Wandverkleidung Fachwerkwand unbeheizt

Fastdarkness

ww-ulme
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Hallo Profis und Amateure,
ich habe einfach zu viele Baustellen die meist aber aufeinander aufbauen.
Neben der Hobelbank die zur Zeit wegen des Wetters ruht richte ich ja meine "Werkstatt" ein.
Hierzu habe ich mal ein paar Fragen.
Die Werkstatt ist auf dem ehemaligen Fruchtboden in meinem Fachwerkhaus.
Platz ohne Ende, mal von der Höhe abgesehen.
Natürlich wurde der Fruchtboden nicht gedämmt oder sauber verputzt.
Sprich ich habe nur die Balken und die ausgemauerten Gefache.
Beheizt wird der Raum wahrscheinlich niemals. Allerdings möchte ich die Wände Nutzen., zum Bespiel zur Verlegung der Elektrik (auf Putz) und um eventuelle Schränke, Werkzeugaufbewahrungen oÄ anzubringen.

Nun zu meiner Frage: Meine Absicht ist es eine Sparlattung anzubringen und dann für eine saubere Verkleidung zu sorgen.
1. Verkleidung nur mit Naturholz (definitiv diffusionsoffen) oder geht auch wegen nicht vorhandener Heizung OSB. Will mir halt den Taupunkt nicht ins Haus holen und dann kann das nicht abtrocknen.
2. Sinnvoll doch zu Dämmen? Wenn ja geht ja sowieso nur Holzfaserplatte in Lehm geklebt.

Oder habe ich eine passende Möglichkeit völlig übersehen?
Ach ja, eine Wand schließt sich an den Flur des Wohnteils an. Sprich beheizter Raum.
 

Ikeabana

ww-esche
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2. Sinnvoll doch zu Dämmen? Wenn ja geht ja sowieso nur Holzfaserplatte in Lehm geklebt.
Die Option würde ich auf jeden Fall prüfen bevor ich irgendwas mache. Ob das geht oder sinnvoll ist, wird man nur beurteilen können, wenn man sich die Frage gesamte bauliche Situation ansieht, also auch Decke und Boden. Platz ohne Ende klingt auch nach Dachfläche ohne Ende. Da könnte sich vielleicht auch die Möglichkeit ergeben günstige Energie für das Beheizen der Räume zu erzeugen.
in einer beheizten Werkstatt wird man viel produktiver und kann Massivholz auch auf wohnungstaugliche Restfeuchte bringen.
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Die Option würde ich auf jeden Fall prüfen bevor ich irgendwas mache. Ob das geht oder sinnvoll ist, wird man nur beurteilen können, wenn man sich die Frage gesamte bauliche Situation ansieht, also auch Decke und Boden. Platz ohne Ende klingt auch nach Dachfläche ohne Ende. Da könnte sich vielleicht auch die Möglichkeit ergeben günstige Energie für das Beheizen der Räume zu erzeugen.
in einer beheizten Werkstatt wird man viel produktiver und kann Massivholz auch auf wohnungstaugliche Restfeuchte bringen.
Grundsätzlich hast Du da völlig Recht.
Hier kann man mal (stark vereinfacht) sehen wie sich das Ganze darstellt.
20260108_085059 (1).jpg

Die Decke / Fußboden zum zukünftigen Wohnzimmer wird definitiv gedämmt.
Der Fruchtboden hat ca 8x9m. Dient allerdings auch gleichzeitig als Holzlager.
 

Datzi

ww-ahorn
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Hi,
wir haben unser Fachwerk von innen mit Lehmputz und Holzfaserdämmplatten gedämmt - Allerdings ist das Wohnraum.
Wenn der Raum vielleicht doch irgendwann beheizt werden könnte, kann man natürlich auch die Dämmung mit Holzfaserdämmplatten durchführen. Mir hat das Spaß gemacht, das Material kostet aber halt auch Geld.
Das Vorgehen wäre dann: Wand mit Lehm-Unterputz egalisieren (Je nach Zustand geht da ordentlich Material drauf), Dämmplatten vollflächig verkleben, Dämmplatten verputzen und armieren.
Wirklich Sinn macht das aber nur, wenn man den Raum ganzheitlich betrachtet und in die thermische Hülle einbindet.
Beim Dämmen aber unbedingt die Lage der Ständer hinter den Platten dokumentieren, sodass du später auch mal etwas schwerere Dinge aufhängen kannst. Das ist in Holzweichfaser möglich, aber nur bedingt.

Wenn bei dir nichtmal die Gefache verputzt sind, wird es sicherlich an einigen Stellen zwischen Gefach und Holzständer ziehen - so zumindest meine Erfahrung. Da würde zumindest eine Holzschalung etwas mehr "Behaglichkeit" schaffen. OSB würde ich nicht verwenden.
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Hi,
wir haben unser Fachwerk von innen mit Lehmputz und Holzfaserdämmplatten gedämmt - Allerdings ist das Wohnraum.
Wenn der Raum vielleicht doch irgendwann beheizt werden könnte, kann man natürlich auch die Dämmung mit Holzfaserdämmplatten durchführen. Mir hat das Spaß gemacht, das Material kostet aber halt auch Geld.
Das Vorgehen wäre dann: Wand mit Lehm-Unterputz egalisieren (Je nach Zustand geht da ordentlich Material drauf), Dämmplatten vollflächig verkleben, Dämmplatten verputzen und armieren.
Wirklich Sinn macht das aber nur, wenn man den Raum ganzheitlich betrachtet und in die thermische Hülle einbindet.
Beim Dämmen aber unbedingt die Lage der Ständer hinter den Platten dokumentieren, sodass du später auch mal etwas schwerere Dinge aufhängen kannst. Das ist in Holzweichfaser möglich, aber nur bedingt.

Wenn bei dir nichtmal die Gefache verputzt sind, wird es sicherlich an einigen Stellen zwischen Gefach und Holzständer ziehen - so zumindest meine Erfahrung. Da würde zumindest eine Holzschalung etwas mehr "Behaglichkeit" schaffen. OSB würde ich nicht verwenden.
Mein Haus (Wohnbereich) habe ich innen von allen sperrenden Schichten befreit und eine Innendämmung mit Lehm-Holzfaser-Lehmunterputz-Armierung-Lehmoberputz-Lehmfarbe gedämmt.

Den Aufwand wollte ich in der Werkstatt eigentlich nicht treiben. Mal von den Kosten ganz abgesehen.
 

IngoS

ww-robinie
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Hallo,

es gibt so Wärmedämmrechner im Netz. Da kann man die Werte eingeben und sehen, ob zB. mit Schwitzwasser in der Wand zu rechnen ist. Ich habe daraufhin damals bei meiner Garage darauf verzichtet, irgendwelche Verbretterungen an den Wänden anzubringen.

Gruß Ingo
 

Fastdarkness

ww-ulme
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Hallo,

es gibt so Wärmedämmrechner im Netz. Da kann man die Werte eingeben und sehen, ob zB. mit Schwitzwasser in der Wand zu rechnen ist. Ich habe daraufhin damals bei meiner Garage darauf verzichtet, irgendwelche Verbretterungen an den Wänden anzubringen.

Gruß Ingo
Danke.
Ich habe einen Rechner versucht.
Nach dem Rechner und meinem geplanten Wandaufbau sollte das laut dem Rechner keinerlei Probleme geben.
Vielen Dank für den Tipp.
 
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