Metall lackieren / Grundierung vs. 2 in 1

tjalv

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Hallo,

Ich will einen Metallrahmen lackieren.
Was taugen die 2 und 1 Lacke, die man ohne Grundierung verwenden kann ?
Oder lieber doch ordenlich grundieren ?

Danke,
Tjalv
 

SchweißerSchnitzer

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Kommt bisschen (sehr) auf die später mechanische/chemische/physikalische Belastung an. Was muss die Lackierung denn später ungefähr aushalten (außen/innen...)?

Ohne diese Infos bin ich bei Metall immer für ne extra Grundierung.
 

ClintNorthwood

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Die ersten Fragen sollte sein, wie sieht der Rahmen jetzt aus, wie bereite ich das Metall vor und ist es für den Außen-oder Innenbereich.
 

tjalv

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Es geht darum, wie sich das ganze verarbeitet. Es muss nicht für die Ewigkeit sein.
Ich werde den Rahmen vorher mit einem Drahtbürsten Aufsatz entrosen.
Danke
 

SchweißerSchnitzer

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Ist ein "2 und 1" und ein "3 in 1" Lack eigentlich das Gleiche? :emoji_wink:

Bei mir Drahtbürste entrosteter Oberfläche (für den Außeneinsatz), würde ich erst mal zu einem Hammerite Metallschutzlack greifen.
 

fahe

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Ich werde den Rahmen vorher mit einem Drahtbürsten Aufsatz entrosen.
...mehr habe ich da auch nicht getan. Lose Teile entfernt und ohne besonderen Ehrgeiz, wirklich aufs blanke Metall zu kommen.

Wie gesagt: In acht Jahren kann ich mehr sagen. :emoji_wink:
 

Der alte Wagner

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Es kommt auch - wenig überraschend - auf die Qualität des Beschichtungsmaterials an. Anfänger und Heimwerker nehmen Hammerite oder Eigenmarken aus dem Baumarkt, Fachleute und Erfahrene hingegen kaufen z.B. bei Branth.
 

ClintNorthwood

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Es kommt auch - wenig überraschend - auf die Qualität des Beschichtungsmaterials an. Anfänger und Heimwerker nehmen Hammerite oder Eigenmarken aus dem Baumarkt, Fachleute und Erfahrene hingegen kaufen z.B. bei Branth.
Bei Hammerite macht es die Werbung.
Nach meiner Erfahrung ist Hamerit die Königin der Scheißfarben. Unteres Mittelfeld.

Mein Favorit ist seit Jahren unangefochten Brillux MP Dickschicht. Noch vor Brantho Korux und Protector von Herbol.
Gilt alles nur zusammen mit dem technischen Merkblatt.

Für den Innenbereich reicht guter Haftgrund und Aldifarbe.
 

Timer

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Es hängt auch von den Umgebungsbedinungen ab. Weniger drastisch als beim Holz, aber es spielt schon eine Rolle.

Schwach bewittert und schnell abtrocknend im Inland hätte ich jetzt keine bedenken eine gute 2 in 1 Farbe zu verwenden. Meine Anwendungen sind allerdings in Sichtweite vom Meer und da kommt grundsätzlich nur ein ordentlicher Aufbau mit 2k Zinkphosphat Grundierung und 2k Lack in Frage.

PS: Vorbereitung ist wichtig. Gut entrosten, ggf. Rostumwandler vorher drauf und auf jeden Fall entfetten damit die Farbe gut hält.
 

Siggykc

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Viele Jahre lang habe ich die Metalloberfläche einfach gebürstet und anschließend mit einem Lösungsmittel wie Aceton alle Öle entfernt.
Das führte zu „guten“ Ergebnissen, doch kürzlich wurde mir ein Video von Dan Gelbart vorgestellt. Darin zeigt er, wie Sandstrahlen, das Abbrennen von Oberflächenverunreinigungen oder die Verwendung einer Seife wie Ajax Powder die Metalloberfläche besser vorbereiten können.
Seit ich seine Techniken anwende, erziele ich deutlich bessere Ergebnisse.

https://www.youtube.com/watch?v=x7onZGqrYyY&t=686s
 

Uranus

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Früher hat auf blanken Stahl Bleimennige streichen dürfen, das hielt gefühlt länger als die Konstruktion. Das ist jetzt verboten, zumindest wenn es nichts Historisches ist.

