Werkstattplanung beim Hausbau

TobiBS

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Hallo zusammen,
es gibt ja hier viele Planungen von Werkstätten in Bestandsräumen im Forum, aber was würdet ihr berücksichtigen, wenn ihr eine Werkstatt in einem Neubauwohnhaus vorseht?
Konkrete Fragen die mir einfallen:
Raumgeometrie Rechteck oder ein L?
Eher quadratisch oder länglich?
Türe auf einer bestimmten Raumseite?

Gibt es in der Privatwerkstatt eine Notwendigkeit für Druckluft?
Gibt es eine Notwendigkeit für Spezielle Raumbelüftung oder genügen Maschinenabsaugungen?

Maschinen Zu- und Abtransport sowie Materiallogistik sind logisch, was sollte man noch bedenken?

Und bevor die Fragen kommen, nein die ebenerdige Halle direkt hinter der Garage mit Zufahrt für den Gabelstapler von der Straße ist in der Stadt leider keine Option, wenn auch meine eigentliche Wunschvorstellung. :emoji_wink:
Die Nutzung des Kellers für die Werkstatt ist damit vsl. schon gesetzt.
 

hlzbt

ww-robinie
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irgendwo
So groß wie möglich, Form entsprechend der zu bearbeitenden Teile (Mastbau ist anders als Tischplatte oder großer Kleiderschrank), Tür am besten an die Stirnseite, so, dass lange Teile einfach reinzubekommen sind.
Druckluft ist gut, ob nötig, entscheiden die Anwendungsfälle. Ich habe einen einfachen Kompressor (den ich fast nie nutze).
Maschinenabsaugung ist wichtig, persönlich arbeite ich gerne bei frischer Luft, muss aber keine spezielle Belüftung sein. Achtung: Mit welchen Chamikalien (Farben) möchtest du arbeiten?
 

tomholz

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Ich habe eine Kellerwerkstatt mit etwa 46qm da kann man schon vernünftig arbeiten und habe es auch beim Hausbau gleich so geplant.
Aber eine Werkstatt ist nie zu groß, hängt aber natürlich von der Maschinenausstattung ab. Was sich bei mir sehr gut bewährt ist ein eigener Kellerabgang durch die Garage, da kann ich das Material etc. gut nach untern und wieder nach oben transportieren und muss nicht so acht geben. Die Treppe hat aber leider ein 90grad Podest da wäre eine gerade Treppe optimaler gerade für größere Maschinen. Türen auf diesem Weg würde ich heute immer 1Meter breit machen wenn es der Platz hergibt.
 

JayCe

ww-buche
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Außentreppe mit Galgen darüber um große und schwere Gegenstände per Kettenzug heben/senken zu können.

Die Tür als Rauchschutztür ausführen, gegen Staub und etwas gegen Lärm.
 

isso

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Wenn möglich würde ich querlüften vorsehen. Sodass auch ein Luftzug entstehen kann.

Ob Rechteck oder Quadrat hängt von den tatsächlich möglichen Maßen im Bezug zu den Maschinen ab.

Als ich meine Halle gebaut habe, habe ich 1:10 Plattenaufrufs gemacht und die Maschinen aus Sperrholz darauf rumgeschoben. Dazu ein paar "Werkstücke" in Maximalgröße.

Steht seit über 10 Jahren fast unverändert, nur die Langband und Fräse habe ich getauscht. Beim schleifen ist Tageslicht einfach unschlagbar, hatte ich damals nicht so auf dem Schirm!
 

holzer1998

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Wie bereits oben erwähnt halte ich bei einem Keller einen sehr guten Zugang für essentiell. Vielleicht ist das Gelände so beschaffen, dass man keine Treppe benötigt, sonder eine flache Rampe ausbilden kann.
Türen breit genug und der Zugang am besten gerade.

Die Form hängt stark davon ab, was du machen willst und welche Art/ Größe von Maschinen du stellen willst.
Evtl. ergeben sich zwei Räume. Einen für Maschinen- und einen für Montage-/ Oberflächenarbeiten.

Was man auch nicht unterschätzen sollte ist der Lagerplatz für Material (Massivholz oder Platten). Da sammelt sich mit der Zeit ordentlich etwas an.
 

Dominik Liesenf

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Moien, folgende Aspekte fände ich wichtig:
Heizen (Kühlen), Lüften, ausreichend Licht und Strom, ein Klo , Platz für Kühlschrank und Spülbecken, Tageslicht, robuster Boden, Schallschutz, ggf. Bodentanks oder Deckenampeln für Strom und Druckluft, Platz für Absaugverrohrung (Späne und Staubsauger) und Nebenraum für die Absaugung, extra Raum für Metall und Drecksarbeiten.
Stellwände für Regale und Schränke.
 
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DerRestaurator

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Druckluft habe ich in meiner Hobby-Holzwerkstatt noch nie vermisst.
Da nehme ich viel lieber den Staubsauger.
Im Metallbereich kann ich allerdings kaum noch ohne Druckluft. Wobei ich die Maschinen selber auch da lieber absauge.
 

Martin45

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Rampe in den Keller bedeutet auch schnell mal Regen von der Straße o.ä. was da gerne runterfließt (und überschwemmt). Sowas würde ich im Hinterkopf behalten. Wasser/Starkregen kann ein ziemliches Arschloch sein.
 

