Regalboden aus welchem Holz für Bücherregal / Wandschienensystem?

Todde

ww-esche
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Hallo zusammen,
das ist ein wirklich interessanter Thread! So viele Gedanken haben wir uns vor 15 Jahren nicht gemacht :emoji_wink:

Hier mal ein paar Daten aus der Praxis (anekdotische Evidenz natürlich).
Wir haben ca. 6 m Bücherregal vom Boden bis zur Decke. Gute Spanplatte, Böden 60 x 23 cm, 19 mm kunststoffbeschichtet und mit einer Multiplex-Kante versehen.
Nur die 3 Bretter, die die schweren Kochbücher tragen, zeigen eine sichtbare Durchbiegung (ca. 3 mm). Taschenbücher und auch der Brockhaus (10 Bände pro Brett) führten zu keiner Durchbiegung.
Wenn man ein durchgebogenes Brett einfach umdreht, dauert es eine ganze Weile, bis es sich wieder durchbiegt....
Ältere Regale mit Massivholzböden in 80 cm Länge zeigen gar keine Durchbiegung - das bestätigt also das weiter oben Empfohlene.

Bin gespannt, wie Du Dich entscheidest!

Gruß, Todde
 

Holzfummler

ww-robinie
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Moin,
ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen. Früher waren die Billys 90 cm breit, die Böden mit Echtholzfunier und einer an die Vorderkante verleimte Kieferholzleiste. Da hat sich nix, bei voll besetzen Brett etwas durchgebogen. Und da standen auch einige dicke Schwarten drauf. Entweder dieser Aufbau oder massive Bretter als Böden, schon der Optik wegen.
LG
Thomas
 

rockstarDrums

ww-pappel
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So, nach einiger Überlegung und Abwägung werde ich (testweise) das Akazien-Leimholz für die Regalböden aufgreifen, mit dem ich schon andere Schränke im Wohnzimmer und Hausflur „umrahmt“ habe. So behalten wir optisch eine Linie bei. Das Holz gibt es in 19mm, 28mm und 38mm. Ich werde es ein paar Wochen mit dem 28mm starken Leimholz und einem eingefrästem U-Profil aus Stahl bei einer Regalbreite von 80cm mit dem Gewicht zzgl. 20% testen, das die schweren Bücher bei dieser Breite auf die Waage bringen.
Danke für die vielen hilfreichen Rückmeldungen!
 

IngoS

ww-robinie
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So, nach einiger Überlegung und Abwägung werde ich (testweise) das Akazien-Leimholz für die Regalböden aufgreifen, mit dem ich schon andere Schränke im Wohnzimmer und Hausflur „umrahmt“ habe. So behalten wir optisch eine Linie bei. Das Holz gibt es in 19mm, 28mm und 38mm. Ich werde es ein paar Wochen mit dem 28mm starken Leimholz und einem eingefrästem U-Profil aus Stahl bei einer Regalbreite von 80cm mit dem Gewicht zzgl. 20% testen, das die schweren Bücher bei dieser Breite auf die Waage bringen.
Danke für die vielen hilfreichen Rückmeldungen!
Hallo,

teste parallel dazu mal ein gleiches Brett ohne eingefrästes U Profil.

Interessiert mich sehr.

Gruß Ingo
 

rockstarDrums

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Claude empfiehlt mir, rückseitig ein L-Profil aus Stahl (40x40x4 mm) unter die besonders belasteten Regalböden zu montieren und zwar so, dass der Boden selbst dann einen Teil des Profils noch verdeckt. Dann ragen hinter dem Boden nur 10mm des Profils heraus, aber die werden ja sowieso von den Büchern vollständig verdeckt. Die Lösung wäre sehr elegant, denn das Vorgehen würde mir das Fräsen ersparen und gleichzeitig dafür sorgen, dass das Stahlprofil nahezu komplett unsichtbar bleibt. Das U-Profil hätte ich jetzt mittig eingefräst, so dass es bei etwas höher montierten Regalböden eventuell sichtbar geworden wäre.
Ich habe außerdem mal die beiden wahrscheinlich schwersten Regalreihen bei uns gewogen. Aktuell sind die Regalböden 36cm breit, weshalb ich zwei Reihen gewogen habe. Ich bin auf 55kg gekommen. Bei einer 80er Breite wären das dann ca. 60kg, die als Worst Case auf dem Boden lasten. Ohne Verstärkung dürfte das eine Berg- und Talfahrt werden…
 

IngoS

ww-robinie
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Claude empfiehlt mir, rückseitig ein L-Profil aus Stahl (40x40x4 mm)
Hallo,

Bücher werden üblicher Weise bündig mit der Vorderkante des Regalbodens gestellt.
Da würde die Winkelverstärkung hinten an der ungünstigsten Stelle sitzen, da wo die Biegebelastung am geringsten ist.

