Welche Winkel beim Bauwagen verbauen?

outdoorfreak

ww-eiche
Registriert
8. Dezember 2011
Beiträge
351
Ort
saarland
Ich werd nach Frankreich gehen und es dort anmelden.

In Deutschland die ganze Buerokratie ist so furchtbar, da wird es wohl nicht zugelassen werden.

Ich hab gestern mit einem einem TUEV Pruefer telefoniert. Der konnte mir ueberhaupt nicht weiterhelfen.

Er hat auch zugegeben, dass er noch nie ein Auto oder LKW gebaut hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

DasM

ww-birke
Registriert
8. Januar 2021
Beiträge
73
Ort
Burghausen
Fuer noch Kehlbalken dranzuschrauben, da ist mein Dach nicht steil genug (siehe Photo).
Unter dem Dach wollte ich naemlich einen Speicher machen, wo ich mein Holz und Werkzeuge verstauen kann.

Hinten im Bauwagen soll naemlich eine Werkstatt reinkommen.
Rein aus den Bildern kann ich mir aktuell nicht wirklich vorstellen, dass hier noch zusätzliches Gewicht wirklich "Platz hat"...
Was ist denn als Dacheindeckung geplant bzw. welches Flächengewicht kommt denn hier noch "on top"?

Wie gesagt, alles meine persönliche Meinung
 

outdoorfreak

ww-eiche
Registriert
8. Dezember 2011
Beiträge
351
Ort
saarland
Es kommt nicht viel Gewicht in den Speicher. Nur Starkfurniere und ein paar Bretter. Nicht mehr als 20 Kg.

Ubd das Dach wurde mit Trapezblechen gedeckt. Auf die OSB Platten hab ich aus Gewichtsgruenden verzichten und nur eine Unterspanfolie unter die Bleche gemacht. Darunter kommt noch ne Plastikfolie und die Daemmung und als Wand kommen noch 4mm dicke Pappel Sperrholzplatten dran.
 

TomfromMuc

ww-robinie
Registriert
17. Januar 2011
Beiträge
1.671
Ort
bei München
Dein Projekt wird spannend bleiben (wie alle Deine Projekte :emoji_wink: ).
Und auch wenn Du hoffst, daß es in Frankreich zugelassen wird, wäre die dringende Empfehlung, sich frühzeitig mit der entsprechenden Stelle in Verbindung zu setzen und Deine Baupläne zu besprechen.
Einige Deiner Ansätze werden nicht funktionieren, das werden auch noch weitere user hier schreiben. Aber letztlich wird Dir wohl nur die Abstimmung mit der zulassenden Stelle die Augen öffnen und Dir sagen, was Du alles zu beachten hast.
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 

Seanathair

ww-robinie
Registriert
16. März 2023
Beiträge
811
Ort
Kiel
Ich kann anhand der Bilder nicht so recht Deine Dachkonstruktion erkennen, aber ich glaube sie entspricht nicht den Darstellungen die Du von Wikipedia gezeigt hast. Ich sehe keine belastbare Krafteinleitung der Dachsparren. Ohne die hast Du kein stabiles Dreieck und die untere Querverbindung wird nur auf Biegung beansprucht.

Ich glaube auch Frankreich ist nicht frei von Bürokratie und der dortige Peüfer wird das Ding nicht in die Öffentlichkeit lassen.
 

