wurmiges Brennholz

odul

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Hallo,

bei Brennholz mit Wurmbefall bin ich immer vorsichtig, lasse es vor der Haustür, hole es scheitweise rein und packe es direkt in den Ofen.

Ist das übertrieben vorsichtig oder eine gut Vorsichtsmaßnahme?


Ich verbrenne auch viel Holz aus dem Abriss von alten(!) Häusern. Da waren schon Balken bei, da hat man sich gewundert, dass das Haus nicht eingestürzt ist. Kann man da sicher sein, dass die Würmer inzwischen eines natürlichen Todes gestorben sind?


Bisher habe ich auch immer nur Löcher im Holz gesehen. Einen Schädling ist mir noch nie über den Weg gelaufen.
 

IngoS

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Hallo,

bei Abbruchholz ist die Gefahr eher unsichtbar, weil sich dort oft Holzschutzmittel drin verstecken, die extrem giftig sein können.

Wurmbefall in Brennholz ist unproblematisch.

Gruß

Ingo
 

Kony

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Vor oder nach dem Ofen? :emoji_slight_smile:
Das gibt immer schöne "Knalleffekte" im Ofen und die haben dann eine Biologische Bestattung.:emoji_wink:

Heize seit fast 30 Jahren mit Holz (Specksteinofen), habe Kiefer Massivholz Türen und teilweise auch Möbel, unbehandelte Massivholz Decken, bis jetzt noch kein Befall sichtbar.
 

odul

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bei Abbruchholz ist die Gefahr eher unsichtbar, weil sich dort oft Holzschutzmittel drin verstecken, die extrem giftig sein können.


Naja, die Hütten die da abgerissen wurden hatten mindestens 100 Jahre auf dem Buckel und die Würmer im Holz legen eher nahe, dass da keine Holzschutzmittel im Einsatz waren :emoji_wink:


Aber unabhängig davon:
Welche Holzschutzmittel kennt ihr, die früher eingesetzt wurden? Ich kann mich an rotes Pulver erinnern, das mit Wasser angerührt und dann aufgesprüht wurde. ich habe mich mal mit einem Dachdecker unterhalten. Der meinte, das wären alles (Bor)Salze gewesen, die da völlig unproblematisch wären. Keine Ahnung, was da noch im Umlauf war.
 

Mitglied 59145

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Linda ist das bekannteste, meist an offenem Gebälk angewendet. Also da wo es auch Sinn machte, also meist nur in den Dachstühlen und aus Nadelholz. Es hat halt auch früher Geld gekostet und Arbeit gemacht. Eiche wurde äußerst selten behandelt, noch seltener als Deckenbalken.

Das ist natürlich alles keine Garantie, aber einfach Erfahrung.

Ganz viel würde das in der DDR gemacht. Nadelholz Balken aus den Gebieten nehmen wir pauschal nicht.

Gruss
Ben
 

marcus_n

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Neben Lindan z.B. noch Carbolineum, Xyladecor (die Siebziger lassen grüßen), Pentachlorphenol, Hylotox 59 (DDR), DDT, PCP, Xylomon. Da weiß man gar nicht mehr wo vorn und hinten ist.
 

uli2003

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z.B. Lindan, damit wurden befallene Balken getränkt, gespritzt, gestrichen.
Nein, nicht in Altbauten. Lindan kam in den späten 80ern auf den Markt, lange nach PCP.
‚Damals‘ kannte man Teeröle, wie später das Carbolineum, aber nicht im Innenbereich.
Es gab um 1900 Nitrophenole wie Thanalit oder Basilit.
 
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brubu

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Hallo
Da frage ich mich schon lange bei diesem Altholzboom wer da gewährleistet, dass keine Schadstoffe in den Hölzern sind. Selbst Händler wollen
das nicht richtig beantworten. Stichproben allein nützen wenig, es wurden oft nur einzelne Balken bei oder drohendem Befall behandelt.
Da lass ich lieber die Finger vom Altholz, wer weiss wenn der Kunde in einem Labor arbeitet und Zugang zu modernen Untersuchungsmethoden
hat...
Aus den gleichen Gründen gilt bei uns alles Holz das einmal verbaut war als Altholz und darf nur in speziellen Altholz- oder Kehricht-
verbrennungsanlagen verbrannt werden. An die Möglichkeit von dabei entstehenden Dioxinen mag ich gar nicht denken.
Guss brubu
 

Sebl

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Auch wenn eigentlich Offtopic,aber zum thema Holzschutz: Bei unserem Haus (BJ 1812, Feldsteinmauern, Bauernhaus...) sind die Sparren, also oberste geschossdecke, Format ca 24x20 (BxH) "schwarz" gestrichen... Die Balken Färben auch ab, wenn man darauf kniet. Die Balken sind u.u. schon älter als das Haus, es finden sich teilweise ungenutzte Stemmungen). Kann das dem Alter nach auch einfach Holzteer sein?

