Ideen zum Hochbettbau

DaniH

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Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor dem Bau eines Hochbetts und würde gerne eure Meinung zu ein paar konstruktiven Details hören, bevor ich anfange.

Eckdaten:
  • Liegefläche: 140 × 250 cm
  • Höhe: 2,10 m
  • Rahmenholz: Fichte Duo-Rahmenholz, keilgezinkt, 4-seitig gehobelt, 12×10 cm
  • Boden: 21mm Multiplex (bereits vorhanden), mit Nuten für Matratzenbelüftung

Statik/Befestigung:
Das Bett steht an 4 Ecken auf Pfosten (Robinienstämme), die ich zur Aufnahme des Rahmens einnuten möchte (ähnlich wie auf dem angehängten Referenzbild). Ein Pfosten (mittig im Raum) reicht bis zur Decke (3.4m) und wird oben gegen die Sparren geschraubt. Die restlichen Pfosten sowie zwei Rahmenseiten werden zusätzlich an der Wand befestigt – allerdings nicht als tragende Verbindung, sondern als Sicherung gegen Verschieben/Kippen, da die Hauptlast über die 4 Pfosten abgetragen wird. Eine der Wände ist Thermoziegel - diese sind brüchiger - daher wollte ich dort ohnehin nicht auf die Wandverbindung als tragendes Element setzen.

Frage 1 - Eckverbindung des Rahmens:
Ich möchte hier keine sichtbaren Schlossschrauben haben. Meine Idee: Schlitz und Zapfen, verleimt, zusätzlich mit einem durchgebohrten Rundholzdübel (20mm) gesichert. Eine Domino habe ich zwar, aber nur eine 500er – die Lamellen sind mir für diesen Querschnitt (12×10cm) als alleinige Verbindung zu klein dimensioniert.
Gegen die Wand würde ich mit dem Zapfenschneider entsprechende Plugs machen.
Anstelle Dübel würde ich von Fischer den Injektionsmörtel plus Gewindestange verwenden. Damit habe ich schon im alten Haus gute Erfahrungen gemacht.

Was meint ihr – reicht Zapfen + Leim + Dübel für diese Dimension und Belastung, oder würdet ihr zusätzlich verstärken (z.B. mit von unten/innen eingedrehten Vollgewindeschrauben, die nicht sichtbar sind)?
Würdet ihr bei der Breite/Länge noch zwischen dem Rahmen weitere Verstrebung verwenden?

Frage 2 – Bodenauflage:
Die Multiplexplatte soll nicht direkt auf dem Rahmen aufliegen, sondern auf umlaufenden 40×40mm Kanthölzern, die ich innen an den Rahmen anbringe - oder ähnlich. Dafür wollte ich die Domino nutzen, um die Kanthölzer mit dem Rahmen zu verbinden – das passt von der Dimension her deutlich besser als bei der Eckverbindung.

Reicht Domino + Leim für diese Verbindung, oder würdet ihr die Kanthölzer zusätzlich verschrauben?

Frage 3 – Einnuten der Stämme:
Habt ihr Erfahrung mit dem Einnuten von Rundstämmen für eine Rahmenauflage? Wie tief würdet ihr den Nut wählen, und reicht die Nut allein als Sicherung, oder würdet ihr zusätzlich verschrauben/verdübeln, um seitliches Verrutschen zu verhindern?


Über Erfahrungswerte und Meinungen würde ich mich sehr freuen!

Hier ein Beispielhaftes Bild wie es sein könnte (die Stämme an der Wand fehlen hier)


1784327071275.png
 

yoghurt

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Hallo,
kannst Du das Bild bitte bis heute Abend gegen einen Link ersetzen? Es sei denn das ist Dein eigenes Bild. (Urheberrechte…)

Ansonsten:
Du hast den üblichen Reflex alles viel stabiler zu planen als wenn das Bett nur 45cm hoch wäre. Das ist aber eher unnötig.

Leim würde ich meiden, sonst kannst Du nicht zerstörungsfrei ab- oder umbauen.

Nuten in der Platte verstehe ich nicht. Du kannst Löcher bohren um zu belüften.

Die Domino 500 kann immerhin 10x50er Dominos einfräsen. Zwei Stück davon plus eine Sicherung gegen „auseinanderrutschen“ sind schon eine respektable Eckverbindung.

Ich baue so etwas immer wieder aus 70/70 Fichte-Kreuzhölzern und lege Kieferdielen darauf (3x in meiner Wohnung). Dabei ist es eigentlich sinnvoller die tragenden Hölzer eher hoch als breit zu wählen (zb. 20/5), dann hat man die Absturzsicherung inklusive.
 

