Bambusparkett löst sich ab: Deckschicht von Trägerplatte - Reparatur?

sling

ww-pappel
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Wir haben 2001 ein Bambeau Bambus-Parkett (2-Schicht) in Eigenregie verlegt. Seit einiger Zeit stellen wir fest, dass sich das Parkett an manchen Stellen löst. Bei genauerer Betrachtung hat sich herausgestellt, dass sich die 4 mm Bambus-Deckschicht vom Trägermaterial ablöst, sodass man einzelne Stäbe abnehmen kann.
Das Parkett wurde auf einem Estrichboden mit Fußbodenheizung verklebt, wofür es laut Verkäufer geeignet sein sollte. Der Verkäufer und der heutige Vertriebspartner verweisen auf die abgelaufene Gewährleistung und bieten keine Lösung an. Eine Neuverlegung oder ein komplettes Abschleifen kommt für mich derzeit nicht in Frage.

Meine Frage ist: Kennt jemand eine zuverlässige Reparaturmöglichkeit für diesen speziellen Fall? Gibt es einen dünnflüssigen, aber starken Kleber, mit dem sich die abgelösten Deckschichten einfach und dauerhaft wieder auf dem Trägermaterial befestigen lassen? Ich bin für jeden hilfreichen Hinweis dankbar.
 

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sling

ww-pappel
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hallo brubu und besten Dank für den hilfreichen Tipp, genau das ist auch mein Problem! Kannst du mir noch sagen, ob dafür als Kleber Ponal wirklich die beste Wahl ist? Es wird auch von Epoxidharz geredet, welchen Klebertyp könnte ich da denn verwenden?
Gruß Stefan
 

brubu

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Nimm normalen Weissleim so wie es der andere Kollege auch gemacht, das dürfte Ponal sein. Bei uns ist Ponal nicht geläufig daher kenne ich ihn nicht.
 

ClintNorthwood

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Gibt durchaus Hersteller, die mit 20 oder 30 Jahren Gewährleistung warben. Auch schon vor 25 Jahren.
Deiner gehörte wohl nicht dazu.
Denke mal, du wirst den alten Kleber abscheifen müssen, damit der neue Kleber zusammen mit dem alten keine höhere Bauhöhe ergibt. Auch gibt es rein theoretisch die Möglichkeit, dass alter und neuer Kleber miteinander reagieren und sich Gerüche bilden können.
Das passende Produkt von Ponal ist sicher nicht falsch. Die haben eine Hotline die gut erreichbar ist.
Epoxy fachgerecht mit Erfahrung angewendet sicherlich auch.
 

Johannes

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Hallo,
ich würde auch normalen Weißleim nehmen. Ob Ponal, Kleirerit, oder sonst eine Marke ist egal. Ich verwende für alles D3 Leim.
Vorher eine Trockenprobe machen, ob das Parkett in die Freiräume passt.

Es grüßt Johannes
 

brubu

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Wenn sich ganze Deckschichten lösen und der Leim nicht dazwischen geschmiert werden muss könnte der normale Weissleim eher zu dünn sein.
Dickflüssigeren Weissleim nehmen, ich würde ev. einen PU Parkettkleber versuchen weil der weniger Pressdruck braucht und mit grober Zahnspachtel angegeben Spalten besser überbrückt. Aber.....mit PU muss sehr sauber gearbeitet werden, Weissleim lässt sich besser wegputzen.
Es gibt teilweise dicken Weissleim als Montagekleber sogar in Kartuschen.
Produkte müsst ihr selber suchen, kenne den deutschen Markt nicht.
 

kollemolle

ww-kastanie
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Jetzt mal ne wirklich ernst gemeinte Frage: Warum wird dieser Laminat-Kram eigentlich immer wieder als Parkett bezeichnet? Hochstapelei ist ja nix dagegen....
 

Martin45

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Krass, wie großflächig da die Verleimung versagt.
Wenn sich das jetzt so großflächig ablöst, klebst du heute 4m2 neu. In 2 Monaten die nächsten usw.
Wo und wann soll das enden?

Händler sind immer schnell mit der Ablehnung von Garantien, wenn es ihnen dient. Man muss denen nicht alles ungeprüft glauben.
Ich würde meine Energie in die Garantie stecken statt in häufige Reparaturen von diversen Stellen.

