SAWSTOP - wie geht es weiter?

Daniboy

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Ich habe mir nun die Bedienungsanleitung der SawStop compact näher angesehen ud meine nun relativ sicher herauszulesen, dass die Säge nur mit eingesetzter Patrone startet. (Siehe Bedienungsanleitung Seite 37 oben).

Begründung ist einfach: Weil es die Firma so will. (Ich vermute wie @Alceste )

Technisch können sie das auch einfach, es gibt ja eine elektrische Verbindung (mittels Sub-D-Stecker!) von der Patrone zur Säge, darüber kann man abfragen und steuern. (Es werden offenbar auch Infos über den Auslösevorgang auf der Patrone abgespeichert, die Firma schreibt, sie ersetzen gratis Patronen, wenn die Auslösung durch Hautkontakt erfolgte, um im Gegenzug aus den Daten der gebrauchten Patrone zu lernen. Das finde ich gar nicht schlecht.)

Das ist natürlich schon ein gewisser Nachteil, weil wenn man aus irgend einem Grund auch seine Reservepatrone(n) verschossen hat zB wenn das Holz doch zu feucht war, dann kann man die Säge nicht einmal mehr als normale Säge ohne SawStop verwenden und hat dadurch eine Maschinenausfallzeit. (Also der Sinn ohne Patrone zu arbeiten wäre die Ermöglichung einen Notbetrieb zu machen bis Patronennachschub kommt.)
 
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Alceste

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ich denke mal mit minimalen Kenntnissen über Elektrizität könnte man das umgehen, unabhängig davon wie sinnvoll das ist. Ich hab auch mehrere Sägeblätter hier, unter anderem deshalb, weil man immer mal wieder auf Dinge trifft die einem das kaputt machen können. So ne patrone kost jetzt auch nicht die Welt.
 

fahe

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Ich habe mir nun die Bedienungsanleitung der SawStop compact näher angesehen ud meine nun relativ sicher herauszulesen, dass die Säge nur mit eingesetzter Patrone startet. (Siehe Bedienungsanleitung Seite 37 oben).
Dann habe ich Deine ursprüngliche Frage in der Tat missverstanden. Dein "funktionieren die auch mit nicht eingebautem Modul..." habe ich als bewusst "ausgebaut" im Sinne von stillgelegt verstanden. Und genau darauf bezog sich dann sowohl, dass der Hersteller solche Umbauten ja nicht wirklich verhindern kann, wie auch die Empfindung, derartige Umbauten etwas schräg zu finden.

In dem in #71 geschilderten Szenario "...Messeaufbau unter Zeitdruck" in Verbindung mit viel Material, welches jedes Mal das erneute Ausschalten von SawStop erfordert, könnte der Wunsch freilich doch entstehen. Zumal im zuweilen erlebten Szenario: Messebau-Aufbauhelfer vom Nachbarstand kommt mit der Frage "Darf ich mal schnell bei Euch...?" :emoji_wink: Jedes Mal reichlich hundert Euro fürs Modul und 'n neues Sägeblatt sind ja schon eine Hausnummer.

Dass die Säge im unverändert-originalen Zustand bei nicht eingestecktem KT-TKS 80 Modul sich nicht starten lässt, halte ich aber auch für selbstverständlich.
 

Alceste

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also die Messebauer die ich kenne machen eigentlich alles mit der Tauchkreissäge und der Schiene. So genau muss man dank der Profile da auch nicht arbeiten...
 

Manohara

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leider gab es lange keine Kommentare zur Weiterentwicklung dieser Technik mehr.
Mich würde besonders interessieren, ob es Verbesserungen der Präzision und Haltbarkeit der Maschine selbst gibt.

Ich nutze eine ULMIA 1710 und wäre ohne deren Genauigkeit nur halb so glücklich, wie ich mit ihr bin.
Ich bin ein schlechter Handwerker mit guten Ergebnissen. Die habe ich, weil meine Maschinen gut sind.
Bei mir müssen Quer- und den Längs-Anschlag von sich aus gut funktionieren. Wenn es dabei auf mich ankommt, wird es schwierig.

Bisher kenne ich keine andere kleine Kreissäge, die so gut ist wie die ULMIA. Ich komme allerdings auch nicht soo viel in anderen Werkstätten herum.
Und eine die meine Finger schützt, käme mir Recht.

Hat jemand eine SawStop-Säge aus letzter Zeit und kann was dazu berichten?
 

magmog

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...... wenn immer mit möglichst weit abgesenkter Spanhaube,
konsequenter Verwendung des Schiebestocks bei schmalen Teilen,
wie auch von Fritz und Franz geachtet wird,
sind praktisch alle Fingerschnitte vermeidbar.
Zusätzlich noch darauf geachtet, dass sich die Hände nie im zu erwartenden Bereich des Sägeschnitts
befinden und die Finger niemals quer zur Schnittrichtung zu halten *) sowie den Daumen niemals abzuspreizen
sind auch vorbeugende Maßnahmen. Werkstücke nur mit voll aufgelegten Händen zu führen hilft ebenfalls,
nur mit den Fingerspitzen zu halten bringt keine wirkliche Kontrolle.
*) so makaber es klingen mag, ein eingeschnittener Finger ist nicht so schlimm wie ein abgeschnittener!
 

