Zaun erweitern mit Fundament

andreas92

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Hallo,
ich würde gerne einen bestehenden Zaun erweitern. Der Zaun ist ein einfacher Lattenzaun, bei dem die Stützpfosten auf einbetonierten Trägern stehen. In dieser Art würde ich das gerne weiter machen. Es sollen nochmal ungefähr 2m dran gehängt werden mit einem Pfosten.

Ich würde gerne einen H-Träger oder ähnliches verwenden, um den Pfosten in Jahren einfach tauschen zu können. Jetzt bin ich aber etwas unsicher wegen dem einbetonieren. Ich habe auf verschiedenen Seiten gelesen, ein Punktfundament für einen Zaun sollte 40x40cm groß und mindestens 80cm tief sein. Das wären 128 Liter Volumen. Schnellbeton ergibt etwa 13 Liter pro 25kg Sack. Heißt, ich bräuchte 10 Säcke Beton? Mir kommt das irgendwie reichlich viel vor. Hab ich irgendwo einen Fehler?
 

Mazze

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Wenn der Zaun für die Ewigkeit stehen soll: ja, dann 40x40x80. 80 wegen Frost - wohnst Du am Rhein, reichen vielleicht auch 60cm - im Alpenvorland gerne auch tiefer. Das wäre fachlich korrekt, aber völlig überdimensioniert.

Da der Zaun Dich vielleicht überleben soll, aber nicht für die Ewigkeit sein muss, genügt auch ein deutlich kleineres Fundament. Insbesondere wenn der Boden dicht und steinig ist. Ich habe in einer (zugegebenermaßen sehr steinigen) Wiese Punktfundamente gemacht, weitgehend rund, Durchmesser ca. 30, Tiefe zwischen 25 und 35cm (an einigen Stellen war einfach kein Durchkommen). Und das war schon viel. Die Gartenbauer hier machen für Zaunpfosten manchmal nur eine Spatenschaufel breit und tief ...

Für ein etwas größeres Projekt in deutlich lockererem Boden habe ich letztens ein einzelnes Loch gebraucht, da bin ich tatsächlich auf 85cm runter und Durchmesser waren grob 35. Da sind dann aber tatsächlich auch ca. 5 Sack Gartenbaubeton mit Trass reingekommen.

Ja: Entsorgung von Beton ist (offiziell) teuer.
 

andreas92

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Danke schonmal für die Antworten. Zum Thema Entsorgung: ich habe nicht vor, das Fundament jemals wieder auszubuddeln. Wohne im Alpenvorland, bei uns kann's schon noch recht kalt werden.

Das mit den Einschraubhülsen finde ich interessant, würde das ganze Vorhaben ja sehr vereinfachen. Ich messe morgen mal nach, wie groß die anderen Posten sind und ob das kompatibel ist, wenn ich da einheitlich einen gleichen Posten setze.

Mit dem durchkommen, das ist auch ein guter Punkt! Vielleicht grabe ich auch einfach Mal drauf los und schaue, wie tief ich überhaupt komme, bevor ich beim kaufe.
 

Der alte Wagner

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Billiger wird es, wenn Du den Beton selbst mischst und Dir einen Freifallmischer leihst, sofern Du selbst keinen eigenen hast. Am besten und ohne Ärger funktioniert es mit abgewogenen Mengen, hier ein Praxisbeispiel (weder von der KI noch irgendwoher kopiert, sondern aus jahrzehntelanger eigener Berufserfahrung):

40 kg Kiessand 0-32 mm (vom Baustoffhändler holen, in Eimern oder Speisfässern, ist i.d.R. sehr billig)
8 kg Zement
4,5 kg sauberes Wasser

- etwa die Hälfte des Kiessands und das ganze Wasser in den Mischer geben, einschalten
- bei laufendem Mischer den Zement zugeben, ca. halbe Minute weitermischen
- bei laufendem Mischer den weiteren Kiessand hinzugeben
- ca. 1 Minute weitermischen, fertig

(ergibt ca. 23 Liter Beton und kann natürlich je nach Mischergröße und Bedarf im Dreisatz umgerechnet werden, angenommene Frischbetonrohdichte 2300 kg/m³)

Bei dieser Vorgehensweise setzt in der Trommel nichts an und der Beton ist von sehr passabler Qualität.

