"Wiping Varnish?"

hainwerker

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Ich lese viel in der amerikanischen Zeitschrift "fine woodworking". Dort wird als finish neben Öl und Schellack, was ich beides kenne und gerne nutze oft von "wiping varnish" gesprochen. Wenn ich es richtig verstehe ist es so stark verdünnter lack, dass er ähnlich wie Schellack mit einem Tuch aufgetragen werden kann. Ich habe bisher nie den Wunsch gehabt richtigen lack zu verwenden, habe aber zuletzt etwas gebaut, was viel Wasserkontakt haben wird und es klassisch mit Pinsel und rolle lackiert. Das Ergebnis ist nicht sehr überzeugend (was wohl an mir liegt), der Prozess auch nicht so sehr. Da klingt das schon ganz spannend. Hat das schon mal jemand probiert? Gibt es vergleichbare fertige Produkte bei uns?
Falls nicht, mit was verdünnen?

Wenn es noch nie jemand gemacht hat, biete ich mich gerne als Tester an, aber vielleicht kann ich mir das ja ersparen :emoji_slight_smile:
 

Pareto

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Ich habe bisher nie den Wunsch gehabt richtigen lack zu verwenden, habe aber zuletzt etwas gebaut, was viel Wasserkontakt haben wird und es klassisch mit Pinsel und rolle lackiert. Das Ergebnis ist nicht sehr überzeugend (was wohl an mir liegt), der Prozess auch nicht so sehr.
Da liegt der Hund begraben.
Jede Oberflächenbehandlung erfordert Übung und Sorgfalt. Beides erhält man nicht im Internet.
Mit etwas Übung kann man sehr schöne Pinsellackierungen herstellen.

Zur Sache:
Wiping Varnish und Ballenmattierung scheinen nichts anderes zu sein als stark verdünnter Lack oder Öl (ich habe beides gefunden). Der Effekt und die scheinbare Einfachheit basieren auf der Auftragsmethode (Ballen, auspolieren), der geringen Schichtdicke und der damit verbundenen schnellen Trocknung noch während des Auftrags.

Probier's aus, dann bist du schlauer (und berichte uns:emoji_point_up:).
Eine hohe Belastbarkeit wirst du allerdings nur mit einer gewissen Schichtdicke erreichen (und mit Übung, ich wiederhole mich).
 

hainwerker

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Also ich bin inzwischen noch etwas schlauer geworden - es handelt sich wohl um ölbasierte Polyurethanlacke, die mit "mineral spirits" (Terpentinersatz/Testbenzin?) verdünnt werden. Das mischen die sich die Amis dann teilweise wohl auch selber. Was für einen lack deutscher Hersteller würde sich dafür anbieten?
Die ballenmattierung kannte ich nicht - danke für den Hinweis! Auch, wenn es für mich noch nach einem etwas anderem Konzept klingt.
 

hainwerker

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@Pareto - da waren wir zeitgleich. Das mit der Übung ist klar, deswegen hatte ich das ja auch direkt dazu geschrieben. Allerdings finde ich eine Schellack Oberfläche schon ziemlich narrensicher aufzutragen. Wenn ich bei einem Klarlack auf etwas Schichtdicke verzichten könnte und dafür ein etwas einfacheres Handeling bekomme, wäre das für mich ein guter Deal. :emoji_slight_smile:
 

Pareto

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Was mich verunsichert, ist das Ziel:
Reden wir immer noch von "etwas, was viel Wasserkontakt haben wird" oder so ganz allgemein?
 

hainwerker

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Was mich verunsichert, ist das Ziel:
Reden wir immer noch von "etwas, was viel Wasserkontakt haben wird" oder so ganz allgemein?
Naja, viel war vielleicht ubertrieben. Gerade baue ich eine kleine Scharfstation, die wird bestimmt mal den einen oder anderen spritzer Wasser abbekommen. (Die Schleifsteine liegen aber nicht direkt auf dem Holz!) Ich habe aber zum Beispiel auch an einen Badezimmerspiegel gedacht, den ich mal gebaut habe, der eine kleine Ablage für Zahnbürste usw.
Eine richtig dicke glänzende Lackschicht finde ich da optisch ganz gruselig und nehme lieber in Kauf, dass ich mal irgendwo nen kleinen Wasserfleck bekomme.
 

Pareto

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Ah, mein Gedanke ging in Richtung "Fensterbretter mit Blumentöpfen" oder Waschtisch.
Das, was du hier nennst, kann man schon mattieren. :emoji_thumbsup:
 
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