Gartentisch für Kinder

bast_ig

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Hallo zusammen,

eine Frage zu einem Gartentisch für Kinder: den werde ich in der nächsten Zeit bauen. Der Tisch wird mit Sicherheit bei jedem Wetter draußen stehen und auch in der Wiese oder im Sandkasten. Ich plane, für das Gestell Eiche zu nehmen. Die Konstruktion wird ganz einfach sein, also vier Beine über Zargen verbunden. Dafür nehme ich 12er Dominos und PU-Leim. Die Tischplatte auch einfach aus einzelnen Brettern wahrscheinlich Lärche oder Douglasie.

Ich habe Eiche da, allerdings kriege ich da maximal 35 bis 38 mm Materialstärke raus. Deswegen würde ich die Beine gerne aufdoppeln auf 50 mm, damit die Dübel genügend Fleisch haben. Material kaufen möchte ich nicht.

Meine Frage: ist es sinnvoll für den Außenbereich so eine Flächenverleimung mit PU-Leim zu machen?

Ganz grundsätzlich würde ich das hinkriegen, denke ich. Ich habe kürzlich so eine Werkbank gebaut.
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Danke Euch und Grüße
 

Alceste

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hab ich für meinen Mülltonnenunterstand gemacht und das funktioniert seit 3 Jahren prima. Ich hab allerdings auch pro Kantel bestimmt 10 Zwingen drangeballert und zugedrückt bis der Saft spritzte.
 

bast_ig

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Servus Alceste,

Danke! Das würde ich auch so machen. :emoji_slight_smile: Es kommt bei mir dazu, dass die Beine bei dem Tisch nicht viel mehr als 50 cm hätten.

Grüße
 

IngoS

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Hallo,

Einfach und stabil mache ich solche Konstruktionen mit Winkelbeinen. Das funktioniert gut vom Hocker bis zum Tomatenhaus. Tische, Bänke und Hocker habe ich schon etliche so gebaut, hauptsächlich für den Außenbereich.
Hier mal zwei Filmchen über den Bau von Barhocker und Bartisch. Die Maße lassen sich beliebig anpassen.
Vorteil, alle Brettchen sind gleich dick (2cm). Die Konstruktionen halten bei mir klaglos mit D3 Leim.

Gruß

Ingo
 

Alceste

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PU ist der richtige Leim dafür, gut zusammengedrückt reicht völlig.

Falls du noch nicht mit PU gearbeitet hast, zwei Dinge:

1. da der aufschäumt verhält der sich schon anders als weißleim -> mach ruhig eine Probe, das schadet nicht.
2. Das Zeug kriegst du ohne chirurgischen Eingriff nicht mehr von der Haut -> Handschuhe.
 

bast_ig

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Danke Euch für die Antworten! Eiche Dübel und Sipo Dominos habe ich beides da. Die Dominos in 12 mm von einem netten Forenkontakt.

Ich denke, dass muss ich nicht demontierbar bauen. Der Tisch wird sowieso recht klein.

Über die Methode von Ingo werde ich nochmal nachdenken. Das ist natürlich schon bestechend einfach und materialsparend.

Grüße
 

bast_ig

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Mit PU hatte ich noch nicht zu tun. Das klingt auch sehr unattraktiv. Wenn das auf meiner Haut so klebt, dann bestimmt auch sonst überall. :emoji_slight_smile:

Danke für die Tipps.
 

Manohara

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Hallo Bast,
PU ist nach meinen Informationen unangenehm giftig und angenehm haltbar.

Was bei Bauten für Draußen oft hilft ist, alles so zu bauen, dass nicht nur das Material (Holz und Leim) wasserfest sein sollten, sondern schon die Bauweise möglichst "wasserableitend" konstruiert ist. In dem Fall des oben gezeigten Tisches wäre eine größere Tischplatte ein guter Schutz für das Gestell.
Und: je besser das Wasser wieder wegtrocknen kann, umso haltbarer wird's. Also zwischen zwei Holzflächen, wo Wasser dazwischen kriechen kann, möglichst immer etwas Abstand schaffen, damit Luft dran kommt.
 

teluke

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Also ich baue für "draußen" alles mit PU und hatte dabei noch nie Handschuhe an.
Ich schmiere das Zeug aber auch nicht mit den Fingern drauf.

