Sitzfläche auf Granit

Horn_Ochse

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Guten Morgen,



ich würde mich freuen, einige Ratschläge oder Meinungen zu bekommen:
Ich will auf 2 Granitblöcken in meinem garten 2 Sitzflächen auflegen.

Die Granitblöcke haben sich ein wenig gesetzt, stehen schief, es ist ein Höhenunterschied von 3 cm auszugleichen.

Die Maße sind ca 190 cm x 44 cm.

Ich plane als Unterkonstruktion 5 Kanthölzer einzusetzen:

Jeweils 5 cm vom äußeren Rand, die restlichen dann gleichmäßig dazwischen.

Der Abstand ist damit 40 cm.

Die Kanthölzer werden zum Höhenausgleich auf Polyamid Distanzhalter gelegt.

Im Granit werden die beiden äußeren und das mittlere Kantholz mit jeweils 3 Stockschrauben befestigt M8x120.

Die beiden übrigen Kanthölzer werden nur mit Polyamid unterleget aber nicht verschraubt.

Auf die Kanthölzer kommen Douglasiendielen, 80x24, die mit Terrassenschrauben befestigt werden.

Damit man die Unterkonstruktion (die immerhin bis zu 10 cm hoch ist) nicht sieht, kommen ringsum Verblendungen aus Douglasiendielen.

Diese sollen 60x24 sein und als Blendschürze dienenen. Diese werden mit Winklen, die lange Schenkel haben, an der Sitzfläche befestigt.

Die beiliegende Skizze soll das verdeutlichen.

Ich hatte eigentlich mit Robinie geplant, scheue aber die Verarbeitung. Mit Robinie habe ich gar keine Erfahrung. Zudem fürchte ich, dass sich die Dielen aus Robinie winden wie ein Aal. Es gilt als extrem anspruchsvoll in der Verarbeitung

Über die Haltbarkeit von Douglasie und Robinie bin ich mir bewusst, denke aber, dass durch ausreichende Pflege auch mit Douglasie ein

Ausreichend haltbares Produkt hergestellt werden kann.

Anders als auf der Skizze kommt die rechte Seite der Dielen nach oben.



Grüße

Carsten
 

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IngoS

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Hallo,

wenn du so viel unterfüttern musst, sieht die ganze Konstruktion nicht gut aus.
Richte erst mal die Steine aus. Macht Mühe, die sich aber lohnt. Dann ist das Befestigen der Bankbretter auch viel einfacher.

Gruß Ingo
 

Manohara

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Holz auf Granit gefällt mir.
Die Schrauben und der Kunststoff nicht.
Auch "Verblendungen" empfinde ich als bedauerlich.
Diese schöne Material-Kombination sollte für meinen Geschmack sichtbar und "transparent" bleiben.
Die Granitblöcke haben sich ein wenig gesetzt,
Könnte es nicht sein, dass sich das noch fortsetzt?
Mein Vorschlag wäre, den Abstand durch Holz auszugleichen, die Sitzfläche nur auf zu legen und konstrutiv am Wegrutschen zu hindern.

... Fotos wären gut
 
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Horn_Ochse

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Die Steine liegen jetzt 6 Jahre ND wiegen fast eine Tonne/Stein. Mit anheben und Ausgleich ist da nichts mehr. Nur mit Bagger..... Das geht nicht
 

Neige

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Jetzt bin ich am überlegen, ob das auch mit Justierschrauben Holz/Beton funktionieren könnte.
Vielleicht für die Sitzfläche aus Kanthölzer eine Rahmenkonstuktion bauen, die dann mittels den Justierschrauben auf die Blöcke montiert und ausgerichtet wird. Darauf dann Bretter als Sitzauflage schrauben.
Seitlich dann noch verkleiden damit die Schrauben nicht sichtbar sind.
Ob das so Sinn macht?
 

