Schleifen und Schärfen von Profilhobeln

flüsterholz

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Hallo zusammen
Ich stehe immer mal wieder vor der Herausforderung die Eisen von Profilhobeln zu schärfen, bzw. wenn ein neuer Hobel den Weg in meine Werkstatt findet, ihn erstmal passend zuzuschleifen. Das Schleifen ist auch mein Hauptproblem. Wie löst Ihr das?
Zum Schärfen gehe ich meist so vor, dass ich mir das Profil in Hartholz anhoble und dann mit Schärfpaste das Eisen nachschärfe. Gibt es da noch andere gute Möglichkeiten?
Abziehen mache ich dann mit kleinen Wassersteinen für Schnitzeisen von King. Gibt es da noch Alternativen?
Gruß Michael
 

Roterbischof

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Hallo, eigentlich werden profilhobelmesser mit speziellen feinen feilen geschärft, man kann auch Sämereien und gute Schlüsselfeilen nehmen. Abziehsteine hast du ja schon, ansonsten gibt es die noch von kirschen. Das Eisen immer mal wieder mit der hobelsohle abgleichen, damit der messerüberstand gleich mäßig wird. Oder man leistet sich eben so einen metallerbandschleifer. Mfg
 

flüsterholz

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Hui, die Frage hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Und auch nicht mehr damit gerechnet, eine Antwort zu bekommen. Dafür erstmal vielen Dank. Das mit den Feilen ist mir schon klar. Das mach ich zu Beginn, wenn ich das Messer ans Profil des Hobels anpasse, auch. Es ging mir eher um das finale Schärfen oder das schnelle Nachschärfen zwischendurch. Ich habe inzwischen aber auch eine für mich brauchbare Lösung gefunden durch einen Hinweis im Nachbarforum. Aber dein Hinweis zu den Sämereien interessiert mich jetzt doch. Kannst du das näher erläutern oder hast du Hinweise, wo ich da mehr drüber erfahren kann? YouTube, Literatur, etc?
Gruß Michael
 

flüsterholz

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Weder noch, Sun Tiger war es aber auch nicht, von denen hatte ich einen 1000/6000. Es waren Missarka oder so ähnlich. Inzwischen mach ich alles runde, etc mit den grünen Schleifstäben von Feine Werkzeuge oder mit Diamantfeilen. Da bin ich ganz zufrieden mit. Zwischendurch hatte ich mir alle möglichen Durchmesser für Kehle oder Hohlkehle gehobelt und mit Schleifpapieren und Schleifpasten belegt probiert, aber das war alles ziemlich nervig, umständlich und hat Platz weggenommen und den hab ich nicht. Die Werkstatt ist ziemlich klein. Ich muss auch immer schauen, wenn ich was neues brauche, dass ich was Altes verkaufe und das ist manchmal ganz schön schwierig. Die meisten Maschinen habe ich beim Nachwuchs untergebracht. Wenn ich mal was brauche, hab ich noch Zugriff.
Ich merke gerade, ich komm ins Jammern. Aber ich musste mich gerade von ein paar Werkzeugen trennen, was mir teilweise etwas schwer gefallen ist. Aber ich hab sie wenigstens gut verkauft bekommen.
Sämereien, bin schon die ganze Zeit am überlegen was da gestanden haben könnte bevor die Autokorrektur zugeschlagen hat.
Das hatte ich auch schon vermutet, aber wer weiß.
 

Schreinersein

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Habe vor ein paar Tagen ein Profilmesser für die Tischfräse mit einer Fiberscheibe und 3M Schleifscheibe in die assende Form gebracht. Spiegelseite dann abgezogen, super Frästergebnis. Passt natürlich nur für Außenkonturen und nicht für Innenecken
 

Da bin ich

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Bei Arkansas Steinen gibts doch etliche Profile. Die sind hart und halten deshalb lange ihre Form. Macht das hier jemand so? Bei normalen Backsteinen wären mir die Kanten zu schade dafür . Für die paar die ich so als sammelnswert erachte nehme ich handschleifsteine aus dem metallbereich.
oder man sucht sich die ,, bavel up ,, unter den profilhobeln , bei denen ist die fase gerade :emoji_wink:
 

flüsterholz

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Habe vor ein paar Tagen ein Profilmesser für die Tischfräse mit einer Fiberscheibe und 3M Schleifscheibe in die assende Form gebracht. Spiegelseite dann abgezogen, super Frästergebnis. Passt natürlich nur für Außenkonturen und nicht für Innenecken
Meinst du diese Fächerscheiben für die Flex? Ich glaube, das möchte ich lieber nicht probieren, dafür sind die Eisen zu weich. Oder meinst du was anderes?
 