DaniH

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Das Bild ist von mir. ich habe es mit dem Handy gemacht und via freepic das Bett erstellt ...

Es soll eine 140*200 Matratze rein

Es muss nicht auseinander baubar sein

Mein Fokus liegt eher auf stabil und kein knarzen
 

Micha83

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Hallo
12*10 halte ich für maßlos übertrieben. Mit Kantholz unterm Lattenrost, schaut doch die Matratze schon oben drüber.
Aus dem Bauch raus würde ich sagen, die Seiten 25-40 mm dick und 16 bis 20 cm hoch.
Der Lattenrost trägt sich doch selber, deine mpx Platte unten drunter, verstehe ich nicht.
Für deine weiteren Fragen, wäre eine Skizze vielleicht nicht schlecht. Beim skizzieren kommt man manchmal selber schon auf die Lösung.
Grüße Micha
 

holzer1998

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Hallo,
ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.
Auch ich halte die Dimensionen für zu groß.
Ich werde im Herbst selbst ein Hochbett umsetzen. Allerdings mit 3 Wänden, wobei eine Trockenbau ist. Ich werde 45/45er Rahmenhölzer verwenden und vorn eine MPX Platte ca. 200 hoch mit Lamello verbinden. An der Trockenbauwand kommt ein Schrank als Auflage drunter.
Die Matratze 120 breit liegt nur an den Längskanten auf. Ist ja nicht anders, wie ein Bett auf dem Boden.
Ich bin der Überzeugung, dass das ausreicht.

Die Eckverbindung bei dir würde ich mit der Domino machen und ggf. zwei Dominos verwenden.
Wenn du die Robinienstämme so verwenden willst, würde ich diese ausklinken, um dort die Hölzer aufzulegen.
 

DaniH

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Die Multiplex hält ja nichts, die liegt nur wie ein Lattenrost auf.
Da ich nicht davon ausgehe, dass das Bett wirklich genutzt wird die nächsten Jahre ist das eigentlich mehr Spielfläche als alles andere.
Idee ist hier, dass man mal ein vernünftigen Lattenrost mit Tellern anstelle einfügen kann wenn man will. Den Mehrplatz am Kopfende würde ich jedoch fest verankern, da dieser drin bleiben wird.

Die 45x45 sind recht wenig in dem großen Zimmer finde ich.
Wenn ihr meint das die 12x10 übertrieben sind würde ich auf die 12x6 gehen.
https://www.habisreutinger.de/fichte-duo-rahmenholz-4-seitig-gehobelt-keilgezinkt-si55639.html

Meint ihr wirklich 2 Dominos halten das zusammen?
Lamello habe ich auch, aber die sind doch mehr zum zentrieren als zum halten, oder?

Ich habe heute begonnen die Stämme zu schleifen und auch unten eine gerade Fläche für den Boden zu machen sowie die Schräge von der Decke. Auch die Ausklinkung habe ich schon angezeichnet und die Vorrichtung für die Oberfärse gebaut. Gar nicht so einfach bei Stämmen. Ich habe sie dazu auf der Werkbank fixiert und mit einem Nivelliergerät mir gerade Linien übertragen.
 

holzer1998

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Bzgl. Querschnitt obliegt es natürlich dir. @yoghurt verwendet ja 70/70.

Die Dominos würde ich für die Eckverbindung wählen.
Die Lamellos sind ja nichts anderes als eine Art Fremdfeder. Daher nehme ich diese um das Aufrechte Seitenteil mit dem Kantholz/Latte im freitragenden Teil zu verbinden und so noch mehr Steifigkeit zu bekommen. Darum „traue“ ich mich auch so kleine Querschnitte zu wählen.
 

DaniH

ww-pappel
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Ich bin inzwischen weiter ...

Habe kurzerhand 8*16 genommen da dies eine lokale Sägerei getrocknet und gehobelt selbst herstellt...

Die Verbindung ist Schwalbenschwanz , jedoch ist von oben noch ein Dübel durch.

Den Stamm im voraus zu vermessen war nicht ganz einfach, da er eine Passung für den Rahmen hat, unten entsprechend 90 und oben 38 grad...
Aber mittels Nivelliergerät und ein paar langen Alu Profilen klappte das auch. zum Glück habe ich einen mobilen Wagen auf dem eigentlichen der Laser Sitzt, denn die knapp 4m sind nicht einfach zu händeln.
Die Passung habe ich mit der Oberfräse und einem fraiser Tornado gemacht.

Jetzt muss ich nur noch die zweite Multiplex platte sägen, Geländer, Treppe und die kleine überreden ihr Klettergerüst her zu geben ...
 

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