Manohara

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das ist ein merkwürdiger Effekt, dass sehr oft, wenn von dieser Sicherheitsfunktion die Rede ist, angemerkt wird, man könne auch ohne das sicher an der Kreissäge arbeiten.
Als wenn es ein Fehler wäre, sich diesbezüglich um mehr Sicherheit zu bemühen.

Ich kenne keine Statistiken dazu, aber dass mit Kreissägen extrem viele Unfälle passieren ist nicht neu und ich selbst habe einmal - trotz prinzipieller Aufmerksamkeit - Daumenkontakt mit einem Sägeblatt gehabt (was erfreulicherweise nur eine danach verheilte Fleischwunde zur Folge hatte).
Das Würstchen aus einem Youtube-Film der oben erwähnt wurde, das nur einen winzigen Kratzer in der Pelle hatte, hat mich beeindruckt.

Ja, mein lange verstorbener, von mir sehr geschätzter Tischlermeister, Herr Oberle, hatte bis zum Ende seines Lebens alle Finger noch dran. Das geht.

Vermutlich werde ich mir keine neue Säge anschaffen, aber nicht, weil ich es für überflüssig halte, sondern weil ich meine ULMIA echt gerne habe.
ich wer' wahrscheinlich
immer mit möglichst weit abgesenkter Spanhaube, konsequenter Verwendung des Schiebestocks bei schmalen Teilen
arbeiten und hoffe, das klappt ohne einen ärgerlichen Zwischenfall - oder Schlimmeres :emoji_fearful:

Mich interessiert trotzdem, "wie es weitergeht" :emoji_sunglasses:
 

magmog

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das ist ein merkwürdiger Effekt, dass sehr oft, wenn von dieser Sicherheitsfunktion die Rede ist, angemerkt wird, man könne auch ohne das sicher an der Kreissäge arbeiten.
Als wenn es ein Fehler wäre, sich diesbezüglich um mehr Sicherheit zu bemühen.

Ich kenne keine Statistiken dazu, aber dass mit Kreissägen extrem viele Unfälle passieren ist nicht neu und ich selbst habe einmal - trotz prinzipieller Aufmerk..[.....]

das ist ein merkwürdiger Effekt, dass sehr oft, wenn von dieser Sicherheitsfunktion die Rede ist, angemerkt wird, man könne auch ohne das sicher an der Kreissäge arbeiten.
Als wenn es ein Fehler wäre, sich diesbezüglich um mehr Sicherheit zu bemühen.

Ich kenne keine Statistiken dazu, aber dass mit Kreissägen extrem viele Unfälle passieren ist nicht neu und ich selbst habe einmal - trotz prinzipieller Aufmerksamkeit - Daumenkontakt mit einem Sägeblatt gehabt (was erfreulicherweise nur eine danach verheilte Fleischwunde zur Folge hatte).
Das Würstchen aus einem Youtube-Film der oben erwähnt wurde, das nur einen winzigen Kratzer in der Pelle hatte, hat mich beeindruckt.

Ja, mein lange verstorbener, von mir sehr geschätzter Tischlermeister, Herr Oberle, hatte bis zum Ende seines Lebens alle Finger noch dran. Das geht.

Vermutlich werde ich mir keine neue Säge anschaffen, aber nicht, weil ich es für überflüssig halte, sondern weil ich meine ULMIA echt gerne habe.
ich wer' wahrscheinlich

arbeiten und hoffe, das klappt ohne einen ärgerlichen Zwischenfall - oder Schlimmeres :emoji_fearful:

Mich interessiert trotzdem, "wie es weitergeht" :emoji_sunglasses:


Guuden,

natürlich ist zusätzliche Sicherheit immer erstrebenswert, nur nutzt das in diesem Fall nur Menschen,
die in der Lage sind, eine Maschine mit SSt zu kaufen, wenn sie den auch noch deren Anforderungen genügt.
Den Nutzern aller anderen Maschinen, außer einer neuen Altendorf,
bleibt nur das Befolgen aller sinnvollen Hinweise zur Vermeidung von Risiken.
 

Manohara

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damit ich richtig verstanden werde:

Die Sicherheitsfunktion scheint mir einigermaßen ausgereift.
Aber das betrifft nicht meine Frage.
Mich interessiert die Präzision der Maschine.

Hat jemand eine solche SawStop in neuerer Ausführung und mag etwas dazu erzählen?
 

der_vik

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Moin,

Patent abgelaufen stimmt nur teilweise - wie im Wiki auch erwähnt gibt es noch weitere 191 Patente in Zusammenhang damit die teils erst nächstes Jahr auslaufen. Da bin ich kein Experte zu aber was nutzt es z.B. den Widerstand messen zu dürfen wenn es keine verfügbare Möglichkeit gibt das Sägeblatt entsprechend schnell aus dem Gefahrenbereich zu bringen? Entsprechende Patente zu umgehen hat entsprechend gewisse Entwicklungskosten zur Folge, in einem bereits besetzten eher hochpreisigen Markt soviel Anteil zu kriegen um diese zu rechtfertigen ist aber eher unwahrscheinlich. Demnach erwarte ich Klone auch erst im nächsten oder übernächsten Jahr.