Ich möchte im Zuge der Haussanierung die Balken etwa zur Hälfte im 1. Stock Sichtbar machen, um "Gefühlte" Deckenhöhe zu bekommen, die ist nämlich je nachdem wo man gerade steht etwa 2,10 bis 2,15... Folgearbeit dann komplett Abschleifen, ggf. neu Ölen. Wie stehen die Chancen, dass ich mich mit der Arbeit selbst gefährde, ggf. sogar Ausdünstungen in den Wohnraum bekomme? Atemschutz beim Arbeiten ist eh klar, aber ich wüsste gerne womit ich mich da einlasse...

Kann später mal Fotos Reinstellen...
 

Sebl

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Wer weiß, wann die gestrichen wurden.. Ist es ölig?
Hm ölig kann ich gar nicht so genau sagen.... muss mal mit einem blatt papier drüber ziehen, dann sollte man das ja sehen... Hoffe nicht dass da schon irgendwelche alten Schmieröle "entsorgt" wurden.... Wobei Laut Wiki die kommerzielle Erdölförderung erst mitte des 19. Jahrhunderts begann...
Allerdings hab ich auch nur mündliche Überlieferungen von grob 1970 bis heute von baulichen Maßnahmen am Haus...
 

Kony

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Auch wenn eigentlich Offtopic,aber zum thema Holzschutz: Bei unserem Haus (BJ 1812, Feldsteinmauern, Bauernhaus...) sind die Sparren, also oberste geschossdecke, Format ca 24x20 (BxH) "schwarz" gestrichen... Die Balken Färben auch ab, wenn man darauf kniet. Die Balken sind u.u. schon älter als das Haus, es finden sich teilweise ungenutzte Stemmungen). Kann das dem Alter nach auch einfach Holzteer sein?


Altöl wurde da gerne verwendet. Mit Diesel verdünnt drang dieses gut ein und die Schädlinge im befallenen Holz gingen meisten kaputt.
Das Altöl von den Traktoren und Maschinen würde da nicht nur zum Schmieren verwendet.
 

Mitglied 59145

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Würde ich auf jeden Fall testen lassen.

@brubu man kann, zum beispiel, eine Position zusammen stellen und von jedem Stück eine Querschnittsprobe ziehen. Dann weiss man schon sehr genau ob ein Teil dieser Charge irgendwas hat.
Ich meine um die 100€ so eine Analyse.

Gruss
Ben
 

brubu

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Hallo Ben
Verstehe ich das richtig, man nimmt verschiedene Querschnittproben und lässt die zusammen analysieren, damit man nur eine Untersuchung
bezahlen muss?
Ich habe auch schon Geräte gesehen, nennen sich glaube Gaschromatographen. Da wird eine Probe vergast und die Gase analysiert. Sicher bin ich aber nicht, ev. gibt es hier Personen die das genau wissen und korrigieren können. Geräte kosten, jedenfalls die die ich meine um die 200`000.-
Gruss brubu
 

Sebl

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Altöl wurde da gerne verwendet. Mit Diesel verdünnt drang dieses gut ein und die Schädlinge im befallenen Holz gingen meisten kaputt.
Das Altöl von den Traktoren und Maschinen würde da nicht nur zum Schmieren verwendet.
Wie gesagt, das Haus ist von 1812, die Industrielle erdölförderung hat erst in den 1850er jahren begonnen, bis die im Fernen Hinterland des Fichtelgebirges waren, vergingen vermutlich noch einige Jahre... In der einen Gebäudehälfte war früher Getreide aufgeschüttet, da sind seeeehr alte Bretter drin, mit Handgeschmiedeten Nägeln, da drunter ist das schwarze zeug auch zu Finden. Tendenziell waren die Balken Allseitig "voll" mit dem zeug, sprich dazu hätten die Balken allseitig zugänglich sein müssen... Am ende komm ich wohl um einen test nicht rum...
 