Horn_Ochse

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Ich dachte eben, wenn ich die Schrauben durch die Distanzstücke mehr unter Zug setzen kann, und etwas vorspanne, und die Kanthölzer durch die Schrauben fest anpresse, dass ich dann auch Torsionskrafte der ganzen Bank und auch dynamische Lasten besser abfangen kann, als wenn ich freiliegende Schrauben/ Gewindestangen nehme und die Konstruktion auf einer Seite auflegen und sonst "schweben" lasse
 

Uranus

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Ich hatte eigentlich mit Robinie geplant, scheue aber die Verarbeitung. Mit Robinie habe ich gar keine Erfahrung. Zudem fürchte ich, dass sich die Dielen aus Robinie winden wie ein Aal. Es gilt als extrem anspruchsvoll in der Verarbeitung
Kann ich nicht bestätigen, ja, Robinie ist hart und unberechenbar, aber nicht anders als Eiche.
Warum klebst du mit Flexkleber nicht Granitstücke als Unterfütterung zum Niveausgleich drauf? Hält sicher genauso gut und ist im Materialmix stimmig.
Von Verblendungen mittels Winkel halte ich auch nichts.
Einen 1To Stein mit der Stange nivellieren ist kein Hexenwerk. Einseitig freigraben, Stange rein, Wiederlager und 2m langes dickwandiges Rohr, da bekommst du jeden Stein zumindest angehoben.
 

Horn_Ochse

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Über Steinunterfütterung habe ich noch nicht nachgedacht. Wird wahrscheinlich mühsam, da ich Granit in der passenden Stärke brauche.
Es handelt sich im Garten um 2 Steine, 190x40x50, die grob behauen sind. Die sind praktisch quaderförmig gebrochen (ich habe leider kein Foto zur Hand), die Oberfläche ist die Bruchfläche, entsprechend rauh und unruhig. Die Steine liegen auf bzw. im Erdboden und berühren die Einfassung der Terrasse, und dahin sind sie auch leicht abgekippt. Ich komme daher nicht mit dem Stemmeisen (ich hätte sogar eines in der Dimension). unter der Stein, ohne die Betonsteinbegrenzung der Terrasse zu beschädigen. Die liegen sich 10-15 cm unter dem Niveau der Terrassenbegrenzung. Das wird wirklich nichts. Und dann....unterfüttert man und die Unterfütterung gibt nach und da die Steine L-förmig zueinander stehen....glaube ich kaum, dass es mir gelingen wird, die ins Wasser zu bringen......
 

raziausdud

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Hallo.

Nochmal zum Stein-Bewegen, ich würde es so versuchen: zwei Leute hebeln den Stein mit je einer langen ( >= 2m - Hebelgesetz !) Eisenstange etwas hoch und drücken die Stangen dann etwas in Richtung Einfassung, a. Immer weiter, Stück für Stück, so kann man den Stein auch Stück für Stück anheben. Vorher auf der anderen Seite etwas Erde fortschaffen, b. Einfassung „irgendwie“ mit Brettern oder Kanthölzern c schützen.

Grüße. Rainer

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Uranus

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Granit ist doch schneid- und bruchfähig. Ich hab einige Quadratmeter mit Kleinsteinpflaster gelegt, nur gebrochene Würfel, Segmentbögen....
Die kann man mit dem Sprengeisen gut brechen, notfalls mit der Dia-Scheibe schneiden oder einkerben.
Notfalls geht der große Winkelschleifer, da kannst du also alles an Material verwenden, was sich im Umkreis von Privat so finden lässt und selbst zuschneiden. Du musst ja nur punktuell für die Querlattung aufdoppeln.
 

Horn_Ochse

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Okay, blenden wir mal das Steinproblem für eine Weile aus, und gehen davon aus, dass ich eine Ebene Fläche hinbekommen. Bleiben wir bei der Holzkonstruktion: Auch dazu interessiert mich die Meinung der Erfahrenen.
 

IngoS

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Okay, blenden wir mal das Steinproblem für eine Weile aus, und gehen davon aus, dass ich eine Ebene Fläche hinbekommen. Bleiben wir bei der Holzkonstruktion: Auch dazu interessiert mich die Meinung der Erfahrenen.
Hallo,

drei Hölzer quer, wobei die beiden äußeren zur Befestigung auf den Steinen genutzt werden, das mittlere Holz verteilt frei liegend nur die Kräfte der Einzellatte auf
die anderen.

Gruß Ingo
 

Horn_Ochse

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berechtigte Erinnerung.