Wichtig ist dass man austretenden PU nicht wegwischt, das gibt dann eine Schmiererei, sondern aushärten lässt.
Dann lässt er sich leicht mit dem Stecheisen wegmachen.
Was bleibt ist dann auch ganz leicht wegzuschleifen.
 

magmog

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Falls du noch nicht mit PU gearbeitet hast, zwei Dinge:

1. da der aufschäumt verhält der sich schon anders als weißleim -> mach ruhig eine Probe, das schadet nicht.
2. Das Zeug kriegst du ohne chirurgischen Eingriff nicht mehr von der Haut -> Handschuhe.


Guuden,

habe bereits einige mehrere Kilo PU Leim verarbeitet.
Evtl liegt es an zu dickem Auftrag wenn es beim Aufschäumen die Fuge auseinander drückt.
Konnte ich bisher nicht erleben.
Möglicherweise führt der übermäßige Auftrag auch zu den stark verschmutzten Händen.
Die vorher gut eincremen, danach ebenfalls.
Das Fett unterwandert das PU, dass sich am nächsten Tag relativ leicht mit einem Bimsstein entfernen lässt.

PU-Leim (Polyurethan) kann frisch die Haut, Augen und Atemwege reizen und Allergien auslösen,
persönlich mußte ich bisher nichts davon feststellen, obwohl ich einiges von der Substanz,
auch als Montageschaum, über Jahrzehnte verarbeitet habe.
Viel davon nicht nur an Montagen, sogar an Sonntagen!
Handschutz ist anzuraten.
Nach vollständiger Aushärtung gilt PU-Leim in der Regel als unbedenklich.
 

bast_ig

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Dann muss ich das auf jeden Fall vorher testen, wie viel man auftragen muss. Soll keine Sauerei werden. Hatte auch erst überlegt, nur zu Schrauben. PU scheint mir aber sinnvoll zu sein, weil er die Verbindungen abdichtet. Außerdem könnte ich dann nicht aufdoppeln - die Lösung wäre dann eher die von Ingo.

Konstruktiven Holzschutz habe ich eingeplant. Alle Verbindungen werden "überdacht" sein, Schrauben nur von unten.

Das äußere Brett jeweils am "langen" Rand über der Zarge, das dann auch die Beine abdeckt, würde ich mit einem Klötzchen von unten anschrauben. Die anderen Bretter einfach mit einem Durchgangsloch durch die Zarge. Würdet Ihr das auch so machen?

Grüße
 

Lorenzo

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Ich bin da bei Ingo, und würde ganz normalen D3 Weissleim verwenden. Voll bewittert aus Holz ist bei der Konstruktion mit einer beschränkten Lebensdauer zu rechnen, egal welcher Leim verwendet wird. Ist aber insofern nicht so schlimm, weil erstens die Nutzungsdauer ebenso nicht wahnsinnig lange ist weil die Kinder nicht ewig damit spielen werden. Und zweitens hinterher das Holz immer noch in den Ofen geschoben oder aufgearbeitet werden kann.
Ökologisch betrachtet sollte das Kunststoffe oder Metall/Kunststoffkonstruktionen immer noch schlagen. Gut möglich dass es auch so lange hält, dass es immer noch von anderen weiter verwendet werden kann. Außerdem kannst du es dann halt selbst machen.
 

magmog

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Guuden,

beim verleimen von Teilen wie hier lege ich mittig eine dünne Raupe aus der Flasche
und ziehe dann mit einem kleinen Reststück HPL wie mit einem Japanspachtel
die Fläche ab. Durch Schrägstellung des Spachtels lässt sich ein seitliches runterlaufen vermeiden.
Das Reststück HPL wird entsorgt, kein reinigen wie bei einem Werkzeug.
 
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