Gehrung fräsen mit Vorrichtung

tmw

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Ich würde da dünne Stützen aus Rundrohren in den auskragenden Elementen einbauen (8mm oder so; die bekommt man dann auch mit einem normalen Bohrer gut rein). Die fallen optisch kaum auf und nehmen ordentlich Druck auf. Sollten aber nicht zu dünnwandig sein.
 
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Ich würde da dünne Stützen aus Rundrohren in den auskragenden Elementen einbauen (8mm oder so; die bekommt man dann auch mit einem normalen Bohrer gut rein). Die fallen optisch kaum auf und nehmen ordentlich Druck auf. Sollten aber nicht zu dünnwandig sein.
Dann brauchst du doch aber erst recht nicht solche Dimensionen! Allein so ein 2,5m Brett wiegt bestimmt 30kg. Was soll denn dann das Regal wiegen - 250kg? Ich glaub das kann man eine Spur schlanker gestalten. Und 8mm Messingrundstangen kosten nicht die Welt und entlasten gut.
 

Hoosier

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Ich finde, aus optischen Gründen dürfen die umrahmenden Bretter schon eine gewisse Stärke haben, ich könnte mir 30 mm gut vorstellen. Mit den stumpfen Verbindungen sehe ich es als wesentlich entschärft an, wenn es rustikalter wirken sollte sind auch Zinken denkbar.

Ein Leichtgewicht wird das nicht, das haben andere ja schon geschrieben. Und billig wird das auch nicht, dazu ist eine große Menge Massivholz nötig - Hobelmaschine ist vorhanden oder?

Bevor ich Messingstäbe zum Abstützen einbauen würde, würde ich die Konstruktion nochmal überdenken - schau mal im Netz, da gibt es viel Inspiration zu solchen Regalen.

Viel Erfolg!
 

FelixHösl

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in furnierter FPY wäre das mit Gehrungen kein Problem. in massiv sieht das am Anfang toll aus, wenn man es ordentlich hinkriegt... ,aber nach 5 Jahren wie gewollt und nicht gekonnt...
Meinst du das nach Jahren das Holz noch so arbeitet das es dann risse und andere unschöne Sachen gibt?
 

FelixHösl

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Ich finde, aus optischen Gründen dürfen die umrahmenden Bretter schon eine gewisse Stärke haben, ich könnte mir 30 mm gut vorstellen. Mit den stumpfen Verbindungen sehe ich es als wesentlich entschärft an, wenn es rustikalter wirken sollte sind auch Zinken denkbar.

Ein Leichtgewicht wird das nicht, das haben andere ja schon geschrieben. Und billig wird das auch nicht, dazu ist eine große Menge Massivholz nötig - Hobelmaschine ist vorhanden oder?

Bevor ich Messingstäbe zum Abstützen einbauen würde, würde ich die Konstruktion nochmal überdenken - schau mal im Netz, da gibt es viel Inspiration zu solchen Regalen.

Viel Erfolg!
Ich möchte solche stützstreben vermeiden da ich gerne den Anschein erwecken lasse, das es von alleine so steht. Wäre mir aber auch mit den Winkeln in der Wand relativ sicher das diese halten und die Momente abfangen. Werde aber wsh auf 4cm stärke gehen um etwas Gewicht wegzunehmen. Hobelmaschine ist vorhanden ja.
 

kberg10

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Erste Erfahrungen sammeln, und dann gleich mit Gehrung experimentieren.
Selbst gut ausgebildete Fachleute umgehen das. Es ist auch aufwendiger das ganze zu verleimen und zu spannen.
 

jcgleissner

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Noch zur Ursprüchlichen Idee auf Gehrung ein mein amateurhafter Ansatz:
  1. Mit einer Tauchkreissäge so viel möglich entfernen
  2. Den Rest mit einer beliebigen anderen Säge machen. Der Schnitt muss noch nicht gut sein.
  3. Zwei zueinander zu verbindende Platten 90° zueinander festspannen.Zwischen den (schlechten) Gehrungskanten dürfen ein paar Milimeter sein.
  4. Du baust ein kleines Jig, dass eine Fräse auf einer Platte befestigt, die jeweils 45° zu den beiden Holzbolen hat(s. tolle Skizze).
  5. Fräs mit einem Fräser, der lang genug ist und größer als der Spalt, den du in Schritt drei gelassen hast. Hier nicht gierig werden und wenig abnehmen. Damit das ganze ungeführt zu unsicher ist kannst du dir noch jeweils 2 Leisten an den Bohlen festspannen(rosa im Bild)
  6. Die Kanten sollten nun zu einander passen.
  7. Nachbearbeiten, vermutlich schleifen wegen schwarzer Spuren.
Screenshot_20260114_174000.png

Das Prinzip kennt man z.B. von Vorrichtungen für Bilderrahmen oder Ersatzabrichtungen. Die Vorrichtung ist einem Spline-Jig sehr ähnlich, nur dass der Fräser befestigt statt geführt ist. Das ganze ist natürlich grober Unfug und sollte nie gemacht werden.
 

brubu

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Eine Lamello Zeta kaufen und alles trocken zusammenbauen. Dann kann auch etwas angepasst werden bei Bedarf. Falls sich bis dann nichts verzogen hat demontieren, Leim angeben und Stück für Stück verleimen.
 

joh.t.