So ist es geworden: Ich habe mit für Douglasie entscheiden, weil ich wenig Erfahrung im Holzhandwerk habe und sich meine bisherigen Projekte an einer Hand abzählen lassen und solche Dinger wie Schaukel für die kInder, Sandkiste und kleine Arbeiten für den Keller beschränken.
Vor Robinie hatte ich wegen der Härte Respekt, ebenso ist es bei mir schwer zu bekommen, Nachkauf bei fehlendem Material oder Fehlern ist entsprechend aufwändig und teuer, zudem habe ich befürchtet, dass es sich verzieht.....mir fehlt die Erfahrung.
Douglasie hat mich nun 1/3 gekostet, da schmerzt es nicht so, wenn man es verbockt. Und Dauerfestigkeit.....naja, die Zeit, die es halten soll, wird es halten, dann sehen wir weiter.

Ich habe aus 70x40 Rahmenholz 6 bzw. 5 Querhölzer geschnitten, auf die ich dann Längs die 90x25 mm Bretter geschraubt habe. Eine banale Lösung.
Zuerst habe ich die Querhölzer auf dem Granit befestigt. Dazu habe ich Stockschrauben verwendet. Jedes Querholz ist mit 2 Stockschrauben gefasst. Eigentlich wollte ich die Stockschrauben so eindrehen, dass die Querhölzer praktisch auf einer Kontermutter und einer Unterlegscheibe "schweben", das hat sich abe als schwierig herausgestellt, weil der auszugleichende Höhenunterschied zu groß war und die Gewindelängen im Holz zu kurz gewesen wären. Ich hätte 8 verschiedene Stockschraubenlängen gebraucht, das war mit dann zu doof. Daher ruhen die Hölzer jetzt auf unterschiedlich hohen Stapeln Karosseriescheiben. Dafür sind sie jetzt fast exakt im Wasser, der Höhenunterschied der gesamten Bank beträgt noch 4 mm.

Am Rand, wo die Sitzfläche weit über den Granit hinausragt, habe ich ebenfalls mit Stockschrauben Schwerlastkrakarme angebracht und darauf das Querholz befestigt.
Das ist das Ergebnis. Nun wird es noch einmal eingeölt und fertig. Die Sitzhöhe ist perfekt, die Größe passt.
Eine 1 mit Stern ist es sicher nicht geworden, aber ich bin zufrieden und habe eine Menge gelernt.
Beim nächsten Mal kann ich mich weiter aus dem Fenster lehnen.
 

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Uranus

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Gefällt mir optisch auch gut, aber der erste Winter wird weh tun, was die Optik betrifft.
An die Dübelkonstruktion mit der Konsole glaube ich nicht lange, ich hätte die Gewindestangen geklebt oder VA Schlaganker eingesetzt. Kunststoffdübel in Granit, der Witterung und UV-Strahlung ausgesetzt, ich bin gespannt was die Langzeithaltbarkeit bei dir macht. Ich drück dir die Daumen :emoji_slight_smile:
 

Horn_Ochse

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Eingeklebt? Mit diesem Schwerlast-Dübel-Montagekleber..... Ich hatte daran gedacht. Ich hatte aber das Problem, dass es mir fast unmöglich war, 3 koaxiale Löcher pro Schwerlastträger einigermaßen parallel zueinander und auch noch senkrecht in den Granit zu bekommen. Da hatte ich Bedenken und habe mir gesagt, 3 Löcher mit Dübel lassen sich einfacher korrigieren..... Sind halt so die Gedanken, die man hat, wenn man davor steht.
 

Uranus

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Naja, probiers aus. Hält vielleicht einfach paar Jahre, oder eben nur 1 Fest, wo der Gast mit Schwung auf die Bank aufsetzt.
Klebedübel lassen sich ebenso korrigieren, die Löcher sind ja immer größer zu bohren, dann steckst du die Konsole MIT Schrauben leicht angezogen einfach rein und wartest 30min, dann ist alles fest.
 

Manohara

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zwar klebe ich in ähnlichen Situationen auch "gerne", aber ich würde mir keine Gedanken um die Haltbarkeit machen. Das wird schon gut gehen (an den Stellen, wo die Dübel fest bleiben sollen, kommt ja keine Sonne hin)
 

bast_ig

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Da hätte ich auch keine Bedenken. Da ist ja nur eine radiale Belastung drauf. Die Erfahrung mit Klettequipment (Schlingen usw., nicht die Haken), das jahrelang an Felsen hängt, zeigt auch, dass das schon ordentlich lange hält.

Grüße
 

raziausdud

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Hast Du das kurz vorm Fertigsein fotografiert? Ein vorspringendes Brett springt mir ins Auge.

Ohne das wärs dann mit Stern … :emoji_wink:

Grüße. Rainer
 
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