MTrp

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Wir haben 2017/18 neu gebaut und ich habe eine Werkstatt sowie die Mehrfachnutzung der Garage eingeplant - allerdings nicht ahnend, welchen Umfang mein Holzwerken-Hobby in kurzer Zeit entwickeln würde. Meine Erfahrungen und Ratschläge bzw. Antworten auf Deine konkreten Fragen:

  • Raum: So groß wie irgend möglich - wenn Du vorhast Möbel zu bauen. Was möchtest Du voraussichtlich bauen? Welche Maschinen möchtest Du voraussichtlich anschaffen? Die Geometrie ist nicht so wichtig, so lange eine Seite mindestes 5-6m hat, damit Du 2-3m lange Werkstücke problemlos über eine FKS bewegen kannst. Die Schmalseite mindestens 3-4m, besser mehr. L-Form hat keine Vorteile, eher nur Nachteile. Möglichst ebenerdig und stufenlos erreichbar. Keller ist bereits ein wesentlicher Kompromiss, denn jede Maschine und jedes Material muss über eine Treppe runter und ggf. auch wieder rauf. Wenn das unumgänglich ist, dann bestmöglich planen und ausführen. Gibt es im Keller ev. auch eine Garage mit Rampe & Tor?
  • Tür: Wenn Du flexibel bist, dann so anordnen, dass Dir das Öffnen der Tür ermöglicht noch längere Werkstücke über Maschinen zu bewegen. Lichte Durchgangsbreite mindestens 1m, besser deutlich breiter und z. B. 2-flügelig - ins Freie idealerweise (auch, aber nicht nur) ein Tor.
  • Druckluft: Ich möchte darauf für Haus und Garten nicht verzichten müssen, fürs Holzwerken nutze ich sie allerdings eher selten.
  • Raumluft: Die Möglichkeit querzulüften wäre sehr sinnvoll. Ansonsten sind Absauganlage und Werkstattsauger unersätzlich und ein Luftfilter sinnvoll.
Was ebenfalls wichtig ist frühzeitig einzuplanen:
  • Strom: Eigener Subverteiler für die Werkstatt in der Werkstatt oder möglichst nahe. 400V-Kreis, mehr als einen 230V-Kreis.
  • Heizung
  • Regulation der Luftfeuchtigkeit
  • Waschbecken
  • Holzlager sowohl für Bohlen als auch Platten
  • Beleuchtung: Idealerweise mehr als 1 Kreis
  • Rauch- & Brandmelder
  • ggf. Einbruchschutz
  • Lärm vs. Wohnbereich bzw. vs. Nachbarschaft
 

Martin45

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Ob man das als "Holzwerkstatt" in einem Wohnbereich(?) genehmigt bekommt?
Sonst nenne es auf den Bauplänen evtl. "Privat genutzte Abstellfläche" o.ä.
 

mabermue

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Wir haben damals ein Zweifamilienhaus gebaut. Meine Werkstatt hat 4x5,5m². Wenn ich nochmal bauen könnte, würde ich die Doppelgarage incl. Nebenraum (insgesamt knapp 50m²) unterkellern.
 

FredT

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Rampe braucht zwei gute Ablaufmöglichkeiten; eine als Rinne oben und eine als Sumpf mit Ablauf/Pumpmöglichkeit unten. Wenn öfter mal was transportiert werden soll, auch an geeignete Seitenführungsschienen für eine Plattform oä denken, und ggf eine Möglichkeit, einen Elektrozug anzuhängen bzw umzulenken...
 

TobiBS

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Micha83

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Schallschutz würde ich in der Großstadt ziemlich weit oben einordnen. Auch weil deine Familie ja sehr nah dran ist.
Ordentlicher breiter Zugang, wenn mit Treppe, dann diese breit genug wählen.
Ne ordentliche Zuleitung für die Elektro Unterverteilung.
Die Größe hängt ja von deinem Budget ab. Zu groß gibt's selten.
Grüße Micha
 

Martin45

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Nen Waschbecken irgendwo, bzw. einen Warm/Kaltwasseranschluss vorsehen. Dementsprechend auch Abwasserrohre.
 

Helibob

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aber was würdet ihr berücksichtigen, wenn ihr eine Werkstatt in einem Neubauwohnhaus vorseht?
Bei mir habe ich es im OG geplant - wichtig war mir schon mal altersgerecht zu bauen - wenn man nicht mehr fit ist, werde ich wohl keinen Hobbyraum mehr groß benötigen.
  • Treppe 1,2m breit (mind.), ums Eck mit Podest (keine Eckstufen)- gerade Teile kann ich über Balkontür am Treppenpodest auf 2/3 Höhe von draussen direkt reinziehen -> taucht im Forum mal auf
  • Wohnraum unten ist getrennt vom Flur, Hobbyraum über eine Nebeneingangstür.
  • Eigen E-Unterverteilung.
  • bis Dachspitze frei, oberhalb Flur/Treppe als Lagerpodest
  • Vorplanung für theoretischen Ausbau von 2 Kinderzimmern - übrigbleiben würde dann eher L-förmig, passen zur HM und CNC-Aufstellplatz. in der Mitte vom "L" dann noch etwas breiter/quadratischer für Säge/Montageplatz/…
  • Druckluft ja, mit Anschluss aussen -> im Forum suchen.
  • aktuell am überlegen/planen wegen Kranschiene
  • 2 "Kanonenrohre" (160mm Öffnungen beim Betonieren vorsorglich mit eingeschalt)
  • Im Hobbyraum direkt nochmal eine doppelflügelige Balkontür.
  • Kaminofen
  • Waschbeckem (mit Warmwasser) - da bin ich echt froh das noch umgesetzt zu haben.

Hobbyraum, so wurde meine jetzige Holzwerkstatt damals in den Bauplänen genannt.
Wurde bei mir auch so dann noch eingetragen.

Gruß Matze
 
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