Minimales Dachgerüst an Dach-Sparren befestigen?

HolzPhil

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Moin,

wir möchten demnächst ein kleines Balkonkraftwerk aufs Dach schrauben und dafür entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Mir kam jetzt die Idee, Kanthölzer schräg von der Fassade hoch über die Regenrinne hinweg zu befestigen, diese an den Sparren zu verschrauben und den überstehenden Meter per Fangnetz von links nach rechts zu sichern. Eine Skizze wäre hier hilfreich, die kann ich evtl. heute Abend anfertigen.

Das sollte für die Sparren des Dachs kein Problem darstellen, oder übersehe ich hier etwas? Ich könnte mich unten auf die Terrassenüberdachung stellen und von dort aus arbeiten.

Alternativ hatte ich überlegt, ein provisorisches Gerüst aus Holz auf die Terrassenüberdachung zu stellen. Natürlich nicht punktuell aufs Glas, sondern horizontal über Bauschutzmatten und Bohlen gleichmäßig aufliegend.

Eigentlich wäre ein seitlicher Schutz trotz 2m Abstand des Balkonkraftwerks auch angebracht, hier fehlt mir aber noch die zündende Idee.

Über Rückmeldungen freue ich mich sehr, vielleicht hat jemand von euch ja schon etwas ähnliches veranstaltet.

Besten Dank für eurer Feedback,
Phil

PXL_20260908_090101831.jpg
 

IngoS

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Hallo,

hast du einen Bodenraum, oder ist bis unter den First ausgebaut und gedämmt?

Ich sehe da einen Ausstieg für den Schornsteinfeger.
Nutze den, schiebe entsprechende Dachsteine hoch, dass du sicher treten kannst. Nur von der Veranda aus wirst du die Dachhaken nicht montieren können.
Welche Neigung hat das Dach?

Gruß Ingo
 

magmog

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.......wenn die fachlichen Bestimmungen eingehalten werden, alles OK.
Wenn es nur um die Sicherheit des Erstellers der Sicherheitsvorkehrungen geht,
reicht alles was er für ausreichend hält.
Aber bereits bei einem Helfer, sebst wenn der nur am Boden bleibt, kann es bereits krieseln.

Sollte eine Firma die PVA montieren bringt ein Gefahrenübergang in deren Richtung.

Ich bin nicht Kassandra, aber, laut Andy Brehme, >>haste Scheiß am Bein, haste Scheiß am Bein!<<
 

HolzPhil

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Hallo,

hast du einen Bodenraum, oder ist bis unter den First ausgebaut und gedämmt?

Ich sehe da einen Ausstieg für den Schornsteinfeger.
Nutze den, schiebe entsprechende Dachsteine hoch, dass du sicher treten kannst. Nur von der Veranda aus wirst du die Dachhaken nicht montieren können.
Welche Neigung hat das Dach?

Gruß Ingo

.......wenn die fachlichen Bestimmungen eingehalten werden, alles OK.
Wenn es nur um die Sicherheit des Erstellers der Sicherheitsvorkehrungen geht,
reicht alles was er für ausreichend hält.
Aber bereits bei einem Helfer, sebst wenn der nur am Boden bleibt, kann es bereits krieseln.

Sollte eine Firma die PVA montieren bringt ein Gefahrenübergang in deren Richtung.

Ich bin nicht Kassandra, aber, laut Andy Brehme, >>haste Scheiß am Bein, haste Scheiß am Bein!<<

Moin,

vielen Dank für die Rückmeldungen!

Das Dach hat eine Neigung von 35°. Ich werde das möglichst alleine machen, um niemanden zu gefährden. Als zusätzliche Sicherheit habe ich ein Fallschutz-Set bestellt, mit dem ich mich sichern werde.

Vorschlag #1

Je Dachsparren links und rechst zwei horizontale Kanthölzer. Je Sparren eine M12-Schraube, das Loch anschließend per Dübel verschließen. An der Hausseite ein Kantholz an die Fassade, dort die Gerüst-Kanthölzer festschrauben.

