...mehr habe ich da auch nicht getan. Lose Teile entfernt und ohne besonderen Ehrgeiz, wirklich aufs blanke Metall zu kommen.Ich werde den Rahmen vorher mit einem Drahtbürsten Aufsatz entrosen.
Bei Hammerite macht es die Werbung.Es kommt auch - wenig überraschend - auf die Qualität des Beschichtungsmaterials an. Anfänger und Heimwerker nehmen Hammerite oder Eigenmarken aus dem Baumarkt, Fachleute und Erfahrene hingegen kaufen z.B. bei Branth.
Früher
Bin ich schon so alt?hat auf blanken Stahl Bleimennige streichen dürfen
Sorry, aber zu deinem emotionalen Altersempfinden bezüglich historischer Schutzanstriche kann ich grad nicht weiterhelfen.Bin ich schon so alt?
Nach der Ewigkeit ist die bei mir erstaunlich belastbar. Dauert aber 3-6 Monate. Davor ist sie noch nicht so ganz fingernagelfest.Nachteil, die Trocknung dauert ewig und die Oberfläche ist nicht allzu strapazierfähig.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass dieser Lack auf Dauer nicht mit Hautfett und Handcremes zurechtkommt. Schlechte Qualität. Also am besten diese komplett versauten Stellen nochmals abbeizen, schleifen, reinigen/entfetten und dann mit vernünftigem Kombilack streichen, ich bin da ganz beim alten Wagner und Brantho Korrux Normal (https://branth-chemie.de/produkt/brantho-korrux-normal/). Die passabel erhaltenen Bereiche wie gehabt entfetten, anschleifen, abstauben, feucht abwischen, nochmals entfetten (in dieser Reihenfolge) und dann ebenfalls 2x BK Normal drüber. Ganz schmale Filzrolle (s.u.) und Heizkörperpinsel mit Chinaborste nehmen.Anstrich im Innenbereich, Stahlgestell/Rahmen im Treppenhaus. Vor ca. 8 Jahren bei unserem Einzug die gelbe Farbe abgebeizt und dann alle drei Stockwerke (das Gestell umspannt das gesamte Treppenhaus vom Keller in den 2ten) mit 2in1 Farbe gestrichen. Leider ist die neue Farbe gefühlt nie richitg hart geworden. Insbesondere an den Stellen an denen man sich beim Hoch- und Runterlaufen festhält. (...) Was wäre denn das richitige Vorgehen in der Vorbereitung und die richitge Farbe inkl. Grundierung mit dem Anspruch auf gute Abriebbeständigkeit im Innenbereich und mit dem Ziel nur die abgenutzten Stellen und nicht mehr das ganze Gestellt zu bearbeiten?
Auch hier will ich auf BK Normal hinweisen: Was Du beschreibst, ist typisches und gewolltes Charakteristikum von BK 3 in 1. Zieht sehr schnell an und ist damit eher zum Spritzen oder zum Streichen dort geeignet, wo Ansätze optisch nicht stören. Typischer Industrieanstrich, nichts für die schöne Zarge im schicken Wohnhaus. Sehr gut auch beim Sanieren von KFZ, Unterbodengrundbeschichtung, Fahrwerksteile etc. BK Normal hingegen ist im Sichtbereich hier viel besser geeignet, da es eine deutlich längere Offenzeit und einen sehr guten Verlauf hat. Der Vorteil von 3 in 1 ist, von der Trocknung abgesehen, deren Tempo ja bei handwerklicher Verarbeitung auch nachteilig sein kann, eigentlich nur noch die bessere Eignung auf Zink im Vergleich zu BK Normal. Ich nehme übrigens für beide entweder schwarze Chinaborste (meistens Storch oder Mako, z.B. https://shop.storch.de/de/catalog/product/view/id/5339) oder Filzrolle (Felt) von Schuller (https://www.schuller.eu/de/p/felt-hk)Bei Brantho läuft der Pinsel nicht sehr angenehm und sie verläuft auch nicht so gut.
Immer zusätzlich mit Schleifpapier nacharbeiten, reiner Drahtbürsteneinsatz schmiert Rostporen oberflächlich zu und gaukelt optisch guten Entrostungserfolg vor. Anstrich hält dann entsprechend nicht lange.Bei mir Drahtbürste entrosteter Oberfläche
Sondermüll!Hammerite Metallschutzlack
Prima, danke für die Erklärung. Ich habe bisher tatsächlich immer nur den 3in1 verarbeitet, dass es noch einen "Normal" gibt, war mir gar nicht bewusst. Der scheint deutlich seltener in den Online-Shops aufzutauchen.Auch hier will ich auf BK Normal hinweisen: Was Du beschreibst, ist typisches und gewolltes Charakteristikum von BK 3 in 1. Zieht sehr schnell an und ist damit eher zum Spritzen oder zum Streichen dort geeignet, wo Ansätze optisch nicht stören. Typischer Industrieanstrich, nichts für die schöne Zarge im schicken Wohnhaus. Sehr gut auch beim Sanieren von KFZ, Unterbodengrundbeschichtung, Fahrwerksteile etc. BK Normal hingegen ist im Sichtbereich hier viel besser geeignet, da es eine deutlich längere Offenzeit und einen sehr guten Verlauf hat. Der Vorteil von 3 in 1 ist, von der Trocknung abgesehen, deren Tempo ja bei handwerklicher Verarbeitung auch nachteilig sein kann, eigentlich nur noch die bessere Eignung auf Zink im Vergleich zu BK Normal.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass dieser Lack auf Dauer nicht mit Hautfett und Handcremes zurechtkommt. Schlechte Qualität. Also am besten diese komplett versauten Stellen nochmals abbeizen, schleifen, reinigen/entfetten und dann mit vernünftigem Kombilack streichen, ich bin da ganz beim alten Wagner und Brantho Korrux Normal (https://branth-chemie.de/produkt/brantho-korrux-normal/). Die passabel erhaltenen Bereiche wie gehabt entfetten, anschleifen, abstauben, feucht abwischen, nochmals entfetten (in dieser Reihenfolge) und dann ebenfalls 2x BK Normal drüber. Ganz schmale Filzrolle (s.u.) und Heizkörperpinsel mit Chinaborste nehmen.
