Tor an Gerätehaus sackt ab - Pfusch vom Zimmermann?

Neurus

ww-fichte
Registriert
23. Dezember 2023
Beiträge
15
Ort
Niedernhausen
Auf was für einem Fundament steht das Häuschen denn? Durchgehende Fundamentplatte, Streifenfundament oder einzelne Punktfundamente unter den Stützenschuhen? Oder einfach nur aufs Pflaster gedübelt?
Hallo, erstmal danke für die vielen, vielen Antworten! Ich versuche auf alles zu antworten, aber bedenkt, dass ich Laie bin.
Zu den Fundamenten: vier tief betonierte Punktfundamente.
 

Neurus

ww-fichte
Registriert
23. Dezember 2023
Beiträge
15
Ort
Niedernhausen
Das finde ich schlimmer. Von einem Fachbetrieb würde ich erwarten, dass man zumindest reagiert. Hier wird ja schon deutlich, dass es nicht unbedingt an der Ausführung liegt. Wenn keine Reaktion erfolgt, bleibt der Eindruck, dass Pfusch abgeliefert und der Kunde abgezockt wurde. Nun wissen wir nicht, wie die Kommunikation war.
Ganz richtig. Zur Kommunikation: siehe nächster Beitrag
 

Neurus

ww-fichte
Registriert
23. Dezember 2023
Beiträge
15
Ort
Niedernhausen
Naja. Wenn der Kunde sich schon nicht im Klaren ist, dass Balken beim Trocknen natürlich reißen, dann ist das natürlich Kommunikation auf zwei verschiedenen Ebenen. Da sind wohl zu Beginn der Zusammenarbeit die Basics nicht auaführlich erläutert worden (hätte mir auch passieren können), jetzt ist der Kunde mißtrauisch.
Wobei ich vermutlich nach 6 Jahren auch ein Stück weit tauber wäre als nach 1 Jahr. Gewährleistung ist rum.

Bei dir möchte ich auch nicht Kunde sein. Natürlich habe ich keine Ahnung und erwarte grundsätzlich ein Produkt, bei dem sich die Tür nicht immer weiter im Laufe der Jahre absenkt. Wenn die Risse im Balken als Ursache ausscheiden, habe ich damit kein Problem. Und wenn die Lärche im Alter silbrig oder schwärzlich wird, auch nicht, das Holz altert nämlich wunderschön und der Schuppen ist meines Erachtens optisch sehr gut gelungen und integriert sich wunderbar in die Umgebung. Dass es mal gewisse Trockungserscheinungen gibt, damit habe ich auch gerechnet. Dass ich irgendwann den Überwurf nicht mehr zukriege - nein, das nicht. Zunächst konnte ich diesen vor ca. 1 Jahr anpassen, so dass er sich wieder problemlos schließen ließ - jetzt klemmt er wieder und lässt sich nur noch brachial nach oben öfnen.

Dein Beitrag klingt schon so wie:" dummer Kunde, Holz arbeitet, aber der mosert wegen jedem Scheiß rum, kein Bock auf den."

Zur Kommunikation, die lief so: "Hallo, mein Name ist...., sie haben mir vor ca. 6 Jahren einen Unterstand mit Doppelflügeltor gebaut. Leider hat sich ein Torflügel offenbar gesenkt, zumindest klemmt der Überwurf. Vielleicht könnten Sie sich das mal anschauen, ob man das wieder beheben kann." " Ja, klar, rede mit Chef, der meldet sich". Tagelang keine Reaktion. Erneuter Anruf, diesmal AB, FREUNDLICHE Erinnerung. Wieder keine Reaktion.. Ja, da werde ich als Kunde misstrauisch. Da hat wohl keiner Lust mir zu erläutern, warum sein Tor nicht die versprochene Zeit überdauert.

Ich bin mir bewusst, dass die Gewährleistung vorbei ist - ich hätte die Reparatur auch voll bezahlt, ohne auszuflippen oder mich zu streiten. Mit Konfetti und Torte hätte ich ihn allerdings auch nicht empfangen.

Die Einstellung "Gewährleistung rum - Punkt und Pech" kann man vertreten, aber wenn dein neuer Golf nach 4 Jahren mit Motorschaden die Grätsche macht, erwartest auch du sicher eine gewisse Kulanz vom Händler und kein"Gewährleistung rum, Pech".
 
Zuletzt bearbeitet:

tiepel

ww-robinie
Registriert
31. Mai 2015
Beiträge
4.923
Ort
Sauerland
Hi,
Post #4 erstes Bild.
Die Ecke (unten, wo die diagonale Verstrebung abgestützt wird) scheint ganz schön nass zu werden, so wie das aussieht.
Gruß
 

Neurus

ww-fichte
Registriert
23. Dezember 2023
Beiträge
15
Ort
Niedernhausen
Und an den Balken habe ich nun mal auch die lange Wasserwaage gehalten, sieht gerade aus (Bilder A und AB. Die hier geäußerte Vermutung "Fundament taugt nix, Kundengrund instabil, Kunde selbst schuld, wenn alles zusammenklappt" wäre damit wohl auch widerlegt. Zumal der Zimmerer sich die tiefen Punktfundamente damals wirklich teuer bezahlen ließ.
Dass die Tür abgesackt ist, sieht man auch an Bild D, die Bretter waren mal bündig zueinander ausgerichtet. Auf Bild C sieht man dieses nach außen aufgebogene Brett, das dürfte den Überwurf zusätzlich auch beschränken.

