Welche Sägebandgeschwindigkeit ist die richtige?

Batucada

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Es geht wieder einmal um Bandsägen. Und da interessiert mich wieder einmal mehr ein bestimmtes Thema ganz besonders brennend. Was Bandsägen betrifft, bin ich Autodidakt. Und als solcher experimentiere ich gerne. Zu Anfang meiner Interessen für die Bandsäge habe ich mal versucht heraus zu finden, welche Geschwindigkeiten die meisten Hersteller für ihre Modelle vorsehen. Ursprünglich war meine Säge vorgesehen, mit einer Sägebandgeschwindigkeit von 1175 m/min zu arbeiten.

Der angebaute Frequenzumrichter kann aber mehr als nur die Drehzahl und damit die Geschwindigkeit abzusenken. Man kann das Spiel auch in die umgekehrte Richtung betreiben. Jetzt habe ich mal experimentiert und die Drehzahl hochgesetzt. Elektrisch ist der Motor dafür geeignet, er wird zudem noch temperaturüberwacht. Bei einer Bandgeschwindigkeit von fast 2000 m/min hatte ich den Eindruck, als wenn die Säge und das Sägeband (30x0,7 mm bei 600er Rollen) sich sauwohl fühlen würde. Doch jetzt nagen Zweifel, ist das gesund für ein solches Sägeband? Das Schnittbild sah jedenfalls gut aus. Gibt es Meinungen zu diesem Thema?

Batucada
 

schrauber-at-work

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Nabend,

in Holz eigentlich optimal. Meine kleine Schepperbach BS macht leider nur 1200 m/min. Das Gussmonster bei meinem Dad deutlich mehr. Da lässt sich ganz anders dran auftrennen.

So lange das Sägeband nicht reisst, schnell die Schränkung oder die Schärfe verliert würde ich mir keine Sorgen machen.

Einfach machen.

Gruß Stephan
 

vangogh

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Das ist einer der Punkte, die große Bandsägen besser machen. Meine PH 800 macht 1750 m/min.

Also von 1175 auf 2000 m/min ist schon ne Hausnummer. Ich weiß nicht ob ich dabei gut schlafen bzw. entspannt an der Säge stehen würde. Ich habe dir mal die Daten von den großen PHs in den Anhang gepackt. Da siehst du, dass sich die Drehzahl in einem engen Bereich abspielt. Das wird Gründe haben. Denn die Ingenieure haben sich ja sicher was dabei gedacht. Und ich denke da in erster Linie nicht an das Band, sondern an Räder, Lager und Co.
 

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Batucada

ww-robinie
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Ab jetzt in der Karibik auf Hispaniola
Moin,

Danke für deine Antwort.
Also von 1175 auf 2000 m/min ist schon ne Hausnummer. Ich weiß nicht ob ich dabei gut schlafen bzw. entspannt an der Säge stehen würde.
also, ich hab' letzte Nacht gut geschlafen.
Und ja, die Änderung ist schon immens. Und ich gestehe auch ein, leicht verrückt zu sein. Ich bin aber auf der Suche nach Argumenten, die gegen eine solche Anhebung der Schnittgeschwindigkeit sprechen.
Ich habe dir mal die Daten von den großen PHs in den Anhang gepackt. Da siehst du, dass sich die Drehzahl in einem engen Bereich abspielt.
...wobei irgendwas nicht stimmt, zumindest die Daten der PH700/E scheinen kongruent zu sein. Bei den Daten der PH800/E passen die Drehzahl (680 U/min) und die Schnittgeschwindigkeit (1750 m/min) nicht zum Rollendurchmesser von 800 mm. Mindestens 1 Angabe muss falsch sein. Aber das nur am Rande.
Das wird Gründe haben. Denn die Ingenieure haben sich ja sicher was dabei gedacht.
Mag sein, aber rechnen kann ich auch ...
Leg ich bei der PH800/E die Schnittgeschwindigkeit von 1750 m/min zugrunde, so komme ich auf eine Drehzahl von 696,3 U/min was annähernd 700 entspricht, also vergleichbar mit der PH700/E.