Bambeau scheint von Moso übernommen worden zu sein (schon 2020, also vor euch) und Moso teils 30Jahre auf solche Fehler zu geben.

https://blog.moso-bamboo.com/de/gemeinsam-stärker-moso-übernimmt-bambeau

Moso schreibt 30Jahre Garantie.
https://www.moso-bamboo.com/de/produkt/bamboo-supreme-bambusparkett/
 

Johannes

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Jetzt mal ne wirklich ernst gemeinte Frage: Warum wird dieser Laminat-Kram eigentlich immer wieder als Parkett bezeichnet? Hochstapelei ist ja nix dagegen....
Hallo,
vermutlich, weil manche Menschen Probleme haben, Parkett und Laminat zu unterscheiden. Die im ersten Beitrag hier gezeigten Bilder, zeigen ein Zweischicht Parkett und kein Laminat.

Es grüßt Johannes
 

MarcBerlin

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Der Reihe nach…
  • Sei Dir bewusst, dass alle Maßnahmen mehr oder weniger "Pfusch" sind. Das heißt nicht, dass sie Quatsch sind, erwarte bloß nicht zu viel. Manchmal muss man im Leben budgetbedingt eben pfuschen. Besser man akzeptiert es gleich, dann ärgert man sich gleich weniger
  • Weißleim aka PVAC Leim aka Ponal o.ä. sehe ich kritisch, weil du keine ausreichend kleine Leimfuge hinbekommen wirst und auch keine Pressung möglich ist (es sein denn Du schleppst eine absurde Menge Gewichte an). Beides Bedingungen für gute Ergebnisse mit Weißleim
  • Mach Tests mit unterschiedlichen Klebern! Da es vom Aufwand her illusorisch ist, beide Klebeflächen, also sowohl die Rückseite der Decklamellen als auch die Oberseite der Träger rückstandsfrei von Kleberresten befreit zu bekommen, such lieber gleich nach einem Kleber, der sich mit dem alten verträgt. Das ist nicht einmal so unrealistisch. So vertrage sich moderne "Hybrid" oder "Polymer" Kleber (genauer: SMP Klebstoffe) oft sehr gut mit allen möglichen ausgehärteten Altklebstoffen. Die meisten modernen Parkettkleber basieren auf dieser Technologie
  • Nimm auf jeden Fall so viel Decklamellen hoch, wie möglich. Teste, ob sich nicht vielleicht nahezu alle relativ leicht lösen lassen, Denn wie @Martin45 oben schon angemerkt hat, bringt es ja gar nichts, wenn Du alle paar Wochen oder Monate weitere Lamellen aufnehmen und neu verkleben musst. Keine Scheu: Geh mit Kuhfuß in die Klebefugen und teste deren verbleibende Klebekraft.
  • Verabschiede Dich von der Vorstellung, dass Du die Lamellen oberseitig bündig verklebt bekommst. Sei froh, wenn Du es mit Versatz im Bereich eines Millimeters hin bekommst. Wenn gerade nicht das Budget für einen komplett neuen Boden vorhanden ist, dann vielleicht doch genug, um am Ende alles einmal abzuschleifen und dem alten Boden eine neue Oberfläche zu gönnen.
  • Untersuch unbedingt, ob in den Bereichen der Ablösung spezielle Bedingungen herrschen:
    • ist es dort vielleicht besonders warm, weil Rohre der Fußbodenheizung etwas dichter verlaufen, als im Rest der Wohnung?
    • Oder ist es besonders kalt, weil in einem thermisch kritischen Bereich?
    • Oder wurde es da öfter mal feucht?
    • Oder sind es einfach die meist frequentierten Bereiche?
    • Wenn es keinerlei Anhaltspunkte gibt, dass die Bereiche mit Ablösungen andere Bedingungen erfahren haben, als der der Rest der Fläche, solltest Du Dich mit dem Gedanken anfreunden, dass in nicht allzu ferner Zukunft der Kleber vollflächig versagt
Eine Nicht-Pfusch Lösung, die etwas weniger aufwändig ist, als den Boden bis zum Estrich raus zu brechen wäre der Versuch alle Lamellen abzulösen (ich habe ja fast den Verdacht dass das gut möglich ist) aber die Trägerschicht stehen zu lassen. Wenn diese fest am Untergrund haftet (durchaus wahrscheinlich) kann sie als tragfähiger Untergrund hergenommen werden. Man könnte ihn mit einer Einscheibenmaschine (oder einer Walzenmaschine) gänzlich vom alten Kleber befreien und plan schleifen und anschließend entweder z.B. ein 2-Schicht-Parkett vollflächig verkleben oder (Budget) einen günstigen schwimmenden Boden (schlimmstenfalls Laminat oder Vinyl) verlegen. Geht halt nur, wenn man wirklich vollflächig eine saubere Trennung zwischen Träger und Lamellen hinbekommt und wenn man den dann etwas höheren Aufbau realisieren kann (je nach gewähltem Belag im Bereich von einem Zentimeter)
 
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