Was wird die Reparatur kosten?
 

Anhänge

  • A.jpeg
    A.jpeg
    173,4 KB · Aufrufe: 135
  • C.jpeg
    C.jpeg
    231,3 KB · Aufrufe: 133
  • D.jpeg
    D.jpeg
    319,1 KB · Aufrufe: 137
  • AB.jpeg
    AB.jpeg
    172,6 KB · Aufrufe: 136
Zuletzt bearbeitet:

tiepel

ww-robinie
Registriert
31. Mai 2015
Beiträge
4.923
Ort
Sauerland
Hi,
an der Senkrechten kannst Du mit der Wasserwaage nicht prüfen, ob die Fundamente abgesackt sind.
Ich würde auf ein Absacken dieser aber auch nicht tippen.
Zur Reparatur ließ mal die bisherigen Antworten durch.
Hochdrücken oder Ausbauen und mit einer Schraubzwinge oder einem Spanngurt richten und dann mit ein, zwei langen Schrauben die Diagonale neu fixieren.
Wenn die Stelle noch massiv ist, (und nicht wie ich zwei Posts vorher vermutet habe) mit einem Eichendübel zusätzlich sichern.
Gruß
 

Neurus

ww-fichte
Registriert
23. Dezember 2023
Beiträge
15
Ort
Niedernhausen
Hi,
an der Senkrechten kannst Du mit der Wasserwaage nicht prüfen, ob die Fundamente abgesackt sind.
Ich würde auf ein Absacken dieser aber auch nicht tippen.
Zur Reparatur ließ mal die bisherigen Antworten durch.
Hochdrücken oder Ausbauen und mit einer Schraubzwinge oder einem Spanngurt richten und dann mit ein, zwei langen Schrauben die Diagonale neu fixieren.
Wenn die Stelle noch massiv ist, (und nicht wie ich zwei Posts vorher vermutet habe) mit einem Eichendübel zusätzlich sichern.
Gruß
Also du vermutest, dass das Tor lediglich gerichtet und neu verschraubt werden muss? Das klingt doch nach überschaubarem Aufwand.
 

Holz-Christian

ww-robinie
Registriert
30. September 2009
Beiträge
5.851
Alter
49
Ort
Bayerischer Wald
Servus, ich vermisse hier zuallererst Kopfbänder an der Vorderwand welche die Säulen der Hütte seitlich in der Waagerechten sichern könnten.
Auf diese könnte man eventuell noch verzichten wenn das Dach diagonal entsprechend ausgesteift wäre.

Die aufgeschraubten Wellbleche (?) können da halt herzlich wenig entgegenwirken.

Fazit:
Da hängt weder die Tür runter noch hat sich das Fundament gesenkt, die Hütte ist ganz einfach aufgrund fehlender Aussteifung windschief geworden.
 

uli2003

ww-robinie
Registriert
21. September 2009
Beiträge
14.674
Alter
59
Ort
Wadersloh
Da hängt weder die Tür runter noch hat sich das Fundament gesenkt, die Hütte ist ganz einfach aufgrund fehlender Aussteifung windschief geworden.
Das hab ich auch erst gedacht, die linke Ecke oben sieht auch so aus.
Jedoch wurde ja schon die Wasserwaage angelegt, das passt ja.
Zudem hält auch diese Dachscheibe das Dach im Winkel, sofern die Seiten das auch können.
Aber die linke Tür ist ja passend.
Die rechte muss insgesamt höher und unten etwas nach links. Abschrauben, ausrichten, festschrauben.
 

Joargh

ww-nussbaum
Registriert
24. Juli 2011
Beiträge
79
Zur Kommunikation, die lief so: "Hallo, mein Name ist...., sie haben mir vor ca. 6 Jahren einen Unterstand mit Doppelflügeltor gebaut. Leider hat sich ein Torflügel offenbar gesenkt, zumindest klemmt der Überwurf. Vielleicht könnten Sie sich das mal anschauen, ob man das wieder beheben kann." " Ja, klar, rede mit Chef, der meldet sich". Tagelang keine Reaktion. Erneuter Anruf, diesmal AB, FREUNDLICHE Erinnerung. Wieder keine Reaktion.. Ja, da werde ich als Kunde misstrauisch. Da hat wohl keiner Lust mir zu erläutern, warum sein Tor nicht die versprochene Zeit überdauert.
Guten Morgen,
Ich würde gerne einen Blickwinkel einbringen der vielleicht zu einer gütlichen Lösung beiträgt: die Konstruktion wird hier in den allergrößten Teilen als solide beschrieben und die Reaktion des Mitarbeiters am Telefon (der seinen Chef ja kennt und einschätzen kann) war nicht abwimmelnd sondern eher konstruktiv. Das klingt insgesamt nach einem ordentlichen Betrieb.
Es ist Sommer und damit die aktivste Zeit für die Zimmerer, gleichzeitig fehlen die ersten Leute urlaubsbedingt. Vermutlich brennt bei ihm gerade einfach die Luft und wenn ich die Wahl habe zwischen Tor schleift und Dach fertigstellen wüsste ich was noch zwei Wochen warten kann.

