Wurzelholzfurnier einseitig?

Henri75

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Hallo,

ich möchte eine alte Kiefernholzplatte von ca. 10mm Stärke, 1500mm x 400mm, einseitig mit Wurzelnuss furnieren. Die Furnierregel des Gegenfurnierens ist mir bekannt. Meine Frage ist, ob dies auch für Wurzelfurnier gilt. Dieses hat ja - so zumindest meine naive Vorstellung - keine "Arbeitsrichtung", um den Verzug herbeizuführen. Beidseitig furnieren scheidet leider aus.
Habt ihr Tipps für mich?
Ach so: Furnierpresse scheidet ebenfalls aus. D.h. ich würde Furnier und Trägerplatte mit Knochenleim benetzen und dann mit dem Bügeleisen weiterarbeiten. Macht das Sinn?

Danke und Grüße!
 

DZaech

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Das Problem des Verzugs kommt nicht unbedingt nur durch eine Faserrichtung des Holzes sondern durch den feuchten Leim und die Hitzeeinwirkung beim Furnieren. Beim einseitigen furnieren (wenn überhaupt) sollte man deshalb immer kalt pressen... Das wird aber schwierig ohne Presse.

Eine Möglichkeit wäre mit Zwingen zwischen zwei 40mm Spanplatten verpressen. Ideal sind die Gegebenheiten aber sicherlich nicht... zumal eine Massivholzplatte ein äusserst schwieriges Trägermaterial ist für Wurzelfurnier. Das ginge evtl. noch gut mit normalem Furnier gleicher Holzart, aber so ist das schon sehr gewagt. Könnte eine ässerst runde Sache werden :emoji_wink:



Grüsse David
 
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welaloba

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Trotz aller genannten Ausschlüsse solltest du evtl. verraten, was genau du vorhast, wie soll das Ergebnis verwendet werden? Frei schwebend?
Ansonsten: anderes Trägermaterial?
 

Henri75

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Es handelt sich um den vorhandenen Deckel eines historischen Musikinstruments, dessen Innenbekleidung ( vermutlich Wurzelnussfurnier oder Marmorpapier) abgängig ist. Der vorhandene Deckel soll natürlich bleiben, daher scheiden alternative Plattenmaterialien oder auch moderne Klebeverfahren leider aus.
 

Henri75

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Hallo,
Bilder habe ich momentan nicht, da das Instrument, ein Tafelklavier, gerade im Depot ist.
Das Papier im Cembalo ist schön, aber stilistisch ein gutes Jahrhunder zu alt. Trotzdem danke!
Grüße
 
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