Wenn der Kiessand feucht ist, beim Zugabewasser 0,5 bis 1 Liter abziehen und später bei laufendem Mischer ggf. minimal Wasser nachdosieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Beton im Erdloch durch Stochern gut verdichten, nicht einfach nur reinschütten. Vor Regen und starker Sonnenbestrahlung durch Abdecken schützen.
 

Martin45

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Im Alpenvorland ist mit Schraubfundamenten natürlich eher schwierig, bei uns ist eher Sand, Lehm, Kies, da geht das sicher besser als in den Bergregionen.
 

Tennenschreiner

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Also ich wohne ebenfalls im Alpenvorland und meine Punktfundamente für H Pfostenträger sind alle um die 30x30 und ca. 40-50cm tief. Bis jetzt tadellos. Beton mische ich ebenfalls selbst an. Meist 1:4 Zement/Sand, Wasser nehme ich nach Gefühl und gewünschter Konsistenz:emoji_wink: .
 

IngoS

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Billiger wird es, wenn Du den Beton selbst mischst und Dir einen Freifallmischer leihst, sofern Du selbst keinen eigenen hast. Am besten und ohne Ärger funktioniert es mit abgewogenen Mengen, hier ein Praxisbeispiel (weder von der KI noch irgendwoher kopiert, sondern aus jahrzehntelanger eigener Berufserfahrung):

40 kg Kiessand 0-32 mm (vom Baustoffhändler holen, in Eimern oder Speisfässern, ist i.d.R. sehr billig)
8 kg Zement
4,5 kg sauberes Wasser

- etwa die Hälfte des Kiessands und das ganze Wasser in den Mischer geben, einschalten
- bei laufendem Mischer den Zement zugeben, ca. halbe Minute weitermischen
- bei laufendem Mischer den weiteren Kiessand hinzugeben
- ca. 1 Minute weitermischen, fertig

(ergibt ca. 23 Liter Beton und kann natürlich je nach Mischergröße und Bedarf im Dreisatz umgerechnet werden, angenommene Frischbetonrohdichte 2300 kg/m³)

Bei dieser Vorgehensweise setzt in der Trommel nichts an und der Beton ist von sehr passabler Qualität.

Wenn der Kiessand feucht ist, beim Zugabewasser 0,5 bis 1 Liter abziehen und später bei laufendem Mischer ggf. minimal Wasser nachdosieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Beton im Erdloch durch Stochern gut verdichten, nicht einfach nur reinschütten. Vor Regen und starker Sonnenbestrahlung durch Abdecken schützen.
Hallo,

Es geht um einen Pfosten.
Da ist die obige KI? Anleitung bisschen übertrieben, genau wie ein Fundament 40 x 40 x 80cm.
Zwei Spatenstich tief, 20 x 20cm im Querschnitt reicht vollkommen, eher noch weniger.
Und erst Zaunfeld mit Pfosten aufstellen, fixieren und dann erst Beton einfüllen. So passt es problemlos.

Gruß Ingo
 
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Und wenn du nicht selber Sand/Kies/Zement mischen möchtest, nimm wenigstens keinen schnellbeton/gartenbeton, sondern ganz normalen Trockenbeton, als Beispiel von Hornbach.

Kann man bei geringen Mengen im Kübel auch mit der Schaufel anmischen. Besser Rühraufsatz für die Bohrmaschine (langsam rühren) , besser langsamer Rührer, besser Betonmischer.
 

andreas92

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Ja, also selbst Beton mischen würde zwar vielleicht etwas Geld sparen, aber wenn ich mir dann noch den Mischer leihen muss, wahrscheinlich noch einen Anhänger brauche, etc. Lohnt sich das für mich nicht wirklich. Selbst wenn ich 10 Säcke bräuchte, wären das nur 75€. Es geht wie gesagt nur um einen Zaunpfosten.

