Tauchsägen-Neuanfang, diesmal richtig. Wie groß die Opferplatte?

jetski

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Liebe Leute,
ich habe mich nun (nach meiner vorigen Frage bzgl. Zugkappsäge mit mehr Sägebreite) zu einem Tauchsägen-Neuanfang durchgerungen, weil ich (u.a. durch eure Tipps) eingesehen habe dass es als Allrounder doch das beste Werkzeug für meine Zwecke ist.

Meine Ausgangslage ist: ich bin kein Schreiner/Tischler, sondern aus einem (sagen wir mal) artverwandten Beruf (habe eher mit Metall und Kunststoff zu tun), und verarbeite Holz hauptsächlich zuhause für Innenausbauten der eigenen Wohnung. Ich besaß lang eine uralte Festo ATF55EB und eine olle FS (keine FS2) Schiene und war damit nie so ganz zufrieden, für die alte FS gabs kein gutes Zubehör, die ATF ist klobig und altmodisch, die Absaugung nicht toll. Jammern auf hohem Niveau, ja, trotzdem hat's mich halt nicht so wirklich begeistert damit zu arbeiten.

Nun habe ich den Neuanfang gemacht: ATF und FS sind verkauft, und es ist eine kabellose Festool TSC55 KSEB (die neue kleine leichte) unterwegs, samt FS/2 1400, FS-PA Parallelanschlag und FS-WA/90°-Winkelanschlag. Dank des neuen praktischen Klapp-Staubbeutels der KSEB ist nun in Zukunft der Plan: es wird ab jetzt nur noch draußen auf der Terrasse gesägt, völlig ohne Kabel und Schlauch.

Nun meine eigentliche Frage: mein (Holz-)Terrassentisch ist 75x240cm. Jetzt ist der erste Impuls natürlich: Opferplatte in 75x240cm kaufen, z.B. 12mm MDF. Dann kam mir der Gedanke: ist das eigentlich angesichts des neuen Zubehörs (PA und WA/90) die ideale Größe? Ich habe das Gefühl dass ich irgendwas übersehe? Also, Opferplatte einfach bündig mit dem Tisch, oder doch irgendwie anders? Befestigung am Terrassentisch wird durch Verschraubung von unten erfolgen (8mm lange Rampamuffen M3 + Rändelschrauben, so passt es gut durch die Fugen des Terrassentischs)

Danke für eure Tipps
jetski
 
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Johannes

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Hallo,
ich vermute du willst die Opferplatte zeitweise wegpacken, da ist das Maß unpraktisch. Ich würde eher 3Platten 80x77cm nehmen. Vorne eine Anschlagleiste dran, damit die Platten in einer Flucht liegen. Außerdem würde ich noch eine 800er Schiene anschaffen, weil für das Ablängen von 30-50cm Brettern, finde ich die 140er Schiene zu unhandlich. Ich benutze für Bretter bis 40cm eine alte 60cm Schiene an die ich mir einen 90° Anschlag montiert habe.

Es grüßt Johannes
 

Martin03

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Mir ist gebraucht Mal so ein Teil zugelaufen:

https://www.kapptul.de/

Finde das ist für kleine Schnitte perfekt.
Kann man natürlich auch selbst bauen.

Das Problem mit den Opferplatten ist halt, dass die nach genügend schnitten "zerfallen".

Eine Alternative wäre so ein System:

FESTO Arbeitstisch, 350 € VB - Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

https://www.kleinanzeigen.de/s-anze...ampaign=socialbuttons&utm_content=app_android

Finde dieses allerdings zu teuer.

Da gibt es für die Schienen klapp Mechaniken wodurch du auch immer an der selben Stelle sägen kannst.

Zudem einmal die tiefe falsch eingestellt und Zack - ist der Gartentisch neu gestaltet...

Gruß Martin
 

FredT

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Macg es nicht zu kompliziert. Keine Rampas, Durchschauen mit Messing oder Polyamidschrauben und von unten 6kt oder andere Muttern, alles metrisch M6, vier Stück, damit die Platte nicht absegelt
Mehr Aufwand lohnt nicht .
 

