Möbel für den Versand verpacken

swrs

ww-ahorn
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Hallo slle zusammen,

ich habe ein Bücherregal (verleimt, nicht demontierbar) und ein weiteres Möbelstück (demontierbar), die zusammen von Frankreich nach Dänemark versandt werden sollen. Spedition ist schon gefunden und holt beides kommende Woche ab.

Zusammen gehen die Stücke auf die Größe einer Industriepalette (120 x 100 cm). Die Spedition hat mit sehr ans Herz gelegt, eine Box zu bauen, um die Stücke zu schützen, da die Ladung mehrere Male verladen wird und es sich nicht um einen besonders vorsichtigen Transport, wie z.B. von Kunstwerken, handelt.

Die Außenmaße der Stücke liegen zusammen so bei 110 x 90 x 40 cm. Ich habe bisher vor eine Box aus dünnem Plattenmaterial (OSB oder Mehrschicht) versteift durch Leisten (ca. 20 x 40 mm) zu bauen. Die Leisten sollten außen liegen und an der Unterseite würde ich zusätzlich stärkere Leisten anbringen, die der Box genügend Bodenabstand für die Gabel eines Staplers geben.

Nun, hat hier jemand damit schon Erfahrung und hat…
… Rat und/oder Beispiele einer Transportkiste?
… Ideen für Material, um die Möbel innerhalb der Box zu stabilisieren und zu dämpfen? (Vorzugsweise ohne Plastik)
… eine ganz andere Idee, die sich einfacher ausführen ließe?

Danke und Grüße
 

magmog

ww-robinie
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Guuden,

Sonderpalette unbedingt nach Norm ausführen, halt 200mm breiter!
Die Breite zwischen den durchgehenden Kufen einfach 100mm breiter ausführen.
18mm Batapin- oder ein anderes Kistensperrholz verwenden.
Außen glatt, Kanthölzer in den Ecken, in allen 12!
Wenn Platz im mittleren Bereich von Außenwand zu Außenwand je eine Strebe.
Vom Großhandel oder einer größeren Firma in der Nähe Luftpolsterfolie, Chips, gekrunschtes Packpapier holen.
Dei Inhalt von oben erst mit weichem Papier (Zeitung reicht), dann mit Folie abdecken, falls die Kiste in den Regen gestellt wird.
Und Schrauben, Schrauben, Schrauben.....

Dann Inhalt vor dem Schließen der Kiste fotografieren,
sowie die geschlossene Kiste von allen 4 Seite fotografieren, beides mit sichtbarer aktueller Tageszeitung drauf.
Beim Empfang die Bilder parat haben und bei Beschädigungen der Kiste
erst nach deren Öffnung dem Fahrer den Empfang quittieren.
Über Transportversicherung nachdenken.
 
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IngoS

ww-robinie
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Hallo,

nimm als Basis eine Europalette.
Darauf zimmerst du dann deine Kiste.
Möbel mit Umzugsdecken umhüllen und Hohlräume mit Kartonage füllen.
Viel Erfolg.

Gruß Ingo
 

carsten

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Hallo

die Kollegen haben ja schon passende Tips gegeben.
Story aus der Realität. Wir haben für eine einen größere Modekette die Shopinnenausbauten gefertigt und meist mit Subs montiert. Deutschlandweit und benachbartes Ausland. Kundin wollte dann noch zwei E-Böden. hochglanz grau. Hat ein Kollege mehrfach in dicken Karton und PE Folie eingepackt. Versand per DHL, UPS oder.... Kam jedenfalls beschädigt an. Versandunternehmen hat den Schaden übernommen. 2 mal neu Verpackung diesmal Karton und quasi Kiste drumherum mit Leisten aus Holz und Deckel aus OSB. solide verschraubt. Kundin war der Benutzung eines Akkuschraubers kundig. Anruf 2 Tage später und Fotos per Mail: da hat jdm Frisbee mit gespielt oder die sind die ganze Fahrt über im Laderaum hin und her gerutscht. Ich vermute eher die sind tatsächlich von der Ladefläche gefallen.
Jedenfalls eine Ecke ..... Auch hier keine Probleme mit Kostenübernahme für Ersatz.
Die dritten hab ich dann persönlich im Rahmen einer Motorradtour ausgeliefert. Passenten prima auf die Gepäck Halterung statt dem Beifahrersitz. Sauber eingepackt und verzurrt. Und dank Garmin Zumo problemlos in die Altstadt von Luxemburg gefunden.