Ich schätze die Situation so ein: Du hast mit einer wasserbasierten Farbe gestrichen und diese neigen dazu, durch regelmäßigen Hautkontakt weich zu werden. Müsstest mal mit Fingernagel testen. Wenn dem so ist, müssten alle Bereiche, wo weiche Farbe vorhanden ist, komplett runtergeschliffen werden. Beim Rest dürfte ein Anschliff genügen, zumindest hab ich bei uns mal Heizkörper mit Brantho Korrux 3 in 1 nachgestrichen, wo vorher wasserbasiert drauf war. Nur partiell, wo Rost war, abgeschliffen und dann teils übrer die alte Farbe drüber. Das funktionierte problemlos.Kann man unserer Farbe denn trauen oder wird sie die Haftung von Korrux Normal auch bei entsprechender Vorbereitung behindern?
Ich würde hier unterscheiden zwischen den Bereichen, die offenbar durchs Anfassen gelitten haben, dort ist der Lack ja chemisch verändert worden und den würde ich komplett entfernen, entweder schleifen oder, wenn das zu sehr schmiert, auch abbeizen. Die Bereiche, die nicht chemisch angegriffen oder aufgeweicht, sondern einfach nur unansehnlich geworden sind und ein paar alltagstypische Macken haben, würde ich nur anschleifen und mit BK-N überarbeiten.Welche Stellen auf meinen Bildern würdest Du denn als "passable Bereiche" bezeichnen? Ich bin so unterwegs dass alle Teile des Geländers die Farbabrieb zeigen neu lackiert werden müssen. Einige davon sind bis aufs Metall runter bei anderen sind es hauptsächlich die Kanten und auf den ebenen Flächen liegt noch weisse Farbe von unserem Anstrich.
Dort, wo die alte Farbe nicht aufgeweicht/angegriffen ist, würde ich ihr schon allein aufgrund ihres Alters zutrauen, als Grundlage für den Neuanstrich zu taugen.Kann man unserer Farbe denn trauen oder wird sie die Haftung von Korrux Normal auch bei entsprechender Vorbereitung behindern?
Ja, genau wie (zumindest laut Werbesprechen) Hammerite und genau wie das landauf, landab hochgelobte BK 3 in 1, aber halt langsamer trocknend, besser verlaufend und mit weniger Eignung auf Zink, was ja bei Dir nicht stört. Dass der Korrosionsschutz im Treppenhaus nicht so vorrangig ist, leuchtet zwar ein, aber die Grundierungsfunktion beschränkt sich ja nicht nur auf den Rostschutz, sondern auch auf die Haftung zum metallischen Untergrund, sonst könntest Du das Geländer ja auch einfach nur blankschleifen und mit einem beliebigen Decklack anstreichen - das würde aber auch in die Hose gehen, da so ein normaler 08/15-Decklack eben keine solche haftungsvermittelnden Eigenschaften gegenüber blankem Metall hat.Verstehe ich das richtig, "Korrux Normal" ist Grundierung und Endanstrich zugleich?
Normal verhält sich hier mindestens genauso unproblematisch wie 3 in 1. Normal ist etwas empfindlicher, wenn es frühzeitig mit stark lösungsmittelhaltigen Lacken (Sprühlack) überarbeitet werden soll, da ist 3 in 1 besser.Ob Brantho Normal sich da anders verhält, müsste man ausprobieren.
Schau doch hierzu bitte mal die Unterlagen der Fa. Branth durch oder melde Dich werktags im Büro der Firma, die sind sehr nett und auskunftsfreudig. Allein die Bezeichung "Ultra-High Solid Schutzlack" und der Zusatz ">85% Festkörper" deutet für mich schon darauf hin, dass auch am Geländer mit einer guten Dauerhaftigkeit und Verschleißbeständigkeit zu rechnen ist, auf jeden Fall um Größenordnungen besser als bei allen möglichen Billig- und Baumarktlacken. Du kannst natürlich auch auf ein 2-Topf-System ausweichen und z.B. zuerst Haftgrund Spezial bzw. Rostschutzmennige (nennen die echt noch so, in Anführungsstrichen) und danach S-Glasur oder Robustlack von Branth nehmen, das wäre dann die klassische Aufgabenteilung mit den individuellen Stärken von Grundierung und Decklack.Die Frage die mir bleibt ist die Brantho Korrux Normal an sich besonders griff und abriebfest oder gibt es geigneteres?