Bei meinem Experiment mit 2000 m/min erreichen meine Rollen eine Drehzahl von annähernd 1000 U/min, das ist gegenüber 700 U/min eine Erhöhung von 43%, für mich nicht besonders aufregend. Würde ich zum Beispiel die Drehzahl von 700 U/min als imaginäres "Bandsägengesetz" ansehen, dann würde aber bei meiner Bandsäge die Schnittgeschwindigkeit immer noch bei knapp 1400 m/min liegen.
Und ich denke da in erster Linie nicht an das Band, sondern an Räder, Lager und Co.
Meine Überlegungen gehen genau in die umgekehrte Richtung. Bei "Räder, Lager und Co" sind es die Lager, die bei mir den Sprung von 700 auf 1000 U/min aushalten müssten. Aber für diesen Sprung schaue ich noch nicht einmal bei SKF nach.

Meine Überlegungen beziehen sich nämlich auf das Band, das pro Zeiteinheit eine größere Biegearbeit aufnehmen muss. Wie entwickelt sich dann die Lebensdauer des Bandes?

Batucada
 

vangogh

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Leg ich bei der PH800/E die Schnittgeschwindigkeit von 1750 m/min zugrunde, so komme ich auf eine Drehzahl von 696,3 U/min was annähernd 700 entspricht, also vergleichbar mit der PH700/E.

Stimmt, da ist ein Fehler in der Bedienungsanleitung. Habe ich bisher nicht nachgerechnet. Aber egal was von den beiden Angaben für die 800er jetzt stimmt, die Drehzahl bleibt annähernd gleich.

Ich halte das nach wie vor für keine gute Idee um es höflich auszudrücken. Denn die maximale Drehzahl eines Lagers ist nur eine Sache. Es geht ja auch darum was da gedreht wird. Aber gut, wenn du dir nur um das Band Gedanken machst, würde ich Hema anschreiben bzw. anrufen. Da kriegst du einen qualifizierten Kommentar dazu.
 
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Batucada

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Stimmt, da ist ein Fehler in der Bedienungsanleitung.
Das ist eine alte Berufskrankheit, dass ich den Prospektangaben der Hersteller misstraue.
Ich halte das nach wie vor für keine gute Idee um es höflich auszudrücken. Denn die maximale Drehzahl eines Lagers ist nur eine Sache. Es geht ja auch darum was da gedreht wird.
Ja, wenn da nicht die böse, böse Zentrifugalkraft wäre. Aber da gibt es doch schließlich noch die Zentripetalkraft...die darf man nicht überreizen, klar.
Nee, nicht wirklich, um die Standfestigkeit meiner Rollen mach' ich mir wirklich keine Sorgen.
Aber gut, wenn du dir nur um das Band Gedanken machst, würde ich Hema anschreiben bzw. anrufen. Da kriegst du einen qualifizierten Kommentar dazu.
Mal sehen, das werde ich am WE mal formulieren und an Hema schicken.
 

Dietrich

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Hallo,

bei 2000 m/min hätte ich auch Bedenken, vor allem bei alten Speichenrädern, 1600-1700 m/min werde ich aber definitiv auch noch mal testen, Guß-Scheibenräder...!
Bis in diesen Bereich konnte man die Hema SR-400 mit optionalem FU auch verstellen.
Als mir damals der Schlosser half die "doppelt abgedichteten Lager" ein zu setzen, meinte er auf Nachfrage und kurzem Blick in die Liste, die Lager würden über 20000 U/min vertragen, was mir ehrlich gesagt schwer fiel zu glauben, denn das wäre rund die 20-fache Drehzahl!?

Gruß Dietrich
 

Batucada

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@magmog ,

Eine Bandsäge mit 2000 m/min ==> 33,3 m/s
Bei meinem Hobel habe ich 31 m/s, das liegt damit auch in dem Bereich.
Es wäre überaus nett, wenn du eine spezifische Quellenangabe zur Fachliteratur hättest. Es gab ja schon mal eine Diskussion zur Vorspaltgeschwindigkeit...

Batucada
 

vangogh

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Hema geht bei den aktuellen UHs mit variablem Antrieb bis zu 1850 m/min. Die UH 800/TR und die UH 900/TR machen als Trennbandsägen mit Vorschub ab Werk 1760 bzw. 1800 m/min.

Mir reicht das als Fachliteratur. Denn wenn da mit mehr Schnittgeschwindigkeit etwas zu verbessern wäre, hätten die es wohl längst gemacht.
 

