Wo liegt die Fehlerursache?

Holzfummler

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Hi allerseits,
ich bin etwas fassungs- und ratlos.
Ich habe meiner Radialarmsäge (RAS) DW720 einen neuen Tisch und Anschlag (21mm Multiplex) spendiert und sie neu justiert.
Der Standardtrennschnitt ist rechtwinklig zum Anschlag und zur Tischoberfläche über rd 370 mm.

Für den 45 Grad "Neigungsschnitt" kurble ich den Arm mit Säge soweit hoch, dass ich den Sägeblock um 45 Grad neigen kann, ohne das das Sägeblatt mit dem Tisch verkantet. Winkelposition wird arretiert und gesichert. Dann kurble ich den Arm soweit runter, dass das Blatt ca 1 mm in den Tisch einschneidet.

Der senkrechte Winkel zum Anschlag wurde nicht verändert, der Arm ist an der Säule fixiert und gesichert. Der Sägeblock wird im Arm über Rollenlager geführt. Da wackelt nichts, ist leichtgängig.

Der 45 Grad Winkelschnitt sollte rechtwinklig zum Anschlag sein. Ist er aber nicht, der Schnitt weicht rd 1 Grad (von vorn nach rechts gehend) ab, so als wenn ich den Arm geschwenkt hätte, was ich ja nicht verändert habe.

Bringe ich die Säge wieder in ihre Ausgangsposition (alles rechtwinklig), habe ich wieder einen korrekten rechtwinkligen Schnitt.

Was ist Ursache für diesen Fehler?

Alle Teile sind korrekt positioniert und fest gespannt.

Könnt ihr mir helfen?

Danke

Gruß
Thomas
 

magmog

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Guuden,

die exakte Parallelität des Arm zur Platte geprüft?
Oder eine präzise Platte auf die Maschinenplatte legen, das schräggestellte Sägeblatt bis gerade so auf die erste Platte absenken und nach vorne ziehen.
Bleibt das Berühren der ersten Platte gleich?
Wenn nicht bekommst Du einen Winkelfehler bei schräggestelltem Blatt.
 

benben

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Kannst du Nuten sägen mit der Säge? Wenn ja einfach eine möglichst lange Nut sägen und prüfen ob die gleichmäßig tief ist. Zielt auf dasselbe wie von @magmog beschrieben.
Der Drehpunkt kann ja nicht exakt zu den Schnittfugen sein, sonst müsste das Blatt ja exakt gleich groß sein. Also muss der Auszugsarm parallel zum Tisch sein.

Gruss
Ben
 

Holzfummler

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Guten Morgen,
@Justus:
Der Arm weicht ca. 0,2 mm nach oben ab (am Ende zu mir). Dies kann nicht die Ursache sein, der Schnitt müsste dann aufwärts oder abwärts, aber im rechten Winkel zum Anschlag verlaufen, wenn der Arm nicht parallel zum Tisch wäre.

@Ben: Ich muss ja ca. 1mm tief in die Platte schneiden, um das Werkstück trennen zu können. Auch wenn der Dreh(punkt)achse zum Neigen nicht parallel zum Arm ist, wäre doch dann die Auswirkung, das ich ähnlich wie mit dadoos einen breiteren Schnitt bekäme.

Oder liege ich da falsch?

@Mater1984 :
Ich werde mal heute Bilder machen.

Danke für Eure Mühen.

Gruß
Thomas
 

rafikus

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Dies kann nicht die Ursache sein, der Schnitt müsste dann aufwärts oder abwärts, aber im rechten Winkel zum Anschlag verlaufen, wenn der Arm nicht parallel zum Tisch wäre.
Das ist so nicht richtig. Die Schittkante, welche sich auf der Oberfläche des Werstückes ergibt, liegt in einem solchen Fall nicht im rechten Winkel zum Anschlag.
 

magmog

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Guten Morgen,
@Justus:
Der Arm weicht ca. 0,2 mm nach oben ab (am Ende zu mir). Dies kann nicht die Ursache sein, der Schnitt müsste dann aufwärts oder abwärts, aber im rechten Winkel zum Anschlag verlaufen, wenn der Arm nicht parallel zum Tisch wäre.

[..]

Oder liege ich da falsch?

@Mater1984 :
Ich werde mal heute Bilder machen.

Danke für Eure Mühen.

Gruß
Thomas
Guuden,

Du liegst da falsch.
Es überlagern sich alle drei Dimensionen und beeinflussen sich gegenseitig.
Zu Testen einfach mal einseitig das Holz mit ein paar mm hinten am Anschlag unterlegen.
 

benben

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Das mit dem unterlegen verdeutlicht das. Nicht den Arm messen, Schneid einfach mal eine Nut und Messe die nach. Immer am Werkstück messen, an der Maschine interessiert nicht.

Gruss
Ben
 

Holzfummler

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Hi Ben, Justus und ihr Anderen,

Ihr habt recht. Ich habe heute mal 3 std. an der Dewalt gestanden und sie neu justiert.

Die Reihenfolge ist ja wie folgt:

Ohne Tisch und Haube und Sägeblatt die Schienen auf gleiche Höhe mit den senkrechten Motorblock (Achse nach unten, Höhe Arm konstant) eingestellt (ca 0,1 bis 0,2mm Spalt).

Tischplatte montiert und Kontrolle. Dabei gab es schon wieder Unterschiede. Ich habe festgestellt, dass die Unterlegscheiben der Schrauben das Tischniveau verschoben haben. Also durchgängige Bohrungen, um die Trägerschienen mit festgeschraubter Tischplatte einstellen zu können.

Niveau mit Tischplatte, Winkligkeit etc. neu eingestellt mehre Probeschnitte.

Der Versatz ist jetzt ca. 0,5 Grad, mal schauen, ob ich dies noch wegbekomme.

Bilder liefere ich noch nach, habe erst mal die Nase voll.

Ich finde es sehr doof, ein "teure" Säge zu habe, die zwar eine ganze Menge Einstellmöglichkeiten hat, aber leider nicht hinreichend präzise ist.

Besten Dank für Eure Hinweise und Unterstützung.
 

benben

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Ich habe den Eindruck du denkst da zu kompliziert. Erst alles anbauen, dann einstellen. Ich denke man brauch da nicht viel messen. Eigentlich mache ich sowas fast ausslißlich über Probeschnitte.

Gruss
Ben
 

magmog

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Guuden,

die Radies von aus Demwald waren schon immer total ammilike!
Deshalb sind sie auch hierzulande kaum bei Profis anzutreffen,
bzw. schon längst rausgeflogen.

….und nicht grundlos kostet eine Graule eine Menge mehr als eine aus Demwald!
 
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