Djslimer

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Ich würde die Platte auch etwas größer als den Tisch machen. Ich gehe davon, dass auch ab und an was festgezwingt werden soll, dann hast du rundum Platz und schonst den gartentisch.
 

bast_ig

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Hallo,
ist halt die Frage, wie oft Du da was machst. Ich habe immer OSB-Reste in kleinen Streifen da, die ich einfach unterlege. Oft auch einfach auf Böcke. Ich arbeite jetzt aber nicht sehr regelmäßig mit der Tauchsäge.

Edith: was hier stand, würde schon gesagt.

Grüße
 

Helibob

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Die Längsseite hat ja ausreichend Länge für Kleinformat - wenn es dir "nur" als Schutz zum Nicht-Reinsägen geht - würden Dachlatten schon reichen.
Insgesamt wäre mir die Arbeitshöhe bei einem üblichen Terassentisch eher zu hoch.
Hast du einen ebenen und befestigten Untergrund?
Befestigung am Terrassentisch wird durch Verschraubung von unten erfolgen (8mm lange Rampamuffen M3 + Rändelschrauben, so passt es gut durch die Fugen des Terrassentischs)
Idee (bei Leiste):
Holzschraube ("Spaxx")
+ Abstandshülse (z. B. Alu-Röhrle, identisch in der Höhe von der Stärke deiner Terassentischleisten)
+ drehbaren Riegel (in der breite deiner Fugen)
+Scheibe
+Federscheibe
(Man würde die Leisten auflegen, unten jeweils 2 Riegel quer drehen und das Ganze wäre gegen "abstürzen" und leicht in der Position gesichert. Wenn man due Einzelteile mal gemacht hat, lässt sie die Leiste jederzeit schnell tauschen.)
Gruß Matze
 

magmog

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Guuden,

wegen der höheren Masse würde ich sogar bis 38-er MDF gehen.
Ringsum 20-30m größer als der Tisch, und entsprechend am Rand Leisten unterschrauben.
Zwischen Tischplatte und MDF eine rutschhemmende Zwischenlage.

Ergo: stabil, wiederstandsfähig, keine Sorge zu tief zu schneiden, bohren, stemmen oder andere
hefige Arbeiten durchzuführen.
 
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bugger

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Mein Vorschlag: Je nach Stauraum die Opferfplatte zwei- oder dreiteilen, mit allseitig 5cm Überstand.
Den Überstand von unten mit Dachlatten aufdoppeln (Kantenschutz) und an den Stoßstellen die Platten mit Spannschlössern (unten auf den Dachlatten) verbinden.
 

raziausdud

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Hallo.

Kennst Du eigentlich die nächste „Ausbaustufe“: Zuschneidebrett? https://www.youtube.com/watch?v=EbhWwJawMe0

Da erfolgt der Schnitt immer an der gleichen Stelle, d.h. Du müsstes nur diese Stelle gelegentlich austauschen. Du könntest sie zB genau zwischen zwei Platten positionieren.

Die Verbindung einzelner Platten an ihrer Unterseite würde ich so ausführen, dass das genau einen Rahmen ergibt, der die Tischplatte umfasst.

Grüße. Rainer
 
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MTrp

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Meine Vorschlag:

Der Tisch hat 75x240cm. Er hat eine gute Länge, ist aber zu schmal. Mit Blick auf den Zuschnitt von Plattenmaterial in gängigen Maßen, würde ich den Tisch mit der Opferplatte auf 130cm verbreitern. Für das Anbringen von Zwingen würde ich die Länge auf 260cm erhöhen. Weiters würde ich die Opferplatte in zwei gleich große Quadrate mit 130x130cm aufteilen, dann kannst Du diese auch mal um 90 Grad drehen oder bei ungleichmäßigem Verschleiß auch vertauschen.

12mm-MDF halte ich für den anfallenden Überstand für zu wenig. Wenn es billig sein soll, könntest Du auch bei Tischlereien nachfragen, ob sie größere Abfall-Spanplatten (= Transport-Material) für kleines Geld haben.

