Eschenbohle mit Riss weiterverabeiten zu einem kleinen Tisch?

Urbexopa

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Wie der Titel schon sagt bräuchte ich mal euren Rat.
Ich habe hier noch ein Stück Eschenbohle liegen mit den Maßen 74 lang, 53-60 breit und nach dem planfräsen hätte sie ca. 40mm Stärke. Restfeuchte liegt bei gemessenen 8-9%
Ich möchte daraus einen kleinen Couchtisch bzw. Beistelltisch mit Baumkante und Metallgestell bauen, nur hat die Bohle mittig 2 Risse, der eine knapp 20cm, der große fast 35cm.
Dies ist mir bereits beim groben Abrichten mit dem Handhobel aufgefallen
Lohnt es sich mit dem Projekt weiter zu machen wenn ich Gratleisten einlasse bzw. das Metallgestell direkt mit den Gratleisten baue.
1) um weiteres Einreissen zu verhindern.
2) um Schüsseln der Platte vorzubeugen.
Fragen über Fragen :emoji_thinking:
Ich füge einige Bilder an um das ganze zu veranschaulichen.
2.jpeg 3.jpeg 1.jpeg
 

Seanathair

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Ich würde daraus keine Tischplatte machen. Die Risse könnte man zwar raustrennen, aber die liegenden Jahresringen lassen befürchten, dass die Platte stark arbeiten wird. Ich glaube, das bekommt man auch mit Gratleisten nicht gebändigt.
 

ChrisOL

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Ich würde die Risse auch raustrennen. Die sind mir persönlich zu groß.

40mm finde ich für meinen Geschmack auch zu übertrieben für einen Couchtisch.
 

WoodyAlan

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Risse auf jeden Fall raustrennen. ICH würde es versuchen, aber dann in jedem Fall in schmale Kanteln auftrennen und unter Beachtung der verleimregeln neu verleimen.
So wie sie ist wird sie machen was sie will.

Beim auftrennen von Stämmen schnalzt es bei Esche jedesmal ganz gewaltig. Auch beim fällen stark mit Vorsicht zu genießen, unglaublich was da oft an Energie drin is, gratleisten werden da nicht viel bringen ohne neu verleimen.
 

IngoS

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Hallo,

die Bohle ist doch an der breiten Seite gerissen.
Parallel zum langen Riss auftrennen, dann von der Schmalseite her schräg aufsägen, damit der kurze Riss wegfällt. Du schneidest also praktisch einen Keil raus.
So ist die Bohle an beiden Enden etwas gleich breit und die Risse sind weg.
Wenn das Holz so trocken ist, wie du sagst, wird sich da auch nicht viel bewegen.
IMG_20260615_125524.jpg
Gruß Ingo
 

teluke

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Also die Risse herausschneiden ist sicher richtig und sinnvoll.
Aber in schmale Kanteln auftrennen käme für mich nicht in Frage.
 

WoodyAlan

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Also die Risse herausschneiden ist sicher richtig und sinnvoll.
Aber in schmale Kanteln auftrennen käme für mich nicht in Frage.
Weil? Wärs anderes Holz würd ich’s auch nicht machen, bei Esche mit praktisch liegenden Ringen wär mir das Risiko zu groß. Is aber ja auch nur meine Meinung.
 

teluke

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Weil?
Weils beschissen aussehen würde.
Wenn die Mitte beruhigt ist (Risse herausgeschnitten) bewegt sich da nicht mehr viel.
Ich trenne auch sehr breite Seitenware lediglich einmal in der Mitte auf und habe das bisher nie bereut.
 

bast_ig

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Ich würde das auch einfach probieren. Gerade als Tischplatte kann ja nicht so viel schiefgehen. Im Zweifel wars halt ein Versuch.

Grüße
 

IngoS

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Weil? Wärs anderes Holz würd ich’s auch nicht machen, bei Esche mit praktisch liegenden Ringen wär mir das Risiko zu groß. Is aber ja auch nur meine Meinung.
Hallo,

ich habe schon mehrere Arbeitsplatten und eine stark belasteten Backtisch aus Esche gemacht, da gab es bis jetzt keine Probleme. Du hast da womöglich andere Erfahrungen?

