Gibt es Stichsägeblätter speziell für Massivholz-Längsschnitte?

petertenor

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Hallo zusammen!

Da ich weder per google noch über die hiesige "Suche" irgendeinen Eintrag gesehen habe, stelle ich meine Frage in einem neuen Beitrag:

Gibt es, bzw. kennt jemand Stichsägeblätter, die speziell für Massivholz-Längsschnitte gedacht sind?
Natürlich kann man Sägeblätter nutzen, die einen größeren Spanraum haben; aber gibt es solche Sägeblätter auch mit Sägezahnformen, die für den Längsschnitt besonders gut geeignet sind, wie es bei Kreissägeblättern der Fall ist?

Danke für Eure Antworten.
 

IngoS

ww-robinie
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Hallo,

Elektrische Stichsägen sind ja nicht gerade Längsschnittspezialisten.
So gesehen sind gut geschränkte an den Zähnen geschliffene Blätter mit grober Zahnung am besten geeignet und das mit Pendelhubeinstellung.
Konisch geschliffene Blätter finde ich für Längsschnitt in Massivholz weniger gut. Auch Zahnformen, die eher wie eine Astsäge aussehen, haben insgesamt enttäuscht.

Gruß Ingo
 

petertenor

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Elektrische Stichsägen sind ja nicht gerade Längsschnittspezialisten.
Das stimmt wohl.
Aber manchmal gibt es Situationen, bei denen große Standmaschinen nicht vorhanden sind, und andere Handmaschinen nicht zielführend sind. Klar kann man auch mit der Hand sägen, aber es geht auch um Erleichterung, wenn der Körper nicht mehr die jugendliche Energie hat.
 

IngoS

ww-robinie
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Das stimmt wohl.
Aber manchmal gibt es Situationen, bei denen große Standmaschinen nicht vorhanden sind, und andere Handmaschinen nicht zielführend sind. Klar kann man auch mit der Hand sägen, aber es geht auch um Erleichterung, wenn der Körper nicht mehr die jugendliche Energie hat.
Hallo,

drum habe ich dir ja Hinweise gegeben, was sich bei mir als sinnvoll bewährt hat.

Gruß Ingo
 

petertenor

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Die haben eine Wechselzahnung, bei der die Fasern an den Seiten geschnitten werden, was für Querschnitten optimal ist.
Bei Längsschnitt-Sägezähnen werden die Fasern ja eher "gehobelt", was den Längsschnitt schneller macht (Erfahrung mit Handsägen).

Klar geht es auch mit Querschnitt-Sägeblättern, habe ich vorhin gemacht bzw. machen müssen; aber ich suche immer nach Optimierungsmöglichkeiten.
 

wasmachen

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Die haben eine Wechselzahnung, bei der die Fasern an den Seiten geschnitten werden, was für Querschnitten optimal ist.
Bei Längsschnitt-Sägezähnen werden die Fasern ja eher "gehobelt", was den Längsschnitt schneller macht (Erfahrung mit Handsägen).

Klar geht es auch mit Querschnitt-Sägeblättern, habe ich vorhin gemacht bzw. machen müssen; aber ich suche immer nach Optimierungsmöglichkeiten.

Schön, das du Erfahrung mit Handsägen hast. Ich glaub kaum, dass du mir ne Stichsäge erklären musst, Sorry.
Quer zur Faser ist das 144er sehr grob, reisst unten sehr stark aus.

Da solltest das 101er nehmen, das ist nicht geschränkt sondern konisch geschliffen.

Viel Spaß beim testen!
Edit: 'normal' ist von unten schneidend; soll heißen, reisst zur Maschine hin aus.
Den Rödl mit den Reißschutzplättchen lass ich außen vor... gabs bei der 85er schon...
 
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Der alte Wagner

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Oft ist halt ein großer Vorteil auch zugleich ein großer Nachteil. Dies trifft auch auf die Blätter T 144 D und deren Derivate* zu. Sie schneiden aufgrund der markanten Schränkung und Zahngeometrie sehr gut, arbeiten sich permanent selber frei, laufen normalerweise nicht heiß, sind kurvengängig und unempfindlich gegenüber Gefüge- und Festigkeitsänderungen im Werkstoff, sind bedingt zwangsführungsgeeignet. Prinzipbedingt jedoch reißt Holz in Zahnrichtung (also nach oben, zur Maschine hin) entsprechend stark aus, wenn man nicht vorbeugt. Bei Metabo-Maschinen bspw. funktioniert dies gut, indem man ein neues, unverschlissenes Reißschutzplättchen verwendet, das noch keine Kurvenfahrten hinter sich hat. Natürlich kann man sich auch mit den bekannten DIY-Ausreißschutzlösungen behelfen (unter den Gleitschuh der Säge gespannte Platte mit entsprechend schmalem Schlitz fürs Sägeblatt, Abkleben des Anrisses mit Malerkrepp etc.).

* Es gibt auch besonders dicke, noch verlaufsärmere und biegesteifere Varianten (T 144 DP), außerdem solche in standfesterer (T 144 DF, T 144 DHM) und besonders langer Ausführung (T 344 D, T 744 D).
 
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Philipp

ww-buche
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Ich hatte mir früher, als ich noch einen Stichsägentisch zum Längsschneiden benutzte, extra lange Stichsägenblätter zu Längsschnittblättern umgefeilt (0° Schrägung, Neigung irgendwas 0-10°). Das geht in ein paar Minuten und macht einen gewaltigen Unterschied zu den herkömmlichen Anschliffen.
Vielleicht ist es ja einen Versuch wert?
 

kberg10

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Mein Sohn hat sich so eine Miniaccuhandkreissäge (bosch) zugelegt. Geht bis 27 mm tief. Äusserst praktisch und handlich. Damit kannst du dein Problem lösen, und das Gerät kannst du weiterhin auch für andere Sachen gut verwenden. Ansonsten kann ich dir zu einem groben Stichsägenblatt raten und 1 - 2 mm vom Riss wegbleiben, den Rest erledigt der Handhobel. Die Stichsäge ist nicht geeignet um gerade Schnitte herzustellen.
 

Der alte Wagner

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Die Stichsäge ist nicht geeignet um gerade Schnitte herzustellen.
Sagen wir besser, sie ist nur sehr eingeschränkt und unter besonders günstigen Bedingungen dazu in der Lage. Wenn z.B. das Material dünn und weich sowie homogen genug, das Sägeblatt scharf, geschränkt und dick genug ist, dann kann man mit einer qualitativ hochwertigen Stichsäge auch an einer Führungsschiene arbeiten und gerade, akkurate Schnitte hinbekommen. Aber eben wirklich nur dann.
 

ClintNorthwood

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Um welche Stärke des Massivholzes geht eigentlich? Hart- oder Weichholz?

Würde gerne mal das Ergebnis der Stichsägenangeber nachmessen. Glaube ,10 cm dickes Material will angeblich Hilti schaffen. Mafell sowieso.
Hat das schon mal jemand zum Spass erfolgreich praktiziert, ein 2 m langes, 100 x 100 mm Kantholz längs zu schneiden? Ich selber habe ja schon eine Menge unsinniger Sachen probiert, die hin und wieder funktioniert haben. Doch das fehlt noch in meiner Sammlung.
 

kberg10

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Bezüglich der Ausrisse, geschnitten sollte mit dem Tisch unten, Anriss oben, dann hat man die Oberfläche nicht beschädigt und die Schnittkante ist sauber.
 
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