Massivholzschubladenfrontenbearbeitung

Patherat

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Hallo Zusammen,

ich hab ein Vorhaben und wäre um eine bisschen Rat dazu dankbar (hab mir extra den Acount angelegt) - ich hab auch schon etwas das Forum durchsucht, keine Sorge - aber so ganz die Information, die ich suche, dabei nicht gefunden. Ich hab schon diverse Holzarbeitsprojekte gemacht und ein bisserl Erfahrung, bin aber keine ausgebildeter Schreiner o.ä. Folgendes:

Ich möchte meine (Ikea u.a.) Küchenschubladenfronten (ca. 30 Stück!) gegen selbstgemachte Massivholzfronten austauschen. Schon lange geplant und vorbereitet.
Dafür hab ich mir vor eine paar Jahren ein paar riiiiesige (1 x 4 m) Eschenläden gekauft und dann eingelagert um sie auf Verarbeitungsfeuchtigkeit trocknen zu lassen.
Jetzt wären sie so weit. Dimensionen der finalen Fronten - alles mögliche zwischen 100x300 bis 400x800 mm. Avisierte Dicke: 20 mm
Also hab ich sie aufgetrennt, noch mal etwas trocknen lassen, und würde sie nun gerne weiter verarbeiten. Bevor ich jetzt aber ans Hobeln gehe, wollte ich den weiteren Verarbeitungsablauf gerne noch fixieren - so dass da keine unerwarteten Schwierigkeiten auftreten.

Ich bin mir etwas unsicher zwecks Arbeiten des Materials - also schüsseln und verziehen der Fronten in Position.
Um dem gegen zu wirken, überlege ich überall Gratleisten einzuziehen.

Frage #1: Muss das wirklich sein? Kann man das nicht evtl vernachlässigen? Die Fronten (im Endeffekt nicht als rechteckige Bretter) hängen ja meistens nur an 4 Punkten mit der Schublade zusammen - da sollte jetzt nichts klemmen oder so. Wenn es mal ein einen mm in eine Richtung, nach vorne oder hinten zieht - ist das evtl gar kein soo großes Problem ... Wird halt manchmal ein bisschen schiefes Spaltmass (aber das wirds evtl. eh). Schießt man da nicht mit Kanonen auf Spatzen? Ggf. nur bei besonders großen Fronten?

Frage #2: Wenn doch unabdingbar: Wie sollte dann die Gratleiste bestenfalls geplant werden? Selbes, Material, stehende Ringe, soweit klar. Aber wie tief ins Material rein? 1/3 vom Material - kommt mir wenig vor, das sind dann ja nur 7 mm im Holz. Wären nicht evtl. 10 besser? Dann würde man dem Schüsseln auch gleich mit Materialabtrag gegen arbeiten. Die Fronten werden ja eigentlich wenig belastet (vom ziehen am Griff abgesehen). Es gibt dafür auch (teure) vorgefertigte Leisten - die werden sogar 2/3 ins Holz gelegt.

Frage #3: die Höhe: Am liebsten wären mir ja verdeckte Gratleisten. Aber das wäre wohl zu wenig Material, um eine relevante Wirkung aufzubauen. Was wäre da angebracht bei einer Stärke von 20 mm? Um die 30-40 mm hoch, 20-25 mm breit?

Was meint ihr da so zu? Ich hoffe, ich hab keine relevante Information vergessen.
Wie gesagt, ich hab auch schon im Forum gesucht und mich generell informiert - aber so konkret zu den Frragen nichts gefunden...
Ggf. kann ich auch noch Skizzen und Bilder nachbringen.
Danke im Voraus!

VG:emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:atrick
 

IngoS

ww-robinie
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Hallo,
hier habe ich gezeigt, wie ich für meine IKEA Küche neue Fronten gebaut habe. Da sind sicher einige Anregungen dabei. Für die Türen und größeren Schubladen habe ich Rahmen mit Füllung gemacht. Funktioniert seit Jahren problemlos.

