Birkenstamm als (Mini-) Wendeltreppe für Hochbett

lombardo

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Hallo zusammen,

ich plane für das Hochbett unseres Sohnes eine kleine Wendeltreppe in den Birkenstamm zu montieren, den wir eigens dafür besorgt haben. Der Baumstamm hat einen Durchmesser von ca. 18cm und wird mittels drei Schnellspanner an der oberen Seite fixiert. Ich plane vier Stufen auf Höhe von 30cm, 60cm, 90cm und 120cm zu befestigen. Dafür möchte ich die vier Stufen aus einer 18mm dicken Leimholzplatte (Buche massiv) aussägen und dann mittels zweier Schwerlastwinkel je Stufe und einer 5cm tiefen in den Stamm gebohrten "Steckverbindung" befestigen. Zwei Fotos und eine grobe Skizze habe ich mit angehängt.

Nun hätte ich drei Fragen in die Runde:

1. Nachdem wir den Baumstamm das erste Mal ins Zimmer gestellt haben, haben wir nach kurzer Zeit Motten in der Wohnung gehabt. Scheinen wohl "Totholzmotten" zu sein. Wir haben den Stamm dann zwei Wochen bei den aktuellen Temperaturen auf der Terrasse gelagert, in der Hoffnung, dass dies die Motten beseitigt. Nachdem wir ihn wieder reingeholt haben und ihm weitere zwei Wochen Zeit gegeben haben sich vor dem Aufstellen zu akklimatisieren, haben wir erneut zwei Motten entdeckt. Nun ist er wieder auf der Terrasse und meine Frau sehr um Ihre Kleider besorgt :emoji_wink: Wäre es eine Option den Stamm mit Lack zu versiegeln? Oder habt Ihr noch andere Tipps?

2. Die 5cm tiefen "Einbuchtungen" im Stamm zum Einstecken der Stufen würde ich gerne bohren. Macht ein Forstnerbohrer mit genau 18mm Durchmesser hier Sinn? Habe auf Youtube gesehen, dass der mit Vorsicht zu geniessen ist. Wäre ein normaler Holzbohrer mit 18mm besser? Oder muss ich wirklich zu einem Beitel greifen?

3. Ist das oben beschriebene Projekt sonst für Euch so machbar oder muss ich auf was achten bzw. gilt es noch etwas zu berücksichtigen, was ich evtl. nicht bedacht habe?

Ich hoffe man kann mit meinen Ausführungen was anfangen und ich würde mich sehr auf Eure Rückmeldungen freuen!

Viele Grüße
Markus
 

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schrauber-at-work

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Handelt es sich um frisches (nasses) Holz?
Die Motten werde wahrscheinlich Eier abgelegt haben, die interessiert nich ob Du Sie auf den Balkon stellst. Sobald Sie ins warme kommen schlüpfen die halt.
Am besten in nen beheizten Raum stellen, Feromonfalle dazu dann erledigt sich das mit den Motten relativ schnell.
So ganz habe ich das Konstrukt nicht verstanden (30-er Forstner.....) wie werden die Kräfte außen abgefangen?
Wo sitzt der "Schwerlastwinkel"?
Geländer/ Absturzsicherung?
Würde ich so nicht machen.

Gruß SAW
 

Zappodrom

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Ich finde 5cm Einbindung nur mit runden Dübeln auch nicht gerade passend. Die Hebelwirkung der Stufenbreite und dann noch die Tritthöhe von 30cm... Da sind mMn die Probleme vorprogrammiert. Da springt der Sohnemann von einer Stufe zur nächsten und ruckzuck bricht da was - hoffentlich dann nur das Holz.
 

lombardo

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Also der Stamm lag bei Abholung dort in einer größeren Halle und war jetzt wahrscheinlich noch nicht paar Monate getrocknet. Aber gute Info, ich wusste nicht, dass die Eier auch bei Minus Temperaturen so lange überlegen. Und mit Pheromonfalle meinst Du einfach die restlichen Eier quasi schlüpfen lassen und dann werden die soweit in der Falle entsorgt und "sterben von alleine aus"?

Geländer oder Absturzsicherung ist nicht geplant. Evtl. einen Handlauf am Stamm oder dort eine Möglichkeit zum Festhalten.

