Wie behandle ich Lärchenholz

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von nordchen, 16. Januar 2008.

  1. nordchen

    nordchen ww-pappel

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    Moin,
    für die aussenhaut eines wagens , der mit lärchenholz verschalt ist bin ich mir unsicher, was den holzschutz angeht.
    Einige sagen nichts machen reicht-aber da vergraut es doch ?
    Dann wurde mir holzöl oder firniss geraten-was ist da der unterschied?
    (hier gibt es speziellen für lärchenholz)
    Das regenwasser kann gut ablaufen,-es steht also kein wasser.
    Was ist denn hier nun der effektivste schutz und wie baue ich den auf?
    gruss
    sascha
     
  2. zimmerermeister

    zimmerermeister ww-pappel

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    Hallo Sascha,
    frei bewittertes Lärchenholz muss nicht unbedingt behandelt werden. Lärche wird dann halt grau, wie Du dir das schon gedacht hast. Wenn Du allerdings den rötlichen Farbton der Lärche erhalten möchtest, solltest Du dies mit Holzöl ölen. Allerdings dann auch alle 4-5 Jahre eventuell auch schon früher (je nach Bewitterung) nachölen. Die Ölerei ist mit einem Arbeitsgang erledigt. Es gibt eigentlich nichts zu beachten.
    Ob Du ölst oder nicht ist Geschmacksache.
     
  3. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    und bedenke das der wichtigste Holzschutz der konstruktive Holzschutz ist. Die Fehler die hier gemacht werden, können selbst richtige Holzart ( Lärche ist ne gute Wahl und Chemie langfristig nicht ersetzen. Orientiere dich an der Konstruktion des alten, wenn er ( der Waagen muss schon älter sein, denn heute ist die Bauweise schon lange nicht mehr üblich), so lange gehalten hat kann die konstruktion nicht schlecht gewesen sein.
     
  4. Unregistriert

    Unregistriert Gäste

    Hallo,

    Ich schließe mich meinem Vorredner an. Der beste Holzschutz ist der Konstruktive.
    Lärchenholz besizt auch "nur" die Dauerhaftigkeitsklasse 3-4 (Vergleich Fichte 4).
    Richtige Planung ist die beste Prävention und erspart langfristig viel Ärger.
    Zum Thema Vergrauen: Es gibt einige Oberflächenmittelhersteller, die einen Grauton anbieten, um einem ungleichmässiges Vergrauen vorzubeugen. Vielleicht wäre das auch eine Alternative.
    VG Cedar
     
  5. fonzo

    fonzo ww-pappel

    Beiträge:
    6
    Holzauswahl/Herkunft wichtig

    Hallo Sascha,
    ich hab schon ne ganze Menge Bodenbeläge für den Aussenbereich gemacht: da das Holz intensiv der Bewitterrung ausgesetzt ist und auch noch waagrecht liegt (UV-Einstrahlung senkrecht= Maximale Dosis) kann man ganz gut sehen was an senkrechten Flächen langfristig passiert: Ich kann den Vorbemerkungen nur zustimmen, Aund O ist Kontruktiver Holzschutz (Saubere Ableitung/Entwässerung, keine Kapillarfugen, ....).
    Eines scheint mir aber auch noch wichtig zu sagen: Je nach Herkunft/Standort des Rohmaterials Lärche kannst du ganz unterschiedliche Qualitäten bekommen; ich hab' schon Lärchenholz mit einer Jahrringbreite von 3-4 mm verschafft, welches von einem Erdstamm auf sehr "fettem" Boden gewachsen ist.
    Und dannhab ich auch schon Lärche aus Gebirgslagen verschafft, die hatte einen Zuwachs von weniger als 1 mm.
    Es ist also eine wichtige Frage welches Rohmaterial du einkaufst bzw. woher. Sehr gerne wird ja auch sibirische Lärche angeboten, die wirklich oft fantastische Wualität aufweist. Allerdings hab ich dabei auch immer ein bischen "Bauschschmerzen", weil ich weiss wie hemmungslos dort grosse Flächen Urwälder gerodet werden, die Jahrhunderte bräuchten zum Nachwachsen.
    Ich kann dir also eigentlich nur den einen guten Tip geben: wenn du gute Kontakte zum Sägewerk hast, kannst du sagen was du möchtest und du bekommst es sogar zu einem guten Preis.
    Für die Unterkonstruktionen bestelle ich oft sorgar Einschnitte "feinjährig","leicht astig" und "extra Harzig". Was ich dann vom Sägewerker bekomme ist sehr hartes Holz (feinjährig/astig), das von Natur aus mit "Imprägnierung" vollgepumt ist (etwas anderes ist Harz nämlich von der Funktion her nicht).
    Aber es ist natürlcih zu beachten, dass so etwas nicht geeignet ist für Sitzmbel oder Deklagen, bei Hitze kommt so viel Harz raus, da würdest du nicht mehr wegkommen, so fest klebt das. Aber für eine Aussenverkleidung akzeptabel..
    Grüsse aus dem Süden der Republik
    Fonzo
     
  6. Richy

    Richy ww-fichte

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    Holzöl mit Pigmenten


    Servus Sascha,

    ich weis jetzt nicht genau was das für ein Wagen ist, aber ich kann dir folgendes empfehlen.
    Wir haben ein Holzhaus und die Außenfassade ist mit Lärchenholz verkleidet. Wir haben das ganze mit Holzöl eingelassen. Ein Anstrich mit Grundieröl und dann 2 Anstriche mit Holzöl unter Beigabe von Pigmenten die dem Holz einen Farbton geben. Wir wählten einen Ockerton. Die Farbintensität wird je nach Zugabe heller oder dunkler. Die Pigmente besitzen einen gewissen UV Schutz, welches das Holz langsamer altern lässt. Nach 4 Jahren sieht unser Haus noch wie am ersten Tag aus.

