72 mm Loch in Hartholz

Horn_Ochse

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Hallo,

ich möchte einen Kerzenständer bauen.
Dazu habe ich 2 Altholzbretter aneinandergeleimt, leicht versetzt. Nun habe ich aus einem Stück Buchenbrennholz, das eine interessante Struktur hatte, einen Würfel herausgeschnitten, der ca 10x10x10 cm ist. Der wird auf dem Brett befestigt. Aus dem gleichen Stück Brennholz habe ich eine ca 1 cm dicke Scheibe gesägt, in die ich ein 70 cm messendes Loch gesägt habe. Die Scheibe wird nun ca 2 cm oberhalb des WÜrfels befestigt, so dass die Kerze auf dem Würfel steht, und durch den Ring gehalten wird. Das ganze kommt dann an die Wand.
Nun die eigentliche Frage: Ich hatte irgendwelche billigen Lochsägen im Keller stehen, die ich verwendet habe, es war mehr ein ausbrennen des Loches als ein aussägen.
Was nehme ich, wenn ich in Hartholz ca 10-15 mm dick ein Loch von ca 50-70 mm Durchmesser haben will?

Grüße
CH
 

willyy

ww-robinie
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kleine Oberfräse mit Fräszirkel ist da mm genau einstellbar.
Auf Opferbrett aufkleben und in 2-3 Schritten durchfräsen
 

Schichtleiter

ww-ahorn
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Falls du doch nochmal deine Lochsäge nutzt, hilft es mit der Lochsäge das Loch anzubohren. Dann auf der Innenseite ein Loch im Sägeschnitt durch das Brett zu bohren oder mehrere Löcher. Durch die Löcher können die entstehenden Späne aus dem Sägeschnitt rausfallen. Daher weniger Reibung, weniger brennen und mehr Platz für neue Späne. Empfehle mindestens 10mm Loch eher 20mm oder mehr mit einem Forstnerbohrer.

Edit: hier noch ein Video, zwar in Metall aber das selbe Prinzip
 
Zuletzt bearbeitet:

magmog

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Guuden,

bei Kronensägen ist in dem kleinen Sägenspalt kaum Platz für die Späne und es gibt nichts,
was die Späne nach außen befördert. Also muss nach 1- max 3mm das Werkzeug angehoben werden
um die entstandenen Späne aus den Zahnlücken und dem Schnitt zu entfernen.

Kronensägen sind eigentlich zur Blechbearbeitung vorgesehen, mit dünnen anderen Materialien funzen sie auch.
Für stärkeres Material müssen wesentlich größere Spannräume vorhanden sein,
oder man behilft sich mit dem stetigen Wechsel von Sägen... Zähneputzen, Sägen... Zähneputzen..... Sägen................
 

rafikus

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Eine weitere Möglichkeit wäre der Einsatz eines Zentrumbohrers in massiver Ausführung. Hier habe ich die Teile vorgestellt, die mir mal zugelaufen sind: https://www.woodworker.de/forum/thr...hbar-fräser-einstecktiefe.117176/#post-812373
Damit könnte das 72mm Loch ohne Brandspuren hergestellt werden und es wäre nicht notwendig den Bohrer immer wieder zu lupfen.
Solche Bohrer sind unter der Bezeichnung "verstellbarer Forstnerbohrer", "verstellbarer Kunstbohrer" oder "variabler Kunstbohrer" zu finden. Für einmaligen Einsatz ist der Preis leider recht hoch.
 

zra_BA

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...
Was nehme ich, wenn ich in Hartholz ca 10-15 mm dick ein Loch von ca 50-70 mm Durchmesser haben will?

Grüße
CH

Ich würde für diese Aufgabe einen

Falke Kreisschneider

nehmen.

Den gibt es in zwei Ausführungen:

stufenlos einstellbarer Bohrdurchmesser 40 mm - 120 mm
oder
stufenlos einstellbarer Bohrdurchmesser 40 mm - 200 mm

Um der Finger willen benutze ich meinen 200er nur in der Standbohrmaschine.
 

werists

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So einen Kreisschneider habe ich auch. Trotzdem oder deswegen habe ihn in meinen Vorschlägen nicht erwähnt.
In Weichholz sind die Dinger ganz OK aber für Hartholz halte ich die Dinger nicht geeignet.
 

magmog

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.....und bei dem kurzen Querholz in Verbindung mit den großen Überspannungskräften
würde ich befürchten, dass der Würfel zerbricht.
Deshalb und auch wegen des großen Drehmoments würde ich das Werkstück möglichst lang lassen
und erst nach der Vollendung des Lochs auf Maß schneiden..
 
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Solch einen Kreisschneider wie von @werists habe ich mir mal gekauft, einmal ausprobiert und eingeschüchtert in die Schublade gelegt. Dort kann er gerne für umme abgeholt werden. PLZ 65307. Ein Bier gibt's gratis dazu oder auch zwei bis zwanzig.

Ich meine das ernst.
 

dsdommi

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Nun ja. Ich habe auch einen und Nutze ihn schon ab und an. Allerdings nur in der Tischbohrmaschine und Werkstück gut eingespannt. Finger ganz weit weg vom Werkstück und langsamer Drehzahl. Dann geht das schon.
 

Horn_Ochse

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Vielen Dank für die vielen Antworten.
Oberfräse scheint mir eine gute Idee.
Mit einem großen Forstner habe ich es schon probiert, aber das funktioniert auch nicht so gut.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht
Ich werde jetzt in MDF mit dem Forstner eine Schablone herstellen, das Loch im Hartholz mit der Stichsäge etwas untermaßig aussägen und dann mit dem Bündigfräser fertig machen.
 

WoodyAlan

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Oder vernünftige Bohrkronen verwenden im Bohrständer. Hab ein Makita Set, irgendwas um 70€. Auch in Eiche kein Problem.
 
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