Die Kräfte außen bin ich nicht separat angegangen. Ich dachte, wenn die Stufe ca. 35cm lang ist und die Winkel am Stamm anliegen und dann auf der Unterseite der Stufe mit 30cm Ausleger würde das inkl. der Steckverbindung im Baumstamm evtl. ausreichen?

Vielen Dank auf jeden Fall für die ersten schnellen Einschätzungen. Scheint ja doch einiges noch im Argen zu liegen. Habt Ihr evtl. auch Verbesserungsvorschläge?
 

lombardo

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Ich finde 5cm Einbindung nur mit runden Dübeln auch nicht gerade passend. Die Hebelwirkung der Stufenbreite und dann noch die Tritthöhe von 30cm... Da sind mMn die Probleme vorprogrammiert. Da springt der Sohnemann von einer Stufe zur nächsten und ruckzuck bricht da was - hoffentlich dann nur das Holz.
Mit Dübeln hatte ich so gar nicht geplant. Ich wollte quasi das Endstück der Stufe komplett in den Stamm "stecken"?

Der Sohnemann ist übrigens 11 Jahre alt. Er wird nicht mit der Treppe spielen oder dort herumtollen. Momentan hat er so eine behelfsmäßige Leiter und ist dort auch gewissenhaft im Auf- und Abstieg. Aber die Bedenken sind natürlich berechtigt!
 

happyc

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Verstehe ich das richtig - die Stufe kragt 35 cm von dem Stamm aus, und da klettert ein (demnächst ausgewachsener) Jugendlicher hoch? Das ist in meinen Augen als alleiniger Zugang zu dem Bett viel zu schmal. Auf die Stufe bekommst du eine Fußspitze drauf, und um mit dem nächsten Fuß auf der nächsten Stufe sicher zu treten, muss man sich schon arg verrenken.. zeichne die Stufe mal auf nen Blatt Papier und leg sie neben ne Wand - dann bekommst du die Vorstellung wie klein das ist.
ich sags mal so: früher oder später wird dein Sohn Erfahrung mit Alkohol machen (will ich hier keine Diskussion darüber anstoßen) - als ich nach dem ersten Mal nach Hause kam, war ich froh, dass der Weg in die Porzellanausstellung keine solchen Klettertouren beinhaltete...
 

Zappodrom

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Ah, OK. Dann hatte ich das falsch verstanden.
Mit Dübeln hatte ich so gar nicht geplant. Ich wollte quasi das Endstück der Stufe komplett in den Stamm "stecken"?
Das wäre dann natürlich schon etwas stabiler. Da würde ich mit einem max. 15mm Bohrer soweit vorbohren um das meiste Material rauszunehmen und dann mit dem Stemmeisen auf Endmaß bringen.
Ich würde jedoch eher 24mm Material nehmen anstatt 18mm. Neben mehr Stabilität sieht es mMn auch harmonischer aus.

Und was @happyc geschrieben hat solltet ihr euch wirklich zu Herzen nehmen!
 

RHilde

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Ich vermute der Birkenstamm wird dich kein Vermögen gekostet haben, daher empfehle ich dir wärmstens deine ganze Idee neu zu überdenken und eine vernünftige Treppe/Leiter inklusive Geländer zu bauen.
Dann wäre das Thema Motten auch abgehakt.
 

yoghurt

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Hallo,
noch zu den Motten. Ich bin ja kein Spezialist, aber möchte stark vermuten dass Totholzmotten sich für Kleidung so enthusiastisch interessieren wie Blattläuse für die Köpfe meiner Kinder…
 

yoghurt

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Ansonsten würde ich schauen, es gibt fertige Hochbettleitern zu kaufen. Da haben die Stufen einen liegenden Querschnitt und sind auch barfuß gut zu begehen. Die gehört dann auch ordentlich verschraubt. Ich habe das bei zwei Pubertieren in unserer Wohnung und ich muss da dann doch immer wieder rauf: Saubermachen, Betten beziehen, Kind krank, Kind in seelischer Not und lange Gespräche etc. pp. Außerdem muss das Kind auch selber hoch und runter: übernächtigt, mit Fieber, betrunken etc. und dann ist da noch die erste große Liebe, auch die muss sich sicher bewegen können….
 

joh.t.

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bei den Zwergen
Bequeme Stufenhöhe ist 1 Auftritt +2 Steigungen zwischen 580 und 630/ 650 mm.
Aussen muss was drunter sonst ist mMn der Hebel zu groß.
Zb 80 kg auf der äussersten Stufenkante.
Gefühlt würde ich bei 300mm DM sagen , Stufe komplett durchgestemmt, könnte halten...

