufen. Sollten wir uns doch wieder jeder Vernunft für einen deckenden Anstrich entscheiden, gibt es da eine Empfehlung? Osmo Landhausfarbe oder Sikkens Wetterschutzfarbe z.B.?
 

Urbexopa

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Ich habe ja letztens einige Hobel im Konvult gekauft , unter anderem ist da ein Ulmia dabei mit einem abgerundeten Eisen.
Wofür gebraucht man diese?
20261105_121921.jpg
 

Fastdarkness

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Hallo,

vorweg: ich kenne die Drechselbank nicht, kann mich nur auf Bilder und technische Angaben beziehen. Wenn sich jemand meldet, der die Maschine zumindest kennt oder sogar hat, dann hör auf ihn!

Ich habe eine kleine Tischdrechselbank mit 750 W, 3 Riemenstufen und FU (die Kombination gibt Drehmoment, wo nötig), Spitzenweite irgendwas um die 350 mm (zzgl. Bankverlängerung) und einem Gesamtgewicht von 45 kg. Damit kann ich erstaunlich viel machen.
Der Preis des Zubehörs hat inzwichen den Preis der Maschine deutlich überschritten.

Meine Meinung:
Für gelegentliche Sachen sollte die Maschine eigentlich locker reichen.
Zu ein paar wichtigen Aspekten:
- die stufenlose Drehzahlregelung (Drehzahlwechsel nur durch Riemen umlegen ist ätzend).
- Schade finde ich, dass es keine Mehrstufigkeit gibt, wo man den Riemen umlegt: die Maschine wird bei größeren Durchmessern vermutlich arg wenig Drehmoment haben. Größere Schalen damit zu drechseln, braucht wahrscheinlich Geduld (aber möglich ist es)
- Die MK2-Aufnahme ist wichtig für Zubehör
- Das Gewicht finde ich für die Größe arg wenig: größere Unwucht lässt das Teil wandern.
- Die Spannweite ist schön, falls Du z.B. Stuhlbeine oder Geländerstäbe drechseln willst.
- Die Spitzenhöhe geht in Ordnung, mehr ist bei 550 W eh nicht sinnvoll.

Für die Besichtigung:
- schau, ob das Bett stabil und verwindungssteif ist. Das ist alles entscheidend. Wenn sich das beim Drechslen verwindet, macht es keinen Spaß und ist potentiell gefährlich (weil die Gefahr des Einhakens steigt)
- wichtig ist, was für Zubehör dabei ist, und ob es was taugt. Was Du auf jeden Fall brauchst: Mitnehmer (war bei der Drechselbank dabei), Vierbackenfutter mit mind. 1 Satz Backen (besser mehrere mit verschiedenenm Durchmesser zum Wechseln), mind 1 Drechselröhre, besser mehrere. Planscheibe ist gut (war eh bei der Drechselbank dabei)

Wenn die Bank in gutem Zustand ist und das nötigste Zubehör dabei ist, dass Du loslegen kannst, ist das ein ziemlich konkurrenzloser Einstieg in das Hobby. Alleine ein brauchbares Vierbackenbohrfutter kostet ca. 150 EUR, eine Röhre oder ein Meißel ab 40 / 45 EUR.

Aber ACHTUNG: "Einstieg" ist ernst gemeint - Drechseln macht süchtig, und für Zubehör kann man viel Geld ausgeben :emoji_slight_smile:
Zubehör besteht aus 3 Reitstöcken, ein paar Eisen, Planscheibe, Ersatzkurbel und Spitzen. Ich denke da schlage ich zu.
 

Dutrag

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Danke euch für die ehrliche Rückmeldung, hatte das so auch schon vermutet. Muss die Regierung in Schutz nehmen, außer Beratung habe ich mit der Geschichte nichts zu tun :emoji_slight_smile:

Wir könnten das natürlich auch direkt jetzt tauschen lassen. Aber nur wegen der Farbe finde ich das übertrieben und auch recht teuer.

Es wird wohl auf säubern und mit dem selben Farbton nochmal streichen rauslaufen. Sollten wir uns doch wieder jeder Vernunft für einen deckenden Anstrich entscheiden, gibt es da eine Empfehlung? Osmo Landhausfarbe oder Sikkens Wetterschutzfarbe z.B.?
Ich verwende Osmo Landhausfarbe für einen Spielturm. Am Wochenende kann ich versuchen genauere Bilder zu machen, wenn du möchtest. Deckkraft ist recht stark, wenn mit der Rolle aufgetragen, grüne Flecken wurden sehr gut vom Gelb überdeckt (siehe in meinem aktuell letzten Beitrag https://www.woodworker.de/forum/threads/ein-weiterer-spielturm-platz.140484/#post-1299597 ). Aber das ist Landhausfarbe auf Landhausfarbe, ob und wie es mit anderem Untergrund funktioniert, kann ich nicht sagen.
 

flüsterholz

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Von den Bildern her sieht er auf den ersten Blick gut aus. 50mm finde ich persönlich auch eine gute Breite. Lieber noch schmäler. Ist aber Geschmackssache. Sohle ist noch plan? Ist nicht so ganz eindeutig von den Bildern her.
 