Als zusätzliche Sicherung (nachträglich rosa eingezeichnet) noch ein weiteres Kantholz an die Fassade und quer weitere Kanthölzer zur Abstützung montieren.

Vorschlag #2

Zwischen den Aluprofilen sind fast 80cm Glas frei. Dort würde ich eine 70cm-Bautenschutzmatte auflegen. Darauf noch eine OSB-Platte. Anschließend kann man ein Gerüst aus Holz bauen und die Kanthölzer längst über die OSB-Platten legen. Die Alu-Profile werden so nicht belastet und die Last gleichmäßig auf die Gläser übertragen. Da sollte dem Glas nichts passieren, wenn man bedenkt, dass ich zur Montage der Profile schon drübergelaufen bzw. gekrabbelt bin und es punktuell belastet habe.

Was haltet ihr von den Ideen?

PXL_20261014_225518099b.jpg
 

TobiBS

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Jumi

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Es geht um 2 bis 4 Module, oder? Ich wäre bei einer Seilsicherung von oben und sauberer Montage. Ohne irgendein Gerüst. Allenfalls noch eine wie auch immer geartete Bohle in die Dachrinne stellen, um die verlorenen Schrauben aufzufangen.
Ich habe dieses Jahr 34 Module auf 25° Dachneigung montiert. Ohne Gerüst und ohne Absturzsicherung. 2x musste ich runterklettern um die Schraube und den Bit in der Wiese zu suchen. Das soll nicht zum Nachahmen motivieren, aber einen Eindruck von der "Häufigkeit eines Materialabsturzes" geben.
 

HolzPhil

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Es geht um 2 bis 4 Module, oder? Ich wäre bei einer Seilsicherung von oben und sauberer Montage. Ohne irgendein Gerüst. Allenfalls noch eine wie auch immer geartete Bohle in die Dachrinne stellen, um die verlorenen Schrauben aufzufangen.
Ich habe dieses Jahr 34 Module auf 25° Dachneigung montiert. Ohne Gerüst und ohne Absturzsicherung. 2x musste ich runterklettern um die Schraube und den Bit in der Wiese zu suchen. Das soll nicht zum Nachahmen motivieren, aber einen Eindruck von der "Häufigkeit eines Materialabsturzes" geben.

Es werden schon etwas mehr Module (14 Stück). Wenn es nach mir geht, wäre eine Seilsicherung ausreichend. Meine Frau spielt da aber nicht mit.

Auch könnte das Gerüst hilfreich sein, um per Seilwinde die Module aufs Dach zu bekommen. Sind die großen, knapp 200cm langen.
 

Maxe_M

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Es wäre wichtig, dass das Gerüst nicht die Sicherheit reduziert statt verbessert. Bspw. wenn es nachgibt wenn man mal draufsteht (was man nicht würde, wäre es nicht da). Oder dass man ohne Gerüst auf des Glasdach fallen würde und mit Gerüst und fehlender Brüstung dann den doppelten Weg auf die Terrasse stürzt.
 

IngoS

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Hallo,

so klein ist deine geplante Anlage ja nicht, ca. 7kWp.
Vor Allem brauchst du da mehrere Tage trockenes, frostfreies Wetter, zumal du ja allein auf dem Dach werkeln willst.
Das wird nun schon schwierig.
Ich habe auf unterschiedlichsten Dächern insgesamt so etwa 100kWp montiert, weiß also was da auf dich zukommt.
IMG_20261020_074057.jpg

Habe selbst immer ohne ein Fanggerüst gearbeitet, aber teilweise immerhin mit Fanggeschirr.
Wichtig, dass du dich sicher und angstfrei auf dem Dach bewegen kannst. Sind ja allerhand Dachsteine hochzunehmen und auszuschneiden.
Mit der untersten Schiene fängt man an. Wenn die sitzt, hast du einen guten Halt für die Füße.

Gruß Ingo
 
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fahe

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Coswig
wir möchten demnächst ein kleines Balkonkraftwerk aufs Dach schrauben
Es werden schon etwas mehr Module (14 Stück).

...dass beides nicht zusammen passt, hat Ingo ja schon angedeutet.