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Meinst du das nach Jahren das Holz noch so arbeitet das es dann risse und andere unschöne Sachen gibt?
Ja, unsere Vorfahren haben sowas massives nie auf Gehrung zusammengeufzt

Nunmal nicht höflich

Stehend als S ist das statisch ne Katastrophe.
In der Form würde ich nur mit einem massiven Stahlgestell als Skelett arbeiten wollen.
Rechne Mal aus wieviel das wiegt...
Eiche ist nicht leicht...

Und wenn's umfällt ,erschlägt das jeden in Reichweite...
 
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wirdelprumpft

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Selbst gut ausgebildete Fachleute umgehen das. Es ist auch aufwendiger das ganze zu verleimen und zu spannen.
Das verleimen ist mit unter das größte Problem. Jede Abweichung wird da gnadenlos bestraft.
Das Eigengewicht wird zum Problem. Die offene Zeit vom Leim auch. Klebebandmethode hat auch Grenzen.
Kunde wollte es so haben (Bild) und ich dachte mit 5-Achs CNC kein Problem - ja, auf der Maschine war es auch so....

Sicherlich kann man sowas mit sehr vielen Hilfsanschlägen auch mit HKS machen aber für Versuch und Irrtum wäre mir Eiche zu schade.
 

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magmog

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Guuden,

ich hänge Regalböden und auch solch massive Konstruktionen mit M12 Gewindestangen auf.
Zuerst 12-er Löcher ins Mauerwerk leicht nach hinten abfallend bohren, die sitzen häufig nicht ganz genau,
Maße danach aufs Werkstück übertragen.
Die Böden mit 14 bohren. Stangen reichen mit 200 bis 250 Länge.
 

FelixHösl

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Ja, unsere Vorfahren haben sowas massives nie auf Gehrung zusammengeufzt

Nunmal nicht höflich

Stehend als S ist das statisch ne Katastrophe.
In der Form würde ich nur mit einem massiven Stahlgestell als Skelett arbeiten wollen.
Rechne Mal aus wieviel das wiegt...
Eiche ist nicht leicht...

Und wenn's umfällt ,erschlägt das jeden in Reichweite...
Das wiegt 110 kg ja. Deswegen hätte ich es ja wie gesagt mindestens 2 mal mit Winkeln an der Mauer fixiert. Ich könnte auch M12 Gewindestifte einkleben und diese dann verbinden.
 

joh.t.

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Damit die Teile untereinander halten würde ich wahrscheinlich 8 x 200 Tellerkopfschrauben unter. Querholzdübeln nehmen.
 

FelixHösl

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Meint ihr dann drei Winkel an den jeweiligen Auslegern würde die Statik verbessern, bzw akzeptabel machen? Oder wär das euch noch zu wenig?
 

teluke

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Also ich finde die Design-Idee recht gut.
Die dicken Verlängerungen der beiden Nischen würde ich nicht machen. Die stören m.E. die Optik ein wenig.
sieht man allerdings besser wenn das mal umgezeichnet ist.

Wenn ich das machen würde dann würde ich in die Gehrungen jeweils zwei dicke Dominos pflanzen.
Jeweils mit Abstand vorn und hinten.
So könnten alle Teile sauber vorproduziert werden.
Um das Statikproblem auszuschalten würde ich in die beiden freien Nischen jeweils ein Designelement platzieren welches gleichzeitig als Stütze dient ohne dass das so ausschaut. Die Alternative wäre es die "schwebenden" Teilkörper in der Wand zu befestigen .
Eine weitere Alternative könnte der Einsatz einer statisch belastbaren Rückwand sein.

Ob allerdings ein Anfänger das schaffen kann ohne entsprechende Erfahrung und ohne die nötige Ausstattung (FKS, AD, Domino) bezweifle ich allerdings stark. Hier ist beim Zuschnitt und der Ausarbeitung absolute Präzision gefordert.
Auch muss vorher eine exakte Planung und Bemaßung erfolgen.
Auch die ganzen Nuten für die Zwischenböden sind nicht trivial.
 