MarcBerlin

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Osmo Landhausfarbe oder Sikkens Wetterschutzfarbe z.B.?
Erstere ist eine Ölfarbe. Sollte also die beschriebenen Probleme verhindern oder zumindest minimieren.
Das Sikkens-Produkt dagegen ist ein Acry-Wasserlack. Passt thematisch ganz gut zu diesem Thread, wo es (u.a.) um Acrylate vs. Polyurethane ging. Hier setzt Sikkens z.B. au gutem Grund auf die elastischeren Acrylate. Dennoch halte ich einen Öllack für deutlich geeigneter.
Aber das ist Landhausfarbe auf Landhausfarbe, ob und wie es mit anderem Untergrund funktioniert, kann ich nicht sagen.
Öllacke sind wenig kritisch in der Haftung, wenn der Untergrund ein wenig rau und nicht alkalisch ist. Allerdings mögen sie leider keinen Acryllack als Untergrund. Da eine Beschichtung stets von hart nach weich gehen soll, ist die eher schwach gebundene Ölfarbe auch auf härteren Altanstrichen (alte KH-/ Alkydharzanstriche) problemlos anwendbar. Allerdings kann ein Altanstrich die positiven Eigenschaften der Ölfarbe (z.B. die Diffusionsoffenheit) bereits zunichte machen, sodass die Motive für die Wahl einer Ölfarbe ggfs. teilweise wegfallen. Ein Argument gegen Öllacke wäre, dass man ab der Schicht dann auch wirklich nur noch mit ölbasierten Produkten arbeiten sollte. Denn käme darauf wieder ein harter, stark schichtbildender Lack (z.B. ein PU-Wasserlack), hätte man genau den ungünstigen Fall von "hart auf weich" mit Gefahr von Abblättern, Spannungsrissen und einer ingesamt schlecht renovierbaren Oberfläche.

Übrigens scheint das Osmo Produkt "Öl-Farbe" der "Landhausfarbe ausgesprochen ähnlich zu sein - konnte beim Lesen der TM keinen relevanten Unterschied feststellen. Da ich kein großer Freund der Marke Osmo bin, darf der Hinweis nicht fehlen, dass deren Öllacke eher zu den minderwertigeren am Markt zählen. Ein Blick auf die Volldeklaration zeigt uns Sonnenblumenöl, Sojaöl und Distelöl als trocknende Öle (also die Binder) Es sind alles im Einkauf billige Öle, die als "halbtrocknende Öle" bezeichnet werden, da sie überwiegend Linolsäure (2 Doppelbindungen) enthalten und damit deutlich langsamer vernetzen und einen weicheren, schlechter gebunden Anstrich bilden, als die "echten" trocknenden Öle mit einem hohen Anteil an Linolensäure (3 Doppelbindungen), wie Leinöl oder Holzöl (aka Tungöl). Ein Guter Öllack sollte dazu auch noch Standöle enthalten, also gewissermaßen leicht vorpolymerisierte Öle, die dann die teuerste Zutat darstellen. Ein Blick auf das Konkurrenzprodukt, "Standölfarbe" von Kreidezeit zeigt in der Volldeklaration dann auch genau diese Zutaten. Ich habe das Produkt gewählt, weil es exakt das gleiche kostet, wie das Osmo (ca. 43€/L im 2,5L Gebinde). Es gibt am Markt aber allerlei weitere (Stand-) Öllacke ähnlicher Güte also mit hochwertigeren Zutaten, als das von Osmo. Zeigt mal wieder: Osmos Stärken liegen hauptsächlich im Marketing und im Controlling (billig einkaufen)

@Blacy, weil Du gar nicht drauf eingegangen bist: Versäume auf keinen Fall zumindest den Versuch, mit einem hauchdünnen Ölauftrag die Sache zu erledigen. Ich weiß nicht, woraus der Altanstrich besteht, aber die Chancen stehen gar nicht so schlecht, dass die Methode zu einem ziemlich guten Ergebnis führt! In jedem Fall wäre es die Version mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Effekt. Und es ist ja ein Leichtes, das irgendwo lokal auszuprobieren.
 
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