Du hast geschrieben, dass Du allein arbeiten willst. Heutige Glas-Glas-Module wiegen in der Standardgröße knapp 30 Kilogramm. Ich habe schon welche ganz allein montiert - und zwar unter deutlich einfacheren Bedingungen, da nur auf 'nem Vordach in nur knapp drei Metern Höhe.

War jetzt nicht unbedingt eine Lieblingsarbeit. Ich habe mir da extra schnell eine Art schiefe Ebene zusammen gespaxt, um die nicht eben handlichen Module allein nach oben zu bekommen. Und natürlich hatte ich trotzdem ein kleines Gerüst am Start.
 

Testlabor

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ich weis nicht ob ich mein Leben einer Dachrinne anvertrauen würde. Letztes Jahr sauste eine solche , 30cm vor meinem Gesicht nach unten, Schnee war der Auslöser und die Rinne war ein paar Monate vorher montiert worden.

Dann hat beim Bau aber jemand gewaltig gepfuscht.
Wenn die Regenrinne nach dem Stand der Technik montiert ist (DIN EN612) sollte das kein Problem sein. In der Norm ist u. A. auch festgelegt, dass die Rinne so angeordnet sein soll, dass abrutschender Schnee nicht die Rinnenvorderkante trifft.
Die genannte Dachrandsicherung ist übrigens von TÜV Nord abgenommen.

Die Verwendung des Teil ist definitiv besser, als wenn Amateure ohne Sicherung = ohne Hirn am Dach arbeiten. Und wenn sie dann runterfallen darf die Allgemeinheit zahlen.
 

brubu

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Bei uns halten die Rinnen gut, wir stehen ja auch halbwegs hinein wenn ganz unten am Dach gearbeitet wird. Wir haben selber keinen solchen Zaun und arbeiten nur wenig auf Dächern aber meist angeseilt. Aber etwas anders angeseilt als es in den Vorschriften steht, eher so wie wenn man klettert. Aber lassen wir das.
 

Kerstenk

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Dann hat beim Bau aber jemand gewaltig gepfuscht.
Wenn die Regenrinne nach dem Stand der Technik montiert ist (DIN EN612) sollte das kein Problem sein. In der Norm ist u. A. auch festgelegt, dass die Rinne so angeordnet sein soll, dass abrutschender Schnee nicht die Rinnenvorderkante trifft.
Die genannte Dachrandsicherung ist übrigens von TÜV Nord abgenommen.

Die Verwendung des Teil ist definitiv besser, als wenn Amateure ohne Sicherung = ohne Hirn am Dach arbeiten. Und wenn sie dann runterfallen darf die Allgemeinheit zahlen.
das die Dachrinne nicht richtig montiert war, ist durchaus richtig, bezweifle ich keine Sekunde. Ich weiß auch, dass das Gerüst eine Zulassung hat, würde mich aber nicht davon abhalten nach einer anderen sicheren Möglichkeit zu suchen :emoji_slight_smile: denn von der Dachrinne ist auch jeder ausgegangen, hatte ja ein Dachdecker gemacht.
 

DasMoritz

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Moin,

ich habe 29,95kWp bei uns auf 45 Grad ohne Sicherung montiert. Traufhöhe war aber nur 3m, würde ich heute aber nicht mehr so machen. Man spart beim Eigenbau so viel, da ist ein Fanggerüst für die Dachrinne schon top.

Von Klettergeschirr halte ich persönlich nicht viel, als ich damit mal gearbeitet habe war das Seil immer im weg und genau da wo man es nicht brauchte.

Empfehlen kann ich in jedem Falle einen Dachdeckeraufzug, der macht es deutlich einfacher.
 

HolzPhil

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Vielen Dank für die ganzen hilfreichen Rückmeldungen!

Ich habe mich jetzt wie hier öfter empfohlen für eine Dachrandsicherung entschieden, die gibt es für tatsächlich sehr kleines Geld in der nächsten Großstadt zu mieten.

Evtl. wird es auch noch ein Klettergeschirr. Wobei ich da, wie von @DasMoritz angedeutet, ebenfalls befürchte, ständig das Seil im Weg zu haben. Andererseits habe ich es auch nicht eilig und kann mir bei der Arbeit Zeit lassen.
 