Zwei Spatenstich tief, 20 x 20cm im Querschnitt reicht vollkommen, eher noch weniger.
Danke für deine Einschätzung. Muss unter den Beton dann noch Kies oder Schotter oder kann der direkt ins Loch?

erst Zaunfeld mit Pfosten aufstellen, fixieren und dann erst Beton einfüllen.
Wie meinst du das? Der Pfosten soll ja auf einen Träger und nicht direkt einbetoniert werden.
 

IngoS

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Wie meinst du das? Der Pfosten soll ja auf einen Träger und nicht direkt einbetoniert werden.
Hallo,

den H Träger an den Pfosten schrauben, den Pfosten mit dem Zaunfeld verschrauben das Ganze richtig hinstellen und endsprechend fixieren. Dann erst den Beton ins Loch gießen. So gibt es keine Flucht- und Abstandsfehler. Fachfirmen machen das immer so.
Hier baue ich einen Zaun.

Gruß

Ingo
 

Daniboy

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Nur mal sicherheitshalber nachgefragt:

@IngoS - wie hoch ist denn dein Zaun, auf dem dein Tipp basiert?
@andreas92 - wie hoch ist denn dein Zaun?

Ich vermute, dass aufgrund der Hebelwirkung ein höherer Zaun unten drunter auch etwas mehr Beton braucht.
 
Zuletzt bearbeitet:

IngoS

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@IngoS - wie hoch ist denn dein Zaun, auf dem dein Tipp basiert?
@andreas92 - wie hoch ist denn dein Zaun?

Ich vermute, dass aufgrund der Hebelwirkung ein höherer Zaun unten drunter auch etwas mehr Beton braucht.
Hallo,

ein üblicher Zaun ist 1m bis 1,2m hoch. was höheres ist eine Sichtschutzwand. Davon stand aber nichts in der Frage des TE.
Mein 1m hoher Hühnerzaun steht nur auf Einschlaghülsen und hält problemlos seit Jahren jedem Sturm stand.

Gruß

Ingo
 

andreas92

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Wie oben geschrieben, ist es ein Lattenzaun. Die Pfosten sind 9x9cm mit einer Höhe von 1m. Die Querbalken sind 5x8cm und die Latten sind 1,2m.
Danke für das Video @IngoS. Wäre es nicht einfacher, die Latten einfach hinterher anzuschrauben? Grund ist: Wir haben hier auch etwas Hanglage, da wären die Latten einfacher auszurichten, wenn man sie erst an die schon stehenden Querbalken abschraubt
 
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andreas92

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Oh, ja. Dein Zaun hat schon ne ordentliche Dimension. In meinem Fall mit gerade mal einer Erweiterung um 2-3m sieht das wohl anders aus :emoji_grin:. Nochmal zu meiner Frage oben: kann der Beton direkt ins Loch oder muss da noch Kies drunter?
 

Sire Toby

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Ich würde die Kiesfrage daran festmachen, was für Boden da in der Tiefe zum Vorschein kommt. Was Du damit ja vermeiden möchtest ist, dass Dir stehendes Wasser unten im Loch im nicht frostfreien Bereich bei Frost alles nach oben drückt.
Bei uns ist sehr lehmiger Boden, da fließt eigentlich gar nichts weg, also bin ich weit runter und habe im unten Kies reingemacht.
Ob es nötig war- vielleicht. Ob ich mich richtig geärgert hätte, wenns den Zaun weggedrückt hätte? Ganz sicher.
(Bestes Werkzeug für die Löcher ist m.E. Eine Grabestange und ein Lochspaten- Erfahrungen 50 Löcher später…)
Gutes Gelingen.
 

FredT

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Ggf auch die Löcher mit einem Erdbohrer vorbohren. Oder, wenn man die Verbindung hat, vorbohren lassen...
 

Mazze

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Lochspaten ist absolut hilfreich, jawoll! „Rechnet“ sich ab Loch Nummer 1.

Oder, wenn keine Steine vorkommen: auch gerne Zweitakt-Erdlochbohrer. Holt die Erde rieselfähig raus, braucht Kraft, macht perfekte Löcher. Für ein Loch natürlich Overkill.
 
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