Ich nehme gerne Brantho Korrux her. Das hat Rostschutz-Bestandteile drin. Zugleich haftet es relativ gut.
Nachteil, die Trocknung dauert ewig und die Oberfläche ist nicht allzu strapazierfähig.Das ist im allgemeinen bei allen 1-Topf-Metallschutzlacken so. Wenn nötig gibt es die nitrofest-Variante, die kann man mit einem Klarlack überziehen ohne dass es bei mir bisher ein Problem gab.

Wenn die Oberfläche also mechanisch was abbekommen soll: Rostschutz-Haftgrund drauf und dann ein ordentlicher 1-K oder 2-K Decklack.
 

Der alte Wagner

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Branth hat auch reine Grundierungen und Decklacke, man muss nicht "Korrux 3 in 1" oder "Korrux normal" nehmen. Ich verwende sie dennoch häufig, so habe ich z.B. vor über 10 Jahren alle Vorlaufrohre der Heizkörper im Haus, welche der Vorbesitzer enorm fachmännisch und kenntnisreich im bereits rostigen Zustand dick mit Wandfarbe überpinselt hatte, entsprechend abgebürstet (Drahtbürstentopf auf Bohrmaschine), mit losem Schleifpapier manuell nachbearbeitet und in diesem - wegen der eingeschränkten Zugänglichkeit - eher leidlich handentrosteten Zustand zweimal mit "Korrux normal" gestrichen; bis heute gibt es nirgend Abplatzungen, Verfärbungen oder durchkommenden Rost.
 
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fahe

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...so, ich habe einmal nachgesehen.

Ein bisschen aus lokalpatriotistischen Gründen* :emoji_wink: habe ich den 3 in1 AK231-50 von Mipa genommen.
Den gibt's wenigstens in einer ziemlich umfassenden RAL-Palette und nicht nur in einer Handvoll Farbtöne. Ich denke, für Zaun und Tor reicht das.


Unsere Lackbude hier gehört zwar zur Mipa-Gruppe, aber ich glaube, in Coswig selbst wird nur Lack für die Holzindustire produziert.
 

julioiglesias

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Hallo,

ich habe ein ähnliches Ansinnen: Anstrich im Innenbereich, Stahlgestell/Rahmen im Treppenhaus. Vor ca. 8 Jahren bei unserem Einzug die gelbe Farbe abgebeizt und dann alle drei Stockwerke (das Gestell umspannt das gesamte Treppenhaus vom Keller in den 2ten) mit 2in1 Farbe gestrichen. Leider ist die neue Farbe gefühlt nie richitg hart geworden. Insbesondere an den Stellen an denen man sich beim Hoch- und Runterlaufen festhält. Dementsprechend sieht es jetzt dort so aus:

1746023922404.png
1746023951550.png

Die Farbe ist also z.T. bis auf den nackten Stahl ab.

Was wäre denn das richitige Vorgehen in der Vorbereitung und die richitge Farbe inkl. Grundierung mit dem Anspruch auf gute Abriebbeständigkeit im Innenbereich und mit dem Ziel nur die abgenutzten Stellen und nicht mehr das ganze Gestellt zu bearbeiten?
 

WinfriedM

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Nachteil, die Trocknung dauert ewig und die Oberfläche ist nicht allzu strapazierfähig.
Nach der Ewigkeit ist die bei mir erstaunlich belastbar. Dauert aber 3-6 Monate. Davor ist sie noch nicht so ganz fingernagelfest.

Ich benutze auch fast nur noch Brantho Korrux. Wenn man sie ein klein wenig verdünnt, lässt sie sich deutlich besser streichen. (Nitroverdünner, keinen Alkydverdünner verwenden und kein Terpentinersatz.)