Möglichkeiten zur Befestigung der Platten gibt es viele. Es kommt halt auf die konkreten Anforderungen/Gegebenheiten und die Beschaffenheit des Tischs an.
 

pedder

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was macht man mit dem Trum, wenn mann nicht sägt?

meine Lösung wäre eine relativ kleine Platte für Ablängschnitte und zusätzlich zwei bis vier dünne Streifen für Trennschnitte.
 

jetski

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Danke für die unterschiedlichen Meinungen. Hatte tatsächlich nicht ausreichend den vorhandenen Lagerplatz für das Teil berücksichtigt und werde wohl (aus Gründen) nun eine Länge von 188cm wählen. Müsste ja eh mehr als ausreichen wenn man sowieso nur eine 1400 und eine 800er Schiene hat?
 

bugger

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Müsste ja eh mehr als ausreichen wenn man sowieso nur eine 1400 und eine 800er Schiene hat?
Erfahrungen aus der Vergangenheit lassen bei mir die Vermutung aufkommen, daß es ein bisher noch unbeschriebenes Naturgesetz gibt, welches besagt, daß Mißgeschicke sich auf ungeschützen Flächen häufen. Äußerst sich zB in der Form, daß Wandfarbe gerne dorthin kleckert wo man den Boden nicht abgedeckt hat, oder daß die eigentlich ganz saubere Öl-/Farbdose doch einen Fleck auf dem Tisch hinterlässt.
Ist wohl eng verwandt mit dem Phänomen, daß Brot meist auf die Butterseite fällt.
 

Avogra

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Ich wäre für größere Plattenzuschnitte auch eher bei einer Konstruktion aus ein paar kreuzweise ineinander gesteckten Latten. Evtl auch einfach auf den Boden gelegt, dann muss man die Platten nicht auf den Tisch wuchten (der muss so ne 250x125 Platte auch überhaupt erstmal stabil aushalten).
Für kleinere Schnitte dann ein separater Zuschnitt-Tisch mit fester Position für die Schiene.
 

jetski

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Mir ist da übrigens noch was aufgefallen: ich hatte ja geschrieben dass ich sehr viel mit dem FS-WA/90 Winkelanschlag arbeiten werde. Heute mal nachgemessen, und wenn man vorhat, die Schienenzwingen an der (in meinem Fall mit dem Außenrand bündigen) Zarge des Tischs zu klemmen, dann muss die zu sägende Platte bei Einsatz des WA/90 mindestens 2cm weiter rausragen als die Zarge, sonst hat entweder der WA/90 keinen Kontakt (= doof) oder die Zwinge (bei mir Bessey Einhand-Vollmetallzwingen, vermutlich bei den Festool das gleiche) sitzt nicht schön sauber mittig auf der Zarge von unten und klemmt teils in der Luft (= will man nicht).
Da die Opferplatte auch als Orientierung für eine ideale Position der zu sägenden Platte dienen soll, ergibt sich also daraus dass die Opferplatte stets >=2,5cm größer sein sollte als die Zargen am Tisch, in meinem Fall (wegen bündiger Zargen) also rundherum jeweils 2,5cm größer als die Tischplatte.
Es läuft also in meinem Fall auf ein Set aus 80x150cm+80x95cm Opferplatten raus (mehr Überstand möchte ich vermeiden, weil die räumlichen Verhältnisse um den Tisch herum etwas beengt sind). Die größere Platte deckt alles ab, was ich mit der 1400er Schiene mache, die kleinere Platte kommt hinzu wenn ich die 1080er Schiene als Verlängerung dazustecke (hab statt 1400+800 nun doch 1400+1080 geordert, ergibt mehr Sinn).
 
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Helibob

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(hab statt 1400+800 nun doch 1400+1080 geordert, ergibt mehr Sinn).
:emoji_thinking: Konmt drauf an auf die gewünschte Schnittlänge. Für Längeschnitt an der Kleinforrmat-Platte (2500mm) etwas zu knapp.
1400mm+1080mm-2×~100mm≈2280mm
Etas dünnere Platten (z. B 9mm MPX) haben gerne sogar 3m - wenn man weis, das man es nicht benötigt - ok.
Etwas vor und hinter der Platte an Schienenlänge möchte ich schon (auch einer Tauchsäge).
Gruß Matze
 
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