Gewendelt ist aber schon HÖHERES Niveau...

Die Idee an sich ist schon gut.
Ich würde die Stufe Dicke ca40 am Anfang voll einlassen und dann konisch zulaufend hinten 50 mm breit rausgucken lassen.
Spontan fällt mir für den Durchstich nur Kettensäge ein.
Das ist aber auch nur gedacht.
Schwierigkeit ist das genaue anreissen auf dem unebenen Stamm. Und dann genau stemmen.

Auf die Methode mit genauen Lasern ausmessen etc.....

Habe für meine Kinder gerade Leitern und einmal ein Leiterregal auf Rollen gebaut.
 
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Kerstenk

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aus der Erfahrung raus kann ich sagen, dass das so nichts wird. Habe im privaten Bereich mal eine Spindeltreppe gebaut, die war recht klein (ein Stockwerk1,2m Durchmesser, Vollholz). Immer eine Stufe, ein Abstandklotz usw. auf eine 20mm Stahlspindel gesteckt und dann diese von Oben zusammen mit hoher Kraft verschraubt. Die Treppe war nicht begehbar, denn die Hebelkräfte waren so hoch, dass die Treppe sich in der Spindel bog. Erst das Geländer, was die Stufen miteinander verband und die beiden horizontal verlaufenden Geländebrettern, die dann Pfosten mit Pfosten verband, brachten die Stabilität, dass man mit mehrere in die Treppe hereingehen konnte, ohne das sich was bewegte.
 

Todde

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Moin,
falls Euch die Birkenoptik wichtig ist, könntest Du den Stamm längs teilen (Kettensäge) und die beiden Hälften als Holme für eine "normale" Leiter verwenden.
Gruß, Todde.
 

Biker1002

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Hi,

Ich würde von der Idee mit der Treppe abraten. Ich glaube nicht das das aufgrund des langen Hebels funktioniert.
Eine Alternative wäre aus meiner Sicht mit einem Forstner großen Löcher durch den Stamm zu bohren und dann Rundhölzer aus Eiche oder Buche durch die Löcher zu stecken die dann auf beiden Seiten überstehen. So hat du im Prinzip eine Sprossenleiter.
Aber auch bei der Variante hast du einen relativ langen Hebel. Die Kräfte müssen halt irgendwo aufgenommen werden.

VG
 

brubu

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aus der Erfahrung raus kann ich sagen, dass das so nichts wird. Habe im privaten Bereich mal eine Spindeltreppe gebaut, die war recht klein (ein Stockwerk1,2m Durchmesser, Vollholz). Immer eine Stufe, ein Abstandklotz usw. auf eine 20mm Stahlspindel gesteckt und dann diese von Oben zusammen mit hoher Kraft verschraubt. Die Treppe war nicht begehbar, denn die Hebelkräfte waren so hoch, dass die Treppe sich in der Spindel bog. Erst das Geländer, was die Stufen miteinander verband und die beiden horizontal verlaufenden Geländebrettern, die dann Pfosten mit Pfosten verband, brachten die Stabilität, dass man mit mehrere in die Treppe hereingehen konnte, ohne das sich was bewegte.
Dann war die Konstruktion wohl zu schwach, bei uns gab es 2 Hersteller solcher Treppen. Die Distanzstücke waren Formsperrholzröhren, oben ein Deckel drauf unter dem nachgespannt werden konnte. Ev. habe ich einmal Gelegenheit nachzusehen, 20 mm Spindel finde ich zu schwach.
 

Kerstenk

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Dann war die Konstruktion wohl zu schwach, bei uns gab es 2 Hersteller solcher Treppen. Die Distanzstücke waren Formsperrholzröhren, oben ein Deckel drauf unter dem nachgespannt werden konnte. Ev. habe ich einmal Gelegenheit nachzusehen, 20 mm Spindel finde ich zu schwach.
Die Distanzstücke waren Massivholz und vielleicht 15cm Durchmesser, ist nun 40 Jahre her, daher weis ich es nicht mehr genau. Die Spindel konnte man jederzeit nachspannen, was ich anfangs auch machen musste. Den Durchmesser in der Mitte würde ich heute auch größer machen. Aber am Ende hat das Geländer extrem stabil gemacht.
 
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