Gruß

Ingo
 

Patherat

ww-pappel
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Guten Abend zusammen, danke für eure Antworten:
- die aktuelle Holzfeuchte messe ich und komme drauf zurück - hab leider kein Messgerät da, aber leihe ich mir morgen
- Ramen/Füllung: Ist überhaupt nicht mein Vorhaben (aber danke für den Vorschlag)
- ich will eben gerade die "pure" Holzfronten, mit durchgendener Maserung aus einem gesamten Laden geschnitten,
genau darum gehts mir bei meinem Projekt!
VG, Patrick
 

Johannes

ww-robinie
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Guten Abend zusammen, danke für eure Antworten:
- die aktuelle Holzfeuchte messe ich und komme drauf zurück - hab leider kein Messgerät da, aber leihe ich mir morgen
- Ramen/Füllung: Ist überhaupt nicht mein Vorhaben (aber danke für den Vorschlag)
- ich will eben gerade die "pure" Holzfronten, mit durchgendener Maserung aus einem gesamten Laden geschnitten,
genau darum gehts mir bei meinem Projekt!
VG, Patrick
Hallo Patrick,
das kannst du natürlich machen, du solltest dir aber darüber im Klaren sein, dass das nicht die materialgerechte Verarbeitung ist und es ein gewisses Risiko gibt. Eventuell geht es gut, aber es kann auch in die Hose gehen. Die von die gewünschte Optik wird besser sicherer mit furniertem Plattenmaterial funktionieren.

Es grüßt Johannes
 

Gurmi

ww-birke
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Ich würde möglichst schmale Teile (60-80mm breit) in der Breite streng nach den Verleimregeln verleimen, damit kann ein werfen weitestgehend reduziert, wenn auch nicht ganz verhindert werden. Dadurch hast du dann aber kein 100% durchgehendes Bild. Wenn das gefordert ist dann würde ich auch eher zu furnierten Fronten raten, damit gäbe es bzgl arbeiten des holzes kein Problem bei geeigneter Trägerplatte.
 

MTrp

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Eventuell sind eingefräste Metallprofile als Gratleisten eine Option? Ansonsten sehe ich es wie einige der Vorredner: Du möchtest eine Optik, die in der Regel auf 3-Schicht-Platten oder furniertem Plattenmaterial (oder Dekorspanplatten) aufbaut und mit massiven Leimholzplatten potentiell problematisch ist. Es hat einen konstruktiven Grund, warum solche Massivholzfronten meist in Rahmen-Füllung-Bauweise ausgeführt sind.

Es geht hier nicht nur um die größeren und sich im Jahresverlauf verändernden Spaltmaße und dass Du das Quellen und Schwinden weder durch die Gratleisten noch die Montage „sperrst“. Es kann auch sein, dass sich die Fronten in die eine oder andere Richtung etwas wölben und dann keine plane Fläche mehr ergeben. Überleg Dir gut, ob Du mit so einem Ergebnis in Anbetracht Deines Einsatzes und Arbeitsaufwandes am Ende wirklich glücklich wärst. (Ich wäre es nicht.)
 

teluke

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Ich würde möglichst schmale Teile (60-80mm breit) in der Breite streng nach den Verleimregeln verleimen, damit kann ein werfen weitestgehend reduziert, wenn auch nicht ganz verhindert werden. Dadurch hast du dann aber kein 100% durchgehendes Bild. Wenn das gefordert ist dann würde ich auch eher zu furnierten Fronten raten, damit gäbe es bzgl arbeiten des holzes kein Problem bei geeigneter Trägerplatte.
Wo kommt denn dieser Unsinn mit dem "möglichst schmale Teile" her?

Es ist Schwachsinn gutes Holz in Streifchen aufzutrennen. Wichtig ist es nur das Herz herauszuschneiden und das Holz bei den Seitenbrettern in der Mitte zu trennen.
Wenn sich das Holz bewegt, dann um die Mitte.
Ansonsten das Holz so breit wie sinnvoll möglich verleimen, alles andere sieht verboten aus und ist überflüssig.
 

SteffenH

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Es hat mich schon als Lehrling gewundert, dass die Leute an ihren Gesellenstücken wunderbare massive Füllungen verbaut haben, diese aber überflüssigerweise (meiner Meinung nach) in der Mitte durchgeschnitten und dann genauso wieder zusammengeleimt haben. Schöner Flader mit Leimfuge in der Mitte, was soll das? Die Füllung will genauso arbeiten wie vorher.
Allgemein wird da zu viel Aufhebens von gemacht. Wie breit werden denn die Vorderstücke? Aushobeln, und mit durchlaufendem Bild an die Schubkästen geschraubt, feddich. (trocken sollten 'se allerdings sein).
 
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