happyc

ww-robinie
Registriert
2. Dezember 2022
Beiträge
1.248
Ort
Einen a.d. Waffel
noch ein, zwei Sätze zu der Zulassung:
- du schreibst von Wohnmobil - also ein selbstfahrendes Gefährt, mit Motor und Antrieb. Es ist (nahezu) unmöglich, ein selbstfahrendes Mobil in Eigenregie neu zu bauen und zuzulassen. Dazu gibt es ein Haufen Vorschriften, die eingehalten werden müssen, von Nachweisen über Crashverhalten über Schadstoffausstoß und Adaption der ganzen kleinen elektrischen Helferlein, die ja heutzutage teilweise schon vorgeschrieben sind. Das ist in D so, und wird in F nicht großartig anders sein, Etwas einfacher wird es, wenn du auf eine bestehende Plattform aufbaust, und die älter als Baujahr X ist, dann fallen je nach Zeitraum unterschiedliche Vorgaben weg.
- einen Wohnanhänger zu bauen und zuzulassen ist unter Umständen einfacher - auch da gibt es Vorschriften bezüglich Sicherheit, Gasinstallation, … eine funktionierende Auflaufbremse mit einer zugelassenen, für das Gewicht ausgelegten Achse ist das Mindeste. Auch bei einem Wohnanhänger kann man auf eine bestehende Plattform zurückgreifen und neu aufbauen, entsprechende Einschränkungen bez. Gewicht und Abmaße beachten.
- für beide Varianten gilt: wenn der Aufbau nur „Ladung“ ist, also mit einigen Handgriffen vom Fahrgestell getrennt werden kann, gelten andere / weniger Vorschriften. Aber dann darf keine feste Verbindung zum Untergestellt vorhanden sein, und der Abbau muss mit relativ einfachem Aufwand möglich sein (und der Aufbau muss logischerweise selbsttragend sein)
- früher war es möglich, einen nicht geprüften und zugelassenen Hänger hinter einer landwirtschaftlichen Zugmaschine zu bewegen. Diese Möglichkeit gibt es nicht mehr, jeder Hänger muss geprüft und zugelassen sein.
- soweit ich weiß, kann und darf ein Polizist bei einer Verkehrskontrolle die Eintragungen / Zulassungen von Prüferrn in Frage stellen, und ein Fahrzeug stilllegen. Auch nen Hänger, auch nen Hänger hinter nem Traktor, auch mit ausländischer Zulassung.
 

DerRestaurator

ww-kirsche
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
157
Ort
Dahlem
@NOFX

Das wird ein bewegliches Tiny House. Wie ein Wohnmobil. Ich will es mit zwei Elektromotoren antreiben.

Allerdings wird es nicht mehr als 20 km/h fahren.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Die Firma Hachmeister hat beim EH1 damals in den 60er Jahren keine Winkel genommen. Der Holzrahmen (42 x 42 mm bzw in der Tür 42 x 63 mm) war gezapft und jede Zapfenverbindung mit einem Stahlnagel gesichert. Darauf war dann von außen das Paneel geschraubt und von innen Hardboard getackert. Die Rahmenkonstruktion bestand aus Kiefer, lediglich im Bereich des Ofenrohres wurde Buche verwendet. Es gab keine Diagonalen.
Leider habe ich keine Unterlagen zum Aufbau mehr erhalten können, nur die ganzen zulassungrelevanten Informationen zum Fahrgestell. Da wir die Fotos vom Wiederaufbau alle analog gemacht haben, müsste ich erst in den Umzugskartons graben um da etwas zeigen zu können...
Bei den Blechbeschlagenen Wagen dürfte der Aufbau sehr ähnlich gewesen sein.
 

DerRestaurator

ww-kirsche
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
157
Ort
Dahlem
Guuden,

ein bisschen nebenbei, es ist bekannt, dass ein zulassungfreies Fahrzeug einer Betriebserlaubnis,
oder einer EU-Typgenehmigung oder einer Einzelbetriebserlaubnis bedürfen,
wenn sie öffentlichen Straßen befahren?
Das betrifft meines Wissens so nur Bauwagen, also Fahrzeuge zur Unterbringung von Werkzeug und Personal im gewerblichen Bereich (privat braucht das ja eigentlich so auch keiner).
Da gibt es relativ strenge Auflagen was Schlaf- und Kochplätze angeht, auch wenn alle mir bekannten Bauwagen mit Ofen einen als Herd deklarierbaren Ofen hatten (also eine vollwertige Kochplatte) aber die Bänke waren immer gerade so lang (bzw kurz) dass man nicht "bequem" darauf schlafen konnte...
Als Wohnwagen dürfte der für den Straßenverkehr eine ganz normale Zulassung benötigen.
Sollte aber mit einer 20er oder 25er Zulassung nicht weiter schwierig werden, solange es für das Fahrgestell einen Hersteller ("Eigenbau" zählt wohl nicht mehr) und eine Fahrgestellnummer gibt und alle Maße und Gewichte eingehalten werden.