Gruß

Ingo
 

Urbexopa

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Also, ich habe es so gemacht wie @IngoS es beschrieben hat und die Risse heraus geschnitten.
Das dabei Vorsicht geboten ist mußte ich feststellen wie von @WoodyAlan beschrieben.
Das Sägeblatt der HKS hat sich so dermaßen in dem Riss verkeilt das ich es erst von der Maschine trennen musste um es heraus zu bekommen.
Das ganze habe ich dann in Streifen aufgeschnitten und noch ein zweites kürzeres Stück noch gleich mit.
Morgen geht dann alles über die Abrichte und den Dickenhobel.
40571.jpg 40581.jpg
 

WoodyAlan

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Weil?
Weils beschissen aussehen würde.
Wenn die Mitte beruhigt ist (Risse herausgeschnitten) bewegt sich da nicht mehr viel.
Ich trenne auch sehr breite Seitenware lediglich einmal in der Mitte auf und habe das bisher nie bereut.
Beschissen is immer so a sach…
Meine persönliche Erfahrung mit der Esche san vielfältig, ua beim platten verleimen, zugegeben ned viel und a ned professionell und dennoch lehrreich. Ich möcht a gar ned eurer deutlich fundierteres Wissen anzweifeln.
Aber die Esche is a Sau :emoji_point_up: :emoji_stuck_out_tongue:
 

bast_ig

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Interessant. Ich habe noch gar nicht viel Esche verarbeitet, aber letztens mal einen dreiviertel Kubikmeter luftgetrocknete Gekauft. Da hab ich teils den Kern rausgetrennt und teils besäumt. War absolut zahm, gar keine Spannung bemerkbar.

@WoodyAlan, bei Dir schaut's aus, als würdest Du Bäume ausschließlich an Steilwänden ernten. Vielleicht liegts daran, dass die so grantig sind. Die sind Widerstand gewohnt. :emoji_slight_smile:

Grüße
 

WoodyAlan

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Auch aber auch ganz normal gewachsene. Heuer erst eine gelegt, schnurgerade auf ebener Fläche. Nix auffälliges, fällkerb gesetzt und zum fällschnitt angesetzt und schon nachbereiten cm zack aufgerissen und nach hinten ausgeschlagen. Ich kenn viele die eschen nur noch per Winde am Bulldog und langen Schwert mit Abstand fällen.

Beim auftrennen in der Mill passierte eigentlich immer dass a Brett nich während dem Sägen mittig reißt und dann nach links undcrechts auseinander schlagen. Gab mal unschöne Flecken am Oberschenkel.

Man kann nicht reinschauen.
 

derdad

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Aber die Esche is a Sau :emoji_point_up: :emoji_stuck_out_tongue:
Ich habe früher viel mit Esche gearbeitet. Es war in den 80ern, nach der Eiche Rustikal Zeit, ein viel genutztes, helles Holz. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass es sehr spannungsreich gewesen wäre. Größeres Problem war die z.T. rötliche Verfärbung durch die künstliche Trocknung.
LG Gerhard
 

WoodyAlan

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Glaub ich euch gern, meine rein persönlichen Erfahrungen waren bisher halt anders. Wenn es sehr gut und langsam getrocknet wurde, ist’s auch deutlich „entspannter“ damit zu arbeiten.
Beim nächsten Mal lass ich mal a Video mitlaufen wenn ich eine zu brettern auftrenne. Meine Beobachtung: mit falschkern ist’s nahezu sicher dass es mindestens die kernbohle sprengt nich bevor ich den Schnitt fertig hab.
 

Handjive

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Für den Schreibtisch aus Esche hatte ich vor ca 8 Wochen Bohlen (52 mm) aufgetrennt und die hatten soviel Spannung, dass mir beim Schneiden das Sägeblatt eingeklemmt wurde und ich den Sägeschnitt mittels Keil aufdrücken musste.

Gruss peter

EDIT: Und ich hab keine Ahnung aus welchem Wald mein Holzhändler (Neuwied am Rhein) seine Bohlen bezogen hat.
 

Manohara

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was hier von Esche erzählt wird, kenne ich (nur) von Buche.
Meine Eschenerfahrungen stammen von einem schweren Tisch - auch aus den 80ger Jahren und sind (wie bei derdad): sie hatte keine oder kaum Spannungen.
Das war allerdings auch kein bayrischer Baum, sondern wurde in Berlin gekauft. ... ein oder zwei Bretter von dieser Arbeit habe ich bis heute rumliegen.
Nicht besonders auffällig, aber für meinen Geschmack ein sehr schönes Holz.
 

WoodyAlan

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Ich bin mir ziemlich sicher dass der Esche das Bundesland egal ist. Ich kann ja nur meine Erfahrungen schildern und einige andere haben ähnliche Erfahrungen, andere nicht. Is doch alles gut.

Im Millen Thread hab ich heuer schon Beispiele gezeigt, in denen es die Bohlen bereits beim Schnitt in zwei Hälften zerlegt hat. Auf YT gibts an i glaub Allgäuer Jungbauern der mit seiner woodmizer Stämme zerlegt, dabei Esche und das da auch sehr eindrucksvoll zeigt, wie es laufen KANN.
 

Cartmans

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Ihr macht mir Hoffnung, mit euren Geschichten. Hab mir gerade 60er Eschebohlen (bayrisch) gekauft. Die möchte ich auftrennen um 19mm Fronten daraus zu machen. Ca. 45 cm breit sollen dann gespiegelt verleimt werden zu 80 cm Küchenfronten.
 
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