flüsterholz

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Bei Arkansas Steinen gibts doch etliche Profile. Die sind hart und halten deshalb lange ihre Form. Macht das hier jemand so?
Hatte ich mal anfangs für die Schnitzeisen. Gerade für die Geißfüße, um sie nach dem Schärfen auf der Innenseite abzuziehen, waren die ideal. Für runde Innenseiten waren die mir immer etwas zu klein. Inzwischen mach ich das aber auf der Lederscheibe der Tormek. Wie gesagt, ich muss mich platzmäßig immer etwas einschränken

oder man sucht sich die ,, bavel up ,, unter den profilhobeln , bei denen ist die fase gerade :emoji_wink:
Steh gerade auf dem Schlauch, meinst du Kratzeisen? Ich mag die nicht, wenn es auch manchmal die einzige Möglichkeit ist. Am liebsten hab ich die, wenn sie in der Schublade bleiben. :emoji_slight_smile:
 

Da bin ich

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Hatte jetzt Glück. Als ich um acht das geschrieben hab war mir noch nicht klar wo ich suchen muss. Hab zur Zeit die Maler und da ist mein System etwas beeinträchtigt.
Passt nicht ganz zum Thema. Schleifen war aber schon immer ein Thema bei Hobel und sehr speziell bei Profilen. Wahrscheinlich allesamt Entwicklungen als der Hobel schon längst tot war. Sehr interessante Konstruktionen , sehr aufwändig maschinell hergestellt und eben bevel up.
Gibt etliche Profile und begehrt sind sie. Und machen was her im Regal
Einmal nicht bevel up , dafür aber sehr verstopfungstolerant, ein charakteristische Bauform , die nuthobel des Herstellers sind bekannter
 

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Schreinersein

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magmog

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Guuden,

ich durfte noch mit Profilhobeln lernen.
Um die Eisen zu scharf zu halten wurden die Teile eines hochwertigen Satzes von Nadelfeilen verwendet.
Leider teuer:
https://www.contorion.de/c/nadelfeilen-set/c-bqqo

Die Stähle waren häufig nicht sehr hochwertig und normalerweise nicht gehärtet, da reichen solche Qualitäten aus.

Bei häufiger Anwendung und besseren Stählen oder gehärteten würde ich heutzutage Diamantfeilen verwenden,
leider noch teurer:
https://www.contorion.de/p/pferd-to...140mm-d91-fein-fuer-harte-werkstoffe-72976982

Es ist auf eine penible Einhaltung der Freiwinkel in beiden Richtungen zu achten.
Kehlungen und Innenradien düfen an den Flanken nur minimal gefeilt werden, die Radien werden sonst größer
und das Profil auf Dauer„verfeilt".
Da sie auch weniger zu zerspanen haben werden sie aber auch weniger stumpf.
Besser ist es häufig nur ein bisschen zu feilen als selten stark!
Gegen die Schnittkante feilen, dabei die Feile voll auf die Freifläche auflegen

Danach die Spiegelseite gegen die Schnittkante fein abziehen.
 

flüsterholz

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Danke für deine Ausführungen. Das deckt sich ziemlich genau mit meinen Erfahrungen. Für das grobe Nachschärfen, bzw für das Anpassen ans Profil bei seltenem Neukauf gebrauchter Profilhobel, verwende ich einen Satz Habilisfeilen. Mit denen komme ich in der Handhabung etwas besser klar, als mit Nadelfeilen. Preislich tut sich da auch nicht viel. Interessant finde ich aber auch die Schleifstäbe, von fein bis grob, von feine Werkzeuge, die ich dann meist für das schnelle Nachschärfen benutze. Vorausgesetzt sie passen.
https://www.feinewerkzeuge.de/Schae...ge-Schleifsteine-Schleifstaebe/Schleifstaebe/
Das etwas feinere Schärfen wird dann mit den oben gezeigten Diamant"feilen" gemacht, von denen ich noch eine zulaufende runde habe, für Innenradien.
Deinen Link zu Diamantfeilen fand ich interessant. Die kannte ich noch nicht. Die werde ich mal im Hinterkopf behalten für andere Werkzeuge. Für die Profilhobel werde ich sie nicht benötigen. Die Stähle sind durchgehend sehr weich und das Schärfen geht schnell. Ich brauche sie auch nur noch sehr selten. Anfang letzten Jahres habe ich sie seit längerer Zeit mal wieder benutzen können, um ein Kranzprofil an einem alten Schrank neu anzufertigen. Ich habe mich inzwischen auch hauptsächlich auf Kehl- und Hohlkehlhobel reduziert, letztendlich kann ich da alles mit machen.

Aber, warum meinst du, dass man gegen die Fase abziehen sollte? Im Augenblick mache ich es mit den Profillederscheiben der Tormek mit der Fase. Ich konnte da bis jetzt keine Nachteile erkennen.
Gruß Michael
 
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