Natürlich ist sowas nicht das, was man sich als Kunde wünscht aber gerade die Zimmerer haben eine große Berufsehre. Dass sich da jemand denkt "Höhöhö, Bingo 5 Jahre, der Gelackmeierte kann mich mal" vermag ich nicht so ganz glauben.
Bleibe hartnäckig, mache klar, dass es dir nicht darum geht DEN SCHULDIGEN zu finden und zu kreuzigen sondern du an einer Lösung Interesse hast, bleibe dabei immer sehr freundlich, dann wird ihn das schlechte Gewissen schon hertreiben.
(Vor Ort kannst ihm dann immer noch etwas aufs Brot schmieren wenn du möchtest.)
 

raziausdud

ww-robinie
Registriert
22. Juni 2004
Beiträge
4.971
Ort
Südniedersachsen
Die Ecke (unten, wo die diagonale Verstrebung abgestützt wird) scheint ganz schön nass zu werden, so wie das aussieht
Die Stelle könnte also durch ständigen Wechsel von Nass-Feucht-Trocken etwas geschwunden sein, besonders weil hier die recht starke Diagonalkraft immer wieder nachdrückt.

Könnte … aber wenns so ist, dann wird die Diagonale im Lauf der Zeit Zehntelmillimeter für Zehntelmillimeter immer kürzer bzw die Widerlagestelle schwindet/gibt nach. Und das hat (eventuell u. a.) das Absacken der Tür zur Folge.

Rainer
 

Holz-Christian

ww-robinie
Registriert
30. September 2009
Beiträge
5.851
Alter
49
Ort
Bayerischer Wald
Die Langbänder des rechten Türflügels scheinen auch nicht parallel zur Schalung.

Eventuell sind die Schraubenlöcher für die Schlosschrauben größer gebohrt als der Schraubendurchmesser und deshalb hat sich der Flügel abgesenkt.
 

Djslimer

ww-esche
Registriert
14. April 2025
Beiträge
416
Ort
Kitzingen
Mal eine Frage zu den Dimensionen.
Kann es sein, dass die Türen zu schwer für die Scharniere sind?
Bei der massiven Bauweise und dem langen Hebel, hält da die Aufhängung?
 

ClintNorthwood

ww-robinie
Registriert
11. März 2017
Beiträge
2.537
Ort
Hamburg
Mal eine Frage zu den Dimensionen.
Kann es sein, dass die Türen zu schwer für die Scharniere sind?
Bei der massiven Bauweise und dem langen Hebel, hält da die Aufhängung?
Ich wollte gerade so etwas in der Art äußern.
Oft weckt die Vorstellung nach möglichst lebenslanger Nutzungdauer den Wunsch nach möglichst massivem Material. Und das wiegt halt. Und so steigt auch die Anzahl an Schwachstellen, die in der Summe dann den Ausschlag geben.
 

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.558
Ort
Ebstorf
Hallo,

habe mir die Bilder vom TE noch mal angeschaut.
Gleich der erste Post Bild 3 zeigt den unteren Kloben. Man sieht, dass der Pfosten sich im Laufe der Zeit verdreht hat. Das kann schon passieren und ist nichts besonderes.
Dadurch ist allerdings der Drehpunkt des Klobens nach rechts gewandert, wodurch der Torflügel hängt. Ein einstellbarer Kloben würde da schnell Abhilfe schaffen.
Holz ist nun mal keine metallene Schweißkonstruktion. Das arbeitet, teils bewittert, im Laufe des Jahres und solche großen Flügel können sich auch verziehen. Das ist auch normal.
An meiner übernommenen Gartenpforte habe ich mehrfach rumjustiert, bis ich nun endlich mal verstellbare Kloben eingebaut habe. Nun ist die Einstellung in einer Minute gemacht.

IMG_20260727_073018.jpg

Auch wenn das Tor windschief geworden ist, lässt sich das hinbekommen, entweder mit nem Anschlagklotz an der richtigen Stelle und wenn das nicht reicht, eine doppelte Verriegelung oben und unten, wie mit einem Stangenschloss beim Schrank.
Dass solche Tore auf Dauer plan bleiben, ist eher unwahrscheinlich.

Gruß Ingo
 

uli2003

ww-robinie
Registriert
21. September 2009
Beiträge
14.674
Alter
59
Ort
Wadersloh
Beim Balken geht es meistens, bei Blendrahmen hat man selten den Platz für verstellbare Kloben ohne das Ladenband zu versetzen.
In der Regel reicht auch eine einmalige Änderung, denn später bewegt sich nichts mehr.
Bei windschiefen Flügeln lassen sich die Ladenbänder auch kröpfen, Spannung im Schlossbereich ist nie sonderlich schön.
 
Oben Unten