Testlabor

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Evtl. wird es auch noch ein Klettergeschirr. Wobei ich da, wie von @DasMoritz angedeutet, ebenfalls befürchte, ständig das Seil im Weg zu haben. Andererseits habe ich es auch nicht eilig und kann mir bei der Arbeit Zeit lassen.
Wenn man Arbeiten in der Höhe nicht gewöhnt ist, dann kann ein zusätzliches und ggf. durch eine zweite Person (am Anfang straff) geführtes Klettergeschirr die Arbeit deutlich entspannter machen. Ist dann so wie beim Klettern im Fels - ein gut geführtes Sicherungsseil lässt nur wenig Bewegung Richtung Absturz zu und man fällt nicht mehrere Meter ins Seil. In deinem Fall weißt du, dass du nicht das ganze Dach hinunterkugelt bis dich final des Fanggerüst hält. Das ist mental schon gut.
Wie man es nicht machen sollte wird oben im Zeitungsbild gezeigt - keine erkennbare Personensicherung, kein Fanggerüst und das ganze in mehreren Metern Höhe...
 

DasMoritz

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Ohne das ich Eigentümer des Bildes bin oder den Hintergrund kenne: Ich glaube bei solchen Enthusiasten / Pionieren ist das halt einfach „mal so“. Ich glaube da überwiegt dann die Idee „Wir machen was“, die ganzen eigentlich auch wichtigen Themen (wie PSA / Absturzsicherung) rücken nach hinten.
 

Testlabor

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Das kann gut sein. Ob man es aber in einem Thread posten muss in dem es u.a. um Sicherheitsempfehlungen zum Arbeiten am Dach geht muss jeder selbst wissen.

Ironie an:
... ich stelle mir gerade vor, wie es wäre wenn man in das Bild per KI den nicht gesicherten Jonas Winkler reinmontieren und das dann hier posten würde. Die Reaktionen und Kommentare wären bestimmt der Hit :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:
 

fried.chycken

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Ich bin selbst im Klettergurt gegangen, um ca. 50kw zu montieren. Seil über den First und auf der anderen Seite ans Auto.
Statikseil, kein Kletterseil und ein automatisches abseilgerät an den Gurt (petzl ID, z.B.).
Kumpel hat seins vom befreundeten baumkletterer geliehen, ich hab selbst was.

Seilarbeit ist ein bisschen Gewöhnungssache, aber wenn man systematisch arbeitet (unten an einer Seite anfangen, eine Reihe Haken fertig, dann schiene dran, dann nächste Reihe Haken), muss man selten die Position wechseln und das Seil verhakt sich nicht. Außerdem hat man immer einen festen Stand.

Ohne Erfahrung sollte in jedem Fall eine zweite Person helfen, alleine sind die Module nur schwer zu handeln - erst Recht, um sie sauber auszurichten zum festschrauben.

Eine halbseidene Eigenkonstruktion bringt keine Sicherheit-du weißt nie ob es hält. Ordentliches Gerüst mit Absturzsicherung wäre das Mittel, wenn Zweifel an der Seilsicherung bestehen.

Ich mache morgen den First meines Elternhauses neu, diesmal mit hubsteiger und Seilsicherung.
 

Holzfummler

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Moin,
noch ein kleiner Hinweis:
pass auf, wie du die abgenommenen Ziegel und Werkzeug "zwischen lagerst".
Bei mir ist ein Ziegel ins Rutschen gekommen und sauste in Richtung Terrassendach. Der Schreck war groß, glücklicherweise hat die Regenrinne das Loch im Glasdach verhindert.
Akku-Schrauber auch mit Seil am Körper sichern.
LG
Thomas
 

brubu

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Dafür gibt es Haken die unter den Ziegeln an der Lattung eingehängt werden können. In die Haken können senkrecht Beton Schaltafeln eingesteckt werden. Das ist keine zugelassene Absturzsicherung aber sehr gut für Werkzeug und Material. Link kann ich nicht bieten, die Webseite des Händlers ist seit langer Zeit oder schon immer extrem schlecht.
 
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