Batucada

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... die Lager würden über 20000 U/min vertragen, was mir ehrlich gesagt schwer fiel zu glauben, denn das wäre rund die 20-fache Drehzahl!?
also, Lager mit 20.000 U/min, da würde ich schon sehr genau hinsehen. Da kommt's schon auf die Lagergrößen an. Ich tue mich derzeit schwer, ein 6005 Lager für meine Oberfräse zu finden, die gängigen Grenzdrehzahlen liegen bei ca. 18.000 U/min, für die Höchstdrehzahl einer Oberfräse viel zu wenig, aber selbst das wäre für eine Bandsäge immer noch viel zu viel.

Wenn ich die letzten Meldungen (Beiträge) wahrnehme, so liegen die 1800 m/min ==> 30 m/s dann doch im Bereich des Praktikablen (siehe @magmog ). Bei mir war es bisher ein Experiment, das nicht auf Dauer angelegt ist. Aber die 1800 m/min würde ich gerne in den nächsten Tagen beim Auftrennen anwenden wollen. Irgendwie sehe ich mich da schon auf dem richtigen Wege.

Mal sehen, vielleicht kommt ja noch was.

Batucada
 

IngoS

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Hallo,

für die Lager sehe ich keine Probleme. Ein Problem könnte darin bestehen, wie gut die Räder ausgewuchtet sind und ob da eventuell Resonanzen auftreten. Besonders ist in meinen Augen die Biegewechselfestigkeit des Sägebandes zu beachten. Bei doppelter Drehzahl ergeben sich ja doppelt so viel Biegevorgänge in der gleichen Zeit. Daraus ergibt sich also eine kürzere Lebensdauer des Bandes, in Betriebsstunden gerechnet. In wie weit sich schnelleres Biegen, gegenüber langsamerem Biegen des Bandes auf die Lebensdauer auswirkt, kann ich nicht beurteilen.

Gruß

Ingo
 

magmog

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Guuden,

die Metaller geben die Schnittgeschwindigkeiten in m/min an,
im Bereich der Holzbearbeitung ist m/s üblich.
Zu unterscheiden ist, ob es sich um eine Kleinmaschine oder um eine schwere
Großmaschine oder gar um eine Blockbandsäge handelt.
Weiterhin ist die Haltbarkeit der der Blätter bei geringerer Schnittgeschwindigkeit
größer.

Hema z.B. gibt für die Baureihe SR 24 m/s und die UH 27-30 m/s an.
 

Dietrich

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Hallo Justus,

demnach wäre für eine 400er Maschine eher ein FU als eine dauerhaft größere Übersetzung besser. Den FU könnte man bei Materialstärke nahe am max. Durchlass auf 60Hz stellen dann würde die Motordrehzahl von knapp 3000 auf 3600 U/min steigen und die Bandgeschwindigkeit von 1400 m/min auf 1680 m/min bzw. von rund 23 m/s auf 28 m/s steigen, die Maschine und deren Sägebänder könnten für normale Arbeiten dann wieder mit 50Hz betrieben und geschont werden.

Gruß Dietrich /der jetzt einen Elektriker braucht für einen FU an zu klemmen, hab nämlich einen da aber keine Ahnung:emoji_slight_smile:
 

Vaultdoor

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Hallöchen,

ich wollte nur mal meinen Senf zu Schnittgeschwindigkeiten bei Bandsägen dazugeben... Mich hatte die Geschwindigkeit bei meiner eigenen Säge mal interessiert - aufgeschrieben steht sie nirgends, also war ausmessen angesagt. Die 700er Rollen drehen mit 755rpm und die Laufflächenlänge beträgt pro Rolle 0,7m*3,14=~ 2,2m Daraus folgt 2,2m*755 min^(-1)=~1659m/min, das sind umgerechnet 1659/60=27,7m/s. Und damit schneidet es sich auch definitiv sehr gut. Ich habe herkommliche CV-Sägebänder drauf, die sind auch schon sicherlich einige Jahrzehnte alt. Ich habe sie aber damals zur Säge dazu bekommen und sie waren frisch geschliffen und geschränkt. Sägen auf jeden Fall butterweich.

Viele Grüße
Maik
 
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