Es gibt Farben, die sich deutlich angenehmer verarbeiten. Bei Brantho läuft der Pinsel nicht sehr angenehm und sie verläuft auch nicht so gut. Aber Rostschutz und Robustheit ist gut. Auch recht UV-Beständig ist sie.
 

Franz-Josef_B.

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Anstrich im Innenbereich, Stahlgestell/Rahmen im Treppenhaus. Vor ca. 8 Jahren bei unserem Einzug die gelbe Farbe abgebeizt und dann alle drei Stockwerke (das Gestell umspannt das gesamte Treppenhaus vom Keller in den 2ten) mit 2in1 Farbe gestrichen. Leider ist die neue Farbe gefühlt nie richitg hart geworden. Insbesondere an den Stellen an denen man sich beim Hoch- und Runterlaufen festhält. (...) Was wäre denn das richitige Vorgehen in der Vorbereitung und die richitge Farbe inkl. Grundierung mit dem Anspruch auf gute Abriebbeständigkeit im Innenbereich und mit dem Ziel nur die abgenutzten Stellen und nicht mehr das ganze Gestellt zu bearbeiten?
Das liegt wahrscheinlich daran, dass dieser Lack auf Dauer nicht mit Hautfett und Handcremes zurechtkommt. Schlechte Qualität. Also am besten diese komplett versauten Stellen nochmals abbeizen, schleifen, reinigen/entfetten und dann mit vernünftigem Kombilack streichen, ich bin da ganz beim alten Wagner und Brantho Korrux Normal (https://branth-chemie.de/produkt/brantho-korrux-normal/). Die passabel erhaltenen Bereiche wie gehabt entfetten, anschleifen, abstauben, feucht abwischen, nochmals entfetten (in dieser Reihenfolge) und dann ebenfalls 2x BK Normal drüber. Ganz schmale Filzrolle (s.u.) und Heizkörperpinsel mit Chinaborste nehmen.
Bei Brantho läuft der Pinsel nicht sehr angenehm und sie verläuft auch nicht so gut.
Auch hier will ich auf BK Normal hinweisen: Was Du beschreibst, ist typisches und gewolltes Charakteristikum von BK 3 in 1. Zieht sehr schnell an und ist damit eher zum Spritzen oder zum Streichen dort geeignet, wo Ansätze optisch nicht stören. Typischer Industrieanstrich, nichts für die schöne Zarge im schicken Wohnhaus. Sehr gut auch beim Sanieren von KFZ, Unterbodengrundbeschichtung, Fahrwerksteile etc. BK Normal hingegen ist im Sichtbereich hier viel besser geeignet, da es eine deutlich längere Offenzeit und einen sehr guten Verlauf hat. Der Vorteil von 3 in 1 ist, von der Trocknung abgesehen, deren Tempo ja bei handwerklicher Verarbeitung auch nachteilig sein kann, eigentlich nur noch die bessere Eignung auf Zink im Vergleich zu BK Normal. Ich nehme übrigens für beide entweder schwarze Chinaborste (meistens Storch oder Mako, z.B. https://shop.storch.de/de/catalog/product/view/id/5339) oder Filzrolle (Felt) von Schuller (https://www.schuller.eu/de/p/felt-hk)
Bei mir Drahtbürste entrosteter Oberfläche
Immer zusätzlich mit Schleifpapier nacharbeiten, reiner Drahtbürsteneinsatz schmiert Rostporen oberflächlich zu und gaukelt optisch guten Entrostungserfolg vor. Anstrich hält dann entsprechend nicht lange.
Hammerite Metallschutzlack
Sondermüll!
 