FelixHösl

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Also ich finde die Design-Idee recht gut.
Die dicken Verlängerungen der beiden Nischen würde ich nicht machen. Die stören m.E. die Optik ein wenig.
sieht man allerdings besser wenn das mal umgezeichnet ist.

Wenn ich das machen würde dann würde ich in die Gehrungen jeweils zwei dicke Dominos pflanzen.
Jeweils mit Abstand vorn und hinten.
So könnten alle Teile sauber vorproduziert werden.
Um das Statikproblem auszuschalten würde ich in die beiden freien Nischen jeweils ein Designelement platzieren welches gleichzeitig als Stütze dient ohne dass das so ausschaut. Die Alternative wäre es die "schwebenden" Teilkörper in der Wand zu befestigen .
Eine weitere Alternative könnte der Einsatz einer statisch belastbaren Rückwand sein.

Ob allerdings ein Anfänger das schaffen kann ohne entsprechende Erfahrung und ohne die nötige Ausstattung (FKS, AD, Domino) bezweifle ich allerdings stark. Hier ist beim Zuschnitt und der Ausarbeitung absolute Präzision gefordert.
Auch muss vorher eine exakte Planung und Bemaßung erfolgen.
Auch die ganzen Nuten für die Zwischenböden sind nicht trivial.
Danke für deine Meinung, bin jetzt schon von der Gehrung weg zu normalen Stößen. Was meinst du mit Designelement? Bzw. Was schwebt dir da so vor? Alternative Befestigung in der Wand mit Winkeln wäre jetzt meine Idee gewesen.
 

teluke

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Naja, irgend was ausgefallenes, eine Skulptur, eine Plastik oder sowas das genau die passende Höhe hat.

Normale stumpfe Stöße sind statisch auch nicht gut belastbar.
Ganz besonders nicht auf diagonale Belastung welche hier in vielen Bauteilen vorliegt.
Am besten, und aufwändigsten, wären hier wohl Finger/Schwalbenschwanzzinken.
 

teluke

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Naja, wenn Du das mit Fingerzinken/Schwalbenschwanzzinken machst dann sind das die Verbindungen.

Wenn du das mit Gehrungen machst dann wären die Dominos die Verbinder.
Das dürfen aber keine "Spielzeug" Dominos sein. Ich würde da 14er verwenden.
Alternative wären da dicke Dübel. Aber auch die müssen absolut exakt gesetzt sein.

Optisch wären hier natürlich Gehrungen die schönste Wahl.

Lamellos sind bei den Dimensionen m.E. völlig ungeeignet.

Für beides brauchst Du aber die nötigen Werkzeuge und auch Erfahrung.
Inwieweit und welche Erfahrung Du hast weiß ich nicht.
Hast Du die nicht solltest Du erstmal ein solches Regal aus billigem Nadelholz für den Keller machen.

Gerade bei Gehrungen ist absolut exaktes Arbeiten erforderlich.
Das schafft Du nicht mit Handwerkzeugen oder einer Handkreissäge/Tauchsäge/Oberfräse.
Ohne ordentliche FKS kannst Du diese Gehrungen nicht exakt machen.
 

teluke

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Ja logisch.
Hatte ich als bekannt vorausgesetzt und daher nicht weiter erwähnt.
 

FelixHösl

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Naja, wenn Du das mit Fingerzinken/Schwalbenschwanzzinken machst dann sind das die Verbindungen.

Wenn du das mit Gehrungen machst dann wären die Dominos die Verbinder.
Das dürfen aber keine "Spielzeug" Dominos sein. Ich würde da 14er verwenden.
Alternative wären da dicke Dübel. Aber auch die müssen absolut exakt gesetzt sein.

Optisch wären hier natürlich Gehrungen die schönste Wahl.

Lamellos sind bei den Dimensionen m.E. völlig ungeeignet.

Für beides brauchst Du aber die nötigen Werkzeuge und auch Erfahrung.
Inwieweit und welche Erfahrung Du hast weiß ich nicht.
Hast Du die nicht solltest Du erstmal ein solches Regal aus billigem Nadelholz für den Keller machen.

Gerade bei Gehrungen ist absolut exaktes Arbeiten erforderlich.
Das schafft Du nicht mit Handwerkzeugen oder einer Handkreissäge/Tauchsäge/Oberfräse.
Ohne ordentliche FKS kannst Du diese Gehrungen nicht exakt machen.
Dominofräse hab ich nicht. Gäbe zwar so Vorrichtungen für dominofräsungen aber weiß halt nicht ob das so stabil und präzise ist wie wenn ich Festool nehme. Ich werde auch wie gesagt die Gehrungen lassen und es anders verbinden.
 
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