EDIT: gerade gesehen, dass das Teil selbstfahrend werden soll, das dürfte innerhalb der EU sehr spannend werden. Jedenfalls mit mehr als 6 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit...
 

outdoorfreak

ww-eiche
Registriert
8. Dezember 2011
Beiträge
351
Ort
saarland
Die Moeglichkeit, den Bauwagen mit einem Traktor zu ziehen, gibt es ja auch noch. So wie unten im Bild.
 

Anhänge

  • Screenshot_20260924_142810_Chrome.jpg
    Screenshot_20260924_142810_Chrome.jpg
    96,2 KB · Aufrufe: 58

FredT

ww-robinie
Registriert
26. Juni 2014
Beiträge
6.207
Ort
Halle/Saale
Läuft noch wohl unter "Überführungsfahrt". Vielleicht gibt es die Möglichkeit, das in Zusammenarbeit mit einem Autohaus oder Abschleppunternehm zu regeln.
 
Zuletzt bearbeitet:

zra_BA

ww-eiche
Registriert
8. Oktober 2024
Beiträge
368
Ort
Schlüsselau
Ich such mir ein Grundstueck, wo ich es hinstellen kann. Dort bleibt es dann stehen.
Viel Spaß mit der erforderlichen Baugenehmigung. Egal in welchem Bundesland.
Die Moeglichkeit, den Bauwagen mit einem Traktor zu ziehen, gibt es ja auch noch. So wie unten im Bild.
Wenn du den kleinen Eicher, oder irgendeine andere Zugmaschine benutzt fällt deine Konstruktion noch auf dem Grundstück (Standplatz aus #11) auseinander.
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.787
Ort
29549 Bad Bevensen
2 von meinen ehemaligen Lehrlinge bauen auch Bauwagen aus oder mittlerweile auch ganz neu auf. Das schaue ich mir natürlich immer mal wieder interessiert an. Was man auf den Fotos in Beitrag 11 sieht, hat aber keinerlei Ähnlichkeit mit dem was ich in diesen Werkstätten sehe. Wenn man in DE lebt, weiß man doch um die vielen Vorschriften usw. die das Leben bei uns regeln. Gute Planung ist das A und O eines jeden Projekts. Was hier stattfindet, ist Verschwendung von Material und Zeit. Während einer Weiterbildung mußte ich eine Ausarbeitung erstellen. Weil ich das zu leicht genommen habe und der Meinung war, daß ich das schon irgendwie zurecht bekomme, fand ich unter meiner Arbeit den Kommentar : der Mißerfolg war geplant. So ist es hier auch. Erstmal machen und wenn es dann nicht klappt ist die Bürokratie schuld. Ich werde das so machen wie Fiamingu und bei einem Glas frischem Apfelsaft das weitere Geschehen verfolgen.
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.787
Ort
29549 Bad Bevensen
Was viele Projekte, gerade von Hobbyisten, auszeichnet, ist die Tatsache, daß sie gut geplant sind. Da werden Zeichnungen gemacht, eine Materialliste wird erstellt und offene Fragen vor dem Beginn der Arbeiten hier im Forum gestellt. Hier werden Arbeiten begonnen und Tatsachen geschaffen und dann macht man sich Gedanken ob sowas überhaupt genehmigt werden kann. Das ist einigermaßen dilettantisch und sorgt bei einigen für Vorfreude auf Popcorn oder Chips.
 
Oben Unten