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WinfriedM

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Auch hier will ich auf BK Normal hinweisen: Was Du beschreibst, ist typisches und gewolltes Charakteristikum von BK 3 in 1. Zieht sehr schnell an und ist damit eher zum Spritzen oder zum Streichen dort geeignet, wo Ansätze optisch nicht stören. Typischer Industrieanstrich, nichts für die schöne Zarge im schicken Wohnhaus. Sehr gut auch beim Sanieren von KFZ, Unterbodengrundbeschichtung, Fahrwerksteile etc. BK Normal hingegen ist im Sichtbereich hier viel besser geeignet, da es eine deutlich längere Offenzeit und einen sehr guten Verlauf hat. Der Vorteil von 3 in 1 ist, von der Trocknung abgesehen, deren Tempo ja bei handwerklicher Verarbeitung auch nachteilig sein kann, eigentlich nur noch die bessere Eignung auf Zink im Vergleich zu BK Normal.
Prima, danke für die Erklärung. Ich habe bisher tatsächlich immer nur den 3in1 verarbeitet, dass es noch einen "Normal" gibt, war mir gar nicht bewusst. Der scheint deutlich seltener in den Online-Shops aufzutauchen.

Den werde ich beim nächsten Projekt mal ausprobieren.
 

julioiglesias

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Das liegt wahrscheinlich daran, dass dieser Lack auf Dauer nicht mit Hautfett und Handcremes zurechtkommt. Schlechte Qualität. Also am besten diese komplett versauten Stellen nochmals abbeizen, schleifen, reinigen/entfetten und dann mit vernünftigem Kombilack streichen, ich bin da ganz beim alten Wagner und Brantho Korrux Normal (https://branth-chemie.de/produkt/brantho-korrux-normal/). Die passabel erhaltenen Bereiche wie gehabt entfetten, anschleifen, abstauben, feucht abwischen, nochmals entfetten (in dieser Reihenfolge) und dann ebenfalls 2x BK Normal drüber. Ganz schmale Filzrolle (s.u.) und Heizkörperpinsel mit Chinaborste nehmen.

Hallo Franz Josef,

vielen Dank für die Einschätzung. Welche Stellen auf meinen Bildern würdest Du denn als "passable Bereiche" bezeichnen? Ich bin so unterwegs dass alle Teile des Geländers die Farbabrieb zeigen neu lackiert werden müssen. Einige davon sind bis aufs Metall runter bei anderen sind es hauptsächlich die Kanten und auf den ebenen Flächen liegt noch weisse Farbe von unserem Anstrich. Du meinst also man müsste nicht die alte Farbe komplett an diesen Stellen entfernen? Kann man unserer Farbe denn trauen oder wird sie die Haftung von Korrux Normal auch bei entsprechender Vorbereitung behindern?

Verstehe ich das richtig, "Korrux Normal" ist Grundierung und Endanstrich zugleich? Und ist diese Farbe deren Haupteinsatz der Korrosionsschutz zu seien scheint, hier bzgl. Abrieb wirklich die richtige? Ich hatte auch schon daran gedacht nach dem erneuten Lackieren die "Griffbereiche mit transparenter Klebefolie zu schützen.....
 

WinfriedM

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Kann man unserer Farbe denn trauen oder wird sie die Haftung von Korrux Normal auch bei entsprechender Vorbereitung behindern?
Ich schätze die Situation so ein: Du hast mit einer wasserbasierten Farbe gestrichen und diese neigen dazu, durch regelmäßigen Hautkontakt weich zu werden. Müsstest mal mit Fingernagel testen. Wenn dem so ist, müssten alle Bereiche, wo weiche Farbe vorhanden ist, komplett runtergeschliffen werden. Beim Rest dürfte ein Anschliff genügen, zumindest hab ich bei uns mal Heizkörper mit Brantho Korrux 3 in 1 nachgestrichen, wo vorher wasserbasiert drauf war. Nur partiell, wo Rost war, abgeschliffen und dann teils übrer die alte Farbe drüber. Das funktionierte problemlos.

Ob Brantho Normal sich da anders verhält, müsste man ausprobieren.
 

julioiglesias

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Hallo @WinfriedM ,

ja, war wasserbasiert aber nicht vom Baumarkt, ich muss mal schauen welche es war. Und es ist tatasächlich so, dass die abgenutzten und Grenzflächen zu "guten" Bereichen sich eher weich und klebrig anfühlen. Darüber und darunter ist die Farbe eher fingernagelhart. Ich glaube mich zu erinnern dass die Farbe genau an den Stellen wo sie jetzt abgeht auch besonders lange gebraucht hat auszuhärten..... passt also zu deiner Einschätzung.

