Brettertür als Z-Tür

Cubi

ww-pappel
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
3
Ort
Niederösterreich
Hallo Forum,
Habe über den Winter ein kleines Blockhaus gebaut - nur als Gartenhäuschen ungedämmt und unbeheizt. Möchte darin nun eine einfache Eingangstür einbauen.

Im Haus habe ich schon mehrere Innentüren in Rahmen-Füllungskonstruktion gebaut, draußen würde ich nun eine Z-Tür probieren, das Türblatt also als Brettfläche mit Z-förmiger Verstärkung.

Leider verstehe ich die Konstruktion nicht ganz. Die Querstreben (und auch die schräge Verbindung dazwischen) laufen doch quer zum Länsholz des Türblatts. Die kann ich doch nicht fix aufschrauben ohne dass die Bewegung des Türblatts von den Z-Streben behindert wird. Gerade im Außenbereich wird da ja doch eine merkbare Bewegung auftreten, nehm ich an.
Muss man die Streben wie eine Gratleiste fixieren?

Würd mich über Hilfe freuen! Lg, Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Manohara

ww-robinie
Registriert
1. August 2023
Beiträge
930
Ort
Witzenhausen
was ich mal gemacht habe ist, eine Brettertür mit L-Stahl-Profilen als Querverbindung. In diesem Fall sind die L-Leisten von beiden Seiten eingesetzt und durch Metallschrauben miteinander verbunden. Die Bretter klemmen dazwischen.
KüTüvo2.jpg KüTühi.jpg
Das war zeimlich kniffelig (den Schlitz auf beiden Seiten an der richtige Stelle zu setzen, so dass die in die L-Profile eingeschnittenen Metallgewinde genau passen) und - wie ich inzwischen Meine - zwar schick, aber unnötig aufwändig.
Einfacher und (fast) genauso stabil wäre ein L von einer Seite ... und jedes Brett mit Holzschrauben verschraubt. Das wird deutlich einfacher herzustellen sein.
Weil die Führung der Bretter durch die Nut sehr präzise und stabil ist, braucht es nach meiner Einschätzung keine diagonale Verstrebung.
Momentan plane ich diese Technik für eine kleine Außentür zu nutzen. Das Scharnier wird an dem am Ende um 90° gebogenen Stahl befestigt. ... ist aber bisher nur ein Plan. (noch grübele ich drüber nach, ob ich einen Dekfehler da drin habe, weil ich das bisher nie so irgendwo gesehen habe ... und es doch recht einfach zu machen ist)
 

Cubi

ww-pappel
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
3
Ort
Niederösterreich
Hallo

hab im Thementitel mal den Begriff Brettertür hinzugefügt. Denn die Fläche besteht ja aus einzelnen unabhängig (nicht miteinander verleimten) Brettern.
Ach die Bretter bilden keine starre Fläche, das hatt ich noch nicht, danke!
D.h. Nut/Feder Bretter sind Pflicht, nichts mit stumpfer Verleimung, ok. Dann muss ich wohl noch mal einkaufen gehn :emoji_slight_smile:

Wärs nicht auch denkbar, kleine Spalte zwischen den Bretter zu lassen und diese dann auf der Außenseite mit einer zweiten Lage Zierleisten zu überdecken?

@Manohara Schaut toll aus! Verhindern die Leisten ein Absacken der Tür zur Mitte hin?
 

Martin45

ww-robinie
Registriert
10. März 2013
Beiträge
7.195
Ort
417xx
Wärs nicht auch denkbar, kleine Spalte zwischen den Bretter zu lassen und diese dann auf der Außenseite mit einer zweiten Lage Zierleisten zu überdecken?
Dürfte gehen, wobei es sicher nicht so Winddicht wäre wie NF und du die Leisten dann nur an einer Seite befestigen dürftest, damit sich das bewegen kann. Wäre dann quasi wie eine 2tlg. Nut aber mit nur einer "Nutseite".
Ich sehe keinen wirklichen. Vorteil.

Dann muss ich wohl noch mal einkaufen gehn :emoji_slight_smile:
Wenn du Leimholzplatte gekauft hast: Das ist doch eh nicht wasserfest verleimt.
 

Cubi

ww-pappel
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
3
Ort
Niederösterreich
Dürfte gehen, wobei es sicher nicht so Winddicht wäre wie NF und du die Leisten dann nur an einer Seite befestigen dürftest, damit sich das bewegen kann. Wäre dann quasi wie eine 2tlg. Nut aber mit nur einer "Nutseite".
Ich sehe keinen wirklichen. Vorteil.
Ok dann lieber NF Bretter.
Hab viele sägerauhe Bretter, die hätt ich mir dafür hergerichtet, deswegen die Idee mit der zweiten Lage.
Aber Nut und Feder dran fräsen is mir eh etwas zu aufwendig.
Danke für die Hilfe!
 

raziausdud

ww-robinie
Registriert
22. Juni 2004
Beiträge
4.935
Ort
Südniedersachsen
noch grübele ich drüber …
Hallo.