Lieben Gruß,
Vik.
 

H3ndr1x

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Ich hoffe auf das Bosch System, das funktioniert um Welten besser mit CO² Kapseln und ohne Zerstörung des Sägeblatts.
@Manohara Ich konnte in den Staaten die Cabinet Saw von Sawstop befummeln. Das Teil ist schon massiv. Ob du die Genauigkeit von deiner Säge erreichst weiß ich nicht. Allerdings ist man für das Teil mit Schiebeschlitten und anderen Upgrades um einiges mehr los als für eine Hammer K3 o.ä. welche doch nochmal eine ganz andere Liga sein dürften. (Zur Info: Der Schiebeschlitten fährt nicht direkt am Sägeblatt vorbei)
 

Alceste

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Felder hat ja auch ein ähnliches system und ich denke die werden auch mit Hochdruck daran arbeiten das auf ihren kleineren sägen verfügbar zu machen. Ist auch non-destruktiv
 

Manohara

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Der Schiebeschlitten fährt nicht direkt am Sägeblatt vorbei
Das ist bei meiner ULMIA auch so und wundert mich. Aber ich kann mir vorstellen, dass der auch auf der linken Seite feste Tisch gut für die Präzision und/oder die Haltbarkeit ist.
Das ULMIA-Modell das ich habe ist noch zum größten Teil aus Stahl und nicht aus Aluminium (wie es mir auch bei der kleinsten Altendorf der Fall zu sein scheint)
Wie das mit dem "Hände optisch beobachten" bei denen wohl funktioniert ? (nein, das soll mir jetzt bitte keiner erklären. Ich will nur meinem Staunen Ausdruck geben)
 

brubu

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...... übrigens ist das SSt Patent 2020 bzw 2021 ausgelaufen, dann könnten alle anderen Hersteller ja langsam loslegen.
Ein bisschen Unfallstatistik aus den USA ist auch aufgeführt:

https://de.wikipedia.org/wiki/SawStop
Aus dieser Wiki Seite finde ich dies interessant.

"Durch die kurze Berührung gibt es einen Kratzer an der Haut, aber schwerwiegende Verletzungen werden verhindert, wenn die Bewegung der Hand nicht schneller als 1 m/s ist.[7] Problematisch sind schnellere Bewegungen, z. B. wenn man ausrutscht, abrutscht oder stolpert.[9]"

Das bezieht sich aber wohl auf die Anfangskonstruktion, jedenfalls lese ich zum ersten Mal davon,
dass SawStop auch gewisse Grenzen hat bezüglich Geschwindigkeit der Handbewegungen.
 

magmog

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Vermutlich werde ich mir keine neue Säge anschaffen, aber nicht, weil ich es für überflüssig halte, sondern weil ich meine ULMIA echt gerne habe.
ich wer' wahrscheinlich
Davon würde ich auch abraten. Was ähnlich solides und präzises wie die Ulmia wirst, bei den heutigen "Kleinsägen" nicht finden.
Aber das betrifft nicht meine Frage.
Mich interessiert die Präzision der Maschine.
Definitiv kein Vergleich zu Deiner Ulmia. Never Change a running system!
 

U.Tho

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Ja - Patente laufen ab durch ihre begrenzte Laufzeit. Auf die Schnelle habe ich nichts gefunden, würde aber vermuten, man hat den Namen / die Bezeichnung (eventuell auch Logo) eintragen lassen - andernfalls nutzen andere einfach die nunmehr ja recht bekannte Bezeichnung sawstop.
 

magmog

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......natürlich wäre TTS mit dem Klammersack gepudert wenn sie den Begriff „Sawstop" nicht hätten eintragen lassen.
Der Schutz gilt dauerhaft wenn alle 10 Jahre erneuert.
Aber auch eine andere Wortwahl führt auch zum Ziel, wie z.B. Hand Guard von Altendorf.
Das System hat allerdings eine Reaktionszeit von einer Viertel Sekunde! Wie sinnvoll ist das denn?
 

Arkhan1806

ww-eiche
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Aber auch eine andere Wortwahl führt auch zum Ziel, wie z.B. Hand Guard von Altendorf.
Das System hat allerdings eine Reaktionszeit von einer Viertel Sekunde! Wie sinnvoll ist das denn?
Da das System anders funktioniert reicht das ja auch aus. Hier wird ja kein Kontakt zum Sägeblatt detektiert, sondern ein Zu nahekommen der Hand ans Blatt. Ich glaube, das waren 15 cm?
 

Daniboy

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Naja, da werden wohl auch strategische Entscheidungen mitspielen.
SawStop hatte ja vorher keine Produkte und musste da auf nichts Rücksicht nehmen.

Anders bei Felder und Altendorf, da sind das disruptive Veränderungen.
Christian Rieck erklärt es auf seinem Spieletheorie-Kanal anhand der Kamera- und Autoindustrie:
https://www.youtube.com/watch?v=2YUawp_QCNA&t=515s
 
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