Die Frage die mir bleibt ist ob Brantho Korrux Normal an sich besonders griff- und abriebfest ist oder gibt es geeigneteres?
 
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Franz-Josef_B.

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Welche Stellen auf meinen Bildern würdest Du denn als "passable Bereiche" bezeichnen? Ich bin so unterwegs dass alle Teile des Geländers die Farbabrieb zeigen neu lackiert werden müssen. Einige davon sind bis aufs Metall runter bei anderen sind es hauptsächlich die Kanten und auf den ebenen Flächen liegt noch weisse Farbe von unserem Anstrich.
Ich würde hier unterscheiden zwischen den Bereichen, die offenbar durchs Anfassen gelitten haben, dort ist der Lack ja chemisch verändert worden und den würde ich komplett entfernen, entweder schleifen oder, wenn das zu sehr schmiert, auch abbeizen. Die Bereiche, die nicht chemisch angegriffen oder aufgeweicht, sondern einfach nur unansehnlich geworden sind und ein paar alltagstypische Macken haben, würde ich nur anschleifen und mit BK-N überarbeiten.
Kann man unserer Farbe denn trauen oder wird sie die Haftung von Korrux Normal auch bei entsprechender Vorbereitung behindern?
Dort, wo die alte Farbe nicht aufgeweicht/angegriffen ist, würde ich ihr schon allein aufgrund ihres Alters zutrauen, als Grundlage für den Neuanstrich zu taugen.
Verstehe ich das richtig, "Korrux Normal" ist Grundierung und Endanstrich zugleich?
Ja, genau wie (zumindest laut Werbesprechen) Hammerite und genau wie das landauf, landab hochgelobte BK 3 in 1, aber halt langsamer trocknend, besser verlaufend und mit weniger Eignung auf Zink, was ja bei Dir nicht stört. Dass der Korrosionsschutz im Treppenhaus nicht so vorrangig ist, leuchtet zwar ein, aber die Grundierungsfunktion beschränkt sich ja nicht nur auf den Rostschutz, sondern auch auf die Haftung zum metallischen Untergrund, sonst könntest Du das Geländer ja auch einfach nur blankschleifen und mit einem beliebigen Decklack anstreichen - das würde aber auch in die Hose gehen, da so ein normaler 08/15-Decklack eben keine solche haftungsvermittelnden Eigenschaften gegenüber blankem Metall hat.
Ob Brantho Normal sich da anders verhält, müsste man ausprobieren.
Normal verhält sich hier mindestens genauso unproblematisch wie 3 in 1. Normal ist etwas empfindlicher, wenn es frühzeitig mit stark lösungsmittelhaltigen Lacken (Sprühlack) überarbeitet werden soll, da ist 3 in 1 besser.
Die Frage die mir bleibt ist die Brantho Korrux Normal an sich besonders griff und abriebfest oder gibt es geigneteres?
Schau doch hierzu bitte mal die Unterlagen der Fa. Branth durch oder melde Dich werktags im Büro der Firma, die sind sehr nett und auskunftsfreudig. Allein die Bezeichung "Ultra-High Solid Schutzlack" und der Zusatz ">85% Festkörper" deutet für mich schon darauf hin, dass auch am Geländer mit einer guten Dauerhaftigkeit und Verschleißbeständigkeit zu rechnen ist, auf jeden Fall um Größenordnungen besser als bei allen möglichen Billig- und Baumarktlacken. Du kannst natürlich auch auf ein 2-Topf-System ausweichen und z.B. zuerst Haftgrund Spezial bzw. Rostschutzmennige (nennen die echt noch so, in Anführungsstrichen) und danach S-Glasur oder Robustlack von Branth nehmen, das wäre dann die klassische Aufgabenteilung mit den individuellen Stärken von Grundierung und Decklack.
 
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