    Das ganze haben wir von folgendem Hersteller:
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    Bestimmt gibt es aber auch andere Hersteller die solche Öl und Pigmente anbieten.


    Gruß aus Franken
     
  7. wandergeselle

    wandergeselle ww-robinie

    Beiträge:
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    moin
    hier wurde alles beschrieben - konstruktiver Holzschutz ist in jedem Fall Schritt Nr.1
    -z.b die Tropfnase mit den 15°
    -senkrechter Verbau
    - Lärche , ob heimisch oder russisch , ist immer gut am arbeiten , sodass eigentlich kein Oberflächenauftrag in Frage kommt, reisst , blättert und macht jede Menge Arbeit beim Neuanstrich.
    - deshalb: Patina in grau/silber ohne jeglichen Schutz
    -oder aber ölen / TripTrap Terassenöl oder Owatrol/Scandiccare
    sieht klasse aus und gibts in naturfarben und partikelangereichert-UV Schutz ist drin
    - wetterseitig reicht 1 Nachstrich 1x im Jahr
    gruss vom Wandergesellen
     
  8. frankundfrei

    frankundfrei ww-robinie

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    Lärche ist sehr harzhaltig und wenn Deine Verschalung gehobelt oder geschliffen ist, dann lässt diese Bearbeitung bereits die Oberfläche durch den natürlichen Harzgehalt verkleben.

    Für die Außenwände ist eine Naturölharzlasur mit Farbpigmenten auf "Lärche" optimal. Auch den ersten Anstrich würde ich nicht mit einer Grundierung sondern bereits mit der Lasur vornehmen, damit möglichst viele Pigmente sich an und in die Holzfaser einnisten können - eine farblose Grundierung würde dies verhindern.

    Nach einem Jahr ist bei Lärche ein Nachstreichen notwendig. Durch die Bewitterung und den Luftfeuchtewechsel reisst die verklebte Oberfläche auf. Bei starker Sonneneinstrahlung kann das natürliche Harz auch ausgetreten sein. Das lässt sich mit Alkolho entfernen. Dann noch einmal die gleiche Lasur aufbringen.

    Naturölharzlasur hat den Vorteil, dass ein Nachstreichen ohne Vorschliff möglich ist. Die Beschichtung blättert nie ab - sie wittert ab. Der Zyklus des nötigen Nachbehandeln verlängert sich immer mehr.

    Nähere Infos gibt es unter

    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    Grüße aus Frangn

    Frank
     
  9. wandergeselle

    wandergeselle ww-robinie

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  10. diesunddas

    diesunddas ww-pappel

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    hallo

    wenns nur der bauwagen ist...spar dir das geld für das öl, da kannst du genausogut fichte nehmen. das wasser muss gut ablaufen können und die oberen hirnenden müssen geschützt sein.

    ohne behandlung vergraut es und wird durch wind und wetter abgetragen, hält aber ohne probleme mehr als ein jahrzehnt. wenn du das streichen beginnst musst du immer weiter streichen.
    wenn du ein dauerhafteres holz suchst nimm eiche oder robinie, die überstehen jahrzehnte ohne weitere behandlung
    gruß
     
  11. wandergeselle

    wandergeselle ww-robinie

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    wie behandle ich lärchenholz
     
  12. schreinerlacke

    schreinerlacke ww-kastanie

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    Ort:
    Breitscheid
    Beispiel Adler Pullex Holzöl Lärche

    Hallo, hier die Verarbeitungsempfehlungen des von uns vertriebenen Holzöls:

    Auftragsart Tauchen, Streichen, nicht Spritzen!

    Neuanstrich 2 x Pullex Holzöl tauchen
    Zwischentrockenzeit ca. 12 Stunden.
    Falls ein Schutz gegen Pilz- und Insektenbefall gefordert
    wird, rohes Holz vorher mit Pullex-Imprägniergrund (vgl.
    Merkblatt) behandeln.
    Waagrechte Holzteile 1 x tauchen, und jährliche Pflege.

    Pflegeanstrich
    Die noch intakten Flächen von Staub und Schmutz befreien
    und 1 x mit Pullex Holzöl streichen.

    Renovierungsanstrich
    Verwitterte, stark abgebaute Flächen bis aufs rohe Holz abschleifen
    und 2 x mit Pullex Holzöl streichen

    Trockenzeit (Raumtemperatur 20 °C) ca. 12 Stunden.
    Niedrige Temperaturen und/oder hohe Luftfeuchtigkeit
    und/oder hohe Schichtstärken können die Trockenzeit deutlich
    verlängern.

    Wenn mehr Infos benötigt werden, bitte melden.

    Grüße,

    Jörg Remmers
     
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