brubu

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Wie gesagt, das Haus ist von 1812, die Industrielle erdölförderung hat erst in den 1850er jahren begonnen, bis die im Fernen Hinterland des Fichtelgebirges waren, vergingen vermutlich noch einige Jahre... In der einen Gebäudehälfte war früher Getreide aufgeschüttet, da sind seeeehr alte Bretter drin, mit Handgeschmiedeten Nägeln, da drunter ist das schwarze zeug auch zu Finden. Tendenziell waren die Balken Allseitig "voll" mit dem zeug, sprich dazu hätten die Balken allseitig zugänglich sein müssen... Am ende komm ich wohl um einen test nicht rum...
Solche schwarzen Balken findet man in vielen Häusern, ist das nicht vom Rauch der offenen Feuerstellen? Oft sieht es aus wie eine schwarze Schicht
die teilweise abblättert. Ob das wirklich Anstriche sein sollen weiss ich nicht. Ich habe einmal eine Treppe in einem alten Haus mit Ofenheizung, in dem offenbar der Rauch ab und zu durchs Treppenhaus abgezogen ist, geschliffen, da war alles schwarz.
Gruss brubu
 

Mitglied 59145

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Hallo Ben
Verstehe ich das richtig, man nimmt verschiedene Querschnittproben und lässt die zusammen analysieren, damit man nur eine Untersuchung
bezahlen muss?
Ich habe auch schon Geräte gesehen, nennen sich glaube Gaschromatographen. Da wird eine Probe vergast und die Gase analysiert. Sicher bin ich aber nicht, ev. gibt es hier Personen die das genau wissen und korrigieren können. Geräte kosten, jedenfalls die die ich meine um die 200`000.-
Gruss brubu

Man nimmt eine Probe von jedem Stück der Charge, hat man dann geringste Mengen von irgendwas, kann man sich auf die Suche machen. Die Geräte, die du meinst, analysieren wahrscheinlich die Raumluft. Das ist was anderes, eigentlich interessanter, man leckt ja nicht am Balken, es geht ja um das was eingeatmet wird.
Es ist natürlich auch die Frage, wieviel und wo man es verbaut. Problematisch ist es sicher in einem Haus zu wohnen, in dem das grossflächig angewendet wurde. Bei einem Teil eines Möbels würde ich mir persönlich keine Sorge machen.

Ich kenne hier einen Fall, da wurde eine Decke in den Siebzigerjahren mit irgendwas gestrichen. Das war mit Proben minimal nachzuweisen. Auch Querschnitt von mehreren Stelle in der Decke. Die Raumluftanalyse ergab keine Belastung. Also was tun?

Ich weiß nicht was draus geworden ist, ich hätte es entfernt.

Bei meinem Fußboden habe ich getest, bei meinen Möbeln nicht. Fußboden war eine große Charge Kiefer, da hätte man sich eine Katastrophe ins Haus holen können. Aber ob ein Balken, der zu Brettern gesägt wurde und dann zu einer Tischplatte verarbeitet wurde, wirklich gefährlich sein kann..... Zumal eine Tischplatte auch seltenst aus mehreren Teilen eines Balkens ist. Bei Gift macht es auf jeden Fall auch die Menge, ich will da bestimmt nicht verharmlosen. Nur jedes Stück analysieren geht halt auch einfach nicht.
Wir ziehen regelmäßig beim Einkauf Proben, die letzten Jahren hatte wir keine überraschenden positiv Befunde, nur wenn man schon den Verdacht hatte. Das haben wir natürlich nicht gekauft, bzw. zurück gehen lassen oder entsorgt.

Gruss
Ben
 

Mitglied 59145

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Solche schwarzen Balken findet man in vielen Häusern, ist das nicht vom Rauch der offenen Feuerstellen? Oft sieht es aus wie eine schwarze Schicht
die teilweise abblättert. Ob das wirklich Anstriche sein sollen weiss ich nicht. Ich habe einmal eine Treppe in einem alten Haus mit Ofenheizung, in dem offenbar der Rauch ab und zu durchs Treppenhaus abgezogen ist, geschliffen, da war alles schwarz.
Gruss brubu

Ich kenne das von Eichenbalken, meist Deckenbalkenlage über dem EG, teilweise wurden die auch nach dem Abbund geräuchert, dann erkennt man das an allen Balken. Gibt es in verschiedenen Formen.

Gruss
Ben
 
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