Ich habe gerade vor 5 Minuten zum x-ten Mal die abgebildete Tür gerichtet. Sie senkt sich immer wieder, trotz Diagonale. Weil die „nur“ geschraubt ist, ohne den klassischen Versatz. Durch Wetterwechsel erleidet bewittertes (!) Holz den Kompressionsschwund, es wird also nach Anziehen der Schrauben beim nächsten Regen gestaucht und dann bei der nächsten Trockenperiode wieder locker. Und das immer wieder.

Das gleiche befürchte ich für Deine Nut, die wird sich mE minimal weiten. Und wohl unter dem Gewicht bei jedem Feuchtewechsel etwas mehr.

Es wäre aber interessant, ob die Praxis sich über die Theorie hinwegsetzt … meine Tür jedenfalls nicht :emoji_wink:

Grüße. Rainer

IMG_9681.jpeg
 

Martin45

ww-robinie
Registriert
10. März 2013
Beiträge
7.195
Ort
417xx
Momentan plane ich diese Technik für eine kleine Außentür zu nutzen. Das Scharnier wird an dem am Ende um 90° gebogenen Stahl befestigt. ... ist aber bisher nur ein Plan. (noch grübele ich drüber nach, ob ich einen Dekfehler da drin habe, weil ich das bisher nie so irgendwo gesehen habe ... und es doch recht einfach zu machen ist)
Ich denke/glaube/befürchte, dass sich dein Brett-Holz nicht als fixe Scheibe verhalten wird, das also nicht vernünftig klappt.
 

Manohara

ww-robinie
Registriert
1. August 2023
Beiträge
930
Ort
Witzenhausen
Verhindern die Leisten ein Absacken der Tür zur Mitte hin?
bisher einige Jahre lang: ja - und ich nehme an, dass das die nächsten 100 Jahre auch klappt.

und jetzt erinnere ich mich, warum ich das Stahl-Profil von beiden Seiten besser fand: Die Bretter können ja nicht auf ihrer ganzen Breite fest verschraubt werden, haben also "Spiel", sich zu werfen (die Jahresringe wollen gerne gerade werden ... und manchmal auch wieder zurück ...)
So, wie ich es gemacht habe (also von beiden Seiten gehalten), können sie nirgendwohin weg.

Beim momentanen Plan hoffe ich, dass "das Archen" (also die Jahresringe sich verformen), dadurch aufgehalten wird, dass die Bretter alle an der richtigen Stelle (mittig) und in der richtigen Richtung (äußere Brettseite) aufgeschraubt werden. Weil außen auf die Bretter nochmal eine 2. Lage Holz geschraubt wird, wird das Ganze (hoffentlich) plan bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

magmog

ww-robinie
Registriert
10. November 2006
Beiträge
15.772
Ort
am hessischen Main & Köln
Hallo.

Ich habe gerade vor 5 Minuten zum x-ten Mal die abgebildete Tür gerichtet. Sie senkt sich immer wieder, trotz Diagonale. Weil die „nur“ geschraubt ist, ohne den klassischen Versatz. Durch Wetterwechsel erleidet bewittertes (!) Holz den Kompressionsschwund, es wird also nach Anziehen der Schrauben beim nächsten Regen gestaucht und dann bei der nächsten Trockenperiode wieder locker. Und das immer wieder.

Das gleiche befürchte ich für Deine Nut, die wird sich mE minimal weiten. Und wohl unter dem Gewicht bei jedem Feuchtewechsel etwas mehr.

Es wäre aber interessant, ob die Praxis sich über die Theorie hinwegsetzt … meine Tür jedenfalls nicht :emoji_wink:

Grüße. Rainer

Anhang anzeigen 217813



.... Guuden,

die Diagonale sollte als Versatz mit den Querhölzern verbunden sein,
die einzelnen Schrauben jetzt bilden jeweils einen Drehpunkt,
um den sich alle Teile bei Breitenveränderungen drehen können.
Auch mehrere Schrauben pro Verbindung können das auf Dauer höchsten vermindern.

Muss nicht ganz so aufwendig sein, wenn das Prinzip stimmt!
Die Menschen haben früher bereits bemerken müssen, dass formschlüssige Verbindungen
auf Dauer von Vorteil sind!

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Brustversatz.png
 
Oben Unten