Gruß

Ingo
 

Daniboy

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.
Spannende Projektüberlegungen bisher, danke für das Thema @rockstarDrums!
Ich habe mal ein bisschen mit dem alten Regal verglichen:
  • Das Alte punktet für mich aktuell noch ziemlich bei Funktionalität und Stabilität. Durch die geringe Stützweite biegt sich viel weniger durch, und das unterste Regal am Sockel kann hunderte Kilo aufnehmen, ohne dass sich was tut.
  • und die schmalen Elemente machen es super flexibel bei der Anpassung an die Höhen der Bücher, mehr als ein breites Regal.
  • Auch optisch macht ein Billy mit dieser beeindruckenden Bücher-Bestückung echt was her finde ich.
Versteh mich nicht falsch, ich will das neue Projekt keineswegs ausbremsen. Ich dachte mir nur, es ist vielleicht eine Überlegung wert, noch mal zu schauen, ob die Kapazitäten bei der Renovierung an dieser Stelle optimal genutzt sind.
 

HeimNavi

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Bei 60 cm Spannweite würde ich zu einer massiven Buche oder Eiche in mindestens 3–3,5 cm Stärke greifen – das hält auch schwerer Kunstbände spielend, ohne nennenswert durchzubiegen. Massivholzplatten sehen einfach besser aus als Multiplex und sind für dein Budget wahrscheinlich auch machbar. Falls die Träger wirklich nur am Ende sitzen: Überleg dir, ob du extra kleine Konsolen in der Mitte versteckt anbringst, das spart dir eine Menge Sorgen beim Beladen – mach ich bei meinen Regalen auch so und sieht man optisch null.
 

rockstarDrums

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Da würde die Winkelverstärkung hinten an der ungünstigsten Stelle sitzen, da wo die Biegebelastung am geringsten ist.

Mir ist intuitiv verständlich, dass die Holz-Verstärkung vorne mehr Stabilität versprechen würde, aber das läßt sich konstruktiv kaum praxistauglich umsetzen und optisch schon mal gar nicht.
 

rockstarDrums

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Auch optisch macht ein Billy mit dieser beeindruckenden Bücher-Bestückung echt was her finde ich

Danke. Die Regalwand steht nun seit 10 Jahren in dieser Form. Auslöser der Überlegung, ein neues Regal zu installieren, waren drei Dinge: erstens werden wir das Wohnzimmer, abgesehen von den Fliesen, einmal komplett renovieren. Unser Sohn ist mittlerweile 15, so dass wir bedenkenlos auf eine etwas höherwertige Ausstattung wechseln können. Die Zeit, in denen Möbel und technisches Gerät durch BobbyCar-Unfälle oder wildes Toben mit Nerf-Guns gefährdet sind, ist vorbei. Wir haben damals bewußt nur IKEA genommen, weil man z.B. problemlos eine Schranktür für ein paar Euro ersetzen kann - und das haben wir auch ein paar Mal getan. In unserer Küche ging das z.B. nicht, weshalb der Eckschrank mit Drehfunktion noch immer Spuren der Plastikksäge von Bob der Baumeister trägt… zurück zum Regal: vielleicht verspreche ich mir zu viel von einem offeneren Regal, aber mir ist die Billy-Wand mittlerweile zu geschlossen und durch die versetzt angeordneten Regalböden auch zu wild (obwohl es vom Platz her effizient ist, ja).
Zweiter Punkt: durch die Rückwand gibt es hinter den Regalen praktisch keine Luftzirkulation. Ich bin wirklich neugierig, ob wir da komplett ohne Schimmelbildung geblieben sind.
Und drittens: die Breite einer Billy-Seitenwand beträgt 2 cm. Bei 12 Regalen sind das 48 cm, die uns an Stellplatz pro Regalreihe nur durch die Seitenwände verloren gehen. Auf 7 Regalreihen umgerechnet sind das 336 cm Regalfläche. Wenn uns dieser Regalraum zur Verfügung stünde, würde sich, rein optisch, die Situation im Regal doch deutlich entspannen.
 

Holzfummler

ww-robinie
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Ich werde es ein paar Wochen mit dem 28mm starken Leimholz und einem eingefrästem U-Profil aus Stahl bei einer Regalbreite von 80cm mit dem
Moin,
wenn es sich bei 2 t durchbiegt und ggfs. bricht, hast du morsches, schwammiges Holz erwischt und das U-Profil ist Fakestahl.

Geht einfach in einen Baumarkt und lass dir eine 28mm starke Diele, Holzart egal, geben und stell dich drauf.
LG
Thomas
 
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