Fazit Deppen/ Narrensicher verpacken oder selber fahren. Jetzt ist ne Palette schon etwas Narrensicherer als ein Paket mit Grundfläche < DIN A3, Aber auch da gilt SOOOOOOOOOOOOO sicher verpacken dass es einen Unfall überstehen KANN. Also nicht kleckeren , das passt schon. sonder Klotzen. Die Aufkleber vorsicht Glas ( auch wenn nicht) bzw nicht kippen/ werfen usw sind obligatorisch.
 

inselino

ww-robinie
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Ne Industriepalette ist ne ganz normale Palette warum sollte ich da auf eine Europalette wechseln?
Für mich ist die Frage, was ist das für ein WErt? Wenn das unersetzbare Möbel sind ist es was anderes, als wenn es nur materieller Schaden ist den die Logistik übernehmen kann.
Bei ersterem müsste es einen Unfall überleben, beim zweiten nur die Staplerfahrten der Spedition.
Wenn wür über letzteres reden, dann geht es vorallem um 3 Dinge:
a) Verrutschen/Kippen während der Fahrt verhindern
b) Nichts darf irgendwo hängen bleiben beim verfahren
c) wenn einer mit dem Gabelstapler reinfährt sollte die Gabel vor den Möbeln irgendwo anstoßen
Also ich habe schon einen Extruder mit 2 Tonnen versendet, wenn man da ein solides Lattengerüst drumrumbaut (war eher so 40x70) dann geht das eigentlich.
Ein Problem ist, wie kriegst du das Zeug auf der Palette fest, denn der Hebel, wenn das 2m hoch ist, ist doch erheblich. Ich würde aus den Latten so eine Art großen Würfel bauen, den mit der Palette verschrauben und dann mit OSB beplanken. Je nach Möbeln würde ich die mit so Einweggurten auf der Palette gegen rutschen/kippen sichern, das ist besser als polstern.
 

isso

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Das kommt auf den Spediteur an. Ich Frage konkret mit Lademaßen an, dann bekomme ich einen Preis.

Höhe Kost fast nichts. Das heißt es macht einen massiven Unterschied ob ich 120/80 und 90 hoch Anfrage oder 110/40 und 90 hoch.

Sollte halt halbwegs stabil stehen, da vielleicht doch etwas breiter?

Wir verpacken auf Grundfläche plus 5cm Überstand. Das ergibt das Maß der Palette. Möbel drauf und dick Pappe drum, dann einstretchen.

Mehr Aufwand macht auch nicht weniger Schäden. Eine Staplergabel drückt auch durch Sperrholz, den in den meisten AGBs angegebenen Fall aus 2m Höhe kannst du auch vergessen.

So ist der das bei uns passendste System.

Aber, es kommt auf den Spediteur an.
Die meisten rechnen komische Formeln in Lademeter um, ist lustig wenn du meist langes Zeig verschickst. :emoji_sunglasses:
Der Fahrer liebt unsere Kaffeemaschine!
 

inselino

ww-robinie
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Höhe kostet quasi nichts, sofern es nicht stapelbar ist. Das ist zumindest bei uns die Abfrage und ich vermute das könnte unter bestimmten Umständen dann billiger kommen, dafür ist unser Kram aber nicht gemacht. Daher geht es eh immer nur um Grundfläche und Gewicht.
Uns ist es es schon passiert, dass der mit der Palette an irgendeiner Ecke hängen bleibt und da locker durch Pappe und Stretchfolie druchgerissen hat, da hätte Sperrholz schon was geholfen. Aber ja, wenn du richtig mit der Gabel gegensemmelst ändert das auch nicht so viel.
 

swrs

ww-ahorn
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Hallo alle zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten, die alle sehr hilfreich waren. Gerne hätte ich das Möbelstück auch selber nach Skandinavien gefahren, das ließe sich aber leider einfach nicht einrichten. In Sachen Kosten (325€ Spedition + Material- und Arbeitskosten für die Kiste), wäre es nicht unbedingt teurer gewesen selbst zu fahren.

Letztendlich ging das Bücherregal fuhr das Bücherregal am Dienstag ab und kam heute sicher und unversehrt am Zielort an. Die Transportkiste ist aus 6 Teilen (Grund- und Oberplatte, vier Seitenteile) aus je OSB Platten (9 mm) mit Kanthölzern (ca. 20 x 40 mm) konstruiert. Das Innenmaß der Kiste entspricht dem des Regals plus ca. 5 mm Luft umlaufend. Nachdem das Regal in zwei Umzugsdecken eingewickelt wurde, saß es in der Kiste mehr als eng. Zuletzt habe ich an der Bodenplatte noch drei dicke Leisten (ca. 60 x 100 mm) für den Gabelstapler angebracht. Ich bin grundsätzlich davon ausgegangen, das Regal liegend zu versenden; evtl. wäre ein stehender Versand durch geringere Grundfläche günstiger gewesen. Nun war alles recht gut gesichert, außer es wird doch von einem Gabelstapler erstochen, fällt vom Laster, oder wird im Regen stehen gelassen.

Zusätzlich lassen sich die Teile der Transportkiste nach dem Transport zu einem eigenen Regal montieren — sonst wäre es schade um das Holz.

Anbei ein paar Fotos, falls es interessiert.

Danke nochmals und Grüße

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